Mobilität im Alter ist nicht selbstverständlich

Selbständig unterwegs sein zu können, trägt viel zur Zufriedenheit bei. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Selbständigkeit am besten bewahren und wie Sie mit Einschränkungen bei Ihrer Mobilität umgehen.

Warum ist Mobilität auch im Alter wichtig?

Mobil zu sein ist zentral für die Zufriedenheit. Ob zuhause oder unterwegs, Mobilität hilft Ihnen, ein eigenständiges Leben zu führen. Sie können Ihren Hobbies selbständig nachgehen und sich wann und wo Sie wollen mit Freunden verabreden.

Machen Sie sich keine Sorgen, Mobilitäts-Einschränkungen bedeuten noch lange nicht das Ende Ihrer Selbständigkeit.

Glücklicher, selbständiger Senior

«Vor einem Jahr habe ich meinen Fahrausweis abgegeben, weil ich mich hinter dem Steuer nicht mehr wohlgefühlt habe. Jetzt nehme ich einfach selbständig den Bus in die Stadt. Bei Familienausflügen holen mich jeweils meine Enkel ab, da fahre ich immer gerne mit.»

Was kann ich tun, um mobil zu bleiben?

«Wer rastet, der rostet» gilt auch im Alter. Mit einem gesunden Körper ist Selbständigkeit viel einfacher. Regelmässige Bewegung hilft Ihnen länger mobil zu bleiben. Trainieren Sie speziell Ihr Gleichgewicht und vermeiden Sie so Stürze, die sich im Übrigen oft negativ auf Ihre Mobilität auswirken.

Vitamin D stärkt Ihre Knochen und Muskeln und reduziert damit das Sturzrisiko. Ihre Haut produziert Vitamin D, wenn Sie sich Sonnenlicht aussetzen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Vitamin D zu erzeugen. Bewegen Sie sich also regelmässig an der Sonne und versorgen Sie sich wenn nötig mit Vitaminpräparaten.

Sie haben sich bis jetzt geweigert einen Gehstock zu benutzen! Hilfsmittel helfen Ihnen, länger selbstständig zu bleiben und erleichtern Ihr Leben. Stock oder Rollator erleichtern Ihnen das Leben zu Fuss. Antirutschsohlen oder Spikes helfen Ihnen, trittsicher durch den Winter zu kommen, und das Elektrovelo hilft Ihnen, auch längere Strecken mühelos zurückzulegen.

Mit dem Auto ist das Reisen am bequemsten, selber Auto fahren möchten Sie aber nicht mehr. Unser Fahrdienst bringt Sie sicher ans Ziel und wieder zurück. Wir fahren Sie zum Beispiel zum Arzt, zum Einkauf oder zur Chorprobe, ganz wie Sie wünschen.

Das Umsteigen mit Zug und Tram ist manchmal ganz schön hektisch. Der öffentliche Verkehr bietet Ihnen andererseits viel Freiheit und mit der richtigen Vorbereitung reisen Sie ganz entspannt. Wählen Sie eine Verbindung mit genügend Zeit zum Umsteigen und lösen Sie Ihr Ticket online. So bleiben Sie auch im öffentlichen Verkehr entspannt.

In unseren SBB-Kursen lernen Sie, wie Sie den Fahrplan online abrufen und Tickets online kaufen können.

Sie möchten zu gerne noch Ausflüge unternehmen, trauen sich aber nicht mehr, alleine loszuziehen? Schliessen Sie sich doch einer Gruppe an. Gemeinsam fühlen Sie sich sicherer und können sich gegenseitig helfen, falls unvorhergesehene Situationen eintreffen.

Kann ich meine Mobilität verbessern?

Klar, alles was Sie dazu brauchen ist etwas Beharrlichkeit. Gewöhnen Sie Ihre Muskeln zum Beispiel nach einem Sturz mithilfe eines Gehstocks langsam wieder an normale tägliche Belastungen. Wenn Sie sich jeden Tag ein bisschen mehr zutrauen, sind Sie schon bald wieder mobil auf den Beinen wie zuvor.

Auch was die Mobilität im Sinne der Teilnahme am öffentlichen Leben angeht, ist nach einer Umstellung etwas Geduld gefragt – beispielsweise nachdem Sie den Fahrausweis abgegeben haben. Machen Sie sich mit kurzen Bus- und Zugfahrten mit dem öffentlichen Verkehr erst vertraut, bevor Sie selbständig weitere Reisen planen.

Haben Sie weitere Fragen oder suchen Sie Hilfe, um Ihre Mobilität zu verbessern?

Wir helfen Ihnen gerne in einer persönlichen Beratung weiter.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Zehn Prozent der Stürze von älteren Menschen haben schwerwiegende Verletzungen wie Knochenbrüche zur Folge. Für Senioren bedeutet dies meistens eine Einschränkung der Mobilität, die deutlich spürbare Auswirkungen auf die Selbständigkeit im täglichen Leben hat.

Rund ein Drittel der Menschen im Pensionsalter und gar die Hälfte der über 80-Jährigen stürzen mindestens einmal im Jahr. Als Folge ist oft Sturzangst ein ständiger Begleiter. Betroffene ziehen sich zurück, werden inaktiv und erhöhen damit das Sturzrisiko zusätzlich. Lassen Sie diese Spirale gar nicht zu und gehen Sie schon vorher umsichtig durchs Leben.