Medienmitteilungen

Sie finden die aktuellsten Informationen zu unserer Organisation in unseren Medienmitteilungen. Ausserdem lesen Sie im Newsticker die neusten Medienberichte über Pro Senectute und aktuelle Themen zum Alter.

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Hier finden Sie unsere aktuellen Medienmitteilungen.

Eine repräsentative Befragung von Pro Senectute Schweiz zeigt, dass viele ältere Menschen während der Corona-Krise auf Unterstützung zählen konnten und die Familie eine zentrale Rolle einnahm. Pro Senectute besorgt jedoch die Tatsache, dass fast zwei Drittel der Menschen * im Alter ab 50 Jahren unsicher sind, ob das Verhältnis zwischen Jung und Alt langfristig unter der Krise leiden könnte.

Die auf Bundesebene verordneten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus stellten Wirtschaft, Politik und das gesellschaftliche Miteinander auf eine harte Bewährungsprobe. Eine Vielzahl von Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeugte von der Befürchtung, dass sich der Dialog zwischen Jung und Alt negativ verändern könnte. Ob die Corona-Krise einen langfristigen Einfluss auf den Generationenzusammenhalt haben könnte, wollte Pro Senectute Schweiz mit einer repräsentativen Umfrage herausfinden. Dafür wurden in den letzten drei Wochen mehr als 1200 Personen im Alter ab 50 Jahren durch das Umfrageinstitut gfs Zürich befragt. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild.

Generationensolidarität hat nicht unter Lockdown gelitten
Positiv zu werten ist, dass die Hilfe dort ankam, wo sie gebraucht wurde: 76 Prozent, respektive mehr als eine halbe Million Menschen im Alter ab 75 Jahren erfuhren in ihrem Alltag Unterstützung. Bei den 65- bis 74-Jährigen waren dies noch 56 Prozent. Ein Grossteil der über 50-Jährigen ist aktuell der Meinung, dass die Pandemie und die deshalb ergriffenen Massnahmen nicht zu einer Stigmatisierung älterer Menschen geführt haben. Fast 2,5 Millionen Menschen (73%) im Alter ab 50 empfinden, dass die Generationensolidarität während des Lockdowns kurzfristig sogar besser wurde.

Langfristige Konsequenzen schwer abschätzbar
Sorge bereitet Pro Senectute jedoch, dass 37 Prozent der Befragungsteilnehmenden, sprich 1,1 Millionen Menschen im Alter über 50 Jahren, aktuell nicht beurteilen können, ob das Altersbild bei jüngeren Menschen längerfristig Schaden nehmen könnte. Mehr als 700’000 Menschen gehen sogar von einer negativen Entwicklung aus. Diese Annahme ist bei Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren noch ausgeprägter. «Diese Unsicherheit müssen wir sehr ernst nehmen. Wir werden die Entwicklungen weiter genau beobachten», betont Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Sollte sich dieser Trend verstärken, werden wir vermehrt Gegensteuer geben müssen. Schliesslich fusst das Erfolgsmodell Schweiz auf einem einvernehmlichen Miteinander der Generationen und garantiert so Stabilität und Wohlstand», ergänzt Huber.

Familie, Nachbarn und Freunde als sozialer Anker
Sicherheit vermittelte hingegen das private Umfeld. So erhielten 67 Prozent der Personen im Alter über 50 Jahren während der Corona-Krise Unterstützung von Familienangehörigen, gefolgt von Nachbarschaftsinitiativen (19%), Freunden (12%) und Organisationen (6%). «Dies zeigt die grosse Bedeutung enger sozialer Netze sowohl in Krisensituationen wie auch im normalen Alltag», hebt der Direktor von Pro Senectute Schweiz hervor.

* Alle Hochrechnungen basieren auf den BFS Zahlen «Bevölkerung 2019» und einem Total von 3'416'208 Menschen im Alter über
50 Jahren.

Medienkontakt
Tatjana Kistler, Medienverantwortliche Pro Senectute Schweiz, Telefon 044 283 89 57, E-Mail 

Medienmitteilung 28. Mai 2020
Resultate gfs-Befragung Mai 2020

Mehr als 4'000 Seniorinnen und Senioren stellten mit Kindern im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren für den Prix Chronos die grösste Literaturpreisjury der Schweiz. Allein in der Deutschschweiz lasen, besprachen und bewerteten über 2’000 Teilnehmende im letzten Halbjahr vier ausgewählte Jugendromane, die sich humoristisch und durchaus kritisch dem Thema der Generationenbeziehungen annehmen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

«Oma zählt das Geld, aber das klappt nicht so gut», stellt Romy fest, die seit der Scheidung ihrer Eltern oft Zeit im Friseursalon ihrer Grossmutter verbringt. «Sie hat Stapel gemacht und braucht nur noch alles zusammenzuzählen. Das hat sie schon einmal gemacht. Aber offensichtlich stimmt es nicht. Vor Wut streicht sie das Ergebnis durch», beobachtet das Schulmädchen und ahnt noch nicht, dass dies erst der Anfang einer Bewährungsprobe für Jung und Alt sein würde. Oma Stine hat die Unterstützung ihrer Enkelin nämlich schon bald bitter nötig, denn sie ist dement und ihr Zustand verschlechtert sich rapide. Schliesslich muss Stine ihren Salon aufgeben und in ein Heim für Demenzkranke ziehen, wo es ihr nicht gut geht. Romy beschliesst kurzerhand, ihre Oma zu entführen und ihr einen grossen Traum zu erfüllen: eine Reise zurück in ihre Kindheit – nach Dänemark.

Das Siegerbuch des diesjährigen Prix Chronos Deutschschweiz der niederländischen Autorin Tamara Bos schafft es, eine unverhoffte Wendung des Lebens mit Charme und Herz zu erzählen und das noch immer tabuisierte Thema Alzheimer feinfühlig, aber direkt anzusprechen. Gerade in der jetzigen Situation, in der das Coronavirus den Rückzug ins Private bedingt, ist gute Lektüre gefragt. Das Siegerbuch der 16. Durchführung des Literaturpreises bietet auf 176 Seiten nicht nur kurzweilige Lektüre, sondern auch Gesprächsstoff für ein Telefonat mit den Grosseltern respektive den Enkeln.

Seit 16 Jahren im Dienste der Generationensolidarität
Der Prix Chronos fördert den Austausch zwischen den Generationen über gemeinsame Lektüre. Pro Senectute und Pro Juventute laden Bibliotheken, Schulen, Jugendgruppen, Altersheime und Kirchgemeinden zur Teilnahme ein und bringen so Menschen aus zwei Generationen zusammen. «Besonders in der heutigen schnelllebigen Zeit wollen wir daran erinnern, dass  es wichtig ist, Raum für generationenübergreifende Projekte zu bieten», sagt Renate Ammon, die für Pro Senectute Schweiz den Prix Chronos in der Deutschschweiz verantwortet. «Darum ist dieser Preis, der in der Deutsch- und Westschweiz über 4'000 Jugendliche und Senioren über das gemeinsame Lesen in Kontakt bringt, so wichtig. Wir leisten damit einen kleinen, aber nachhaltigen Beitrag für ein besseres Verständnis zwischen den Generationen.»

Beim Prix Chronos 2021 mitwirken
Neben Tamara Bos Werk «Romys Salon» standen drei weitere Generationengeschichten zur Auswahl. Die Buchauswahl traf das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). Die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte war ausserdem dafür besorgt, dass alle Werke in geeigneter Form für Menschen mit Legasthenie oder einer Seheinschränkung zugänglich sind.

Bald bietet sich die Gelegenheit, das nächste Gewinnerbuch des Prix Chronos  zu wählen. Ab August sind die nominierten Bücher 2021, die auf prixchronos.ch  aufgeschaltet sind, in rund 40 Bibliotheken ausleihbar. Für Personen mit Legasthenie stehen die Werke wiederum als Hörbucher und E-Books in der Online-Bibliothek buchknacker.ch zur Verfügung. Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung erhalten die Bücher in Grossdruck und Braille bei der SBS.

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Medienmitteilung 5. Mai 2020

«Amigos», der Einkauf- und kostenlose Lieferservice von Migros und Pro Senectute, stösst auf grosses Echo: Innert weniger Tage haben sich über 13‘000 Helferinnen und Helfer registriert, darunter schweizweit bekannte Profisportler. Bis heute konnten bereits 3‘400 Bestellungen an Menschen aus Risikogruppen nach Hause geliefert werden. Nun wird der Einkauf- und Heimlieferservice auch in der Westschweiz und im Tessin angeboten.  

Der Einkauf- und kostenlose Lieferservice von Migros und Pro Senectute ist seit dem Start vor einer Woche ein grosses Bedürfnis – und die Solidarität der Schweizer Bevölkerung ist überwältigend: In der Deutschschweiz haben sich seit Anfang letzter Woche mehr als 13‘000 freiwillige Helferinnen und Helfer registriert. Innert weniger Tage haben diese unter Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundesamts für Gesundheit über 3’400 Lieferungen mit dringend benötigten Lebensmitteln an Personen aus Risikogruppen und Menschen in Quarantäne geliefert.

Auch in der Westschweiz und im Tessin
Migros und Pro Senectute dehnen «Amigos» nun auf die Westschweiz und das Tessin aus. Als freiwillige Helferinnen und Helfer registrieren können sich alle gesunden Personen, die gerne Nachbarschaftshilfe leisten möchten. Damit können die Migros und Pro Senectute während der aktuellen Ausnahmesituation einen schweizweiten Heimlieferdienst für Menschen aus Risikogruppen anbieten, sodass sie, wie vom Bundesrat empfohlen, zuhause bleiben können. Das Angebot kann in den Städten und flächendeckend in den ländlichen Regionen der Schweiz genutzt werden. 

Nebst der riesigen Solidarität aus der Bevölkerung erhält die Nachbarschaftshilfe Support von prominenten Sportlern: Mitglieder zahlreicher bekannter Sportclubs haben ihre Hilfe angeboten und bringen Bestellungen direkt an die Haustür. So engagieren sich der Schweizer Fussballmeister, der BSC Young Boys, der FC Aarau, der FC Thun und Rot-Schwarz Thun. Von den Eishockeyclubs sind unter anderem die SCL Tigers, der EHC Biel und der SC Langenthal mit von der Partie. Und auch  die Handballer vom BSV Bern, von Wacker Thun und dem HSC Suhr Aarau liefern Bestellungen aus. Unzählige positive Rückmeldungen von Kunden aus der Risikogruppe zeigen, dass der Einsatz der Freiwilligen enorm geschätzt wird.

Perfekte Ergänzung zu bestehenden Hilfsangeboten
Für Pro Senectute Schweiz ist «Amigos» eine sehr gute Ergänzung zu den bereits bestehenden Hilfsprojekten der 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen, der Kantone, Gemeinden und von vielen Privaten. «Wir erhalten sehr viele positive und schöne Rückmeldungen von Seniorinnen und Senioren», sagt Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation von Pro Senectute Schweiz. Auch an Menschen ohne Internetzugang wurde gedacht: So ist es möglich, dass Verwandte und Bekannte eine Bestellung für ältere Personen oder Menschen ohne Internetzugang aufgeben und zur Risikoperson nach Hause liefern lassen. Zusätzlich sind die Migros und Pro Senectute daran, in den nächsten Tagen eine Bestellmöglichkeit per Telefon aufzubauen. 

Personen aus allen Risikogruppen sowie Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation bestellen ihren Einkauf auf www.amigos.ch. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich bereits wenige Minuten später eine Helferin oder ein Helfer findet, um die Lebensmittel einzukaufen und den Bestellern vor die Haustür zu bringen. Die Heimlieferung ist für die Besteller der Risikogruppe kostenlos. Sie können den Bringern bei der Online-Bestellung ein freiwilliges digitales Trinkgeld von fünf Franken geben. Damit wird eine Übergabe von Bargeld bei der Lieferung vermieden. 

Medienkontakt
Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation Pro Senectute Schweiz, Telefon: 044 283 89 43, E-Mail:

Medienmitteilung 2. April 2020

Personen aus Risikogruppen sollen in der aktuellen Ausnahmesituation zuhause bleiben und nicht selber einkaufen. Daher startet die Migros mit Pro Senectute eine neue Möglichkeit zur Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenlosen Heimlieferservice für Lebensmittel für Risikogruppen an. Das Angebot wird am Dienstag in der Region der Migros Genossenschaft Aare lanciert und soll anschliessend auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden. Das Angebot ergänzt alle bestehenden lokalen Hilfeleistungen ideal. So können bereits aktive Hilfsnetzwerke die Plattform nutzen.

Die Migros startet in Zusammenarbeit mit Pro Senectute vorübergehend eine neue Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe. Personen aus Risikogruppen und Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können damit dringend benötigte Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs kostenlos nach Hause bringen lassen. Als Helferinnen und Helfer registrieren können sich alle gesunden Personen, die gerne Nachbarschaftshilfe leisten. Dies können zum Beispiel Personen sein, die sich in neu entstandenen lokalen Hilfsnetzwerken organisiert haben. Aber auch Migros-Mitarbeitende können eingesetzt werden, die aufgrund der Ausnahmesituation zurzeit keine fixe Arbeitszuweisung haben.

Die Registrierung als Bringer funktioniert via App von Amigos, welche ab sofort in den App-Stores gratis erhältlich ist. Besteller müssen lediglich die Amigos-Website aufrufen, sich dort registrieren und schon kann die Bestellung aufgegeben werden.

Kostenlose Heimlieferung via Website
Personen der Risikogruppen sowie Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können als Besteller online ihre Einkäufe tätigen. Freiwillige Bringer aus der Nicht-Risikogruppe erledigen die Einkäufe und bringen sie – ohne direkten Kontakt – kostenlos zu den Bestellern nach Hause.

Die Heimlieferung ist für die Besteller kostenlos. Sie können den Bringern bei der Bestellung ein freiwilliges digitales Trinkgeld von fünf Franken geben. Damit soll eine Übergabe von Bargeld bei der Lieferung auf jeden Fall vermieden werden. Eine Möglichkeit zur telefonischen Bestellung wird in Kürze ebenfalls eingeführt.

Start bereits heute Dienstag
Die eindrückliche Solidaritätswelle in der ganzen Schweiz zeigt, dass das Bedürfnis für einen weiteren Versorgungskanal für die Risikogruppen besteht. Die Nachbarschaftshilfe startet daher bereits heute Dienstag, 24. März 2020, im Einzugsgebiet der Migros Genossenschaft Aare (Aargau, Bern, Solothurn). Das Angebot soll baldmöglichst auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden. Die Migros reaktiviert dazu die Technologie ihres Bringdiensts Amigos und stellt diese vorübergehend für die Initiative zur Verfügung. Alain Huber, Direktor von Pro Senecute Schweiz, begrüsst die Initiative: «Wir erachten die gemeinsame Dienstleistung mit der Migros als ideale Ergänzung zu den bestehenden Hilfeleistungen vor Ort. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Tagen und Wochen alle lokalen Organisationen noch mehr gefordert sein werden, um die Risikogruppen in der Deckung ihres täglichen Bedarfs zu unterstützen.»

Hygieneregeln strikt einhalten
Die Migros und Pro Senectute appellieren an alle Personen der Nicht-Risikogruppe, sich als Bringer zu registrieren, damit die Nachbarschaftshilfe möglichst rasch Fahrt aufnimmt. Bringer und Besteller müssen sich jedoch jederzeit an die Sicherheits- und Hygieneweisungen des Bundesamts für Gesundheit halten und dies online bestätigen. Bringer werden via die Amigos-App explizit daraufhin geschult.

Alle wichtigen Links finden Sie hier:

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Medienmitteilung 24. März 2020

Die Coronavirus-Pandemie und die von Bund und Kantonen eingeleiteten Schutzmassnahmen haben weitreichende Folgen. Nicht nur das soziale Leben wird stark eingeschränkt: Viele Menschen werden in eine Notlage geraten oder sind bereits davon betroffen. Deshalb ruft die Glückskette mit Unterstützung der SRG zum Spenden auf. Die gesammelten Gelder werden für Sofort- und Sozialhilfe in der Schweiz eingesetzt. Dort, wo Bund und Kantone nicht mehr helfen können. Spenden sind ab sofort möglich: online unter www.glueckskette.ch oder per E-Banking auf Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Coronavirus». Zudem unterstützt die Glückskette die Verbreitung der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Schutzmassnahmen aktiv, damit sich alle mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft solidarisch zeigen. Diese Krise können wir nur gemeinsam meistern.

Die Glückskette steht für Solidarität im Katastrophenfall und bietet Unterstützung dort, wo der Staat nicht helfen kann. Die Stiftung hat in ihrer Geschichte bisher nur sehr selten soziale Notlagen in der Schweiz adressieren müssen, welche aufgrund eines wirtschaftlichen Einbruchs entstehen. «Als ich vor zwei Monaten als neuer Direktor die Verantwortung der Glückskette übernahm, hätte ich nie gedacht, dass meine erste Spendensammlung die Schweiz betrifft. Dass eine Pandemie die Schweiz in Geiselhaft hält war für mich unvorstellbar. Umso mehr zähle ich auf die viel bewiesene Solidarität der Schweizerinnen und Schweizer, um diese Krise gemeinsam zu überwinden», erklärt Roland Thomann, Direktor der Glückskette. 

Bund und Kantone haben im vorliegenden Fall in Aussicht gestellt, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die wirtschaftlichen Folgen aufzufangen. Dennoch wird es Menschen geben, die durch alle sozialen Netze fallen. Ziel dieser Sammlung ist es, rasch Soforthilfe zu ermöglichen: zum Beispiel für ältere oder behinderte Menschen, die krank sind, in Isolation leben und auf Hilfe von aussen angewiesen sind oder Personen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind. Ausserdem soll auch Unterstützung für Obdachlose, die mittellos sind und Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben (Migranten, Pflegekinder, Kranke) und Einzelpersonen und Familien, die von den wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz sehr stark betroffen sind, geleistet werden.

Subsidiäre Hilfe
Die Glückskette steht mit mehreren Organisationen für die Umsetzung der Soforthilfe in Kontakt, insbesondere mit Caritas Schweiz und deren Regionalorganisationen und dem Schweizerischen Roten Kreuz und seinen kantonalen Verbänden, den Regionalvereinen des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH und den kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen. Hilfsgesuche sollen direkt an diese Organisationen gerichtet werden. Diese sind besser für solche Anfragen gerüstet und können unverzüglich Hilfe leisten. Die Glückskette prüft auch die Möglichkeit, Organisationen im Bereich der Lebensmittelhilfe zu unterstützen. In einer zweiten Phase ist geplant, mit weiteren Hilfsorganisationen in der Schweiz zusammenzuarbeiten.

Die unterstützten Aktionen müssen in jedem Fall subsidiär zu den öffentlichen Massnahmen sein. Für die Entscheide zur Vergabe der Spendengelder wird eine Expertenkommission eingerichtet. Wie bei anderen Spendenaktionen der Glückskette wird diese Kommission anhand sehr präziser Richtlinien entscheiden, welche Projekte und Aktionen unterstützt werden.

Nationale Lancierung ohne Telefonzentrale
Die Glückskette nimmt ab sofort Spenden online auf www.glueckskette.ch oder per E-Banking auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Coronavirus» entgegen. Anders als bei regulären Sammlungen können aus logistischen Gründen infolge der Coronavirus-Pandemie keine nationalen Telefonzentralen für Spendenversprechen organisiert werden.

Gemeinsamer Aufruf zur Solidarität mit dem BAG
Die ausserordentliche Situation erfordert ungewöhnliche Massnahmen: Zusätzlich zum nationalen Spendenaufruf will die Glückskette gemeinsam mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG zur Solidarität mit den Verletzlichsten aufrufen. Die Glückskette kommuniziert aktiv alle vom BAG geforderten Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie, insbesondere das Social Distancing. Es braucht die Solidarität aller, um diese Krise zu überstehen.

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Medienmitteilung 23. März 2020

Das Coronavirus grassiert und drastische Massnahmen dominieren unseren Alltag. Pro Senectute appelliert an alle, insbesondere an die Seniorinnen und Senioren, sich unbedingt an die Vorgaben des Bundes und der Kantone zu halten.

Ältere Menschen sind in dieser Ausnahmesituation besonders gefordert: Sie sind eine Risikogruppe, da einerseits das Immunsystem ab 50 Jahren nachweislich weniger leistungsfähig ist und andererseits im Alter zusätzliche Erkrankungen auftreten. Zudem wissen wir heute, dass die allermeisten Todesfälle aufgrund des Coronavirus Menschen im Pensionsalter betreffen.

Dies zwingt vor allem die Seniorinnen und Senioren, ihren Alltag stark einzuschränken und auf wichtige soziale Kontakte – sogar in der Familie – zu verzichten. Dieser Verzicht dient jedoch nicht nur dem eigenen Schutz. Es gilt auch, in dieser Notsituation unter allen Umständen die Kapazitäten der Gesundheitsversorgung zu entlasten. «Uns fällt auf, dass dies schnell einmal aus dem Fokus rücken kann», sagt Eveline Widmer-Schlumpf, Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz.

Pro Senectute appelliert deshalb an die ganze Bevölkerung, die Massnahmen des Bundes und der Kantone strikt zu befolgen, Solidarität im Alltag zu zeigen sowie Geduld und Zuversicht aufzubringen. «Die Massnahmen sind für alle einschneidend und teils äusserst hart. Aber sie sind nötig. Nur gemeinsam lässt sich das Coronavirus eindämmen», betont Eveline Widmer-Schlumpf.

«Wir müssen heute leider davon ausgehen, dass sich diese Situation in nächster Zeit nicht entspannen wird. Pro Senectute prüft aus diesem Grund verschiedene Massnahmen zur Unterstützung der älteren Bevölkerung», erklärt die Stiftungsratspräsidentin. Die 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen beurteilen die Situation laufend und stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden. Die 130 Beratungsstellen bleiben nach wie vor telefonisch erreichbar.

Pro Senectute Schweiz, Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation, Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04, E-Mail: 

Medienmitteilung 17. März 2020

Die Situation rund um das Coronavirus spitzt sich in der Schweiz zu. Zu den Risikogruppen gehören ältere Menschen, die sich zum eigenen Schutz zunehmend ins Private zurückziehen müssen. Soziale Kontakte sind für ältere Menschen jedoch sehr wichtig. Eine Möglichkeit, etwas gegen die soziale Isolation zu tun, ist die Telefonkette von Pro Senectute.

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Das Coronavirus ist ein grosses Risiko für Seniorinnen und Senioren. Deshalb stehen alle in der Pflicht, einen Beitrag zum Schutz der älteren Mitmenschen zu leisten. Nebst den strikt einzuhaltenden Hygieneregeln des Bundes tragen die sinnvollen Verhaltensempfehlungen massgeblich dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Weisung zum «Social Distancing», der sozialen Distanzierung, ist besonders ernst zu nehmen. Es gilt, im öffentlichen Raum idealerweise einen Abstand von zwei Metern zu wahren, Menschenmengen zu meiden und die sozialen Kontakte unter Abwägung der Risiken vorübergehend einzuschränken.

Besondere Zeiten, besondere Massnahmen
Gerade ältere Menschen haben jedoch ein ausgeprägtes Bedürfnis, soziale Kontakte zu pflegen. Pro Senectute Schweiz empfiehlt aus diesem Grund ihre Telefonkette. Die Idee ist einfach und basiert auf dem aus der Schulzeit bekannten Klassenalarm: Einmal in der Woche rufen sich die Teilnehmer einer Telefonkette reihum an. Sie erkunden sich nach dem gegenseitigen Wohlbefinden und tauschen Neuigkeiten aus. So können wir zusammen ein Zeichen gegen die soziale Isolierung setzen. Informationen zur Telefonkette finden sich unter www.prosenectute.ch/telefonketten.

Um Seniorinnen und Senioren zu schützen, hat Pro Senectute das Kursprogramm stark reduziert oder gar ganz abgesagt und rät Grosseltern ab, die Enkelkinder zu hüten oder Besuch zu empfangen. «Ich weiss, das tönt heftig», sagt Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz, «aber der Schutz der älteren Bevölkerung hat jetzt Vorrang – eine ausserordentliche Situation erfordert ausserordentliche Massnahmen.»

Die 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen beurteilen die Lage mehrfach täglich. «Wir appellierten daran, bei der Lagebeurteilung eher vorsichtig zu sein und Angebote bei Bedenken abzusagen», so Alain Huber weiter. Entsprechend empfiehlt Pro Senectute Schweiz auch seinen engagierten freiwilligen Senioren im Klassenzimmer oder Lesetandem mit Schülern, die kommenden Termine auszusetzen.

Kontakt für Medien:
Pro Senectute Schweiz, Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing, Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04, E-Mail: 

Medienmitteilung 13.03.2020
Informationsbroschüre Telefonkette Pro Senectute Schweiz
YouTube Telefonkette

Je näher die Pensionierung rückt, desto intensiver beschäftigen sich Menschen in der Schweiz mit ihrer Wohnsituation im Alter. Nur jeder Zehnte hat sich aber – laut der aktuellen Studie «Wohnen im Alter» von Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen – vor der Pensionierung schon einmal zur Wohnsituation im Alter beraten lassen.

Über eine Million Babyboomer, jeder fünfte Beschäftigte in der Schweiz, werden in den nächsten zehn Jahren in der Schweiz pensioniert werden. Die zwischen 1946 und 1964 geborenen Menschen wollen auch im Alter ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben führen. Voraussetzung dafür ist unter anderem eine rechtzeitige finanzielle Vorsorge, damit die finanziellen Mittel in der Pensionierung möglichst bis ans Lebensende ausreichen.

Mit der Wohn- und Lebenssituation nach der Pensionierung setzen sich Wohneigentümer wie Mieter gleichermassen auseinander, wie die soeben veröffentlichte Studie «Wohnen im Alter» von Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen feststellt. Fast zwei Drittel der 35- bis 44-jährigen Befragten hat sich bereits Gedanken zur Wohnform im Rentenalter gemacht. Dennoch haben sich erst 10% der Befragten schon einmal beraten lassen. Expertise wäre dabei gefragt, denn nur jeder Fünfte fühlt sich ausreichend kompetent im Thema. Sämtliche Altersgruppen ab 35 Jahren würden eine umfassende Finanzberatung zum Thema «Wohnen im Alter» mehrheitlich von einer Bank begrüssen.

Zufriedenheit in eigenen vier Wänden grösser

Befragt zur aktuellen Wohnsituation sind Menschen mit Eigenheim durch alle Altersgruppen hindurch zufriedener als Leute in Miete. Was aber auffällt ist, dass sich die Zufriedenheit bei den Mietenden mit zunehmendem Alter markant positiv verändert: von über 60% im Alter von 35 bis 44 Jahren bis knapp 90% bei den Personen zwischen 65 und 75 Jahren. Der Grossteil der älteren Menschen bis 75 Jahre braucht gemäss eigener Einschätzung praktisch keine Unterstützung im Alltag (putzen, einkaufen, körperliche Hygiene etc.). Wer dennoch Hilfe benötigt, zieht in der Regel Familienangehörige bei.

Mit zunehmendem Alter steigt zudem die Akzeptanz von altersgerechten Wohnformen wie Alterswohnungen, Generationenwohnen oder Seniorenresidenzen. Das Bewerbungsverfahren für eine Alterswohnung und der Verkauf des Eigentums müssen aber unkompliziert sein. «Gesundheitliche Gründe und grössere Veränderungen im privaten Umfeld wie Scheidung, Todesfall, Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit sind für mehr als die Hälfte der Befragten zwingende Gründe für einen Wohnungswechsel im Alter. Finanzielle Gründe spielen in diesem Alter und bei den befragten Personen noch eine untergeordnete Rolle», erklärt Peter Burri Follath, Leiter Marketing und Kommunikation bei Pro Senectute Schweiz.

Wunsch nach umfassender Beratung ist gross

«Die Ergebnisse der Studie zeigen uns auch, dass die Finanzierbarkeit und Tragbarkeit von Wohneigentum im Alter grundsätzlich noch kein allgemeines Problem darstellt. Bei den Personen, welche Probleme mit der Finanzierung von Wohneigentum nach der Pensionierung haben, dürfte dies mehrheitlich bereits vor dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben ein Thema gewesen sein», erklärt Roland Altwegg, Leiter Produktmanagement bei Raiffeisen Schweiz. Dies zeigt, wie wichtig die Unterstützung bei Fragen zu Vorsorgelösungen und der Finanzierung von Wohneigentum im Alter ist.

Eine Vorsorgeberatung ist denn auch dringend notwendig. Denn mit der finanziellen Vorsorge für das Wohnen im Alter beschäftigt sich insgesamt nur gut ein Viertel der 35- bis 64-Jährigen intensiv. Je älter die Person ist, desto stärker beschäftigt sie sich mit der finanziellen Vorsorge für das Wohnen im Alter. Auch Wohneigentümer befassen sich häufiger und intensiver mit dem Thema als dies Mieter tun. Das Vermögen hat hingegen nur einen äusserst geringen negativen Effekt.

Der Wunsch nach einer umfassenden Beratung zur Planung der Pension ist gross, wie die Studie ebenfalls aufzeigt: Themen wie Renovationen/Sanierungen, Wohn- und Umgebungsgestaltung, passende Wohnformen im Alter, Klärung der Vorsorge- und Pensionierungssituation, Fragen zur Erbschaft/Testament und zur vorsorglichen Regelung von Ausnahmesituationen (Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Pflegesituation) sollten dabei angesprochen werden. Eine solche Beratung sollte rechtzeitig, spätestens mit 55 Jahren in Anspruch genommen werden, empfehlen die Verfasser der Studie.

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Bei der online-Befragung der Studie «Wohnen im Alter» von Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen machten 1004 Personen (im Alter von 35 bis 75 Jahren) in der Deutschschweiz, Westschweiz und im Tessin mit.

Auskünfte:

Medienstelle Raiffeisen Schweiz
Tel. 071 225 84 84, medien@raiffeisen.ch

Medienstelle Pro Senectute Schweiz
Tel. 044 283 89 43, peter.burri@prosenectute.ch

Heute werden in der ganzen Schweiz über 50‘000 selbstgestrickte Becherwärmer, sogenannte Cupholder, beim Kauf von einem „Coffee-to-go“ abgegeben. Mit dieser Aktion machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam.

Seit letztem September haben unzählige Freiwillige schweizweit über 50’000 kunterbunte Cupholder gestrickt. Heute, am 22. Januar 2020, werden sie in der ganzen Schweiz beim Kauf von einem «Coffee to go» überreicht, mit einer Infokarte mit einfachen Tipps für den Umgang mit Menschen mit Demenz. Die Kampagne findet bereits zum zweiten Mal statt. Im letzten Jahr haben Pro Senectute und Alzheimer Schweiz gemeinsam mit dem Schweizer Bäcker-Confiseurmeister-Verband auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam gemacht. In diesem Jahr war die Teilnahme auch für Cafés, Restaurants, Tankstellen und Kioske offen. Das Sphères an der Hardturmstrasse 66 in Zürich war die erste Verkaufsstelle, die sich angemeldet hat. Der Inhaber, Philipp Probst möchte mithelfen, das Bewusstsein für Demenz zu vergrössern: «Demenz sollte nicht tabuisiert werden und Betroffene sollen wissen, wo Sie Unterstützung erhalten und sich nicht abkapseln. Mit der Aktion im Sphères hoffe ich, beim einen oder andern einen Stein ins Rollen zu bringen und ein Bewusstsein für diese Krankheit zu schaffen».

In der Schweiz leben heute rund 155’000 Menschen mit Demenz. Sie gehören zu unserer Gesellschaft und wir können alle dazu beitragen, dass sie weiterhin Teil des öffentlichen Lebens bleiben. Und genau hier setzt die nationale «Mitmachaktion» an, welche von einer Kampagne im öffentlichen Nahverkehr begleitet wird. Pendlerinnen und Pendler werden mit Infokarten darauf sensibilisiert, worauf im Gespräch mit einer erkrankten Person im Alltag zu achten ist und wie man bei einer orientierungslosen Person richtig reagiert und Hilfe leisten kann. Die Verkaufsstellen rund um den öffentlichen Verkehr eignen sich besonders gut, um die Botschaft unter die Leute zu bringen. Kundschaft jeden Alters, aber vor allem auch viele junge ÖV-Nutzer beziehen hier ihren Kaffee und können so erreicht werden.

Folgende Verkaufsstellen unterstützen die Aktion:
www.memo-info.ch/vollpersönlich

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf unserer Webseite, auf Facebook @memoinfoch und auf Instagram mit dem Hashtag #vollpersönlich.

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Peter Burri-Follath
Telefon: 044 283 89 89
E-Mail: medien@prosenectute.ch

Alzheimer Schweiz
Stefanie Becker
Telefon: 058 058 80 05
E-Mail: stefanie.becker@alz.ch

Der Stiftungsrat von Pro Senectute Schweiz wählte an seiner Stiftungsratssitzung vom November, Alain Huber, ehemals Leiter Fachthemen und Secrétaire Romand und seit über zehn Jahren Mitglied der Geschäftsleitung, als neuen Direktor.

Die bisherige Direktorin von Pro Senectute Schweiz hatte sich aus persönlichen Gründen entschieden, Pro Senectute auf Ende der Probezeit zu verlassen. Der Stiftungsrat und die Mitarbeitenden von Pro Senectute Schweiz bedauern dies und danken Ursula Koch für ihr grosses Engagement. Frau Koch hat in dieser kurzen Zeit viele wichtige Massnahmen angestossen und zusammen mit der Geschäftsleitung und dem Stiftungsrat die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Pro Senectute Schweiz und der Gesamtorganisation stellen können.

Dank der langjährigen Erfahrung von Alain Huber und mit dem aktuellen Führungsteam kann ein nahtloser Übergang gewährleistet und die eingeschlagene Richtung fortgesetzt werden. Dem Führungsgremium um Alain Huber gehören Urs Bösch, Geschäftsleitungsmitglied (Finanzen und IT), Sonya Kuchen, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung (Fachbereiche) sowie Peter Burri Follath, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung (Marketing und Kommunikation) an. Mit den beiden Stabsstellen «Public Affairs» und «Organisationsentwicklung und Support» steht Alain Huber ein Team zur Verfügung, um die anstehenden Aufgaben erfolgreich anzupacken.

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing
Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04
E-Mail: medien@prosenectute.ch

In den letzten Jahren sind immer mehr Menschen an den Folgen eines Sturzes gestorben. Die Anzahl tödlicher Unfälle ist in einem Zeitraum von 10 Jahren um über 40 Prozent gestiegen. Vor allem Seniorinnen und Senioren sind gefährdet. Das richtige Training kann das Risiko zu stürzen minimieren. Die BFU und ihre Partner verstärken deshalb die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» erneut. Künftig wird ein Qualitätslabel für Kurse eingeführt, die gezielte Übungen zur Sturzprävention beinhalten.

Tödliche Sturzunfälle im Haushalt und in der Freizeit haben in einem Zeitraum von 10 Jahren (2007- 2016) um über 40 Prozent zugenommen. 2007 starben 1211 Menschen an den Folgen eines Sturzes, 2016 waren es bereits 1715. Der Hauptgrund für die Zunahme ist die demografische Entwicklung, denn: Seniorinnen und Senioren sind besonders gefährdet zu stürzen. Ihr Anteil an den tödlichen Sturzunfällen macht im Durchschnitt 94 Prozent aus.

Jede zweite Person über 60 gibt an, zu trainieren
Sein Risiko zu stürzen verringert, wer regelmässig Gleichgewicht, Kraft und die Kognition trainiert. Das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Der BFU-Bevölkerungsbefragung 2018 zufolge, gibt bereits heute jede zweite Person ab 60 Jahren an, regelmässig zu trainieren. Davon sagt fast die Hälfte aller Männer ab 60 Jahren von sich, lieber zu Hause zu trainieren. Bei den trainierenden Seniorinnen sind hingegen Gruppenkurse (mit 33 Prozent) oder eine Kombination von Gruppe und Heimtraining (mit 41 Prozent) besonders beliebt.

«Regelmässiges und zielgerichtetes Training, angeleitet von einer Fachperson, ist immer wirksam – wenn es auf die einzelne Person zugeschnitten und richtig dosiert ist», sagt Barbara Pfenninger, Expertin für Sturzprävention bei der BFU. Für untrainierte Personen sei es nicht ratsam, zu Hause alleine mit dem Training anzufangen. Ideal sei, mit einem angeleiteten Kurs oder einer ärztlich verschriebenen Physiotherapie zu beginnen, so Pfenninger weiter. Empfehlenswert seien insgesamt drei Trainingseinheiten pro Woche zu je mindestens 30 Minuten, im Kurs oder zu Hause mit gezielten Gleichgewichts- und Kraftübungen.

Neues Qualitätslabel für Kurse
Weil die Bevölkerung immer älter wird, dürften die Sturzunfälle weiter an Bedeutung zunehmen. Die BFU, Pro Senectute Schweiz und Gesundheitsförderung Schweiz verstärken deshalb ihre Sturzprävention mit der Kampagne «sicher stehen - sicher gehen» erneut. Als Fachpartner wirken physioswiss, Rheumaliga Schweiz und der ErgotherapeutInnen Verband Schweiz EVS mit. Neu wird ein Qualitätslabel für Kurse und Angebote eingeführt, die gezielte Übungen zur Sturzprävention beinhalten. Bewertet wird dies nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien.

Auf sichergehen.ch finden sich über 1500 Kursangebote. Wer seine Postleitzahl eingibt, findet Kurse in seiner Nähe. Übungsprogramme für zu Hause in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen werden auf der neugestalteten Webseite ebenfalls vorgestellt

Kontakt für Medien

Medienstelle BFU
Tel. +41 31 390 21 21

Medienstelle Pro Senectute Schweiz
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Medienstelle Gesundheitsförderung Schweiz
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Pro Senectute Schweiz untersuchte zusammen mit gfs zürich, ob sich die Bevölkerung in der Schweiz aufgrund des Alters benachteiligt fühlt. In der repräsentativen Umfrage wurden die Themen Informationszugang, Gesundheitsversorgung, Stellensuche, Zugang zu Freizeitangeboten sowie Generationenzusammenhalt und Ansehen der älteren Menschen in der Öffentlichkeit erhoben.

830'000 Personen fühlten sich – gemäss Hochrechnungen – im letzten halben Jahr am ehesten bei der Stellensuche (14%) und rund 766'000 Personen in der Gesundheitsversorgung (11%) benachteiligt. Die grosse Mehrheit der Befragten sieht sich jedoch weder beim Freizeitangebot im Nachteil (92%) noch haben sie – trotz Digitalisierung – ein Problem zu den für sie notwendigen Informationen zu gelangen (91%).

Betrachtet man die Ergebnisse in Bezug auf Altersgruppen näher, zeigt sich ein differenzierteres Bild vor allem bei Personen ab 40 bis zur Pensionierung. Hier fühlt sich fast jede fünfte Person bei der Stellensuche aufgrund des Alters benachteiligt. Das sind 535’000 Personen. Für Pro Senectute Schweiz sind diese Zahlen alarmierend. Das Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess in den letzten zehn Berufsjahren erhöht das Risiko, im Pensionsalter von Altersarmut betroffen zu sein.

Bei der Gesundheitsversorgung, fühlen sich über 180'000 Personen im Pensionsalter - mehr als jeder Zehnte – benachteiligt. Als Beispiele werden die Kosten genannt. Die Befragten fühlen sich zudem bei Diagnosen, Behandlungen und Rehabilitation nicht ernst genommen oder sie haben das Gefühl, dass ihnen Behandlungen aufgrund des Alters vorenthalten werden.

Ansehen alter Menschen besser als man denkt
Das Ansehen älterer Menschen in der Öffentlichkeit scheint - gemäss Umfrage - intakt und mehrheitlich positiv zu sein. Die grosse Mehrheit fühlt sich im Alltag weder bevorteilt noch benachteiligt. Je älter die Befragten sind, desto eher äussern sie, in der Öffentlichkeit sogar sehr zuvorkommend behandelt zu werden.

Für Ursula Koch, seit 1. September 2019 die neue Direktorin von Pro Senectute Schweiz, haben die Umfrageergebnisse positive wie negative Aspekte: «Jedes Einzelschicksal ist eines zu viel. Wir sind täglich mit Menschen in Kontakt, die ihren letzten Lebensabschnitt – unsichtbar für die Öffentlichkeit – in unwürdigen Umständen verbringen. Dies müssen wir mit aller Kraft verhindern.» Dass ein grosser Teil der älteren Bevölkerung im Alltag keine Benachteiligung am eigenen Leibe erfahren hat, sieht Koch als Errungenschaft an. «Wir setzen uns als Altersorganisation dafür ein, das gute Ansehen der älteren Menschen in der Gesellschaft weiter zu stärken.»

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing
Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04
E-Mail: medien@prosenectute.ch

Am heutigen Weltalzheimertag rufen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz bereits zum zweiten Mal alle Strickfans auf, die Kampagne #vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen, mit Nadeln und Wolle zu unterstützen. Im Vorjahr wurden rund 60'000 handgestrickte Cupholder in über 400 Bäckereien-Confiserien verteilt und sensibilisierten so die Bevölkerung zu Demenz und deren Folgen im Alltag. Zusammen mit über 60 Strickerinnen und Strickern fiel heute der Startschuss zur zweiten nationalen Strickaktion auf dem Strick-Schiff der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein.

Letztes Jahr strickten Jung und Alt in privaten Strickzirkeln, in Cafés oder Wollgeschäften und teilten ihre liebevoll dekorierten Kreationen in den sozialen Medien. Nicht nur die Strickerinnen und Stricker zogen mit, auch die Kundinnen und Kunden der Bäcker-Confiseure und die breite Öffentlichkeit reagierte positiv. Nun startet die Sensibilisierungsaktion in die zweite Runde. Das Ziel ist es, so viel wie möglich Cupholder zu stricken, um ein Zeichen zu setzen. Die Strickenden setzten heute mit ihrer Aktion auf dem Strick-Schiff ein erstes eindrückliches Zeichen.

So können auch Sie mitmachen
Als Strickbegeisterte können Sie ab sofort wieder kunterbunte Becherhalter stricken. Diese werden bis 6. Dezember gesammelt, etikettiert und am 22. Januar 2020 beim Kauf eines «Coffee-to-go» zusammen mit Tipps für den Umgang mit Betroffenen abgegeben. Die gestrickten Cupholder senden Sie bitte an: GEWA, Abteilung Logistik, memo-info, Alpenstrasse 58, 3052 Zollikofen.

Der Kreis der mitmachenden Geschäfte ist dieses Jahr noch grösser. Neben den Bäckereien-Confiserien werden auch Kioske, Cafés und Tankstellen die Cupholders abgeben. Jedes Geschäft, das «Coffee-to-go» verkauft, ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Registrieren Sie sich unter: memoinfo.ch/teilnehmen

Tipps für den richtigen Umgang mit Demenzkranken im Alltag
In der Schweiz leben rund 155'000 Menschen mit Demenz – im Alltag oftmals unsichtbar. Gemäss Prognosen wird sich die Zahl der Betroffenen bis 2040 verdoppeln. Mit der Kampagne #vollpersönlich machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam und geben Tipps für den Umgang mit Betroffenen. Zum Beispiel worauf im Gespräch mit einem an Demenz erkrankten Menschen zu achten ist oder wie man bei einer desorientierten Person richtig reagiert.

Weitere Informationen zur Kampagne sowie eine Strickanleitung finden Sie unter www.memoinfo.ch/vollpersoenlich. Für kommende Strickanlässe und Fotomaterial der heutigen Lancierung siehe auf Facebook @memoinfoch. Zusätzliche Bilder finden Sie auf Instagram unter #vollpersönlich.

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz

Judith Bucher
Tel: 044 283 89 57 oder 079 458 39 49
E-Mail: medien@prosenectute.ch

Alzheimer Schweiz
Evelyne Hug
Tel: 058 058 80 40
E-Mail: evelyne.hug@alz.ch

Der Prix Chronos ist ein Lesewettbewerb der Generationen, bei dem Senioren zusammen mit Kindern zwischen 10 und 12 Jahren aus vier Kinderbüchern ihr Lieblingsbuch wählen. Jährlich machen über 4'000 Teilnehmende aus allen Landesteilen mit. Im Frühling 2020 wird das Siegerbuch an einer öffentlichen Preisverleihung gekürt.

Viele Lesegruppen machen bereits seit Jahren beim Prix Chronos mit. Die Senioren und Seniorinnen erhalten durch die gemeinsame Lektüre Zugang zur Erfahrungswelt von Kindern, für viele eine ungewohnte und zugleich spannende Erfahrung. Die Jugendlichen wiederum lernen Menschen aus der Grosselterngeneration kennen, die nicht mit ihnen verwandt sind. Pro Senectute und Pro Juventute fördern mit diesem Generationenwettbewerb und Buchpreis den Austausch zwischen den Generationen auf spielerische und lustvolle Weise.

Nominierte Bücher 2020

Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat aus den Neuerscheinungen des deutschsprachigen Buchmarkts vier Jugendbücher nominiert, welche die Beziehungen zwischen den Generationen thematisieren:

  • In «Grüsse vom Mars» wird die Lebenssicht eines leicht autistischen Jungen dargestellt, der wegen einer Auslandreise seiner Mutter mit den Geschwistern zu den Grosseltern zieht. Jede Veränderung ist eine grosse Herausforderung für Tom. Da hilft es nur, das Ganze als Vorbereitung auf die Mars-Mission zu sehen.
  • «Romys Salon»: Seit ihre Mutter so viel arbeitet, geht Romy nach der Schule zu ihrer Oma. Sie hilft ihr dann meist im Frisiersalon. Als die alte Dame dement wird, unterstützt sie Romy, wo sie kann, damit keiner etwas merkt. Bis zu dem Tag, an dem ihre Oma im Nachthemd im Salon steht.
  • In «Kidnapping Oma» entführen die Geschwister Leni und Jonas die Oma aus Schottland, die nie Zeit für sie hat. Dass Oma eine besondere Frau ist, können die beiden nicht ahnen und erleben die abenteuerlichste Zeit ihres Lebens.
  • «Ziegen bringen Glück»: die 11-Jährige Kid wohnt für einige Wochen in einem Hochhaus in Manhattan. Auf dem Dach des Hauses soll eine Ziege wohnen. Kid ist entschlossen, das Tier zu finden und lernt dadurch die ungewöhnlichen Bewohner des Hauses kennen.

Mitlesen können alle

Die nominierten Bücher sind auch als Hörbuch, in Grossdruck oder Braille sowie als E-Book bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte oder online unter www.buchknacker.ch im Sortiment. Die Bücherliste und die teilnehmenden Bibliotheken sind unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Anmeldung zum Lesewettbewerb ist ab sofort möglich.

Kontakt für Medien
Pro Senectute Schweiz     
Judith Bucher, Medienverantwortliche    
Tel. 044 283 89 57
E-Mail:    

Pro Juventute
Bernhard Bürki, Verantwortlicher Kommunikation
Tel. 044 256 77 22
E-Mail:

Im Rahmen des Generationenprojekts Prix Chronos lesen Jugendliche zwischen zehn und zwölf Jahren gemeinsam mit Senioren vier Jugendbücher und wählen ihr Lieblingswerk. An der heutigen Preisverleihung in Winterthur wurde Matilda Woods mit der Geschichte «Tito Bonito und die Sache mit dem Glück» zur Siegerautorin gekürt. Bei der 15. Austragung des Prix Chronos in der Deutschschweiz machten über 1'700 Lesebegeisterte mit.

Die nominierten Jugendbücher haben eines gemeinsam: Ein respektvolles und offenes Generationenverhältnis. Jung und Alt lernen gegenseitig voneinander und vermitteln einander einen anderen Blick auf die Welt und das Leben. Pro Senectute und Pro Juventute leisten so als Organisatoren des Lesewettbewerbs einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen den Generationen.

Gewinnerbuch aus Übersee
Die Australierin Matilda Woods schrieb sich mit ihrer spannenden, bunt illustrierten Geschich-te ins Herz der Teilnehmenden. Die Gewinnerautorin hat eine Videobotschaft nach Winterthur geschickt und war sehr erfreut über die Auszeichnung vom anderen Ende der Welt.

Ihre Erzählung spielt im Küstendorf Allora, wo das Meer so wild ist, dass die Fische an Land geworfen werden. Der Sargmacher Alberto entdeckt eines Tages den Jungen Tito Bonito mit seinem Vogel Fia in der Werkstatt. Alberto lehrt Tito das Tischlerhandwerk und versteckt ihn vor seinem gewalttätigen Vater. Doch Allora ist klein, Tito wird entdeckt. Mann, Kind und Vogel fliehen übers Meer zur verzauberten Insel Isola, um dort das Glück zu finden.

Nominierte Bücher 2020
Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat aus den Neuerscheinungen des deutschen Buchmarkts erneut vier Bücher ausgewählt, welche differenzierte und empathische Beziehungen zwischen den Generationen schildern. Die Bücherliste ist unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Lesezeit beginnt mit dem heutigen Tag und endet En-de Februar 2020.

Mitlesen können alle
Für Jugendliche mit Dyslexie (Legasthenie) oder AD(H)S sowie für Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung steht die neue Buchselektion erneut als Hörbuch und E-Book in der Online-Bibliothek www.buchknacker.ch sowie bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte bereit.

Die Bilder der Preisverleihung finden Sie (ab ca. 16:30 Uhr) unter: www.prixchronos.ch.

Kontakt für Medien
Pro Senectute Schweiz     
Judith Bucher, Medienverantwortliche    
Tel. 044 283 89 57, 079 458 39 49
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Pro Juventute
Bernhard Bürki, Verantwortlicher Kommunikation
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Demnächst wird die zuständige Kommission des Ständerats über die Motion «Ergänzungsleistungen für Betreutes Wohnen» beraten. CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz befürworten die Motion ausdrücklich. Angesichts der wachsenden Bedeutung von «Betreutem Wohnen» braucht es klare Regelungen, die bedarfsgerechte Angebote und deren Finanzierung schweizweit sicherstellen. Mit der soeben erschienenen Studie «Betreutes Wohnen in der Schweiz» leisten die vier nationalen Dachorganisationen einen fundierten Beitrag zur politischen Debatte und zur praxisgerechten Umsetzung.

Neben der ambulanten Pflege und Unterstützung zu Hause und der stationären Pflege und Betreuung im Heim wird das «Betreute Wohnen» als dritte, integrierte Wohnform für Menschen im Alter oder mit Behinderung immer bedeutender. Der Begriff «Betreutes Wohnen» ist aber bis anhin ungenügend definiert. Fehlende gesetzliche Regelungen und grosse regionale Unterschiede im Angebotsumfang erschweren die Diskussion zur optimalen Ausgestaltung. Unklarheiten bestehen auch in Bezug auf die Finanzierung. Die Motion «Ergänzungsleistungen für Betreutes Wohnen»
(18.3716) will diesen Missstand beseitigen und die Finanzierung von Betreutem Wohnen auch über Ergänzungsleistungen regeln. Nachdem der Nationalrat die Motion in der Frühlingssession 2019 angenommen
hat, wird sie demnächst in der zuständigen Schwesterkommission des Ständerats (SGK-S) behandelt. CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz befürworten die Motion und eine entsprechende Gesetzesanpassung ausdrücklich.


Neue Studie zeigt ein Modell für bedarfsgerechte Angebotsstandards
Die Motion 18.3716 verlangt unter anderem, dass ein auf die Bedürfnisse ausgerichtetes Angebot gesetzlich festgelegt wird. Welche Standards dabei aus fachlicher Perspektive gelten sollten, zeigt die soeben erschienene Studie «Betreutes Wohnen in der Schweiz – Grundlagen eines Modells», welche Nursing Science & Care im Auftrag von CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz erarbeitet hat. Die Studie fasst wissenschaftliche Erkenntnisse, bestehende Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis zusammen und definiert die strukturellen, inhaltlichen und fachlichen Voraussetzungen von «Betreutem Wohnen». Damit leistet die Studie einen breit abgestützten Beitrag an die politische Diskussion und setzt Impulse für die anstehenden Weichenstellungen in Bezug auf die benötigten Leistungen und deren Finanzierung im «Betreuten Wohnen».


Ein klienten-zentriertes Modell mit 4 Unterstützungsstufen
Die Studie präsentiert ein Modell, das die Bedürfnisse der Menschen im Alter und mit Behinderung in den Vordergrund stellt. Gestützt auf die am häufigsten benötigte Unterstützung definiert sie entsprechende Leistungen. Bei der Entwicklung dieses für die Schweiz neuen Modells stand die Frage
im Zentrum, welche Menschen in welchen Situationen mit welchem Ziel durch «Betreutes Wohnen» weiterhin möglichst selbständig leben können. Durch die Beschreibung von unterschiedlichen Versorgungsgraden lässt sich «Betreutes Wohnen» in vier Stufen einteilen (A–D), wobei «Betreutes Wohnen» der Kategorie D das kleinste Leistungsangebot bietet und jenes der Kategorie A das umfangreichste. 

  • Auf der Stufe D werden lediglich die Wohninfrastruktur (Barrierefreiheit), benötigte Sicherheitsleistungen (Notrufsystem) sowie Unterstützung bei täglichen Aktivitäten angeboten (z.B. im Haushalt, beim Kochen, Einkaufen und bei administrativen Arbeiten).
  • Auf Stufe C erfolgt eine fachliche Abklärung betreffend Gesundheit und der Fähigkeit zur selbständigen Alltagsgestaltung. Dies dient dem Erhalt und der Förderung eigener Fähigkeiten, um ein möglichst langes selbständiges Wohnen zu ermöglichen. Eine Fachperson steht als Ansprechpartner/-in zu Bürozeiten zur Verfügung.
  • Auf Stufe B werden alle Aspekte pflegerisch-betreuerischer Aufgaben sichergestellt. Vorhandene Ressourcen der Person und ihrer Angehörigen sowie relevante Gesundheitsfaktoren und -risiken werden systematisch erfasst und benötigte Dienstleistungen organisiert. Dafür stehen Fachpersonen rund um die Uhr zur Verfügung.
  • Betreutes Wohnen auf der Stufe A ermöglicht das Verbleiben in der Wohnung bis zum Lebensende. Das Unterstützungsteam wird durch spezialisierte Fachpersonen für Physiotherapie, Sozialpädagogik, Demenz, psychische Krankheiten, Suchterkrankung und Palliativpflege ergänzt.

In allen Stufen gilt als Ziel, die Würde, die grösstmögliche Selbstständigkeit sowie die Lebensqualität des betreuten Menschen zu erhalten.

 

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Werner Schärer, Direktor
Telefon: 044 283 89 69, E-Mail: medien@prosenectute.ch

Der Stiftungsrat von Pro Senectute Schweiz wählte an seiner Stiftungsratssitzung vom 25. Februar Ursula Koch zur neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz. Sie wird die Stelle am 1. September 2019 antreten.

Ursula Koch ist aktuell Mitglied der Geschäftsleitung der Krebsliga Schweiz. Sie war zuvor beim Gesundheitsamt des Kantons Zug aktiv, wechselte dann zum Bundesamt für Gesundheit, wo sie in verschiedenen Führungspositionen tätig war, bevor sie zum aktuellen Arbeitgeber stiess. Die doktorierte Psychologin, spezialisiert auf Versorgungsforschung, bringt ausgewiesene Erfahrung im NGO- und Verbandsmanagement, in der psychosozialen Beratung als auch aus der Prävention mit. Ursula Koch ist 41  Jahre alt und tritt die Nachfolge von Werner Schärer an, welcher nach über zwölf Jahren als Direktor von Pro Senectute Schweiz im Sommer 2019 pensioniert wird.

Kontakt für Medien
Pro Senectute Schweiz, Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing
Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04
E-Mail:

Ab heute überreichen rund 400 Bäckereien und Confiserien in der ganzen Schweiz ihren Kunden beim Kauf eines «Coffee-to-go» selbstgestrickte Becherwärmer, sogenannte Cupholder. Mit der Kampagne #vollpersönlich machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz gemeinsam mit den gewerblichen Bäckereien und Confiserien auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam.

In der Schweiz leben heute rund 151'000 Menschen mit Demenz. Die Krankheit führt dazu, dass Betroffene sukzessive die räumliche und zeitliche Orientierung verlieren. Sie schränkt zudem das Gedächtnis und die Sprache ein. Personen, welche an Demenz leiden, leben im Anfangsstadium der Krankheit nach wie vor zuhause und sind somit ein Teil des öffentlichen Lebens. Und genau hier setzt die Kampagne an: Die mitmachenden Bäckereien und Confiserien informieren ihre Kundinnen und Kunden mit MEMO-BOX-Karten, worauf im Gespräch mit einer erkrankten Person zu achten ist und wie man bei einer orientierungslosen Person richtig reagiert.

Bäckereien-Confiserien sensibilisieren
Für Silvan Hotz, Präsident des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbands, ist die gemeinsame Kampagne mit Pro Senectute und Alzheimer Schweiz als «oberster Bäcker» wie auch als Betriebsinhaber spannend: «Bäckereien-Confiserien haben einerseits eine hohe Kundenfrequenz, andererseits stehen wir im persönlichen Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden. Wir nehmen mit der Aktion «#vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen» eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung der Bevölkerung ein. Es erfüllt mich mit Stolz, dass so viele Bäckereien-Confiserien
bei dieser für unser Gewerbe neuartigen Kampagne mitmachen.» 

So läuft’s
Seit September haben unzählige Freiwillige schweizweit über 61'000 kunterbunte Cupholder für die Sensibilisierungskampagne gestrickt. Ab 22. Januar überreichen rund 400 Bäckereien-Confiserien in der ganzen Schweiz ihren Kundinnen und Kunden den gekauften «Coffee-to-go» mit einem Cupholder und einer Infokarte aus der MEMO-BOX mit einfachen Tipps für den Umgang mit Betroffenen. Die Aktion dauert nur kurze Zeit, solange der Vorrat an Cupholder reicht.

Folgende Bäckereien-Confiserien unterstützen die Aktion: www.swissbaker.ch/vollpersoenlich
Weitere Informationen zur Kampagne sowie Fotomaterial finden Sie unter www.memo-info.ch sowie auf Facebook @memoinfoch und auf Instagram mit dem Hashtag #vollpersönlich.

Kontakt für Medien:
Pro Senectute Schweiz, Judith Bucher, 044 283 89 57,
Alzheimer Schweiz, Nani Moras, 058 058 80 41 oder 075 434 98 10,
Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband, Sarah Stettler, 031 388 14 14, 

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