Hochaltrigkeit – wir werden älter

Wir werden immer älter. Doch was bedeutet das für mich? Wer wird sich um mich kümmern, wenn ich es nicht mehr selber kann? Wir informieren Sie über das Thema Hochaltrigkeit und wie Sie sich darauf am besten vorbereiten.

Ab wann bin ich hochaltrig?

Hochaltrigkeit hat zwar mit dem hohen Alter zu tun. Häufig wird 80 Jahre als Altersgrenze genannt. Eine solche Altersgrenze gibt es aber nicht. Hochaltrigkeit bedeutet, mehr und mehr auf Hilfe von aussen angewiesen zu sein; dieser Prozess geht schleichend vor sich. Hochaltrig sind Sie also, wenn Ihnen die selbständige Bewältigung Ihres Alltags grössere Schwierigkeiten bereitet.

Trotz Hochaltrigkeit keine Zeit für Facebook.

«Wenn ich etwas wissen will, dann gehe ich ‹compüterle›, aber mein Computer ist eine lahme Ente, da muss ich immer so lange warten. Für Facebook habe ich keine Zeit!»

 

Warum betrifft mich Hochaltrigkeit?

Das Alter betrifft uns alle früher oder später. Aufgrund der hohen Lebenserwartung werden in der Schweiz im Jahr 2060 über eine Million Menschen über 80 Jahre alt sein. Die Chancen stehen aber auch heute schon gut, dass auch Sie ein hohes Alter erreichen.
Mit der Kampagne «Alles hat seine Zeit» setzen wir uns für mehr Akzeptanz bei der Gesellschaft gegenüber Hochaltrigkeit ein. Mehr Informationen zur Kampagne finden Sie hier.

Wie gehe ich mit meiner Hochaltrigkeit um?

Wir alle wollen alt werden, aber niemand von uns will alt sein. Wie gehen Sie mit den Herausforderungen, die das Alter mit sich bringt, am besten um? Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, als Hochaltrige möglichst lange zu Hause wohnen zu können.

Es ist Ihnen unangenehm um Hilfe zu bitten für die Aufgaben, die Sie selber nicht mehr bewältigen können. Unterstützung in Anspruch zu nehmen ist aber wichtig, um auch im Alter ein gutes Leben führen zu können. Besprechen Sie Ihre Bedürfnisse mit einer Vertrauensperson. Mit Hilfe von individuellen Unterstützungsangeboten können Sie länger zuhause wohnen. Informieren Sie sich über unsere Dienstleistungen.

Ihre Söhne machen sich Sorgen um Sie alleine in Ihrer Wohnung. Machen Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe Gedanken über Ihre Sicherheit. Befassen Sie sich mit den unterschiedlichen Notruf-Systemen, die an Ihre spezifischen Bedürfnisse angepasst werden können. Mit einem geeigneten Notruf-System müssen sich Ihre Familienangehörigen auch weniger Sorgen machen, wenn Sie alleine in Ihrer Wohnung sind.

Die eingeschränkte Leistungsfähigkeit Ihres Körpers zwingt Sie zu Anpassungen. Setzen Sie sich deshalb realistische Ziele, die sich an Ihren Möglichkeiten orientieren. Kleine Erfolgserlebnisse sind wichtig für Ihre Zufriedenheit. Bei einem Treffen mit Ihren Freunden auf einen Kaffee kann dies beispielsweise sein, selbständig mit dem Bus angereist zu sein.

Sie möchten auf keinen Fall gegen Ihren Willen am Leben erhalten werden. Ihr Recht auf Selbstbestimmung ist sehr wichtig. Machen Sie sich Gedanken über Ihre Wünsche und Bedürfnisse und halten Sie diese in Ihren Vorsorgedokumenten fest. DOCUPASS bietet Ihnen die anerkannte Gesamtlösung für Ihre Vorsorge.

Sie suchen Unterstützung für Ihren Alltag? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch.

Der demografische Wandel

Die Schweiz befindet sich in einem doppelten demografischen Wandel. Das heisst: Die Lebenserwartung wird höher und die Zahl der Geburten geht zurück.
2014 lebten in der Schweiz 400‘000 Menschen über 80 Jahre. Bis 2060 wird sich diese Zahl mehr als verdoppeln.

Mit steigendem Alter nimmt das Risiko zu, pflegebedürftig zu werden.
So liegt der Anteil an Pflegebedürftigen in der Altersgruppe der 75- bis 79-Jährigen bei weniger als 10 Prozent. Bei den über 85-Jährigen ist bereits ein Drittel auf Pflege angewiesen.