Fachbereiche

Rund 1'800 Mitarbeitende und 18'400 Freiwillige von Pro Senectute haben in den verschiedenen Fachbereichen vergangenes Jahr über 700'000 Kundinnen und Kunden in diversen Lebenslagen unterstützt. Wir engagieren uns, damit ein würdevolles und selbstbestimmtes Altern für alle möglich ist.

Sozialberatung

Mit Demenz nicht alleine gelassen

Rosa Wild * ist 81 Jahre alt, alleinstehend und leidet unter einer zunehmenden demenziellen Erkrankung. Sie kann nicht mehr länger alleine wohnen. Um im Alltag zurechtzukommen, ist sie auf die Hilfe eines Beistands  angewiesen.

Die Fachstelle Erwachsenenschutz von Pro Senectute Kanton Zürich hilft Betroffenen solcher oder ähnlicher Schicksale:

Bei Klientinnen wie Rosa Wild * wird die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) aktiv, um eine individuelle Beistandschaft einzusetzen. Im Kanton Zürich (Dübendorf und Uster) arbeitet die KESB erfolgreich mit der Fachstelle Erwachsenenschutz von Pro Senectute Kanton Zürich zusammen. Die Fachstelle rekrutiert, schult und unterstützt private Mandatsträger (PriMa) beim Führen von Beistandschaften für Personen ab 60 Jahren.Rosa Wild wird heute von Hans Fuchs * unterstützt.

Der 65-jährige rüstige Pensionär bewarb sich auf ein Inserat der Fachstelle Erwachsenenschutz als privater Beistand. Nach dem Rekrutierungsverfahren drückte er für die Basisausbildung zum PriMa während vier Abenden die Schulbank. Der Lerninhalt war umfassend, die Beispiele und Übungen waren praxisnah. Nach der Schulung fühlte er sich bereit, die Herausforderung anzunehmen, kann er sich doch bei Fragen jederzeit an die Fachstelle von Pro Senectute Zürich wenden.

Drei Monate nach der Schulung wird Hans Fuchs das Mandat für die Unterstützung von Rosa Wild angeboten. Es folgt ein Gespräch, begleitet von einer Mitarbeiterin der Fachstelle, bei dem sich beide Parteien kennenlernen. Beide sind sich auf Anhieb sympathisch. Hans Fuchs wird von der KESB für eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung eingesetzt. 

Mit dem Einverständnis von Rosa Wild kündigte er deren Wohnung und unterstützte die Seniorin beim Umzug ins Altersheim. Über die Individuelle Finanzhilfe von Pro Senectute können die Kosten der Wohnungsräumung finanziert werden. Hans Fuchs wird bei seiner Mandatsführung mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Er ist froh über die kompetente Beratung der Fachstelle Erwachsenenschutz – vor allem im Kontakt mit Behörden und Ämtern.

Begeistert ist er auch vom Fachvortrag über demenzielle Erkrankungen, den die Fachstelle für alle amtierenden PriMa organisierte. Nun versteht er viel besser, warum sich Rosa Wild nicht bei jedem Besuch daran erinnert, wer er ist. Er fühlt sich jetzt sicherer und weiss, wie er in solchen Situationen reagieren kann.

* Die Namen sind fiktiv.

Einzelhilfefonds Pro Senectute Schweiz

Hilfe bei finanziellen Engpässen

Was tun, wenn jemand wegen einer Lücke im Sozialsystem zwischen Stuhl und Bank fällt? Diese Frage war für das Ehepaar Bühler * sehr aktuell, denn sie sind knapp nicht berechtigt, Ergänzungsleistungen zu beziehen. Mit dem bescheidenen Monatsbudget war es den beiden an einer chronischen Krankheit leidenden Personen nicht mehr möglich, die Krankenkassenprämien zu begleichen.

In dieser misslichen Lage wandte sich das Paar an Pro Senectute Schaffhausen:

Aufgrund ihrer Krankheiten fallen bei den Bühlers * neben den sehr hohen Gesundheitskosten vermehrt Ausgaben für Hilfsmittel und die Mobilität an. Infolge ihrer gesundheitlichen Schwierigkeiten geriet das gemeinsame Budget des Paars aus dem Gleichgewicht. Dadurch war es nicht mehr möglich, die monatliche Prämie der Krankenkasse zu bezahlen.

Damit begann das Dilemma: Die Krankenkasse setzte das Paar auf eine «Schwarze Liste», was bedeutet, dass die Kasse nur noch absolute Notfallbehandlungen übernehmen würde. Pro Senectute Schaffhausen stellte für das Ehepaar Bühler ein Gesuch an den Einzelhilfefonds. Dank der Sozialberatung konnten die Bühlers zwar ihre Ausgaben wieder einigermassen mit den Einnahmen in Einklang bringen, es blieben jedoch die offenen Krankenkassenprämien und Behandlungskosten.

Das Gesuch an den Einzelhilfefonds bezweckte, die ausstehenden Prämien zu begleichen. Zur grossen Erleichterung der Bühlers wurde das Gesuch gutgeheissen. Daraufhin folgte die Aufforderung an die Krankenkasse, das Ehepaar von der «Schwarzen Liste » zu streichen und die anstehenden Gesundheitskosten wieder zu übernehmen.

Gesuche an den Einzelhilfefonds sind für Menschen ab dem 60. Lebensjahr gedacht. Eingereicht werden die Gesuche via Sozialberatung der kantonalen Pro Senectute Organisationen. Der Fachbereich Sozialberatung & Information von Pro Senectute Schweiz prüft die Gesuche und trifft die finalen Entscheide.

Die Art der Gesuche an den Einzelhilfefonds von Pro Senectute Schweiz sind so vielfältig wie das Leben selbst. Neben der Unterstützung bei einer Schuldensanierung kann es sich beispielsweise um eine dringend notwendige finanzielle Anschaffung handeln, die weder von den Sozialversicherungen noch von der Individuellen Finanzhilfe übernommen wird. So kann sich ein Unterstützungsgesuch etwa um eine Zahnbehandlung drehen, die eine Krankenkasse nicht bezahlt. Gerade eine Zahnbehandlung kann für Menschen mit einem knappen monatlichen Budget ohne Ersparnisse zu einem Ding der Unmöglichkeit werden und sowohl die individuelle Gesundheit wie auch das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Auch für solche Fälle unterhält Pro Senectute den Einzelhilfefonds.

* Die Namen sind fiktiv.

Services

«Senioren für Senioren»

Gerade Menschen im Pensionsalter haben ein besonderes Verständnis für die Bedürfnisse und Herausforderungen ihrer Altersgruppe. Viele von ihnen engagieren sich gerne mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten für andere ältere Menschen.

Pro Senectute Organisationen wie Glarus, Nidwalden, Schaffhausen und weitere bieten mit «Senioren für Senioren» die geeignete Vermittlungsplattform:

Wenn es mit zunehmendem Alter alleine nicht mehr geht, spielt das Netzwerk «Senioren für Senioren». Die Idee ist simpel, aber wirkungsvoll. Helferinnen und Helfer im Ruhestand stellen einen Teil ihrer neu gewonnenen Freizeit anderen älteren Menschen zur Verfügung. Je nach Fähigkeiten und Kenntnissen werden sie von Pro Senectute vermittelt – flexibel, unbürokratisch und gemäss der persönlichen Bedürfnisse.

Einst alltägliche Dinge wie das Aufräumen und Waschen, einfache Näharbeiten oder kleinere Reparaturen können mit zunehmendem Alter überfordern. Zudem wünschen sich zahlreiche alleinstehende Menschen im reiferen Lebensalter Geselligkeit, etwa bei Spaziergängen oder Rollstuhlfahrten. Das ist eine Auswahl der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bei «Senioren für Senioren». Mit grossem Engagement und viel Einfühlungsvermögen leisten die Freiwilligen einen wichtigen Beitrag. Denn sie helfen Menschen im Alter über 60 Jahren, länger selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. Das Angebot unterstützt die Selbstbestimmung und Autonomie älterer Menschen.

Es erhöht ihre Mobilität und hilft, soziale Kontakte zu knüpfen. Bei Pro Senectute Kanton Glarus betreuen freiwillige Seniorinnen und Senioren wie auch Mitarbeitende eine eigens  geschaffene Vermittlungsstelle. Sie vermitteln Arbeitsaufträge unkompliziert an Einsatzleistende. Wenn möglich, erledigt die Helferin oder der Helfer den Einsatz mit der Auftraggeberin respektive dem Auftraggeber. So entstehen Begegnungen oder Freundschaften. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass der Auftrag wunschgemäss erledigt wird.

Auch bei Pro Senectute Kanton Schaffhausen wird das Angebot von «Senioren für Senioren» rege genutzt.

Gemeinwesenarbeit

«Sorgende Gemeinschaft»

In zahlreichen Wohnregionen leben immer mehr ältere Menschen. Gleichzeitig ist die Individualisierung ein stärker werdendes Phänomen der westlichen Welt, dessen Auswirkungen immer mehr spürbar werden. Diese Entwicklung bringt Herausforderungen mit sich. «Sorgende Gemeinschaften» in Quartieren, Wohnsiedlungen oder Dörfern sind eine Lösung:

Sinn und Zweck von «Sorgenden Gemeinschaften» ist es, das gesellschaftliche Miteinander durch generationenübergreifende Angebote und Projekte zu fördern. Menschen, die altersbedingt oder aus anderen Gründen mit Einschränkungen leben, haben oft keinen Zugang zu sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten mehr. Viele leiden unter Einsamkeit, was krank machen kann. In «Sorgenden Gemeinschaften« erfahren diese Menschen mittels professioneller und freiwilliger Unterstützung Hilfe aus der Nachbarschaft.

Ziel ist es, dass Betroffene unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund bis zu ihrem Tod in der vertrauten Umgebung leben können. Das ist nur mit einer passenden Infrastruktur und vielfältigen Angeboten möglich, die unterstützungsbedürftigen Menschen im Alltag helfen.

Wie aus einem Pilotprojekt eine erfolgreiche «Sorgenden Gemeinschaft» entstand, zeigt das Beispiel der Gemeinde Langenthal. Pro Senectute Kanton Bern wirkt gemeinsam mit diversen Organisationen, weiteren Gemeinden und Privatpersonen am Aufbau und an der Weiterentwicklung mit. Vergangenes Jahr wurden zahlreiche Projekte in Langenthal erfolgreich realisiert. Darunter ein runder Tisch für die Früherkennung von Verwahrlosung und Vereinsamung und die «Zytbörse», eine kreative Art des Zeittauschens, bei der sich Menschen vernetzen und gegenseitig unterstützen können. Alle, die das Angebot der «Zytbörse» in Anspruch nehmen, können ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Talente anderen Mitgliedern gegen Zeitgutschriften anbieten.

Gleichzeitig können sie durch die erarbeiteten Zeitgutschriften von Angeboten anderer Mitglieder profitieren. Ein Meilenstein war auch das Sozialraumprojekt «Rendez-vous», das für je ein städtisches und ein ländliches Quartier umgesetzt wurde. Beide Quartiere sind mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Gemeinsam mit der Bevölkerung und der politischen Behörde wurde analysiert, welche Massnahmen das Zusammenleben aktivieren und verbessen können.

Dank der Gründung des Vereins Choreo *, in dem neben Langenthal drei weitere Gemeinden mitwirken, werden überdies alle Initiativen und Netzwerke der «Sorgenden Gemeinschaften» unter einem Dach vereint und koordiniert. Der Verein bietet den Projekten einen Rahmen, wodurch sie an Effizienz gewinnen und Synergien optimal genutzt werden können.

* Choreo sind die «Sorgende Gemeinschaften» Oberaargau Ost, bestehend aus Vertretern aus der Bevölkerung, von vier Gemeinden, Organisationen der Zivilgesellschaft und professionellen Dienstleistern.

Sport und Bewegung

«Hopp-la»: Generationen in Bewegung

Mit Bewegung steigern wir unsere Lebensqualität und beugen gesundheitlichen Problemen vor. Das gilt für Kinder genauso wie für die ältere Generation. Deshalb liegt es nahe, Jung und Alt fürs gemeinsame Training zu begeistern. Diesem Ziel widmet sich das generationenverbindende Bewegungs- und Begegnungsangebot «Hopp-la».

«Hopp-la» ist eine Stiftung, die sich für die intergenerative Bewegungs- und Gesundheitsförderung einsetzt. Dieses Ziel wird mit den Kooperationspartnern Pro Senectute Kanton Bern, Biel-Seeland, Beider Basel, St. Gallen und Zug verfolgt.

In «Hopp-la»-Bewegungsstunden wird geturnt, balanciert und vor allem gelacht. Das Angebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren mit oder ohne (Enkel-) Kinder und kann in Zusammenarbeit mit lokalen Spielgruppen, Kindertagesstätten oder Schulen durchgeführt werden. Rita Stöckl ist bei Pro Senectute Kanton St.Gallen als Leiterin im Seniorenturnen aktiv. Nachdem sie eine Schulung durchlaufen hat, leitete sie vergangenes Jahr «Hopp-la»-Turnstunden in zwei Alters- und Pflegeheimen. «Wenn die Kinder vorbeikommen, ist die Freude der Heimbewohner riesig. Bei den gemeinsamen Turnübungen vergessen die Senioren sogar manchmal ihre Schmerzen», berichtet Rita Stöckl. Bewegungen, die nomalerweise Schwierigkeiten bereiten, gingen dann plötzlich wie von alleine.

Auch die offene und direkte Art der Kinder sei erfrischend. «Einmal entdeckte ein Kindergärtler die Altersflecken einer älteren Dame. Darauf meint er: ’Söttsch wieder Mal d’Händ wäsche.’ Die Seniorin amüsiert sich noch heute darüber», so Rita Stöckl. Das Ziel der gemeinsamen Trainings ist es, auf spielerische Weise die physische und psychische Gesundheit zu stärken, sei dies mit Kraft-, Koordinations- oder Gleichgewichtsübungen. Seniorinnen und Senioren haben die Möglichkeit, in freier Natur oder drinnen zu trainieren, und können gleichzeitig neue Freundschaften aufbauen. Das schafft einen gesellschaftlichen Mehrwert und leistet einen Beitrag zur Sturzprävention.

Auch den Kindern macht der Austausch mit den älteren Semestern Spass und bietet Abwechslung zum Kita-Alltag. Beide Generationen erleben einen motivierenden und verantwortungsvollen Umgang miteinander und profitieren. Damit die Qualität und Professionalität der Kurse gewährleistet ist, wurde die Kursleiterausbildung gemeinsam mit dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel mit Pro Senectute Schweiz und weiteren Partnern entwickelt.

Bildung und Kultur

Jung und Alt treffen sich zur Handyfragestunde

Smartphones können Seniorinnen und Senioren den Alltag erleichtern. Inzwischen gibt es Apps, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Doch wie weiter, wenn plötzlich gespeicherte Fotos der Enkel verschwinden oder sonst etwas partout nicht funktionieren will? In solchen Fällen helfen Jugendliche im Kanton Obwalden Seniorinnen und Senioren in der Handyfragestunde.

Smartphones, Apps und mobile Websites werden immer benutzerfreundlicher. Neue Geräte verfügen über grosse Bildschirme, sehbehinderte Menschen können dank Spracherkennungssoftware Anrufe tätigen oder SMS versenden. Entsprechend beliebt sind Smartphones inzwischen auch bei Seniorinnen und Senioren.

Vielen älteren Menschen fehlt jedoch die Erfahrung mit digitalen Technologien, und im Bekanntenkreis mangelt es oft an Expertinnen und Experten, die man zu Rate ziehen könnte. Deshalb haben die Jugendarbeit Sarnen und Pro Senectute Obwalden die Handyfragestunde ins Leben gerufen. Bei diesen Handytreffs können die Seniorinnen und Senioren in Kleingruppen ganz unkompliziert ihre Fragen stellen und erhalten hilfreiche Anleitungen – aber auch Tipps der älteren Generation sind willkommen.

Heidi Gwerder, eine aufgeweckte 73-jährige Dame, war zweimal in der Fragestunde und kommt inzwischen gut mit ihrem Smartphone zurecht. Wissen wollte sie vor allem, wie sie Apps laden kann und wie das Weiterleiten von Fotos funktioniert. Heidi Gwerder hat bereits einen weiteren Kurs von Pro Senectute in Aussicht. Dann lerne sie, wie sie ihre vielen Fotos vom Tablet auf den Computer speichern könne, erzählte sie.

Die Helferinnen und Helfer der Handyfragestunde haben Spass daran, ihr Wissen den Seniorinnen und Senioren weiterzugeben, sodass die ältere Generation an der digitalisierten Gesellschaft frustfrei teilhaben kann. Die Handyfragestunde ist für die Jugendlichen eine spannende Erfahrung und kann als Referenz für den Berufseinstieg dienen – und ihr Sackgeld ein bisschen aufbessern. Mit einem Unkostenbeitrag von zehn Franken unterstützen die Teilnehmenden das Projekt.

Bibliothek

Vernetzung über die Sprachgrenzen hinaus

Die Pro Senectute Bibliothek kennt keine Sprachbarrieren. Deshalb stand das Jahr 2019 ganz im Zeichen der Vernetzung mit der Westschweiz und  dem Tessin. Dies geschah zum einen durch den Austausch von digitalen Inhalten via Web-Plattform, zum anderen dank wertvoller Partnerschaften.

Bis anhin war es für die Fachbibliothek eine Herausforderung, Nutzerinnen und Nutzer im Tessin und in der Romandie zu erreichen. Umso grösser war die Freude, als im Frühling, nach einer intensiven Konzeptionsund Aufbauphase, die neue französische Web-Plattform verfügbar war und kurz darauf das italienische Pendant folgte. Die neuen Websites sind zentral, um Seniorinnen und Senioren, Angehörigen, Studierenden und Fachleuten digitale Inhalte unkompliziert und ortsunabhängig zugänglich zu machen.

Ausserdem lassen sich Sprachgrenzen durch passende Partnerschaften überwinden. So arbeitet die Bibliothek in der Westschweiz seit 2019 mit der Plattform REISO zusammen (Revue d’information Sociale et Santé de Suisse romande-reiso.org).

In der italienischen Schweiz entstand 2019 in Ergänzung zur neuen italienischen Wissensplattform eine Kooperation mit der Fachhochschule SUPSI (Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana): Die Psychologin und Dozentin Dr. Riza Pezzati wählt die wichtigsten Fachtitel zum Thema Alter für die italienische Schweiz aus, welche im Neuerscheinungsdienst der Bibliothek publiziert werden.

Ihre Vernetzung baute die Bibliothek auch mit Fachhochschulen aus. Bei diesen ist das Angebot der Pro Senectute Bibliothek begehrt, da es den Spezialbestand zum Schwerpunktthema Alter in anderen Bibliotheken in dieser Form nicht gibt. Studien, die normalerweise nicht an ein breites Publikum gelangen, sind erfasst und frei zugänglich. Auch das Angebot, dem Team der Fachbibliothek einen themenspezifischen Rechercheauftrag zu erteilen, ist einmalig. Die Pro Senectute Bibliothek führt regelmässig Rechercheschulungen und Präsentationen in gerontologischen Studiengängen diverser Fachhochschulen durch.

Zeitlupe

Erfolg mit Relaunch und «Lismi-Schiff»

Vergangenes Jahr überraschte die Zeitlupe mit einem komplett neuen Internetauftritt, wofür sie mit dem begehrten Q-Award belohnt wurde. Ein voller Erfolg waren auch die beiden Zeitlupe-«Lismi-Schiffe». Zahlreiche «Lismerinnen» setzten sich ausserdem beherzt für die Solidaritätskampagne «#vollpersönlich»–Stricken gegen das Vergessen» ein.

Menschen der Generation 60+ nutzen das Internet immer aktiver. Auf diese Entwicklung reagierte die Zeitlupe mit einem komplett neuen Webauftritt, perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse der Seniorinnen
und Senioren.

Videointerviews mit spannenden Persönlichkeiten, sorgfältig recherchierte Artikel, reich bebilderte Reportagen und Kopftraining in Form der beliebten Rätsel. Das sind nur einige Beispiele der vielfältig produzierten Inhalte, die auf zeitlupe.ch frei zugänglich sind. Abonnentinnen und Abonnenten stehen neben sämtlichen Print-Artikeln Extras, wie der «Treffpunkt», zur Verfügung. Dort tauschen sich Menschen mit Lebenserfahrung aus oder schliessen neue Bekanntschaften. Alle Magazininhalte sind im Login-Bereich neu auch mit einem Sound-File versehen, sodass sich Nutzerinnen und Nutzer die Texte vorlesen lassen können.

Der neue Webauftritt kommt nicht nur bei den Leserinnen und Lesern gut an. Zeitlupe.ch überzeugte auch die Fachjury des Verbands Schweizer Medien. 2019 verlieh die Branchenorganisation erstmals den Q-Award Digital für besonders innovative Websites von Fachzeitschriften. Der Award ist für das Zeitlupe- Team gleichzeitig Anerkennung für den gelungenen Schritt in die digitale Zukunft und Ansporn für die Weiterentwicklung der Website.

Ein voller Erfolg waren auch die beiden Zeitlupe-«Lismi-Schiffe» auf dem Zugersee. Ende April und November gingen 200 Frauen an Bord und «lismeten» um die Wette. Bei dieser Aktion strickten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überdies Becherhalter für die Solidaritätskampagne «#vollpersönlich», zugunsten von Demenzbetroffenen.

Ein herzliches Dankeschön geht zudem an die Hatt-Bucher-Stiftung, welche die Zeitlupe-Leserinnen und -Leser auch 2019 mit Gratistickets für die Fraumünster-Konzerte begeisterte.

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