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In unserem Newsroom finden Sie die aktuellsten Informationen auf einen Blick – von Medienmitteilungen über Stellungnahmen bis hin zu unseren Publikationen.

Medienmitteilungen

Hier finden Sie unsere aktuellen Medienmitteilungen.

Der Stiftungsrat von Pro Senectute Schweiz wählte an seiner Stiftungsratssitzung vom November, Alain Huber, ehemals Leiter Fachthemen und Secrétaire Romand und seit über zehn Jahren Mitglied der Geschäftsleitung, als neuen Direktor.

Die bisherige Direktorin von Pro Senectute Schweiz hatte sich aus persönlichen Gründen entschieden, Pro Senectute auf Ende der Probezeit zu verlassen. Der Stiftungsrat und die Mitarbeitenden von Pro Senectute Schweiz bedauern dies und danken Ursula Koch für ihr grosses Engagement. Frau Koch hat in dieser kurzen Zeit viele wichtige Massnahmen angestossen und zusammen mit der Geschäftsleitung und dem Stiftungsrat die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Pro Senectute Schweiz und der Gesamtorganisation stellen können.

Dank der langjährigen Erfahrung von Alain Huber und mit dem aktuellen Führungsteam kann ein nahtloser Übergang gewährleistet und die eingeschlagene Richtung fortgesetzt werden. Dem Führungsgremium um Alain Huber gehören Urs Bösch, Geschäftsleitungsmitglied (Finanzen und IT), Sonya Kuchen, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung (Fachbereiche) sowie Peter Burri Follath, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung (Marketing und Kommunikation) an. Mit den beiden Stabsstellen «Public Affairs» und «Organisationsentwicklung und Support» steht Alain Huber ein Team zur Verfügung, um die anstehenden Aufgaben erfolgreich anzupacken.

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing

Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04
E-Mail: medien@prosenectute.ch

Das Alter wird häufig mit vorurteilsbehafteten Stereotypen assoziiert. Das führt zu Diskriminierung. Am Gerontologie-Symposium von Pro Senectute Schweiz präsentierten Fachleute aus den Bereichen Soziologie, Psychologie und Linguistik Wege und Instrumente, wie sich altersbedingte Benachteiligungen verhindern lassen.

Am diesjährigen  Gerontologie-Symposium von Pro Senectute Schweiz in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg diskutierten rund 200 Fachpersonen die Frage wie sich «Diskriminierung im Alter» verhindern lässt, wo die Forschung steht und wie ein Transfer von der Theorie in die Praxis funktionieren könnte.

Die nationalen und internationalen Referentinnen und Referenten zeigten in Freiburg auf, wie sich Diskriminierung im Alter äussert und welche Auswirkungen altersbedingte Benachteiligungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Betroffenen wie auch der ganzen Gesellschaft haben. Der Austausch im Plenum fokussierte auf Lösungsansätze und Instrumente zuhanden der Altersarbeit.

Pro Senectute Preis 2019

Am Symposium wurde auch dieses Jahr wieder der Pro Senectute Preis für herausragende Forschungsarbeiten im Bereich der angewandten Altersarbeit überreicht. Der Pro Senectute Preis ist mit insgesamt CHF 15'000.- dotiert.

Die Preisträger sind:

  • 1. Platz: Marc-Antoine Bornet für seine Doktorarbeit zu Einflussfaktoren für die Lebensqualität älterer Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt
  • 2. Platz: Fabrizio Collareda für seine Bachelor-Arbeit zur Pflege von älteren LGBT-Patienten
  • 3. Platz: Jörg Oelschlägel für seine Masterarbeit in Gerontologie zu Wohngruppen im Pflegeheim.

Das zweisprachige Symposium (D/F) wurde 2019 als gemeinsame Veranstaltung von Pro Senectute Schweiz und der Hochschule für Soziale Arbeit Freiburg organisiert. Sämtliche Präsentationen und Abstracts finden Sie unter www.prosenectute.ch/gerontologiesymposium.

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Pro Senectute Schweiz 
Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing

Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04
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In den letzten Jahren sind immer mehr Menschen an den Folgen eines Sturzes gestorben. Die Anzahl tödlicher Unfälle ist in einem Zeitraum von 10 Jahren um über 40 Prozent gestiegen. Vor allem Seniorinnen und Senioren sind gefährdet. Das richtige Training kann das Risiko zu stürzen minimieren. Die BFU und ihre Partner verstärken deshalb die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» erneut. Künftig wird ein Qualitätslabel für Kurse eingeführt, die gezielte Übungen zur Sturzprävention beinhalten.

Tödliche Sturzunfälle im Haushalt und in der Freizeit haben in einem Zeitraum von 10 Jahren (2007-2016) um über 40 Prozent zugenommen. 2007 starben 1211 Menschen an den Folgen eines Sturzes, 2016 waren es bereits 1715. Der Hauptgrund für die Zunahme ist die demografische Entwicklung, denn: Seniorinnen und Senioren sind besonders gefährdet zu stürzen. Ihr Anteil an den tödlichen Sturzunfällen macht im Durchschnitt 94 Prozent aus.

Jede zweite Person über 60 gibt an, zu trainieren

Sein Risiko zu stürzen verringert, wer regelmässig Gleichgewicht, Kraft und die Kognition trainiert. Das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Der BFU-Bevölkerungsbefragung 2018 zufolge, gibt bereits heute jede zweite Person ab 60 Jahren an, regelmässig zu trainieren. Davon sagt fast die Hälfte aller Männer ab 60 Jahren von sich, lieber zu Hause zu trainieren. Bei den trainierenden Seniorinnen sind hingegen Gruppenkurse (mit 33 Prozent) oder eine Kombination von Gruppe und Heimtraining (mit 41 Prozent) besonders beliebt.

«Regelmässiges und zielgerichtetes Training, angeleitet von einer Fachperson, ist immer wirksam – wenn es auf die einzelne Person zugeschnitten und richtig dosiert ist», sagt Barbara Pfenninger, Expertin für Sturzprävention bei der BFU. Für untrainierte Personen sei es nicht ratsam, zu Hause alleine mit dem Training anzufangen. Ideal sei, mit einem angeleiteten Kurs oder einer ärztlich verschriebenen Physiotherapie zu beginnen, so Pfenninger weiter. Empfehlenswert seien insgesamt drei Trainingseinheiten pro Woche zu je mindestens 30 Minuten, im Kurs oder zu Hause mit gezielten Gleichgewichts- und Kraftübungen.


Neues Qualitätslabel für Kurse

Weil die Bevölkerung immer älter wird, dürften die Sturzunfälle weiter an Bedeutung zunehmen. Die BFU, Pro Senectute Schweiz und Gesundheitsförderung Schweiz verstärken deshalb ihre Sturzprävention mit der Kampagne «sicher stehen - sicher gehen» erneut. Als Fachpartner wirken physioswiss, Rheumaliga Schweiz und der ErgotherapeutInnen Verband Schweiz EVS mit. Neu wird ein Qualitätslabel für Kurse und Angebote eingeführt, die gezielte Übungen zur Sturzprävention beinhalten. Bewertet wird dies nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien.

Auf sichergehen.ch finden sich über 1500 Kursangebote. Wer seine Postleitzahl eingibt, findet Kurse in seiner Nähe. Übungsprogramme für zu Hause in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen werden auf der neugestalteten Webseite ebenfalls vorgestellt.

 

Kontakt für Medien

  • Medienstelle BFU, +41 31 390 21 21
  • Medienstelle Pro Senectute Schweiz, Tel. +41 44 283 89 57
  • Medienstelle Gesundheitsförderung Schweiz, +41 31 350 04 04

Pro Senectute Schweiz untersuchte zusammen mit gfs zürich, ob sich die Bevölkerung in der Schweiz aufgrund des Alters benachteiligt fühlt. In der repräsentativen Umfrage wurden die Themen Informationszugang, Gesundheitsversorgung, Stellensuche, Zugang zu Freizeitangeboten sowie Generationenzusammenhalt und Ansehen der älteren Menschen in der Öffentlichkeit erhoben.

830'000 Personen fühlten sich – gemäss Hochrechnungen – im letzten halben Jahr am ehesten bei der Stellensuche (14%) und rund 766'000 Personen in der Gesundheitsversorgung (11%) benachteiligt. Die grosse Mehrheit der Befragten sieht sich jedoch weder beim Freizeitangebot im Nachteil (92%) noch haben sie – trotz Digitalisierung – ein Problem zu den für sie notwendigen Informationen zu gelangen (91%).

Betrachtet man die Ergebnisse in Bezug auf Altersgruppen näher, zeigt sich ein differenzierteres Bild vor allem bei Personen ab 40 bis zur Pensionierung. Hier fühlt sich fast jede fünfte Person bei der Stellensuche aufgrund des Alters benachteiligt. Das sind 535’000 Personen. Für Pro Senectute Schweiz sind diese Zahlen alarmierend. Das Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess in den letzten zehn Berufsjahren erhöht das Risiko, im Pensionsalter von Altersarmut betroffen zu sein.

Bei der Gesundheitsversorgung, fühlen sich über 180'000 Personen im Pensionsalter - mehr als jeder Zehnte – benachteiligt. Als Beispiele werden die Kosten genannt. Die Befragten fühlen sich zudem bei Diagnosen, Behandlungen und Rehabilitation nicht ernst genommen oder sie haben das Gefühl, dass ihnen Behandlungen aufgrund des Alters vorenthalten werden.

Ansehen alter Menschen besser als man denkt

Das Ansehen älterer Menschen in der Öffentlichkeit scheint - gemäss Umfrage - intakt und mehrheitlich positiv zu sein. Die grosse Mehrheit fühlt sich im Alltag weder bevorteilt noch benachteiligt. Je älter die Befragten sind, desto eher äussern sie, in der Öffentlichkeit sogar sehr zuvorkommend behandelt zu werden.

Für Ursula Koch, seit 1. September 2019 die neue Direktorin von Pro Senectute Schweiz, haben die Umfrageergebnisse positive wie negative Aspekte: «Jedes Einzelschicksal ist eines zu viel. Wir sind täglich mit Menschen in Kontakt, die ihren letzten Lebensabschnitt – unsichtbar für die Öffentlichkeit – in unwürdigen Umständen verbringen. Dies müssen wir mit aller Kraft verhindern.» Dass ein grosser Teil der älteren Bevölkerung im Alltag keine Benachteiligung am eigenen Leibe erfahren hat, sieht Koch als Errungenschaft an. «Wir setzen uns als Altersorganisation dafür ein, das gute Ansehen der älteren Menschen in der Gesellschaft weiter zu stärken.»

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Pro Senectute Schweiz
Judith Bucher
044 283 89 57
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Am heutigen Weltalzheimertag rufen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz bereits zum zweiten Mal alle Strickfans auf, die Kampagne #vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen, mit Nadeln und Wolle zu unterstützen. Im Vorjahr wurden rund 60'000 handgestrickte Cupholder in über 400 Bäckereien-Confiserien verteilt und sensibilisierten so die Bevölkerung zu Demenz und deren Folgen im Alltag. Zusammen mit über 60 Strickerinnen und Strickern fiel heute der Startschuss zur zweiten nationalen Strickaktion auf dem Strick-Schiff der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein.

Letztes Jahr strickten Jung und Alt in privaten Strickzirkeln, in Cafés oder Wollgeschäften und teilten ihre liebevoll dekorierten Kreationen in den sozialen Medien. Nicht nur die Strickerinnen und Stricker zogen mit, auch die Kundinnen und Kunden der Bäcker-Confiseure und die breite Öffentlichkeit reagierte positiv. Nun startet die Sensibilisierungsaktion in die zweite Runde. Das Ziel ist es, so viel wie möglich Cupholder zu stricken, um ein Zeichen zu setzen. Die Strickenden setzten heute mit ihrer Aktion auf dem Strick-Schiff ein erstes eindrückliches Zeichen.

So können auch Sie mitmachen

Als Strickbegeisterte können Sie ab sofort wieder kunterbunte Becherhalter stricken. Diese werden bis 6. Dezember gesammelt, etikettiert und am 22. Januar 2020 beim Kauf eines «Coffee-to-go» zusammen mit Tipps für den Umgang mit Betroffenen abgegeben. Die gestrickten Cupholder senden Sie bitte an: GEWA, Abteilung Logistik, memo-info, Alpenstrasse 58, 3052 Zollikofen.

Der Kreis der mitmachenden Geschäfte ist dieses Jahr noch grösser. Neben den Bäckereien-Confiserien werden auch Kioske, Cafés und Tankstellen die Cupholders abgeben. Jedes Geschäft, das «Coffee-to-go» verkauft, ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Registrieren Sie sich unter: memo-info.ch/teilnehmen

Tipps für den richtigen Umgang mit Demenzkranken im Alltag

In der Schweiz leben rund 155'000 Menschen mit Demenz – im Alltag oftmals unsichtbar. Gemäss Prognosen wird sich die Zahl der Betroffenen bis 2040 verdoppeln. Mit der Kampagne #vollpersönlich machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam und geben Tipps für den Umgang mit Betroffenen. Zum Beispiel worauf im Gespräch mit einem an Demenz erkrankten Menschen zu achten ist oder wie man bei einer desorientierten Person richtig reagiert.

Weitere Informationen zur Kampagne und zu kommenden Strickanlässen, eine Strickanleitung sowie Fotomaterial der heutigen Lancierung finden Sie unter www.memo-info.ch/vollpersoenlich sowie auf Facebook @memoinfoch und auf Instagram mit dem Hashtag #vollpersönlich.

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Pro Senectute Schweiz
Judith Bucher
044 283 89 57 oder 079 458 39 49
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Alzheimer Schweiz
Evelyne Hug
058 058 80 40
E-Mail an 

Der Prix Chronos ist ein Lesewettbewerb der Generationen, bei dem Senioren zusammen mit Kindern zwischen 10 und 12 Jahren aus vier Kinderbüchern ihr Lieblingsbuch wählen. Jährlich machen über 4'000 Teilnehmende aus allen Landesteilen mit. Im Frühling 2020 wird das Siegerbuch an einer öffentlichen Preisverleihung gekürt.

Viele Lesegruppen machen bereits seit Jahren beim Prix Chronos mit. Die Senioren und Seniorinnen erhalten durch die gemeinsame Lektüre Zugang zur Erfahrungswelt von Kindern, für viele eine ungewohnte und zugleich spannende Erfahrung. Die Jugendlichen wiederum lernen Menschen aus der Grosselterngeneration kennen, die nicht mit ihnen verwandt sind. Pro Senectute und Pro Juventute fördern mit diesem Generationenwettbewerb und Buchpreis den Austausch zwischen den Generationen auf spielerische und lustvolle Weise.

Nominierte Bücher 2020

Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat aus den Neuerscheinungen des deutschsprachigen Buchmarkts vier Jugendbücher nominiert, welche die Beziehungen zwischen den Generationen thematisieren:

  • In «Grüsse vom Mars» wird die Lebenssicht eines leicht autistischen Jungen dargestellt, der wegen einer Auslandreise seiner Mutter mit den Geschwistern zu den Grosseltern zieht. Jede Veränderung ist eine grosse Herausforderung für Tom. Da hilft es nur, das Ganze als Vorbereitung auf die Mars-Mission zu sehen.
  • «Romys Salon»: Seit ihre Mutter so viel arbeitet, geht Romy nach der Schule zu ihrer Oma. Sie hilft ihr dann meist im Frisiersalon. Als die alte Dame dement wird, unterstützt sie Romy, wo sie kann, damit keiner etwas merkt. Bis zu dem Tag, an dem ihre Oma im Nachthemd im Salon steht.
  • In «Kidnapping Oma» entführen die Geschwister Leni und Jonas die Oma aus Schottland, die nie Zeit für sie hat. Dass Oma eine besondere Frau ist, können die beiden nicht ahnen und erleben die abenteuerlichste Zeit ihres Lebens.
  • «Ziegen bringen Glück»: die 11-Jährige Kid wohnt für einige Wochen in einem Hochhaus in Manhattan. Auf dem Dach des Hauses soll eine Ziege wohnen. Kid ist entschlossen, das Tier zu finden und lernt dadurch die ungewöhnlichen Bewohner des Hauses kennen.

Mitlesen können alle

Die nominierten Bücher sind auch als Hörbuch, in Grossdruck oder Braille sowie als E-Book bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte oder online unter www.buchknacker.ch im Sortiment. Die Bücherliste und die teilnehmenden Bibliotheken sind unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Anmeldung zum Lesewettbewerb ist ab sofort möglich.

Kontakt für Medien
Pro Senectute Schweiz     
Judith Bucher, Medienverantwortliche    
Tel. 044 283 89 57
E-Mail:    

Pro Juventute
Bernhard Bürki, Verantwortlicher Kommunikation
Tel. 044 256 77 22
E-Mail:

Im Rahmen des Generationenprojekts Prix Chronos lesen Jugendliche zwischen zehn und zwölf Jahren gemeinsam mit Senioren vier Jugendbücher und wählen ihr Lieblingswerk. An der heutigen Preisverleihung in Winterthur wurde Matilda Woods mit der Geschichte «Tito Bonito und die Sache mit dem Glück» zur Siegerautorin gekürt. Bei der 15. Austragung des Prix Chronos in der Deutschschweiz machten über 1'700 Lesebegeisterte mit.

Die nominierten Jugendbücher haben eines gemeinsam: Ein respektvolles und offenes Generationenverhältnis. Jung und Alt lernen gegenseitig voneinander und vermitteln einander einen anderen Blick auf die Welt und das Leben. Pro Senectute und Pro Juventute leisten so als Organisatoren des Lesewettbewerbs einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen den Generationen.

Gewinnerbuch aus Übersee
Die Australierin Matilda Woods schrieb sich mit ihrer spannenden, bunt illustrierten Geschich-te ins Herz der Teilnehmenden. Die Gewinnerautorin hat eine Videobotschaft nach Winterthur geschickt und war sehr erfreut über die Auszeichnung vom anderen Ende der Welt.

Ihre Erzählung spielt im Küstendorf Allora, wo das Meer so wild ist, dass die Fische an Land geworfen werden. Der Sargmacher Alberto entdeckt eines Tages den Jungen Tito Bonito mit seinem Vogel Fia in der Werkstatt. Alberto lehrt Tito das Tischlerhandwerk und versteckt ihn vor seinem gewalttätigen Vater. Doch Allora ist klein, Tito wird entdeckt. Mann, Kind und Vogel fliehen übers Meer zur verzauberten Insel Isola, um dort das Glück zu finden.

Nominierte Bücher 2020
Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat aus den Neuerscheinungen des deutschen Buchmarkts erneut vier Bücher ausgewählt, welche differenzierte und empathische Beziehungen zwischen den Generationen schildern. Die Bücherliste ist unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Lesezeit beginnt mit dem heutigen Tag und endet En-de Februar 2020.

Mitlesen können alle
Für Jugendliche mit Dyslexie (Legasthenie) oder AD(H)S sowie für Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung steht die neue Buchselektion erneut als Hörbuch und E-Book in der Online-Bibliothek www.buchknacker.ch sowie bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte bereit.

Die Bilder der Preisverleihung finden Sie (ab ca. 16:30 Uhr) unter: www.prixchronos.ch.

Kontakt für Medien
Pro Senectute Schweiz     
Judith Bucher, Medienverantwortliche    
Tel. 044 283 89 57, 079 458 39 49
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Pro Juventute
Bernhard Bürki, Verantwortlicher Kommunikation
Tel. 044 256 77 22
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Demnächst wird die zuständige Kommission des Ständerats über die Motion «Ergänzungsleistungen für Betreutes Wohnen» beraten. CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz befürworten die Motion ausdrücklich. Angesichts der wachsenden Bedeutung von «Betreutem Wohnen» braucht es klare Regelungen, die bedarfsgerechte Angebote und deren Finanzierung schweizweit sicherstellen. Mit der soeben erschienenen Studie «Betreutes Wohnen in der Schweiz» leisten die vier nationalen Dachorganisationen einen fundierten Beitrag zur politischen Debatte und zur praxisgerechten Umsetzung.

Neben der ambulanten Pflege und Unterstützung zu Hause und der stationären Pflege und Betreuung im Heim wird das «Betreute Wohnen» als dritte, integrierte Wohnform für Menschen im Alter oder mit Behinderung immer bedeutender. Der Begriff «Betreutes Wohnen» ist aber bis anhin ungenügend definiert. Fehlende gesetzliche Regelungen und grosse regionale Unterschiede im Angebotsumfang erschweren die Diskussion zur optimalen Ausgestaltung. Unklarheiten bestehen auch in Bezug auf die Finanzierung. Die Motion «Ergänzungsleistungen für Betreutes Wohnen»
(18.3716) will diesen Missstand beseitigen und die Finanzierung von Betreutem Wohnen auch über Ergänzungsleistungen regeln. Nachdem der Nationalrat die Motion in der Frühlingssession 2019 angenommen
hat, wird sie demnächst in der zuständigen Schwesterkommission des Ständerats (SGK-S) behandelt. CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz befürworten die Motion und eine entsprechende Gesetzesanpassung ausdrücklich.


Neue Studie zeigt ein Modell für bedarfsgerechte Angebotsstandards
Die Motion 18.3716 verlangt unter anderem, dass ein auf die Bedürfnisse ausgerichtetes Angebot gesetzlich festgelegt wird. Welche Standards dabei aus fachlicher Perspektive gelten sollten, zeigt die soeben erschienene Studie «Betreutes Wohnen in der Schweiz – Grundlagen eines Modells», welche Nursing Science & Care im Auftrag von CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz erarbeitet hat. Die Studie fasst wissenschaftliche Erkenntnisse, bestehende Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis zusammen und definiert die strukturellen, inhaltlichen und fachlichen Voraussetzungen von «Betreutem Wohnen». Damit leistet die Studie einen breit abgestützten Beitrag an die politische Diskussion und setzt Impulse für die anstehenden Weichenstellungen in Bezug auf die benötigten Leistungen und deren Finanzierung im «Betreuten Wohnen».


Ein klienten-zentriertes Modell mit 4 Unterstützungsstufen
Die Studie präsentiert ein Modell, das die Bedürfnisse der Menschen im Alter und mit Behinderung in den Vordergrund stellt. Gestützt auf die am häufigsten benötigte Unterstützung definiert sie entsprechende Leistungen. Bei der Entwicklung dieses für die Schweiz neuen Modells stand die Frage
im Zentrum, welche Menschen in welchen Situationen mit welchem Ziel durch «Betreutes Wohnen» weiterhin möglichst selbständig leben können. Durch die Beschreibung von unterschiedlichen Versorgungsgraden lässt sich «Betreutes Wohnen» in vier Stufen einteilen (A–D), wobei «Betreutes Wohnen» der Kategorie D das kleinste Leistungsangebot bietet und jenes der Kategorie A das umfangreichste. 

  • Auf der Stufe D werden lediglich die Wohninfrastruktur (Barrierefreiheit), benötigte Sicherheitsleistungen (Notrufsystem) sowie Unterstützung bei täglichen Aktivitäten angeboten (z.B. im Haushalt, beim Kochen, Einkaufen und bei administrativen Arbeiten).
  • Auf Stufe C erfolgt eine fachliche Abklärung betreffend Gesundheit und der Fähigkeit zur selbständigen Alltagsgestaltung. Dies dient dem Erhalt und der Förderung eigener Fähigkeiten, um ein möglichst langes selbständiges Wohnen zu ermöglichen. Eine Fachperson steht als Ansprechpartner/-in zu Bürozeiten zur Verfügung.
  • Auf Stufe B werden alle Aspekte pflegerisch-betreuerischer Aufgaben sichergestellt. Vorhandene Ressourcen der Person und ihrer Angehörigen sowie relevante Gesundheitsfaktoren und -risiken werden systematisch erfasst und benötigte Dienstleistungen organisiert. Dafür stehen Fachpersonen rund um die Uhr zur Verfügung.
  • Betreutes Wohnen auf der Stufe A ermöglicht das Verbleiben in der Wohnung bis zum Lebensende. Das Unterstützungsteam wird durch spezialisierte Fachpersonen für Physiotherapie, Sozialpädagogik, Demenz, psychische Krankheiten, Suchterkrankung und Palliativpflege ergänzt.

In allen Stufen gilt als Ziel, die Würde, die grösstmögliche Selbstständigkeit sowie die Lebensqualität des betreuten Menschen zu erhalten.

 

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Werner Schärer, Direktor
Telefon: 044 283 89 69, E-Mail: medien@prosenectute.ch

Der Stiftungsrat von Pro Senectute Schweiz wählte an seiner Stiftungsratssitzung vom 25. Februar Ursula Koch zur neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz. Sie wird die Stelle am 1. September 2019 antreten.

Ursula Koch ist aktuell Mitglied der Geschäftsleitung der Krebsliga Schweiz. Sie war zuvor beim Gesundheitsamt des Kantons Zug aktiv, wechselte dann zum Bundesamt für Gesundheit, wo sie in verschiedenen Führungspositionen tätig war, bevor sie zum aktuellen Arbeitgeber stiess. Die doktorierte Psychologin, spezialisiert auf Versorgungsforschung, bringt ausgewiesene Erfahrung im NGO- und Verbandsmanagement, in der psychosozialen Beratung als auch aus der Prävention mit. Ursula Koch ist 41  Jahre alt und tritt die Nachfolge von Werner Schärer an, welcher nach über zwölf Jahren als Direktor von Pro Senectute Schweiz im Sommer 2019 pensioniert wird.

Kontakt für Medien
Pro Senectute Schweiz, Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing
Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04
E-Mail:

Ab heute überreichen rund 400 Bäckereien und Confiserien in der ganzen Schweiz ihren Kunden beim Kauf eines «Coffee-to-go» selbstgestrickte Becherwärmer, sogenannte Cupholder. Mit der Kampagne #vollpersönlich machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz gemeinsam mit den gewerblichen Bäckereien und Confiserien auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam.

In der Schweiz leben heute rund 151'000 Menschen mit Demenz. Die Krankheit führt dazu, dass Betroffene sukzessive die räumliche und zeitliche Orientierung verlieren. Sie schränkt zudem das Gedächtnis und die Sprache ein. Personen, welche an Demenz leiden, leben im Anfangsstadium der Krankheit nach wie vor zuhause und sind somit ein Teil des öffentlichen Lebens. Und genau hier setzt die Kampagne an: Die mitmachenden Bäckereien und Confiserien informieren ihre Kundinnen und Kunden mit MEMO-BOX-Karten, worauf im Gespräch mit einer erkrankten Person zu achten ist und wie man bei einer orientierungslosen Person richtig reagiert.

Bäckereien-Confiserien sensibilisieren
Für Silvan Hotz, Präsident des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbands, ist die gemeinsame Kampagne mit Pro Senectute und Alzheimer Schweiz als «oberster Bäcker» wie auch als Betriebsinhaber spannend: «Bäckereien-Confiserien haben einerseits eine hohe Kundenfrequenz, andererseits stehen wir im persönlichen Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden. Wir nehmen mit der Aktion «#vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen» eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung der Bevölkerung ein. Es erfüllt mich mit Stolz, dass so viele Bäckereien-Confiserien
bei dieser für unser Gewerbe neuartigen Kampagne mitmachen.» 

So läuft’s
Seit September haben unzählige Freiwillige schweizweit über 61'000 kunterbunte Cupholder für die Sensibilisierungskampagne gestrickt. Ab 22. Januar überreichen rund 400 Bäckereien-Confiserien in der ganzen Schweiz ihren Kundinnen und Kunden den gekauften «Coffee-to-go» mit einem Cupholder und einer Infokarte aus der MEMO-BOX mit einfachen Tipps für den Umgang mit Betroffenen. Die Aktion dauert nur kurze Zeit, solange der Vorrat an Cupholder reicht.

Folgende Bäckereien-Confiserien unterstützen die Aktion: www.swissbaker.ch/vollpersoenlich
Weitere Informationen zur Kampagne sowie Fotomaterial finden Sie unter www.memo-info.ch sowie auf Facebook @memoinfoch und auf Instagram mit dem Hashtag #vollpersönlich.

Kontakt für Medien:
Pro Senectute Schweiz, Judith Bucher, 044 283 89 57,
Alzheimer Schweiz, Nani Moras, 058 058 80 41 oder 075 434 98 10,
Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband, Sarah Stettler, 031 388 14 14, 

Seit September haben Freiwillige Tausende bunte Cupholders für die Kampagne «#vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen» gestrickt. Bis heute sind über 30‘000 Cupholder eingetroffen – und es wird weiter emsig gestrickt: Im Pro Senectute-Strickstübli an der Luzerner Messe ZUKUNFT ALTER waren es nochmals 1'098 Stück. Ab 22. Januar werden die Cupholder in Bäckereien-Confiserien beim Kauf eines «Coffee-to-go» abgegeben, mit dem Ziel für einen offenen Umgang mit Demenzkranken im Alltag zu sensibilisieren.

Seit September haben junge und alte Menschen, zahlreiche Prominente, Schulklassen, Bloggerinnen und Influencer Cupholder gestrickt. Im Schlusssprint griffen an der Messe ZUKUNFT ALTER in Luzern nochmals unzählige Freiwillige im Strickstübli von Pro Senectute zu den Nadeln. Der Leiter der Messe ZUKUNFT ALTER, Josef Odermatt, ist vom Engagement der Messebesuchenden überwältigt: «Ich hätte nie erwartet, dass sich so viele Messebesucher für diese sympathische und wichtige Sensibilisierungs-Aktion Zeit nehmen und mitstricken. Dies zeigt, dass Messen ein grosses – bis anhin nicht ausgeschöpftes – Potenzial für die Mobilisierung der Bevölkerung haben.»

In Bäckereien-Confiserien
Die bunten Cupholder werden ab 22. Januar für kurze Zeit in Bäckereien-Confiserien in der ganzen Schweiz an Kunden, die einen «Coffee-to-go» kaufen, gratis überreicht. Dank der in den Geschäften prominent platzierten MEMO-BOX, einem Dispenser mit Infokarten, wird die Kundschaft informiert und sensibilisiert und erhält wertvolle Tipps für den täglichen Umgang mit Demenz-betroffenen Menschen. 

Und dies ist nach wie vor notwendig, wie Ruedi Haegele von Pro Senectute Kanton Luzern ausführt: «Die Leute wissen, dass es Demenz gibt, haben aber oft Hemmungen auf Betroffene zuzugehen. Die Kampagne vermittelt hier praktisches Wissen für den alltäglichen Umgang mit Demenzkranken. Die Bäcker und Confiseure machen zudem gleich vor, wie es geht: Sie begegnen demenzkranken Kunden offen und respektvoll.»

Jetzt Cupholder einsenden
Die gestrickten Cupholder können bis 6. Dezember an Pro Senectute, Postfach, 5634 Merenschwand eingeschickt werden. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.memo-info.ch.

Was ist eigentlich Demenz?
In der Schweiz leben heute rund 148'000 Menschen mit Demenz. Demenz ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Krankheitsformen. Die Krankheit kann das Denken, das Gedächtnis, die Erinnerung und die Sprache einschränken. Betroffene verlieren sukzessive die Orientierung – räumlich, zeitlich und sozial.

Kontakt für Medien:
Pro Senectute Schweiz, Judith Bucher, 044 283 89 57,
Alzheimer Schweiz, Nani Moras, 058 058 80 41 oder 075 434 98 10,
Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband, Sarah Stettler, 031 388 14 14, 

Pro Senectute Schweiz hat zusammen mit dem Institut zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität der Fachhochschule Neuenburg (ILCE, HEG Arc) erstmalig eine repräsentative Studie zum Ausmass des Finanzmissbrauchs bei Menschen im Alter ab 55 Jahren durchgeführt. Die Schadenssumme sowie die Opferzahlen zeigen, dass Handlungsbedarf besteht.

Die erste repräsentative Studie für die Schweiz zeigt auf, in welchem Umfang Menschen ab 55 Jahren von finanziellem Missbrauch betroffen sind. In den letzten fünf Jahren war in dieser Altersgruppe jede vierte Person Opfer eines Finanzmissbrauchs, jede fünfte Person erlitt einen finanziellen Schaden. Die kumulierte Schadenssumme für die Altersgruppe 55+ liegt gemäss Hochrechnung der Studie bei über CHF 400 Mio. pro Jahr.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Männer (28,2%) sind häufiger Opfer von Finanzmissbrauch als Frauen (23,3%).
  • Die Westschweiz weist die höchsten Fallzahlen auf (36,5%), gefolgt von der Deutschschweiz (22,8%) und dem Tessin (11,7%).
  • Menschen zwischen 55 bis 64 sowie ab 85 Jahren werden häufiger Opfer von Betrugsmaschen als die Altersgruppen dazwischen.
  • 61% sprechen mit niemandem über einen erlittenen finanziellen Missbrauch.

Die Betrugsfälle mit finanziellen Folgen kommen in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen vor – vom klassischen Diebstahl im öffentlichen Raum oder beim Bankomaten über gefälschte Internet-Anzeigen bis zum Zustellen von nicht bestellten Waren.

Zahl der aufgrund von Finanzmissbrauch geschädigten Personen während den letzten fünf Jahren:

1. Diebstahl an einem öffentlichen Ort 155'066
2. Diebstahl beim Geldabheben an Bankomat   62'457
3. Unbekannter bittet unter Vorwand um Geld (Portemonnaie/Schlüssel verloren)   60'304
4. Gefälschte Anzeige im Internet   47'381
5. Erhalt von nicht bestellten Waren   38'767

Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz, meint zu den Studienresultaten: «Die Höhe und das Ausmass der Schadenssumme haben uns überrascht. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können wir künftig noch gezielter informieren, wie man sich wirksam gegen finanziellen Missbrauch schützen kann.»

Pro Senectute erachtet einen offenen Umgang mit dem Thema Finanzmissbrauch als wichtige Präventionsmassnahme. Je mehr Menschen über die gängigen Betrugsmaschen informiert sind, umso besser können Betrügereien verhindert werden. Auch die Opfer können das Erlebte besser verarbeiten, wenn sie sich jemandem anvertrauen, bzw. offen darüber sprechen können.

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz, Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation und Marketing Telefon: 044 283 89 43 oder 078 624 28 04,
E-Mail: medien@prosenectute.ch

Pro Senectute und Alzheimer Schweiz lancieren heute zusammen mit den Schweizer Bäcker-Confiseuren die Kampagne #vollpersönlich – «Stricken gegen das Vergessen», um für Demenz und ihre Folgen im Alltag zu sensibilisieren. Ziel ist es, über 100’000 Cupholder zu stricken, die im Januar 2019 für kurze Zeit in Bäckereien-Confiserien erhältlich sein werden. Mit Prominenten, Schülerinnen und Schülern und rund 100 Strickbegeisterten fiel heute in Bern der Startschuss dieser nationalen Aktion.

Zum Auftakt der nationalen Mobilisierungsaktion #vollpersönlich «lismeten» heute im GenerationenHaus in Bern eine Handarbeitsklasse der Sekundarschule in Langnau i.E., Monique, Peter Reber, Knackeboul, Maja Brunner und viele Strickbegeisterte um die Wette. Gestrickt werden ab heute – in Bern und schweizweit – sogenannte Cupholder. Diese Becherhalter werden dann ab dem 22. Januar 2019 schweizweit in Bäckereien-Confiserien beim Kauf eines «Coffee-to-go» abgegeben. Damit machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz auf demenzerkrankte Menschen im Alltag aufmerksam. Gestrickt werden kann bis im Dezember 2018. Ziel der Kampagne sind 100’000 gestrickte Cupholder.

Ein Zeichen setzen

Damit die Information mit möglichst vielen Cupholdern breit gestreut werden kann, rufen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz alle Strickbegeisterten auf, mitzumachen und so ein Zeichen für Demenzbetroffene und die Folgen von Demenz im Alltag zu setzen.

In der Schweiz leben heute rund 148'000 Menschen mit Demenz, Tendenz steigend. Demenz ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Krankheitsformen. Je nach Demenzart und Krankheitsstadium können Hirnfunktionen wie das Denken, das Gedächtnis, die Erinnerung und die Sprache eingeschränkt sein. Betroffene verlieren durch die Krankheit sukzessive die Orientierung – räumlich, zeitlich und sozial. Gerade im Alltag sind diese Menschen auf Verständnis und positive Begegnungen angewiesen.

In Bäckereien-Confiserien

Viele Menschen wissen aber nicht genau, wie sie mit Betroffenen umgehen sollen. Die Kampagne #vollpersönlich versucht mittels Infokarten, einfachen Tipps und wichtigen Hinweisen, genau dieses Wissen über Demenz zu vermitteln. Diese Karten werden mit den Cupholdern in den Bäckereien-Confiserien abgegeben.

Eine Strickanleitung sowie weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.memo-info.ch.

Kontakt für Medienanfragen

Judith Bucher
Medienverantwortliche Pro Senectute Schweiz
Tel. +41 44 283 89 57

Alzheimer Schweiz
Nani Moras
Telefon 058 058 80 41 oder 075 434 98 10
E-Mail:

Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband
Sarah Stettler
Telefon: 031 388 14 00
E-Mail:

Jährlich verletzen sich in der Schweiz 87 000 Seniorinnen und Senioren bei einem Sturz. In diesem Alter haben Sturzverletzungen oft schwerwiegende gesundheitliche und so-ziale Auswirkungen. Jährlich sterben über 1500 Betroffene an den Folgen eines Sturzes. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, Pro Senectute Schweiz, Gesundheitsförderung Schweiz und weitere Partner verstärken deshalb ihre Aktivität in der Sturzprävention. Im Zentrum steht das Vermitteln von Kraft- und Gleichgewichtsübungen.

Ein Sturz ist schnell passiert, sei es im Haushalt oder bei Freizeitaktivitäten. Täglich verletzen sich bei Stürzen in der Schweiz rund 240 Personen über 65 Jahre so stark, dass sie zum Arzt oder ins Spital müssen. Im höheren Alter kann ein solcher Unfall eine Negativspirale in Gang setzen: Das Ausheilen einer Verletzung dauert länger; während der Heilungszeit bilden sich die Muskeln zurück, was das Risiko für weitere Stürze steigert. Diese Entwicklung kann letztlich zu weniger Mobilität, weniger Selbstständigkeit und damit zu weniger Lebensqualität führen. Manchmal folgt ein frühzeitiger Heimeintritt.

Aufgrund der demografischen Entwicklung ist anzunehmen, dass Sturzunfälle an Bedeutung gewinnen werden. Die bfu, Pro Senectute Schweiz und Gesundheitsförderung Schweiz verstärken darum ihre Präventionsmassnahmen. Als Fachpartner wirken physioswiss und die Rheumaliga Schweiz mit. Gemeinsam wird die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» in die nächste Phase geführt, mit breiten-wirksamerer Kommunikation und vertiefter Ausbildung der beteiligten Kursleitenden.

In einer Gruppe oder zu Hause trainieren

Seniorinnen und Senioren können ihr Sturzrisiko senken, indem sie sich viel bewegen und so fit bleiben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass es sich lohnt, gezielt Kraft und Gleichgewicht zu trainieren – so kann man sich in vielen Fällen noch auffangen, wenn man stolpert und zu stürzen droht. Die Plattform www.sichergehen.ch wurde deshalb weiter ausgebaut: Auf ihr sind über 1500 Kurse in der ganzen Schweiz zu finden; neue Kurse werden laufend aufgeschaltet. Für das Training zu Hause hält die Website leicht verständliche Übungen in mehreren Schwierigkeitsstufen bereit – für Personen mit guter Fitness, aber auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Wer die Bewegung im jüngeren Alter vernachlässigt hat, kann ebenfalls jederzeit einsteigen.

«Wir empfehlen, dreimal pro Woche während mindestens 30 Minuten Kraft und Gleichgewicht zu trai-nieren», so bfu-Sturzexpertin Barbara Pfenninger. «Für viele ist es eine zusätzliche Motivation, wöchentlich in einer Gruppe unter Gleichgesinnten zu trainieren. So kann die körperliche Bewegung zur Sturzprävention auch das Sozialleben bewegen.»

Tiefere Gesundheitskosten, längere Selbstständigkeit

Sturzprävention ist auch ein volkswirtschaftliches Anliegen: Die gesamten volkswirtschaftlichen Kosten von Stürzen bei Seniorinnen und Senioren schätzt die bfu auf rund 16 Milliarden Franken pro Jahr. Allein die materiellen Kosten, etwa für Heilung und Pflege, summieren sich auf rund 1,7 Milliarden Fran-ken. Und auch der private Nutzen ist selbsterklärend: Wer nicht stürzt, hat eine grössere Chance, gesund alt zu werden und lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Um eine breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen, werden ab kommender Woche auch TV-Spots zu sehen sein.

Kontakt für Medien

Medienstelle der bfu
Tel. +41 31 390 21 11
medien@bfu.ch, www.medien.bfu.ch 

Wettbewerbe beflügeln, denn jeder will gewinnen. Das gilt auch für den Prix Chronos, bei dem Kinder im Alter von 10 bis 12 zusammen mit Senioren aus vier Kinderbüchern das beste wählen. Eine einmalige Erfahrung, die Jahr für Jahr fast 4'000 Senioren und Jugendliche dazu motiviert, gemeinsam zu lesen, zu diskutieren und sich auf ein Siegerbuch zu einigen. Im Frühling 2019 wird der siegende Autor an einer öffentlichen Preisverleihung gekürt und das Gewinnerbuch prämiert.

Beim Prix Chronos geht es weder darum besonders gut oder viel lesen zu können, nein, dieser Lesewettbewerb will das Verständnis zwischen den Generationen fördern. Und was würde sich besser dafür eignen als Geschichten, die von Begegnungen und Freundschaften zwischen Jung und Alt handeln? Lesen, vorlesen, über das Gelesene nachdenken und diskutieren, all das hat beim Prix Chronos Platz. Die altersgemischten Lesegruppen haben die unterschiedlichsten Hintergründe. Mal sind es Schulklassen, die zusammen mit älteren Menschen aus der Gemeinde lesen, mal ein Altersheim mit einer Jungschargruppe oder eine altersgemischte Lesegruppe aus einer Bibliothek. Aber es nehmen auch Grosseltern mit ihren Enkelinnen und Enkeln teil. Sie alle lesen die vier vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) selektionierten Jugendbücher und geben ihrem Favoriten die Stimme.

Nominierte Bücher

In «Botzplitz! Ein Opa für alle Fälle – Das Geheimnis der Bärenhöhle» von Sabrina J. Kirschner werden die Campingferien von Linus, Finn, Charlotte und dem Baby Emil zum Abenteuer, als ein Bergsturz die Kinder von ihrem Opa Botzplitz trennt. In Petra Posterts Buch «Das Jahr als die Bienen kamen» erbt die zwölfjährige Josy die Bienenvölker ihres Grossvaters. Dank Alma, einer älteren Freundin, erlernt Josy die Geheimnisse der Imkerei und findet auch den Draht zu den kauzigen Herren im Imkerverein. In «Toni» von Ute Wegmann lebt das Mädchen Toni während ihrer Sommerferien bei der Grossmutter, einer Künstlerin in einem Bergdorf. Toni verbringt viel Zeit mit den Tieren des Nachbarbauern. Als dieser zwei Hühner und eine Ente schlachten will, entwirft sie einen Notfallplan. Die Australierin Matilda Woods beschreibt in «Tito Bonito und die Sache mit dem Glück» die Begegnung zwischen dem verwitweten Sargmacher Alberto und Tito mit seinem magischen Vogel Fia. Tito lernt von Alberto das Sargmachen. Doch niemand darf von Tito wissen, denn er wird verfolgt...

Mitlesen können alle

Die nominierten Bücher sind auch als Hörbuch, in Grossdruck oder Braille sowie als E-Book bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte im Sortiment. Die Bücherliste und die teilnehmenden Bibliotheken sind unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Anmeldung zum Lesewettbewerb ist ab sofort möglich.

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Judith Bucher, Medienverantwortliche
Telefon: 044 283 89 57, 079 458 39 49
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Pro Juventute
Bernhard Bürki, Verantwortlicher Kommunikation
Tel.: 044 256 77 22
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Seit letztem Sommer haben über 1'500 Kinder und Senioren die vier nominierten Prix Chronos-Bücher gelesen und ihrer Lieblingsgeschichte die Stimme gegeben. Gewonnen hat das Kinderbuch «Der alte Mann und das Meerschweinchen» des deutschen Philosophen und Schriftstellers Jens Sparschuh.

Familie Polke verreist ans Meer und Angelina freut sich riesig. Dumm nur, dass das Meerschweinchen Ottilie nicht mitkommen kann, denn in der Ferienwohnung sind Haustiere strengstens verboten. Zum Glück erklärt Nachbar Möhring sich bereit, Ottilie vorübergehend bei sich aufzunehmen. Das kleine Haustier bringt das Leben des alten Mannes gehörig durcheinander. Mit der Unterstützung der unternehmungslustigen Frau Waller wächst Herr Möhring aber über sich hinaus und entdeckt nicht nur seine Zuneigung zu Meerschweinchen, nein, er entdeckt das Leben neu und begibt sich mitsamt Tier und Herzensdame auf eine Reise, die für alle eine Überraschung bereithält. Jens Sparschuhs Geschichte begeisterte die Lesenden mit ihrem Witz in Wort und Bild und der liebevollen Beschreibung der Beziehungen zwischen Alt und Jung, Mensch und Haustier.

Prix Chronos bringt die Generationen lesend zusammen

Pro Senectute und Pro Juventute organisieren den Prix Chronos seit über 10 Jahren. Der Lesewettbewerb fördert den Austausch zwischen den Generationen, indem Lesegruppen aus Bibliotheken, Schulen, Jugendgruppen, Altersheimen und Kirchgemeinden gemeinsam vier Bücher lesen. «Der Prix Chronos motiviert jedes Jahr über 3'000 Senioren und Jugendliche in der Deutsch- und Westschweiz, gemeinsam Bücher zu lesen und in Geschichten einzutauchen», sagt Renate Ammon, Projektleiterin Prix Chronos und Mitarbeiterin der Pro Senectute Bibliothek. «Unser Projekt bringt die beiden Generationen dazu, die Welt aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Mit diesen Begegnungen leisten wir einen kleinen, aber nachhaltigen Beitrag für ein besseres Verständnis zwischen Jung und Alt.»

Prix Chronos 2019

Und schon bald sind die Bücher des nächstjährigen Prix Chronos 2019 parat. Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat vier neue Generationengeschichten nominiert. Ab August sind diese in rund 30 Bibliotheken ausleihbar. Für Jugendliche mit Dyslexie (Legasthenie) oder AD(H)S sowie für Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung stehen sie erneut als Hörbuch und E-Book in der Online-Bibliothek www.buchknacker.ch sowie bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte bereit.

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Pro Senectute Schweiz
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Newsticker

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Stellungnahmen

Wir setzen uns in Gesellschaft und Politik für die ältere Bevölkerung ein. Wir beziehen Position in öffentlichen Diskussionen und nehmen an Vernehmlassungen teil.

Am 22. März 2019 hat das Parlament die Reform der Ergänzungsleistungen (EL) verabschiedet. Entsprechend muss die Verordnung über die Ergänzungsleistungen (ELV) an die Reform angepasst werden. Pro Senectute hat an der Vernehmlassung zur Verordnungsänderung teilgenommen.

Für Pro Senectute ist es zentral, dass die Ausnahmen für Vermögensverminderungen nicht in Form einer abschliessenden Liste definiert werden. Zudem setzt sich Pro Senectute für eine massvolle und möglichst unbürokratische Umsetzung der Vermögensschwelle sowie steuerrechtliche Gleichbehandlung der Krankenkassenbeiträge und Geldleistungen der EL ein. Pro Senectute schlägt zudem vor, bei der Einteilung in die massgeblichen Mietzinsregionen nicht nur die Gemeindetypologie sondern auch die effektiven Mietzinsen in einer Gemeinde zu berücksichtigen. Die Anpassung der Mietzinsmaxima ist zudem möglichst rasch umzusetzen – schliesslich wird die Miete von Monat zu Monat fällig.

Pro Senectute engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 1917 für altersgerechte Wohnformen und fördert die Selbständigkeit von älteren Menschen zuhause.

Für ältere Menschen stellt sich die Herausforderung, dass mit dem Eintritt ins Rentenalter das bisherige Einkommen sinkt. Der Eigenmietwert verändert sich jedoch mit dem Eintritt ins Rentenalter nicht und nimmt somit einen grösseren Anteil am steuerrelevanten Einkommen ein. Gerade kleine Renten werden durch die Aufrechnung eines fiktiven Einkommens steuerlich überbelastet.

Pro Senectute unterstützt daher die vorgeschlagenen Abschaffung des Eigenmietwertes. Ausdrücklich begrüsst wird die vorgeschlagenen Änderungen im Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG). Die geltenden Bestimmungen berücksichtigen den Mietwert als anrechenbare Einnahme bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen und haben entsprechend geringere Ergänzungsleistungen zur Folge. Mit der Neuregelung entfällt dies, wobei die Pauschale für Nebenkosten bestehen bleibt.

Angehörige erbringen jeden Tag grosse Leistungen bei der Betreuung und Pflege von Senioren zu Hause. Pro Senectute unterstützt Angehörige bedürftiger älterer Menschen mit einem breiten Angebot an Entlastungsdiensten, Tagesstätten und Alltagsassistenzen. Zudem fördert Pro Senectute den Austausch unter Betroffenen und informiert und berät betroffene Angehörige. Bei arbeitstätigen Angehörigen hat die hohe Doppelbelastung oft negative Auswirkungen. Pro Senectute begrüsst und unterstützt das Anliegen, die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung zu verbessern. Aus der Sicht von Pro Senectute werden jedoch betreuende und pflegende Angehörige, welche sich um ältere Menschen kümmern, im Vorentwurf nicht angemessen berücksichtigt. Sowohl aus sozialen wie auch aus wirtschaftlichen Gründen sind gute Rahmenbedingungen sowie eine Förderung und Unterstützung der Betreuung und Pflege älterer Menschen durch Angehörige notwendig.

Pro Senectute ist Mitglied der Interessengemeinschaft «Betreuende und Pflegende Angehörige. Die IG hat auch an der Vernehmlassung zum Bundesgesetz über die «Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung» teilgenommen. Aufgrund der Vielfalt der beteiligten Organisationen ist die gemeinsame Stellungnahme breiter angelegt als diejenige von Pro Senectute.

Pro Senectute engagiert sich seit ihrer Gründung für ein finanziell abgesichertes und zeitgemässes Rentensystem. Nach den gescheiterten Versuchen, die Altersvorsorge anzupassen, erachtet Pro Senectute die Reform als dringend, um die Finanzierung der Renten zu gewährleisten. Pro Senectute hat sich zu den drei Kernelementen der Vorlage (Flexibilisierung Referenzalter, Erhöhung des Referenzalters für Frauen und Finanzierung) im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens geäussert.

Pro Senectute setzt sich seit über 100 Jahren für das Wohl älterer Menschen ein und unterstützt sie dabei, bis ins hohe Alter unabhängig und selbstbestimmt zu leben. Die Annahme der Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)» gefährdet den Menschenrechtsschutz, indem die Europäische Menschenrechtskonvention nicht mehr systematisch angewendet werden könnte. Gerade für besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen – bei welchen zurzeit auch viele neue menschenrechtliche Fragen aufkommen – würde so ein zentrales Element zur Wahrung und Durchsetzung der Menschenrechte wegfallen. Aus diesen Gründen empfiehlt Pro Senectute die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)» abzulehnen. 

Als grösster Partner im Erwachsenensportprogramm esa des Bundesamtes für Sport bieten die Pro Senectute Organisationen ein vielfältiges und nicht kommerziell ausgerichtetes Sport- und Bewegungsangebot an, um ältere Menschen dabei zu unterstützen, in einem sozialen Setting bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben.

Sicherheit und Qualität im Bereich der Risiko- und allen anderen Sportaktivitäten sind auch aus Sicht von Pro Senectute zentral. Pro Senectute ist jedoch der Auffassung, dass sich die bisherige Verordnung aus dem Jahr 2014 bewährt hat und kein Handlungsbedarf besteht, welcher eine Anpassung der Art. 2 (Gewerbsmässigkeit) sowie Art. 4 Bst. d (Schneeschuhtouren) rechtfertigt.

Mobilität im Alter – Position Pro Senectute

Mit dem Auto, Velo, öffentlichen Verkehr oder zu Fuss: Wer seine Mobilität einbüsst, ist stärker auf Hilfe von anderen angewiesen. Im schlimmsten Fall sind Betroffene komplett abhängig und sozial isoliert. Die  Mehrheit der Seniorinnen und Senioren möchte heute aber zuhause alt werden. Deswegen ist es ein zentrales Anliegen von Pro Senectute, die Mobilität im Alter zu erhalten.

Die Frage, wie die Mobilität der älteren und hochaltrigen Menschen künftig gewährleistet wird, ist nur in Ansätzen gelöst. Beim Thema Fahren im Alter gilt es, das Bedürfnis nach Mobilität und Selbständigkeit von älteren Menschen und jenes der Gesellschaft nach Sicherheit im Verkehr noch besser in Einklang zu bringen.

Vernehmlassung zur Änderung der Verordnung des EDI über die Festsetzung des Beitrags für die allgemeine Krankheitsverhütung

Die Bekämpfung psychischer Erkrankungen soll intensiviert und die Gesundheit im Alter stärker gefördert werden. Zu diesem Zweck beantragt Gesundheitsförderung Schweiz, den Zuschlag auf der Krankenkassenprämie zu erhöhen. Damit möchte sie die Belastung des Gesundheitssystems durch chronische, nichtübertragbare Krankheiten verringern.

Für Pro Senectute sind Prävention und Gesundheitsförderung im Alter wichtige Aufgaben mit steigender Bedeutung. Pro Senectute ist bereits seit vielen Jahren in diesem Arbeitsfeld aktiv und erreicht mit ihren Dienstleistungen – beispielsweise dem Kursangebot im Bereich der Sturzprävention – sehr viele ältere Menschen.

Pro Senectute Schweiz unterstützt den Antrag des Eidgenössischen Departements des Innern – dies als klares Bekenntnis zur Gesundheitsförderung im Alter und der interorganisationalen Koordination und Kooperation auf nationaler Ebene gemäss der Strategie «Gesundheit 2020».

Pro Senectute in Kürze

Seit mehr als 100 Jahren setzt sich Pro Senectute für die ältere Bevölkerung ein. Wir sind die grösste und bedeutendste Fach- und Dienstleistungsorganisation für ältere Menschen und deren Angehörige in der Schweiz und beraten Senioren und deren Familien kostenlos in über 130 Beratungsstellen. Unser Ziel: ältere Menschen unterstützen, damit sie so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können.

Pro Senectute beschäftigt über 1’600 Mitarbeitende und arbeitet mit 18’000 Freiwilligen zusammen. Rund 700’000 Menschen im Pensionsalter sowie deren Angehörige nutzen unsere Angebote. Pro Senectute ist parteipolitisch und konfessionell neutral und seit 1942 mit dem  ZEWO-Gütesiegel zertifiziert.

Unsere Pro Senectute Organisationen bieten bedürfnisorientierte Dienstleistungen für ältere Menschen und deren Angehörige:

  • Wir beraten kostenlos bei Fragen zu Finanzen, Gesundheit, Lebensgestaltung, Recht oder Wohnen
  • Wir bieten Hilfe im Alltag oder für die Mobilität
  • Wir stellen ein breites Freizeitangebot bereit: Bildung, Sport und Bewegung, aber auch gesellige Aktivitäten für jeden Geschmack

Informieren Sie sich hier vertiefter über unsere Dienstleistungen!

Gesellschaftliche Entwicklungen gestalten wir vorausschauend mit. Wir engagieren uns aktiv dafür, dass ältere Menschen als wertgeschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft leben können.

Mit innovativen Projekten und dank unseren vielen Freiwilligen schaffen wir Begegnungen zwischen Alt und Jung.

Bei aktuellen politischen Themen, wie der Altersvorsorge oder der Reform der Ergänzungsleistungen, setzen wir uns für die Interessen von finanziell schwächer gestellten Senioren ein.

Erfahren Sie hier mehr über unser Engagement für die älteren Menschen der Schweiz.

Pro Senectute ist föderalistisch aufgebaut. Die 22 kantonalen und zwei interkantonalen Pro Senectute Organisationen sind als rechtlich selbständige Stiftungen oder Vereine organisiert. Die Geschäftsstelle von Pro Senectute Schweiz unterhält Büros in Zürich und in Vevey.

Wir sind privatrechtlich organisiert, arbeiten aber eng mit der öffentlichen Hand zusammen (Gemeinden und Kantone sowie Leistungs-/ Subventionsvertrag mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen, BSV).

Pro Senectute Schweiz führt die einzige gerontologische Fachbibliothek der Schweiz. Wir publizieren zehnmal pro Jahr die Zeitschrift «Zeitlupe» und kooperieren mit den Zeitschriften «Générations» aus der Romandie und «Azione» aus dem Tessin.

Pro Senectute erwirtschaftet rund 49% (128.1 Mio.) der Mittel durch eigene Dienstleistungen. Der Bund, die Kantone und Gemeinden stellen 41% (109.4 Mio.) zur Verfügung. Hiervon sind 15.7 Mio. Franken für die Individuelle Finanzhilfe reserviert, welche Pro Senectute im Auftrag des Bundes an Senioren in finanziellen Notlagen vergibt. 10% (25.4 Mio.) stammen aus Spenden und Legaten.

Finanzierung

Finanzierung Pro Senectute

Publikationen

Hier finden Sie unsere neusten und wichtigsten Publikationen auf einen Blick – vom Leistungsbericht (sog. Jahresbericht bei Unternehmen) bis zur aktuellsten Studie.

Im Leistungsbericht publizieren wir unsere neusten Zahlen. Wir zeigen Ihnen die Schwerpunkte unserer Arbeit im vergangenen Jahr und was wir erreicht haben. 

Viermal jährlich stellen wir Ihnen die aktuelle Ausgabe des ps:info per E-Mail oder in gedruckter Form zu. In ps:info berichten interne und externe Spezialisten über Altersthemen und Generationenbeziehungen.

Hier kommen Sie zum ps:info-Archiv .
Das ps:info ist in Deutsch und Französisch erhältlich.

Die Zeitlupe ist unser Magazin für Menschen in der zweiten Lebenshälfte. In jährlich zehn Ausgaben erhalten Sie vielfältigen Lesestoff, Kultur und gute Unterhaltung. Freuen Sie sich auf nützliche Tipps und Informationen rund ums Altern.

Zur aktuellen Ausgabe.

Lernen Sie die Zeitlupe genauer kennen.

Chaque mois, le magazine romand générations informe, renseigne, propose et invite les séniors à de nouvelles découvertes. Alors que Pro Senectute sur deux pages fournit une palette d’offres inépuisable pour les aînés. 

Mieux connaître générations.

Pro Senectute è ospite una volta al mese con un'agenda nell'Azione, il settimanale d'informazione e cultura della cooperativa Migros Ticino – una opportunità di presentare le prestazioni e i servizi nonché i progetti della nostra organizzazione nel Ticino.

Conoscere meglio Azione.

Pro Senectute Schweiz hat zusammen mit dem Institut zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität der Fachhochschule Neuenburg (ILCE, HEG Arc) erstmalig eine repräsentative Studie zum Ausmass des Finanzmissbrauchs bei Menschen im Alter ab 55 Jahren durchgeführt.

Mehr Informationen zum Studienbericht «Finanzieller Missbrauch» finden Sie hier.

Der Übergang vom dritten ins vierte Lebensalter ist noch wenig erforscht. Gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz untersuchten wir Faktoren, die Fragilität im Alter begünstigen.

Mehr Informationen zur Studie «Erst agil – dann fragil» finden Sie hier.

Für Interessierte ist eine italienische Zusammenfassung der Studie erhältlich. Die vollständige Studie ist in den Sprachen Deutsch und Französisch verfügbar.

In unserem Auftrag untersuchte die Universität Zürich die Internetnutzung der älteren Generationen. Fazit: Seit 2010 sind 47 % mehr Senioren online, ein Drittel verfügt über ein Tablet oder Smartphone. Onliner fühlen sich sozial integrierter, Offlinern droht mittelfristig der Ausschluss von Informationen durch Ämter oder im Präventionsbereich.

Mehr Informationen zur Studie «Digitale Senioren» finden Sie hier.

Die Studie ist im Moment nur auf Deutsch und Französisch erhältlich. Wir versorgen Sie aber auch auf Italienisch gerne mit Informationen zum Thema IKT im Alter.

2009 untersuchten wir die wirtschaftliche Lage von Pensionierten in der Schweiz. Seit der Publikation der Studie «Leben mit wenig Spielraum» wird Altersarmut in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Auch die Politik hat sich dem Thema angenommen. 

Mehr Informationen zur Studie «Altersarmut in der Schweiz» finden Sie hier.

Eine italienische Zusammenfassung der Studie ist für Interessierte verfügbar. Die vollständige Studie ist in den Sprachen Deutsch und Französisch erhältlich.