Fachbereiche

Rund 1'600 Mitarbeitende und 18'400 Freiwillige von Pro Senectute haben in den verschiedenen Fachbereichen vergangenes Jahr über 700'000 Kundinnen und Kunden in verschiedenen Lebenslagen unterstütz. Wir engagieren uns, damit ein würdevolles und selbstbestimmtes Altern für alle möglich ist.

Individuelle Finanzhilfe

Wieder selbständig leben 

Individuelle Finanzhilfe kommt dann zum Zug, wenn AHV-Bezüger sich dringend notwendige Ausgaben privat nicht leisten können und von der Sozialversicherung keine Unterstützung erhalten. Die individuelle Finanzhilfe wird aus der AHV finanziert. Über die eingegangenen Anträge entscheidet Pro Senectute im Auftrag des Bundes. 

Pro Senectute Kanton Schwyz schilderte uns den Fall von Herrn M., der infolge einer massiven Hörminderung seinen Alltag nicht mehr selbständig meistern konnte. 

Wieder selbständig leben 

Für *Walter Mächler ist der Alltag mit vielen Hürden verbunden. Ein Gespräch in der Gruppe oder einfach Mal mit Freunden telefonieren sind für ihn unmöglich. Der 79-jährige leidet unter einer massiven Hörminderung. 

Da Mächler alleinstehend ist und auf keine Hilfe in der Familie zählen kann, ist Pro Senectute Kanton Schwyz seit längerer Zeit eine wichtige Stütze in seinem Leben.   

Damit der Senior trotz der starken Höreinschränkung ein möglichst selbstständiges Leben führen kann, stellte er 2018 gemeinsam mit seiner Sozialberaterin einen Antrag für individuelle Finanzhilfe. In einem ersten Schritt ging es um eine Beteiligung am Erwerb neuer Hörgeräte. Diese ermöglichen es ihm, zumindest ein Gespräch mit ein bis maximal zwei Personen zu führen oder selbständig einkaufen zu gehen. Telefonieren ist bedingt durch die sehr ausgeprägte Schwerhörigkeit von Walter Mächler leider auch mit Hörgeräten nicht möglich. 

Es wurde deshalb schnell klar, dass ein Computer für Mächler ein wichtiges Hilfsmittel wäre, um beispielsweise seine Arzttermine vereinbaren zu können. Sehr gerne hätte der Senior an einem Computerkurs teilgenommen. Aufgrund der Hörproblematik war ein Kurs in einer Gruppe jedoch wiederum unmöglich. Deshalb unterstützte Pro Senectute Kanton Schwyz Mächler in einem zweiten Schritt bei der Finanzierung eines Computers und der Organisation von Einzellektionen bei ihm zu Hause. 

Der Senior kommt inzwischen mit Hörgeräten und Computer selbständig in seinem Alltag zurecht, kann sich wieder verständigen und an einem persönlichen Gesprächen teilnehmen. 

*Fiktiver Name  

Sozialberatung

Fachvorträge zum Thema Vorsorge

Die Pensionierung bringt viele Veränderungen und Unsicherheiten mit sich. Eine frühzeitige Vorbereitung lohnt sich, um sorglos in den Ruhestand zu treten. 

Der Arbeitgeberverband Basel organisiert für Angestellte von Unternehmen, die dem Verband angegliedert sind, vier bis fünf Mal jährlich Seminare zur Vorbereitung auf die Pensionierung. 2018 teilte Pro Senectute beider Basel in Fachvorträgen ihre Praxiserfahrung, zum wichtigen Thema Vorsorgeauftrag.

Michael Hensel, Fachleiter Sozialberatung bei Pro Senectute beider Basel, berichtet: 

Vom Arbeitsleben in den Ruhestand zu treten, bedeutet, sich mit Fragestellungen in unterschiedlichen Bereichen auseinanderzusetzen: Finanzielle und gesundheitliche Vorsorge, Erbrecht, Wohnsituation, Freizeitgestaltung und vieles mehr.

Die Teilnehmenden der zweitägigen Seminare sind im Alter 55+ und setzen sich frühzeitig mit der Pensionierung auseinander. Neben der Freizeitgestaltung und der Gesundheit stehen in den Seminaren auch juristische Themen im Fokus. 
 
Für Pro Senectute beider Basel bot sich mit den Fachvorträgen die Gelegenheit, ein noch relativ junges Publikum  auf  ihre Beratungsdienstleistungen  und den Vorsorgeauftrag aufmerksam zu machen.

Am Ende des Referats hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Michael Hensel beantwortete beispielsweise Fragen wie: «Weshalb brauche ich einen Vorsorgeauftrag, wenn ich verheiratet bin?» oder «Warum benötige ich einen Vorsorgeausweis, wenn meine Kinder von mir eine Vollmacht haben?». Auch viele Fragen zum Thema Urteilsunfähigkeit und zur KESB beschäftigten die Teilnehmenden.

Das Interesse am Thema Erwachsenenschutz ist gross und nimmt zu. Auch jüngere Personen befassen  sich  zunehmend  mit  der  Vorsorge.  

Die vielen Fragen zeigen ein grosses Interesse am Vorsorgeauftrag, jedoch auch Vorbehalte gegen das Thema «Erwachsenenschutz» und die Arbeit der Erwachsenschutzbehörden im Allgemeinen. „Durch solche Vorträge können wir Unsicherheiten und Missverständnisse klären und dazu beitragen, dass das Thema «Erwachsenenschutz» insgesamt positiv wahrgenommen wird“, erläutert Michael Hensel von Pro Senectute beider Basel.

Services

À table ensemble 

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für chronische Krankheiten und Gebrechlichkeit. Die Betroffenen trauen sich kaum noch alleine aus dem Haus. Nicht selten ist soziale Isolation die Folge.

Der Service «à table ensemble» von Pro Senectute Wallis setzt sich für die vulnerabelste unter den Seniorinnen und Senioren ein, und findet grossen Anklang. 

Ab 11.30 Uhr setzen sich die ersten Seniorinnen und Senioren an die liebevoll dekorierten Tische im modernen Gemeindesaal von Le Châble. „À table ensemble“ richtet sich an besonders vulnerable Betagte ab 65 Jahren. 

Rund ein Drittel der Menschen im Pensionsalter und gar die Hälfte der über 80-Jährigen stürzen mindestens einmal pro Jahr. Als Folge ist die Sturzangst oft ein ständiger Begleiter. Andere schaffen es infolge chronischer Beschwerden nicht selbständig aus dem Haus. Betroffene ziehen sich vom sozialen Leben zurück und werden inaktiv. Dies kann dazu führen, dass die Betagten oft einsam oder depressiv werden und durch den Bewegungsmangel erst noch ihr Sturzrisiko erhöhen. 

Hier setzt das gemeinsame Projekt von Pro Senectute Wallis mit der Gemeinde Bagnes, der Kirchgemeinde Bagnes-Vollèges sowie einem lokalen Freiwilligenverein an. 

„Wir wollen betagten Menschen einen würdigen letzten Lebensabschnitt ermöglichen. Dank „à table ensemble“ knüpfen die Seniorinnen und Senioren neue soziale Kontakte und gewinnen Lebensfreude zurück. 

Die Mittagessen besuchen durchschnittlich 90 Teilnehmende. Sie finden fünf Mal jährlich statt. „Für die Organisation der Hin- und Rückfahrt sind wir besorgt. Zudem rufen wir die Senioren kurz vor dem Anlass an, um sie an ihre Teilnahme zu erinnern. 

Viele Teilnehmende sind zwischen 80 und 90 Jahre alt, bis vor kurzem nahm gar eine 100-jährige Dame regelmässig teil. Da geht schon Mal ein Termin vergessen,“ erklärt Nathalie Humbert von Pro Senectute Wallis. 

Die Mahlzeiten werden im Turnus von mehreren lokalen Restaurants mit Catering-Service bereitgestellt, damit ist für Abwechslung gesorgt. 

Dank Sängern, Chören und Musikern aus der Region kommen die Senioren auch in den Genuss von musikalischer Unterhaltung. Die Anwesenden stimmen spontan in die Lieder ein, Lachen gemeinsam und vergessen Momente der Einsamkeit. 

Die CHF 20.- Beitrag pro teilnehmende Person decken die Kosten offensichtlich nicht. „À table ensemble“ ist nur dank engagierten Freiwilligen und finanzieller Unterstützung sowie einem siebenköpfigen Organisations-Komitee, das mit viel Herzblut bei der Sache ist, möglich. 

Gemeinwesenarbeit

Massgeschneiderte Altersleitbilder 

Die Generation 60plus hat besondere Bedürfnisse und vielfältige Lebensentwürfe. Auch die Wohnformen für ältere Menschen wandeln sich.

Altersfragen rücken auf Gemeindeebene  seit den letzten Jahren immer stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Pro Senectute unterstützt  und begleitet Gemeinden bei dieser Entwicklung.

Nachfolgend berichten wir über das Beispiel der Gemeinde Zurzach in Zusammenarbeit mit Pro Senectute Aargau. 

Gemeinden wenden sich unter anderem für die Erstellung von Leitbildern und Konzepten rund um  Altersthemen und alterspolitische Prozesse an kantonale und interkantonale Pro Senectute- Organisationen. Dabei zeigt sich, dass die Frage- oder Problemstellungen immer spezifischer und individueller werden.

Roland Guntern, Fachverantwortlicher für Gemeinwesenarbeit bei Pro Senectute Aargau, sieht darin einen grossen Gewinn in sozialer und ökonomischer Hinsicht. «Dabei ist  die Ausgangsfragestellung  oft dieselbe: Nämlich  Rahmenbedingungen schaffen, sodass  Seniorinnen und Senioren möglichst lange selbstständig zu Hause wohnen können.»

Die Ausgestaltung von bedürfnisorientierten und umfassenden Angeboten kann aber nur individuell und partizipativ entwickelt werden.   

Dabei sind Politik, Gesetzgebung, Finanzen sowie individuelle und gesellschaftliche Bedürfnisse miteinander einvernehmlich zu verbinden. Dies braucht Zeit und Geduld von allen Beteiligten. So auch bei der Gemeinde Bad Zurzach.

Pro Senectute Aargau entwickelte zusammen mit der Gemeinde bereits 2011 ein massgeschneidertes Altersleitbild: EinwohnerInnen, im Altersbereich
aktive Organisationen, Stiftungen, Kirchen, Wohnund Pflegeeinrichtungen wurden in die Entwicklung einbezogen. 2018 wurde das Leitbild erneuert und
weiterentwickelt.

In diesem Prozess überprüfte man die ergriffenen Massnahmen. Im ersten Altersleitbild machte Pro Senectute Aargau vielfältige Empfehlungen, in Zusammenarbeit mit den involvierten Organisationen wurden daraus konkrete Massnahmen abgeleitet. Wie beispielsweise der Bau eines Generationenhauses, den Abbau von Hindernissen im öffentlichen Raum sowie das Einsetzen eines Seniorengremiums.

Erfreulicherweise konnten alle drei Massnahmen umgesetzt werden. «Die Entwicklung eines erfolgreichen Altersleitbilds bedingt den partizipativen Einbezug von allen», schliesst Roland Guntern.

Sport und Bewegung

DomiGym

Mit zunehmender Gebrechlichkeit bleiben viele Seniorinnen und Senioren von externen Gymnastik- und anderen Bewegungsangeboten ausgeschlossen. Mehrere Pro Senectute-Organisationen schaffen mit dem Heimtrainings-Programm «DomiGym» Abhilfe.

Seniorinnen und Senioren wünschen sich, möglichst lange unabhängig zu bleiben. Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht sind wichtige Voraussetzungen für einen sorgenfreien Alltag, sowohl in den eigenen vier Wänden als auch unterwegs. Nicht zuletzt gilt es, mit einem gezielten Training der Bein-/ Rumpfmuskulatur und des Gleichgewichts Stürze zu vermeiden.

DomiGym wird diesen Trainingsaspekten gerecht. Zusammen mit einer Fachperson trainieren die Betagten, in der Regel einmal pro Woche, in ihrem
Zuhause. «Wir stimmen den Trainingsinhalt gezielt auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Teilnehmenden ab», erklärt Mirjam Gieger,
Leiterin Gesundheitsförderung und Prävention bei Pro Senectute Kanton Zug.

Das rund 45-minütige Bewegungsprogramm verbessert die Koordination und das Körpergefühl. Trainiert wird zu Hause im Wohnzimmer mit Hilfsmitteln
wie Bällen oder Fitnessbändern. Ebenso sind Übungen für sicheres Treppensteigen oder ein Spaziergang in der Natur möglich.

Als willkommener Nebeneffekt schaffen die Trainings soziale Kontakte. Diese können zum Türöffner werden, etwa um Lösungen für alleinstehende Betagte
zu finden, die ihre Alltagsaufgaben nicht mehr alleine bewältigen können.

Entscheidend für den langfristigen Erfolg der DomiGym-Trainings ist, dass die Seniorinnen und Senioren ihr Übungsprogramm zur Tagesroutine machen. Deshalb ist es wichtig, dass die Übungen leicht verständlich sind, gut vermittelt werden und der Spass nicht auf der Strecke bleibt. Die freiwilligen Coaches sind mit grossem Elan bei der Sache und tun ihr Bestes, dem gerecht zu werden.

In den vergangenen Jahren haben Pro Senectute Arc Jurassien und Kanton Zug ihr DomiGym-Angebot im grösseren Stil aufgebaut. Auch in den Pro Senectute-Organisationen Kanton Zürich, Freiburg, Kanton Solothurn und Kanton Genf können Seniorinnen und Senioren von Heimtraining-Programmen profitieren.

Künftig soll das Angebot national ausgeweitet werden.

Bildung und Kultur

Gegen Einsamkeit im Alter

Zu einem entspannten Tag am Thunersee luden vergangenen Sommer Pro Senectute Biel und Pro Senectute Kanton Bern. Dabei ging es um mehr, als genussvoll den Blick über den Thunersee in Richtung Eiger, Mönch und Jungfrau schweifen zu lassen.

Ziel war es, der Einsamkeit älterer Menschen entgegenzuwirken.

Eine Veranstaltung zum Finden von Freizeitpartnerschaften, Freundschaften oder gar der späten Liebe.

Im malerischen Ambiente des Parkhotels Gunten wurde Rendez-vous am Thunersee zur idealen Plattform, um vielfältige Kontakte zu knüpfen. Getreu
dem Motto «Wer sucht, der findet» konnten sich Bewegungsbegeisterte,
Naturliebende, Kochkünstler, Kultur- oder anderweitig Interessierte zu zweit
oder in kleineren Gruppen über unterschiedlichste Lebensinhalte austauschen.

Die Seniorinnen und Senioren bewegten sich in der grosszügig angelegten
Parkanlage des Hotels von einer «Gesprächsstation» zur anderen. Dabei berichteten sie über ihre Reiseinteressen, Wohnsituation, Hobbies oder Lebenswünsche.

Abgerundet wurde die gut besuchte Veranstaltung mit einem Apéro riche.
«Das Rendez-vous am Thunersee besuchten überdurchschnittlich viele Frauen. Hinzu kam, dass viele von ihnen den Wunsch äusserten, einen Mann
kennenzulernen», schildert Pascale Wettenschwiler, Bereichsleiterin Bildung, Sport & Freiwilligenarbeit bei Pro Senectute Biel-Seeland.
Diesem Bedürfnis kommen Pro Senectute Biel und Pro Senectute Kanton Bern künftig mit weiteren Veranstaltungen nach.

Zusätzlich eröffnen sie ihrer Kundschaft ein grösseres Einzugsgebiet, indem sie im Herbst 2019 in Zusammenarbeit mit Pro Senectute Arc Jurassien ein Redez-vous am Bielersee organisieren. Das gemütliche Beisammensein wird in La Neuveville stattfinden und zweisprachig durchgeführt.

Jetzt gilt es nur noch, mehr Männer für die Rendez-vous zu begeistern.

Bibliothek

Die neue Pro Senectute Bibliotheks-Website führt Fachleute, ältere Menschen und deren Angehörige schnell und unkompliziert zur gewünschten Quelle. Mit der übersichtlich gestalteten Website wurde eine multimediale Wissensplattform zum Thema Alter geschaffen. Sie weckt Freude am Stöbern und lädt ein, Unbekanntes zu entdecken.

Die neue Website ist in folgende fünf Rubriken gegliedert:

«Im Fokus»

Hier präsentieren sich: Neuerscheinungen, Rezensionen von Fachleuten und Medientipps des Bibliotheksteams. Unter der Rubrik Schwerpunkt liest man sich vertieft in aktuelle Themen ein. Zusätzlich finden sich hier: der Geronto-Newsflash mit neuen Meldungen aus der Gerontologie, künftige Bibliotheksveranstaltungen, die Anmeldung zum Bibliotheks-Newsletter sowie archivierte Newsletter.

«Entdecken»

Unter zwölf Wissensgebieten zu zentralen Altersthemen findet die Leserin oder der Leser die passenden Medien, Zeitschriften und Artikel mit Kontakten zu Informationsstellen. Mit wenigen Klicks erscheinen beispielsweise Filme und Kinderbücher zum Thema «Lebensende».

«Suchen»

Die gezielte Suche im Online-Katalog und der E-Book-Plattform kann bei Bedarf mit detaillierten Suchanleitungen unterstützt werden.

«Dienstleistungen»

Hier können Recherchen in Auftrag gegeben oder «Medientische» bestellt werden. Gewünschte Medien kann sich die Leserin oder der Leser nach Hause senden lassen. Ausserdem bucht hier der Interessierte individuelle Beratungen oder mietet die Bibliotheksräumlichkeiten und nutzt sie als Arbeitsplatz.

«Benutzen»

Wie sich das Bibliotheksangebot gezielt nutzen lässt, wie man sich einschreibt, Medien bestellt und ausleiht, erfahren Interessierte in dieser Rubrik.
 

Zeitlupe

Die Zeitlupe erscheint seit April 2017 im neuen Kleid. Höchste Zeit, bei der Leserschaft nachzufragen, wie das Magazin ankommt. Eine repräsentative Umfrage zeigte ferner, wer die typischen Zeitlupe-Leserinnen und-Leser sind, welche Themen am meisten begeistern und was das für die Zukunft des Magazins bedeutet.

Wer sich am liebsten mit der Zeitlupe beschäftigt, zeigt die Umfrage deutlich. Vier Fünftel der Leserschaft sind Frauen, die Hälfte ist über 70 Jahre alt und eher aktiv als häuslich. Auch 80-jährige oder ältere Seniorinnen und Senioren finden sich mit rund einem Drittel unter den Lesern.

Mit Vorliebe lesen die Zeitlupe-Abonnenten Artikel mit Begegnungen, der Blick in die Vergangenheit auf der letzten Seite, Promi-Interviews, Gesundheitsund
Wellnessthemen sowie Artikel zur Ernährung.

Beliebt und erst noch gut fürs Allgemeinwissen ist zudem die Rätselseite. Etwas weniger, aber immer noch eifrig gelesen werden Themen rund um Computer/Internet, Religion/Psychologie, Wohnen/Lifestyle und Garten.

Erfreulicherweise verdeutlicht die Umfrage, dass Pro Senectute fast allen Lesern ein Begriff ist. Mehr als zwei Drittel der Leserinnen und Leser haben schon von Pro Senectute Angeboten profitiert.

Auch für Inserenten ist die Zeitlupe attraktiv. Der grösste Teil der Anzeigen wird von den Lesern beachtet.

Besonders gefreut hat das Zeitlupe-Team, dass sie mit der neuen Schriftgrösse und dem Konzept, mehrheitlich über ältere Menschen in der Schweiz zu berichten, bei den Lesern genau richtig liegen.

Ausserdem finden über 90 % der Leserinnen und Leser das Jahresabonnement für CHF 45.00 sehr attraktiv. Die Zeitlupe darf sich auch über eine treue Leserschaft freuen. Mehr als die Hälfte hat die Zeitschrift
seit mehr als fünf Jahren abonniert und würde das Magazin klar weiterempfehlen.

Wegweisend für die Zukunft der Zeitlupe ist, dass mehr als die Hälfte der Leser fast täglich das Internet nutzen, sich jedoch selten bis gar nicht auf zeitlupe.ch befinden. Ein Relaunch des Webauftritts ist folglich ein wichtiges Zukunftsziel für die Zeitschrift.
 

Haben Sie Fragen zu unseren Fachbereichen? Unsere Medienstelle hilft Ihnen gerne weiter.

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Wieder selbständig leben 

Für *Walter Mächler ist der Alltag mit vielen Hürden verbunden. Ein Gespräch in der Gruppe oder einfach Mal mit Freunden telefonieren sind für ihn unmöglich. Der 79-jährige leidet unter einer massiven Hörminderung. 

Da Mächler alleinstehend ist und auf keine Hilfe in der Familie zählen kann, ist Pro Senectute Kanton Schwyz seit längerer Zeit eine wichtige Stütze in seinem Leben.   

Damit der Senior trotz der starken Höreinschränkung ein möglichst selbstständiges Leben führen kann, stellte er 2018 gemeinsam mit seiner Sozialberaterin einen Antrag für individuelle Finanzhilfe. In einem ersten Schritt ging es um eine Beteiligung am Erwerb neuer Hörgeräte. Diese ermöglichen es ihm, zumindest ein Gespräch mit ein bis maximal zwei Personen zu führen oder selbständig einkaufen zu gehen. Telefonieren ist bedingt durch die sehr ausgeprägte Schwerhörigkeit von Walter Mächler leider auch mit Hörgeräten nicht möglich. 

Es wurde deshalb schnell klar, dass ein Computer für Mächler ein wichtiges Hilfsmittel wäre, um beispielsweise seine Arzttermine vereinbaren zu können. Sehr gerne hätte der Senior an einem Computerkurs teilgenommen. Aufgrund der Hörproblematik war ein Kurs in einer Gruppe jedoch wiederum unmöglich. Deshalb unterstützte Pro Senectute Kanton Schwyz Mächler in einem zweiten Schritt bei der Finanzierung eines Computers und der Organisation von Einzellektionen bei ihm zu Hause. 

Der Senior kommt inzwischen mit Hörgeräten und Computer selbständig in seinem Alltag zurecht, kann sich wieder verständigen und an einem persönlichen Gesprächen teilnehmen. 

*Fiktiver Name