Stiftungsrat

Der Jahresrückblick von Eveline Widmer-Schlumpf

Werner Schärer, der während 13 Jahren die Geschicke von Pro Senectute lenkte, trat in den Ruhestand. Er hinterlässt eine Organisation, die auf einem soliden Fundament steht. Dafür möchte ich ihm auch an dieser Stelle herzlich danken. Neuer Direktor von Pro Senectute Schweiz ist Alain Huber, bisheriges Geschäftsleitungsmitglied. Der ehemalige Leiter Fachthemen und Secrétaire Romand bringt mit seiner langjährigen Erfahrung das notwendige Rüstzeug mit, um die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen anzupacken.

Auf Ebene der Gesamtorganisation gilt es nun, die im Herbst 2019 im Rahmen der Strategie 2022 verabschiedeten Massnahmen so umzusetzen, dass wir bestehende Stärken weiter ausbauen und Chancen gemeinsam nutzen können. Um die demografischen Herausforderungen meistern zu können, braucht es eine Pro Senectute, die bereit ist, sich an die Anforderungen und Bedürfnisse der Zeit anzupassen. Auch in Zukunft werden wir uns für die Ärmsten im Pensionsalter starkmachen. Denn noch immer ist jede achte Person in der Schweiz von Altersarmut betroffen. Weiter gilt unser Augenmerk den anstehenden Reformen der Sozialwerke. Der Generationenfrieden darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Nur wenn Jung und Alt die Reformen gemeinsam tragen, sind nachhaltige Lösungen möglich. Ganz im Sinne unseres Claims «Gemeinsam stärker».

Eine starke Organisation braucht Ressourcen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Finanzen. Sie stellen sicher, dass wir agieren können – bedarfsgerecht und wirkungsvoll. Die Mittel der öffentlichen Hand sind begrenzt. Wir sind daher darauf angewiesen, neue Ertragsmöglichkeiten zu generieren. Der Erfolg der Organisation hängt aber nicht allein von den Finanzen ab. Von grosser Bedeutung sind die Mitarbeitenden und besonders auch die Freiwilligen (heute rund 18’400). Diese Basis gilt es zu sichern. Ohne sie wird es auch in Zukunft nicht gehen. Pro Senectute ist auf Freiwillige angewiesen, um die vielen Dienstleistungen für Seniorinnen und Senioren weiter zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können. Für die Freiwilligen selbst können solche Einsätze eine sinnstiftende Aufgabe sein; sei dies im täglichen Kontakt mit älteren Menschen, sei dies ganz grundsätzlich als Dienst für die Gesellschaft. Allein schon in der Betreuung von älteren Menschen, gerade auch von Angehörigen, und in der Freizeitgestaltung für und mit Seniorinnen und Senioren wird volkswirtschaftlich gesehen eine Arbeitsleistung in Milliardenhöhe erbracht – oft unbemerkt und zu wenig verdankt.

Vielen herzlichen Dank allen Freiwilligen in der Schweiz!