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2020

Die Reform der Ergänzungsleistungen (EL) tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Während sie in einigen Punkten eine Verbesserung für ältere Menschen herbeiführt, bleiben strukturelle Fragen ungelöst. Wird 2021 an den richtigen Stellschrauben gedreht, werden nicht nur die EL substanziell entlastet, sondern es wird auch die Situation von betreuungsbedürftigen älteren Menschen verbessert.

Armut im Alter ist noch immer weit verbreitet – sie ist aber keine Schande. Denn in keiner Altersgruppe sind die Vermögen und Einkommen so ungleich verteilt, wie bei den über 60-Jährigen. Noch immer ist jede achte Person im Pensionsalter auf Ergänzungsleistungen (EL) angewiesen, um die minimalen Lebenskosten zu decken. «Das zeigt nicht nur, wie wichtig die EL sind, sondern auch, dass sie nur die Lücke schliessen, die dadurch entsteht, dass die AHV ihren verfassungsmässigen Auftrag der Existenzsicherung im Alter nicht erfüllt», betont Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz. Die grösste Fach- und Dienstleistungsorganisation für Menschen im Pensionsalter setzt sich seit über 100 Jahren für die Bekämpfung von Altersarmut ein. So auch bei der jüngsten Reform des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen, die am 1. Januar 2021 in Kraft treten wird. «Die Reform kommt den Seniorinnen und Senioren in einigen wichtigen Punkten wie der Anpassung der anrechenbaren Mietkosten entgegen. Dafür haben wir uns als grösste Altersfachorganisation starkgemacht», sagt Huber, räumt aber ein: «Es gilt jedoch, dranzubleiben, und 2021 wichtige Weichen zu stellen, um Altersarmut grundsätzlich zu bekämpfen.»

«Es braucht einen weiteren Schritt»
Bei der Anpassung der anrechenbaren Mietkosten geht die Reform in die richtige Richtung, wird aber den dynamischen Mieten nicht gerecht. An einem zentralen Punkt könnten die EL allerdings langfristig finanziell gestärkt werden, ohne die Menschen im Alter zu bestrafen: mit einer Entlastung bei den Heimkosten und einer Verlagerung hin zu einer besseren Unterstützung bei der Betreuung zu Hause. «Denn 60 Prozent der EL zur AHV flossen 2019 an Menschen im Heim. Dies überrascht angesichts der durchschnittlichen Heimkosten von jährlich 72'000 Franken wenig, zeigt aber, wie wichtig es ist, die EL genau an diesem Punkt durch die gezielte finanzielle Unterstützung von Betreuungsleistungen zu Hause zu entlasten», ergänzt Huber. Eine Studie von Pro Senectute zeigt, dass 660'000 Menschen im Alter über 63 Jahren mit nur einer Betreuungsleistung autonom zu Hause altern könnten und sich ein Alters- und Pflegeheim-Eintritt hinauszögern liesse.

Die Arbeiten an der Motion 18.3716 zur Finanzierung von betreutem Wohnen der nationalrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit können 2021 die Weichen in die richtige Richtung stellen. Aber auch die anstehenden Reformen der AHV und der zweiten Säule sind entscheidend, um die strukturellen Fragen der Altersarmut anzugehen. Hier ist im kommenden Jahr das Parlament gefordert. «Wir werden zum Wohl der älteren Bevölkerung an diesen zentralen Themen dranbleiben, um Altersarmut weiter zu bekämpfen», verspricht Alain Huber.

Beratung und EL-Rechner als Unterstützung
Gut jede dritte Sozialberatung bei Pro Senectute dreht sich um die Finanzen. «Häufig kommen Seniorinnen und Senioren wegen Finanzproblemen zu uns, die nicht wissen, dass sie Anspruch auf EL haben, wenn die Rente nicht genügt», so Huber. Die Mitarbeitenden der Pro Senectute Organisationen in allen Landesteilen helfen, Ansprüche an die Sozialversicherungen geltend zu machen. Auch der neu konzipierte EL-Rechner von Pro Senectute unterstützt dabei, einen EL-Anspruch abzuschätzen: www.prosenectute.ch/el-rechner 

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Medienmitteilung 29. Dezember 2020 (PDF, 714 KB)
EL-Factsheet Pro Senectute Schweiz (PDF, 1476 KB)

Bildlegende: Pro Senectute berät ältere Menschen und deren Angehörige kostenlos zu den Themen Finanzen und zu den neuen EL-Regelungen, die am 1. Januar 2021 in Kraft treten (Bild Pro Senectute Schweiz).

Damit alle älteren Menschen die Chance auf ein langes zufriedenes Leben in den eigenen vier Wänden haben, sind gemäss einer Studie von Pro Senectute Schweiz drei Faktoren ausschlaggebend: ein funktionierendes Umfeld, ausreichende Finanzen und bedarfsgerechte Betreuungsangebote. Ohne Umdenken wird die bereits bestehende Betreuungslücke angesichts des demografischen und gesellschaftlichen Wandels noch grösser.

Der Corona-Lockdown hat es wieder ins Bewusstsein gerufen: Ältere Menschen brauchen in ihren eigenen vier Wänden mit zunehmendem Alter Unterstützung. Bisher liegen aber kaum Daten über die Betreuungssituation von Seniorinnen und Senioren vor, die zu Hause leben. Eine neue Studie von Pro Senectute Schweiz * legt nun erstmals die Kosten einer bedarfsgerechten Betreuung zu Hause offen. Die Studie geht von über 660'000 Personen im Alter über 63 Jahren aus, die mindestens eine Betreuungsleistung benötigen. Auf Basis dieser Resultate hat Pro Senectute ein für die Schweiz einzigartiges Modell mit 20 Stufen der Betreuung zu Hause definiert – von einfachen Besorgungen bis zu komplexen Mehrfachleistungen. Das Modell soll dazu beitragen, den Bedarf an Betreuungsleistungen und deren Kosten sichtbar zu machen.

Betreuung zu Hause als Massnahme gegen Einsamkeit
Aktuell würden sich die Kosten einer bedarfsgerechten Betreuung zu Hause gemäss Studie schweizweit auf 4,2 bis 5,6 Milliarden Franken pro Jahr belaufen. Frappant: Dabei fallen nicht primär die Betreuungsbedürfnisse von Menschen ins Gewicht, die körperliche Einschränkungen haben, sondern von jenen, die einsam sind. Im Einzelfall verursacht die Betreuung dieser Menschen nur geringe Kosten, doch in der Summe erweist sie sich als grösster Kostentreiber. Dieser Befund zeigt: Ein funktionierendes Umfeld oder günstige, aber gezielte Unterstützungsleistungen tragen nicht nur dazu bei, Einsamkeit im Alter zu reduzieren, sondern haben erwiesenermassen auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit.

Betreuung zu Hause muss erschwinglich werden
Angehörige, Freunde und Nachbarn leisten heute den Löwenanteil der Betreuungsaufgaben. Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch der Bedarf an Unterstützung, womit das Umfeld an seine Grenzen stösst. In diesen Fällen besteht die Herausforderung häufig darin, externe Betreuungsleistungen zu finanzieren. Denn diese gehen heute zu einem grossen Teil zulasten der Betroffenen. Das können sich viele nicht leisten. «Pro Senectute wird sich den Herausforderungen der Finanzierung der Betreuungsangebote annehmen und nötigenfalls auf politischer Ebene aktiv werden», betont Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz. Dank gezielter finanzieller Unterstützung könnten betreuungsbedürftige Menschen im Alter Unterstützung in Anspruch nehmen, um den Übertritt ins Pflegheim hinauszuzögern oder sogar ganz zu vermeiden. Das würde den Druck auf die Gesundheitskosten spürbar reduzieren.

Im Zentrum aller Überlegungen müssen die Bedürfnisse der älteren Menschen stehen – und diese verändern sich. «Pro Senectute wird ihre Angebote und Dienstleistungen entsprechend weiterentwickeln. Denn die Schweiz wird zu einer Gesellschaft des langen Lebens – und es braucht Betreuung, damit ein glückliches und möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter für alle gesichert werden kann», so Huber.

Die Studie «Betreuung von Seniorinnen und Senioren zu Hause: Bedarf und Kosten»
Das Institut für Gesundheitsökonomie WIG der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersuchte im Auftrag von Pro Senectute Schweiz einerseits den Bedarf an Betreuungsleistungen für zu Hause lebende Seniorinnen und Senioren. Andererseits wurde eine Schätzung der Kosten für diese Betreuungsleistungen vorgenommen. Dies, weil die Betreuung älterer Menschen in ihrem Zuhause in den meisten Fällen informell erbracht wird, also freiwillig von Angehörigen oder von Institutionen wie Pro Senectute. Dies wird angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung künftig nicht mehr möglich sein. Diese bislang einzigartige Studie versteht sich als ein erster Schritt, um daraus künftige Finanzierungsmöglichkeiten ableiten und diese in den politischen Diskurs einbringen zu können.

Kontakt für Medien
Tatjana Kistler, Medienverantwortliche Pro Senectute Schweiz, Telefon: 044 283 89 57, E-Mail:

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Medienmitteilung 1. Oktober 2020 (PDF, 512 KB)
Studien-Summary (PDF, 3676 KB)

Digitale Angebote sind bei der Generation 65+ hoch im Kurs: 74 Prozent der Seniorinnen und Senioren sind heute online unterwegs. Jungsenioren können im Umgang mit digitalen Kommunikationstechnologien sogar mit der jüngeren Bevölkerung mithalten. Das ändert sich erst im hohen Alter. Der digitale Graben verschiebt sich und liegt neu bei 80 Jahren. Das geht aus der Studie «Digitale Senioren 2020» von Pro Senectute Schweiz hervor.

Seniorinnen und Senioren entdecken die Chancen digitaler Angebote und finden zunehmend Gefallen an der virtuellen Welt. Zu diesem Schluss kommt die nationale Studie «Digitale Senioren 2020»*, welche die Universität Zürich im Auftrag von Pro Senectute Schweiz noch vor der Corona-Krise durchgeführt hat. Die Studie zeigt, dass sich der Anteil der über 65-jährigen Internetnutzer innert eines Jahrzehnts von 38 auf 74 Prozent nahezu verdoppelt hat. Die mobile Nutzung des Internets hat seit 2015 gar um mehr als das Doppelte zugenommen – von 31 auf 68 Prozent. Zehn Jahre nach der ersten Befragung sind die Nutzungszahlen der jüngeren Seniorinnen und Senioren fast identisch wie jene der berufstätigen Bevölkerung.

Der digitale Graben zwischen Jung und Alt ist jedoch nicht verschwunden – er hat sich nur verschoben. Hochgerechnet gibt es in der Schweiz noch immer rund 400’000 Seniorinnen und Senioren, die das Internet nicht nutzen. 2010 waren es noch über 820’000. Ältere Menschen, die offline unterwegs sind, sind heute klar in der Minderheit und vorwiegend über 80 Jahre alt. Die «Onliner» unter den Seniorinnen und Senioren nehmen mit steigendem Alter ab: Während 95 Prozent der 65- bis 69-Jährigen das Internet nutzen, sind es bei den 80- bis 84-Jährigen 54 Prozent und bei den über 85-Jährigen noch 35 Prozent.

Neue digitale Angebote im Aufwind
Die Neugier älterer Menschen auf neue digitale Angebote und Apps wächst. Wurde vor fünf Jahren vor allem das Potenzial von E-Mails und Online-Fahrplänen entdeckt, rücken heute Instant-Messenger und allmählich Gesundheits-Apps sowie Fitness-Armbänder in das Bewusstsein der Seniorinnen und Senioren. Einen klaren Trend macht die dritte nationale Erhebung ausserdem beim Smartphone aus: In den letzten Jahren hat es sich zum wichtigen mobilen Alltagsgerät für die Informationssuche und Kommunikation gewandelt. Mittlerweile nutzen 69 Prozent der befragten Seniorinnen und Senioren ein Smartphone, 81 Prozent davon täglich. Trotz dieser Entwicklung bleiben Fernsehen (93 Prozent) und Radio (89 Prozent) die wichtigsten Informationsquellen für die Generation 65+. Die jüngeren Senioren im Alter von 65 bis 75 Jahren schauen sogar noch etwas öfter TV als Menschen im Alter über 80 Jahren.

Schulungen und Hilfestellungen bleiben wichtig
Gerade in Zeiten der digitalen Transformation, in der sich Online-Dienstleistungen und Self-Service-Technologien rasant weiterentwickeln, sind das Erlernen und der Umgang mit diesen Errungenschaften im Alter relevanter denn je. «Als Altersorganisation ist es uns wichtig, Seniorinnen und Senioren mit der digitalen Welt vertraut zu machen und ihnen mit Kursen und konkreter Unterstützung die Möglichkeiten der Digitalisierung zu eröffnen», sagt Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz. Noch immer gibt es aber ältere Menschen, die keinen Zugang zum Internet und zu digitalen Angeboten haben. «Wir müssen dafür sorgen, dass diese Seniorinnen und Senioren nicht ausgegrenzt werden und den Anschluss an die Gesellschaft verlieren», so Huber.

Social Distancing dank digitaler Angebote überwinden
Wie wichtig digitale Kommunikationskanäle für die gesellschaftliche Teilhabe sind, hat sich während der Corona-Pandemie gezeigt: Viele Familien haben die Nutzung von Apps wie Facetime, Zoom oder WhatsApp mit den Grosseltern eingeübt, um in Zeiten der physischen Distanz visuell in Kontakt zu bleiben. «Unsere Erfahrungen zeigen, dass ältere Menschen die Nutzung digitaler Angebote infolge der Corona-Krise intensiviert und ihre digitalen Kompetenzen ausgebaut haben», bestätigt Huber. Digitale Hilfsmittel fördern aber nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen, sie erhöhen auch ihre Autonomie und Mobilität. So macht die Studie deutlich, dass sich Seniorinnen und Senioren dank des Internets selbstständiger und unabhängiger fühlen.

* Die Studie «Digitale Senioren 2020» wurde im Auftrag von Pro Senectute Schweiz durch das Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich durchgeführt. Nach 2010 und 2015 wurden in der gesamten Schweiz erneut mittels einer repräsentativen telefonischen und postalischen Erhebung 1’149 Menschen im Alter ab 65 Jahren zu ihrem Umgang mit digitalen Kommunikationstechnologien befragt. Erhoben wurde ebenfalls das Mediennutzungsverhalten im Alltag sowie die generelle Einstellung gegenüber digitalen Dienstleistungen. Die Daten wurden im August und September 2019 erhoben. Die Hochrechnungen in dieser Medienmitteilung basieren auf den Zahlen «Bevölkerung 2019» des Bundesamts für Statistik (BFS), somit auf einem Total von 1’606’051 Menschen im Alter über 65 Jahren.

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Medienmitteilung 4.9.2020 (PDF, 573 KB)
Facts and Figures aus der Studie «Digitale Senioren 2020» (PDF, 1353 KB)
Download Studie (PDF, 2991 KB)

Vier Kinderromane mobilisieren in den kommenden Monaten in der Deutschschweiz für einen generationenübergreifenden Grosseinsatz: den Lesewettbewerb Prix Chronos 2021. Im Fokus der prämierten Geschichten sind das Alter und der Generationendialog. Pro Senectute und Pro Juventute hoffen auf viele neugierige Leserinnen und Leser.

Der Prix Chronos setzt ein Zeichen für die Generationensolidarität. Zum 17. Mal laden Pro Senectute und Pro Juventute Bibliotheken, Schulen, Jugendgruppen, Altersheime und Kirchgemeinden zur Teilnahme in der grössten Buchpreis-Jury der Schweiz ein. «Wir möchten die Teilnehmenden mit diesem Lesewettbewerb dazu animieren, sich mit seinen älteren respektive jüngeren Mitmenschen, ihren Bedürfnissen und Weltanschauungen auseinanderzusetzen», sagt Renate Ammon von Pro Senectute Schweiz. Der Generationen-Lesewettbewerb bietet dafür – trotz coronabedingter physischer Distanz – genügend Raum. So können sich Jugendliche wie auch Seniorinnen und Senioren ab sofort für den Prix Chronos anmelden und Teil einer altersgemischten Buchpreis-Jury werden.

Die nominierten Bücher 2021
Ob Schulklassen, die mit älteren Menschen aus der Gemeinde lesen. Ob Altersheime, die sich mit einer altersgemischten Lesegruppe aus einer Bibliothek treffen. Ob Grosseltern, die sich mit ihren Enkelkindern Zeit fürs Lesen nehmen: Gemeinsam werden die Teilnehmenden des Prix Chronos den Siegertitel der vier vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) selektionierten Jugendbücher küren:

  • «Mino und die Kinderräuber»: «Wie war das eigentlich früher, als Grossvater noch klein war?» Franco Supino ermuntert in seiner illustrierten Geschichte aus dem Alltag von Kindern mit italienischsprachiger Abstammung in der Schweiz der 1960er-Jahre zum generationenübergreifenden Erinnern und Erzählen.
  • «Opa und die Nacht der Wölfe»: Dass der Schein trügt, führt Nora Alexander in ihrer Abenteuergeschichte vor Augen, in der sich Enkel Olli manchmal für seinen – scheinbar – uncoolen Grossvater schämt.
  • «Hanna und der Flug des Adlers»: Das Anderssein, Toleranz, Gruppendruck und Wettkampf stehen im Zentrum dieser Erzählung aus der Feder von Christine Stahr.
  • «Ich bin hier bloss der Opa»: Hinter diesem Titel verbirgt sich Friedbert Stohners Kinderbuch aus Grosselternsicht. Ein Perspektivwechsel, der ältere Leserinnen und Leser zum Wiedererkennen und das jüngere Publikum zum Mitlachen einlädt.

Mehr Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten am Prix Chronos 2021 und zu den nominierten Büchern, die in über 40 Bibliotheken ausleihbar sind, finden sind unter www.prixchronos.ch. Für Personen mit Legasthenie stehen die Werke wiederum als Hörbucher und E-Books in der Online-Bibliothek www.buchknacker.ch zur Verfügung. Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung erhalten die Bücher in Grossdruck und Braille bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte.

Medienmitteilung 25. August 2020 (PDF, 593 KB)
Nominierte Bücher Prix Chronos 2021 (PDF, 732 KB)

Eine repräsentative Befragung von Pro Senectute Schweiz zeigt, dass viele ältere Menschen während der Corona-Krise auf Unterstützung zählen konnten und die Familie eine zentrale Rolle einnahm. Pro Senectute besorgt jedoch die Tatsache, dass fast zwei Drittel der Menschen * im Alter ab 50 Jahren unsicher sind, ob das Verhältnis zwischen Jung und Alt langfristig unter der Krise leiden könnte.

Die auf Bundesebene verordneten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus stellten Wirtschaft, Politik und das gesellschaftliche Miteinander auf eine harte Bewährungsprobe. Eine Vielzahl von Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeugte von der Befürchtung, dass sich der Dialog zwischen Jung und Alt negativ verändern könnte. Ob die Corona-Krise einen langfristigen Einfluss auf den Generationenzusammenhalt haben könnte, wollte Pro Senectute Schweiz mit einer repräsentativen Umfrage herausfinden. Dafür wurden in den letzten drei Wochen mehr als 1200 Personen im Alter ab 50 Jahren durch das Umfrageinstitut gfs Zürich befragt. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild.

Generationensolidarität hat nicht unter Lockdown gelitten
Positiv zu werten ist, dass die Hilfe dort ankam, wo sie gebraucht wurde: 76 Prozent, respektive mehr als eine halbe Million Menschen im Alter ab 75 Jahren erfuhren in ihrem Alltag Unterstützung. Bei den 65- bis 74-Jährigen waren dies noch 56 Prozent. Ein Grossteil der über 50-Jährigen ist aktuell der Meinung, dass die Pandemie und die deshalb ergriffenen Massnahmen nicht zu einer Stigmatisierung älterer Menschen geführt haben. Fast 2,5 Millionen Menschen (73%) im Alter ab 50 empfinden, dass die Generationensolidarität während des Lockdowns kurzfristig sogar besser wurde.

Langfristige Konsequenzen schwer abschätzbar
Sorge bereitet Pro Senectute jedoch, dass 37 Prozent der Befragungsteilnehmenden, sprich 1,1 Millionen Menschen im Alter über 50 Jahren, aktuell nicht beurteilen können, ob das Altersbild bei jüngeren Menschen längerfristig Schaden nehmen könnte. Mehr als 700’000 Menschen gehen sogar von einer negativen Entwicklung aus. Diese Annahme ist bei Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren noch ausgeprägter. «Diese Unsicherheit müssen wir sehr ernst nehmen. Wir werden die Entwicklungen weiter genau beobachten», betont Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Sollte sich dieser Trend verstärken, werden wir vermehrt Gegensteuer geben müssen. Schliesslich fusst das Erfolgsmodell Schweiz auf einem einvernehmlichen Miteinander der Generationen und garantiert so Stabilität und Wohlstand», ergänzt Huber.

Familie, Nachbarn und Freunde als sozialer Anker
Sicherheit vermittelte hingegen das private Umfeld. So erhielten 67 Prozent der Personen im Alter über 50 Jahren während der Corona-Krise Unterstützung von Familienangehörigen, gefolgt von Nachbarschaftsinitiativen (19%), Freunden (12%) und Organisationen (6%). «Dies zeigt die grosse Bedeutung enger sozialer Netze sowohl in Krisensituationen wie auch im normalen Alltag», hebt der Direktor von Pro Senectute Schweiz hervor.

* Alle Hochrechnungen basieren auf den BFS Zahlen «Bevölkerung 2019» und einem Total von 3'416'208 Menschen im Alter über
50 Jahren.

Medienmitteilung 28. Mai 2020 (PDF, 472 KB)
Resultate gfs-Befragung Mai 2020 (PDF, 312 KB)

Mehr als 4'000 Seniorinnen und Senioren stellten mit Kindern im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren für den Prix Chronos die grösste Literaturpreisjury der Schweiz. Allein in der Deutschschweiz lasen, besprachen und bewerteten über 2’000 Teilnehmende im letzten Halbjahr vier ausgewählte Jugendromane, die sich humoristisch und durchaus kritisch dem Thema der Generationenbeziehungen annehmen und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

«Oma zählt das Geld, aber das klappt nicht so gut», stellt Romy fest, die seit der Scheidung ihrer Eltern oft Zeit im Friseursalon ihrer Grossmutter verbringt. «Sie hat Stapel gemacht und braucht nur noch alles zusammenzuzählen. Das hat sie schon einmal gemacht. Aber offensichtlich stimmt es nicht. Vor Wut streicht sie das Ergebnis durch», beobachtet das Schulmädchen und ahnt noch nicht, dass dies erst der Anfang einer Bewährungsprobe für Jung und Alt sein würde. Oma Stine hat die Unterstützung ihrer Enkelin nämlich schon bald bitter nötig, denn sie ist dement und ihr Zustand verschlechtert sich rapide. Schliesslich muss Stine ihren Salon aufgeben und in ein Heim für Demenzkranke ziehen, wo es ihr nicht gut geht. Romy beschliesst kurzerhand, ihre Oma zu entführen und ihr einen grossen Traum zu erfüllen: eine Reise zurück in ihre Kindheit – nach Dänemark.

Das Siegerbuch des diesjährigen Prix Chronos Deutschschweiz der niederländischen Autorin Tamara Bos schafft es, eine unverhoffte Wendung des Lebens mit Charme und Herz zu erzählen und das noch immer tabuisierte Thema Alzheimer feinfühlig, aber direkt anzusprechen. Gerade in der jetzigen Situation, in der das Coronavirus den Rückzug ins Private bedingt, ist gute Lektüre gefragt. Das Siegerbuch der 16. Durchführung des Literaturpreises bietet auf 176 Seiten nicht nur kurzweilige Lektüre, sondern auch Gesprächsstoff für ein Telefonat mit den Grosseltern respektive den Enkeln.

Seit 16 Jahren im Dienste der Generationensolidarität
Der Prix Chronos fördert den Austausch zwischen den Generationen über gemeinsame Lektüre. Pro Senectute und Pro Juventute laden Bibliotheken, Schulen, Jugendgruppen, Altersheime und Kirchgemeinden zur Teilnahme ein und bringen so Menschen aus zwei Generationen zusammen. «Besonders in der heutigen schnelllebigen Zeit wollen wir daran erinnern, dass  es wichtig ist, Raum für generationenübergreifende Projekte zu bieten», sagt Renate Ammon, die für Pro Senectute Schweiz den Prix Chronos in der Deutschschweiz verantwortet. «Darum ist dieser Preis, der in der Deutsch- und Westschweiz über 4'000 Jugendliche und Senioren über das gemeinsame Lesen in Kontakt bringt, so wichtig. Wir leisten damit einen kleinen, aber nachhaltigen Beitrag für ein besseres Verständnis zwischen den Generationen.»

Beim Prix Chronos 2021 mitwirken
Neben Tamara Bos Werk «Romys Salon» standen drei weitere Generationengeschichten zur Auswahl. Die Buchauswahl traf das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). Die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte war ausserdem dafür besorgt, dass alle Werke in geeigneter Form für Menschen mit Legasthenie oder einer Seheinschränkung zugänglich sind.

Bald bietet sich die Gelegenheit, das nächste Gewinnerbuch des Prix Chronos  zu wählen. Ab August sind die nominierten Bücher 2021, die auf prixchronos.ch  aufgeschaltet sind, in rund 40 Bibliotheken ausleihbar. Für Personen mit Legasthenie stehen die Werke wiederum als Hörbucher und E-Books in der Online-Bibliothek buchknacker.ch zur Verfügung. Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung erhalten die Bücher in Grossdruck und Braille bei der SBS.

Medienkontakte

Medienmitteilung 5. Mai 2020 (PDF, 664 KB)

«Amigos», der Einkauf- und kostenlose Lieferservice von Migros und Pro Senectute, stösst auf grosses Echo: Innert weniger Tage haben sich über 13‘000 Helferinnen und Helfer registriert, darunter schweizweit bekannte Profisportler. Bis heute konnten bereits 3‘400 Bestellungen an Menschen aus Risikogruppen nach Hause geliefert werden. Nun wird der Einkauf- und Heimlieferservice auch in der Westschweiz und im Tessin angeboten.  

Der Einkauf- und kostenlose Lieferservice von Migros und Pro Senectute ist seit dem Start vor einer Woche ein grosses Bedürfnis – und die Solidarität der Schweizer Bevölkerung ist überwältigend: In der Deutschschweiz haben sich seit Anfang letzter Woche mehr als 13‘000 freiwillige Helferinnen und Helfer registriert. Innert weniger Tage haben diese unter Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundesamts für Gesundheit über 3’400 Lieferungen mit dringend benötigten Lebensmitteln an Personen aus Risikogruppen und Menschen in Quarantäne geliefert.

Auch in der Westschweiz und im Tessin
Migros und Pro Senectute dehnen «Amigos» nun auf die Westschweiz und das Tessin aus. Als freiwillige Helferinnen und Helfer registrieren können sich alle gesunden Personen, die gerne Nachbarschaftshilfe leisten möchten. Damit können die Migros und Pro Senectute während der aktuellen Ausnahmesituation einen schweizweiten Heimlieferdienst für Menschen aus Risikogruppen anbieten, sodass sie, wie vom Bundesrat empfohlen, zuhause bleiben können. Das Angebot kann in den Städten und flächendeckend in den ländlichen Regionen der Schweiz genutzt werden. 

Nebst der riesigen Solidarität aus der Bevölkerung erhält die Nachbarschaftshilfe Support von prominenten Sportlern: Mitglieder zahlreicher bekannter Sportclubs haben ihre Hilfe angeboten und bringen Bestellungen direkt an die Haustür. So engagieren sich der Schweizer Fussballmeister, der BSC Young Boys, der FC Aarau, der FC Thun und Rot-Schwarz Thun. Von den Eishockeyclubs sind unter anderem die SCL Tigers, der EHC Biel und der SC Langenthal mit von der Partie. Und auch  die Handballer vom BSV Bern, von Wacker Thun und dem HSC Suhr Aarau liefern Bestellungen aus. Unzählige positive Rückmeldungen von Kunden aus der Risikogruppe zeigen, dass der Einsatz der Freiwilligen enorm geschätzt wird.

Perfekte Ergänzung zu bestehenden Hilfsangeboten
Für Pro Senectute Schweiz ist «Amigos» eine sehr gute Ergänzung zu den bereits bestehenden Hilfsprojekten der 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen, der Kantone, Gemeinden und von vielen Privaten. «Wir erhalten sehr viele positive und schöne Rückmeldungen von Seniorinnen und Senioren», sagt Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation von Pro Senectute Schweiz. Auch an Menschen ohne Internetzugang wurde gedacht: So ist es möglich, dass Verwandte und Bekannte eine Bestellung für ältere Personen oder Menschen ohne Internetzugang aufgeben und zur Risikoperson nach Hause liefern lassen. Zusätzlich sind die Migros und Pro Senectute daran, in den nächsten Tagen eine Bestellmöglichkeit per Telefon aufzubauen. 

Personen aus allen Risikogruppen sowie Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation bestellen ihren Einkauf auf www.amigos.ch. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich bereits wenige Minuten später eine Helferin oder ein Helfer findet, um die Lebensmittel einzukaufen und den Bestellern vor die Haustür zu bringen. Die Heimlieferung ist für die Besteller der Risikogruppe kostenlos. Sie können den Bringern bei der Online-Bestellung ein freiwilliges digitales Trinkgeld von fünf Franken geben. Damit wird eine Übergabe von Bargeld bei der Lieferung vermieden. 

Medienmitteilung 2. April 2020 (PDF, 488 KB)

Personen aus Risikogruppen sollen in der aktuellen Ausnahmesituation zuhause bleiben und nicht selber einkaufen. Daher startet die Migros mit Pro Senectute eine neue Möglichkeit zur Nachbarschaftshilfe und bietet einen kostenlosen Heimlieferservice für Lebensmittel für Risikogruppen an. Das Angebot wird am Dienstag in der Region der Migros Genossenschaft Aare lanciert und soll anschliessend auf die ganze Schweiz ausgedehnt werden. Das Angebot ergänzt alle bestehenden lokalen Hilfeleistungen ideal. So können bereits aktive Hilfsnetzwerke die Plattform nutzen.

Die Migros startet in Zusammenarbeit mit Pro Senectute vorübergehend eine neue Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe. Personen aus Risikogruppen und Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können damit dringend benötigte Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs kostenlos nach Hause bringen lassen. Als Helferinnen und Helfer registrieren können sich alle gesunden Personen, die gerne Nachbarschaftshilfe leisten. Dies können zum Beispiel Personen sein, die sich in neu entstandenen lokalen Hilfsnetzwerken organisiert haben. Aber auch Migros-Mitarbeitende können eingesetzt werden, die aufgrund der Ausnahmesituation zurzeit keine fixe Arbeitszuweisung haben.

Die Registrierung als Bringer funktioniert via App von Amigos, welche ab sofort in den App-Stores gratis erhältlich ist. Besteller müssen lediglich die Amigos-Website aufrufen, sich dort registrieren und schon kann die Bestellung aufgegeben werden.

Kostenlose Heimlieferung via Website
Personen der Risikogruppen sowie Menschen in Quarantäne oder Selbstisolation können als Besteller online ihre Einkäufe tätigen. Freiwillige Bringer aus der Nicht-Risikogruppe erledigen die Einkäufe und bringen sie – ohne direkten Kontakt – kostenlos zu den Bestellern nach Hause.

Die Heimlieferung ist für die Besteller kostenlos. Sie können den Bringern bei der Bestellung ein freiwilliges digitales Trinkgeld von fünf Franken geben. Damit soll eine Übergabe von Bargeld bei der Lieferung auf jeden Fall vermieden werden. Eine Möglichkeit zur telefonischen Bestellung wird in Kürze ebenfalls eingeführt.

Start bereits heute Dienstag
Die eindrückliche Solidaritätswelle in der ganzen Schweiz zeigt, dass das Bedürfnis für einen weiteren Versorgungskanal für die Risikogruppen besteht. Die Nachbarschaftshilfe startet daher bereits heute Dienstag, 24. März 2020, im Einzugsgebiet der Migros Genossenschaft Aare (Aargau, Bern, Solothurn). Das Angebot soll baldmöglichst auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden. Die Migros reaktiviert dazu die Technologie ihres Bringdiensts Amigos und stellt diese vorübergehend für die Initiative zur Verfügung. Alain Huber, Direktor von Pro Senecute Schweiz, begrüsst die Initiative: «Wir erachten die gemeinsame Dienstleistung mit der Migros als ideale Ergänzung zu den bestehenden Hilfeleistungen vor Ort. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Tagen und Wochen alle lokalen Organisationen noch mehr gefordert sein werden, um die Risikogruppen in der Deckung ihres täglichen Bedarfs zu unterstützen.»

Hygieneregeln strikt einhalten
Die Migros und Pro Senectute appellieren an alle Personen der Nicht-Risikogruppe, sich als Bringer zu registrieren, damit die Nachbarschaftshilfe möglichst rasch Fahrt aufnimmt. Bringer und Besteller müssen sich jedoch jederzeit an die Sicherheits- und Hygieneweisungen des Bundesamts für Gesundheit halten und dies online bestätigen. Bringer werden via die Amigos-App explizit daraufhin geschult.

Die Coronavirus-Pandemie und die von Bund und Kantonen eingeleiteten Schutzmassnahmen haben weitreichende Folgen. Nicht nur das soziale Leben wird stark eingeschränkt: Viele Menschen werden in eine Notlage geraten oder sind bereits davon betroffen. Deshalb ruft die Glückskette mit Unterstützung der SRG zum Spenden auf. Die gesammelten Gelder werden für Sofort- und Sozialhilfe in der Schweiz eingesetzt. Dort, wo Bund und Kantone nicht mehr helfen können. Spenden sind ab sofort möglich: online unter www.glueckskette.ch oder per E-Banking auf Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Coronavirus». Zudem unterstützt die Glückskette die Verbreitung der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Schutzmassnahmen aktiv, damit sich alle mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft solidarisch zeigen. Diese Krise können wir nur gemeinsam meistern.

Die Glückskette steht für Solidarität im Katastrophenfall und bietet Unterstützung dort, wo der Staat nicht helfen kann. Die Stiftung hat in ihrer Geschichte bisher nur sehr selten soziale Notlagen in der Schweiz adressieren müssen, welche aufgrund eines wirtschaftlichen Einbruchs entstehen. «Als ich vor zwei Monaten als neuer Direktor die Verantwortung der Glückskette übernahm, hätte ich nie gedacht, dass meine erste Spendensammlung die Schweiz betrifft. Dass eine Pandemie die Schweiz in Geiselhaft hält war für mich unvorstellbar. Umso mehr zähle ich auf die viel bewiesene Solidarität der Schweizerinnen und Schweizer, um diese Krise gemeinsam zu überwinden», erklärt Roland Thomann, Direktor der Glückskette. 

Bund und Kantone haben im vorliegenden Fall in Aussicht gestellt, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die wirtschaftlichen Folgen aufzufangen. Dennoch wird es Menschen geben, die durch alle sozialen Netze fallen. Ziel dieser Sammlung ist es, rasch Soforthilfe zu ermöglichen: zum Beispiel für ältere oder behinderte Menschen, die krank sind, in Isolation leben und auf Hilfe von aussen angewiesen sind oder Personen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind. Ausserdem soll auch Unterstützung für Obdachlose, die mittellos sind und Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben (Migranten, Pflegekinder, Kranke) und Einzelpersonen und Familien, die von den wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz sehr stark betroffen sind, geleistet werden.

Subsidiäre Hilfe
Die Glückskette steht mit mehreren Organisationen für die Umsetzung der Soforthilfe in Kontakt, insbesondere mit Caritas Schweiz und deren Regionalorganisationen und dem Schweizerischen Roten Kreuz und seinen kantonalen Verbänden, den Regionalvereinen des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH und den kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen. Hilfsgesuche sollen direkt an diese Organisationen gerichtet werden. Diese sind besser für solche Anfragen gerüstet und können unverzüglich Hilfe leisten. Die Glückskette prüft auch die Möglichkeit, Organisationen im Bereich der Lebensmittelhilfe zu unterstützen. In einer zweiten Phase ist geplant, mit weiteren Hilfsorganisationen in der Schweiz zusammenzuarbeiten.

Die unterstützten Aktionen müssen in jedem Fall subsidiär zu den öffentlichen Massnahmen sein. Für die Entscheide zur Vergabe der Spendengelder wird eine Expertenkommission eingerichtet. Wie bei anderen Spendenaktionen der Glückskette wird diese Kommission anhand sehr präziser Richtlinien entscheiden, welche Projekte und Aktionen unterstützt werden.

Nationale Lancierung ohne Telefonzentrale
Die Glückskette nimmt ab sofort Spenden online auf www.glueckskette.ch oder per E-Banking auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Coronavirus» entgegen. Anders als bei regulären Sammlungen können aus logistischen Gründen infolge der Coronavirus-Pandemie keine nationalen Telefonzentralen für Spendenversprechen organisiert werden.

Gemeinsamer Aufruf zur Solidarität mit dem BAG
Die ausserordentliche Situation erfordert ungewöhnliche Massnahmen: Zusätzlich zum nationalen Spendenaufruf will die Glückskette gemeinsam mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG zur Solidarität mit den Verletzlichsten aufrufen. Die Glückskette kommuniziert aktiv alle vom BAG geforderten Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie, insbesondere das Social Distancing. Es braucht die Solidarität aller, um diese Krise zu überstehen.

Medienmitteilung 23. März 2020 (PDF, 151 KB)

Das Coronavirus grassiert und drastische Massnahmen dominieren unseren Alltag. Pro Senectute appelliert an alle, insbesondere an die Seniorinnen und Senioren, sich unbedingt an die Vorgaben des Bundes und der Kantone zu halten.

Ältere Menschen sind in dieser Ausnahmesituation besonders gefordert: Sie sind eine Risikogruppe, da einerseits das Immunsystem ab 50 Jahren nachweislich weniger leistungsfähig ist und andererseits im Alter zusätzliche Erkrankungen auftreten. Zudem wissen wir heute, dass die allermeisten Todesfälle aufgrund des Coronavirus Menschen im Pensionsalter betreffen.

Dies zwingt vor allem die Seniorinnen und Senioren, ihren Alltag stark einzuschränken und auf wichtige soziale Kontakte – sogar in der Familie – zu verzichten. Dieser Verzicht dient jedoch nicht nur dem eigenen Schutz. Es gilt auch, in dieser Notsituation unter allen Umständen die Kapazitäten der Gesundheitsversorgung zu entlasten. «Uns fällt auf, dass dies schnell einmal aus dem Fokus rücken kann», sagt Eveline Widmer-Schlumpf, Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz.

Pro Senectute appelliert deshalb an die ganze Bevölkerung, die Massnahmen des Bundes und der Kantone strikt zu befolgen, Solidarität im Alltag zu zeigen sowie Geduld und Zuversicht aufzubringen. «Die Massnahmen sind für alle einschneidend und teils äusserst hart. Aber sie sind nötig. Nur gemeinsam lässt sich das Coronavirus eindämmen», betont Eveline Widmer-Schlumpf.

«Wir müssen heute leider davon ausgehen, dass sich diese Situation in nächster Zeit nicht entspannen wird. Pro Senectute prüft aus diesem Grund verschiedene Massnahmen zur Unterstützung der älteren Bevölkerung», erklärt die Stiftungsratspräsidentin. Die 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen beurteilen die Situation laufend und stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden. Die 130 Beratungsstellen bleiben nach wie vor telefonisch erreichbar.

Die Situation rund um das Coronavirus spitzt sich in der Schweiz zu. Zu den Risikogruppen gehören ältere Menschen, die sich zum eigenen Schutz zunehmend ins Private zurückziehen müssen. Soziale Kontakte sind für ältere Menschen jedoch sehr wichtig. Eine Möglichkeit, etwas gegen die soziale Isolation zu tun, ist die Telefonkette von Pro Senectute.

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Das Coronavirus ist ein grosses Risiko für Seniorinnen und Senioren. Deshalb stehen alle in der Pflicht, einen Beitrag zum Schutz der älteren Mitmenschen zu leisten. Nebst den strikt einzuhaltenden Hygieneregeln des Bundes tragen die sinnvollen Verhaltensempfehlungen massgeblich dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Weisung zum «Social Distancing», der sozialen Distanzierung, ist besonders ernst zu nehmen. Es gilt, im öffentlichen Raum idealerweise einen Abstand von zwei Metern zu wahren, Menschenmengen zu meiden und die sozialen Kontakte unter Abwägung der Risiken vorübergehend einzuschränken.

Besondere Zeiten, besondere Massnahmen
Gerade ältere Menschen haben jedoch ein ausgeprägtes Bedürfnis, soziale Kontakte zu pflegen. Pro Senectute Schweiz empfiehlt aus diesem Grund ihre Telefonkette. Die Idee ist einfach und basiert auf dem aus der Schulzeit bekannten Klassenalarm: Einmal in der Woche rufen sich die Teilnehmer einer Telefonkette reihum an. Sie erkunden sich nach dem gegenseitigen Wohlbefinden und tauschen Neuigkeiten aus. So können wir zusammen ein Zeichen gegen die soziale Isolierung setzen. Informationen zur Telefonkette finden sich unter www.prosenectute.ch/telefonketten.

Um Seniorinnen und Senioren zu schützen, hat Pro Senectute das Kursprogramm stark reduziert oder gar ganz abgesagt und rät Grosseltern ab, die Enkelkinder zu hüten oder Besuch zu empfangen. «Ich weiss, das tönt heftig», sagt Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz, «aber der Schutz der älteren Bevölkerung hat jetzt Vorrang – eine ausserordentliche Situation erfordert ausserordentliche Massnahmen.»

Die 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen beurteilen die Lage mehrfach täglich. «Wir appellierten daran, bei der Lagebeurteilung eher vorsichtig zu sein und Angebote bei Bedenken abzusagen», so Alain Huber weiter. Entsprechend empfiehlt Pro Senectute Schweiz auch seinen engagierten freiwilligen Senioren im Klassenzimmer oder Lesetandem mit Schülern, die kommenden Termine auszusetzen.

Je näher die Pensionierung rückt, desto intensiver beschäftigen sich Menschen in der Schweiz mit ihrer Wohnsituation im Alter. Nur jeder Zehnte hat sich aber – laut der aktuellen Studie «Wohnen im Alter» von Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen – vor der Pensionierung schon einmal zur Wohnsituation im Alter beraten lassen.

Über eine Million Babyboomer, jeder fünfte Beschäftigte in der Schweiz, werden in den nächsten zehn Jahren in der Schweiz pensioniert werden. Die zwischen 1946 und 1964 geborenen Menschen wollen auch im Alter ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben führen. Voraussetzung dafür ist unter anderem eine rechtzeitige finanzielle Vorsorge, damit die finanziellen Mittel in der Pensionierung möglichst bis ans Lebensende ausreichen.

Mit der Wohn- und Lebenssituation nach der Pensionierung setzen sich Wohneigentümer wie Mieter gleichermassen auseinander, wie die soeben veröffentlichte Studie «Wohnen im Alter» von Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen feststellt. Fast zwei Drittel der 35- bis 44-jährigen Befragten hat sich bereits Gedanken zur Wohnform im Rentenalter gemacht. Dennoch haben sich erst 10% der Befragten schon einmal beraten lassen. Expertise wäre dabei gefragt, denn nur jeder Fünfte fühlt sich ausreichend kompetent im Thema. Sämtliche Altersgruppen ab 35 Jahren würden eine umfassende Finanzberatung zum Thema «Wohnen im Alter» mehrheitlich von einer Bank begrüssen.

Zufriedenheit in eigenen vier Wänden grösser

Befragt zur aktuellen Wohnsituation sind Menschen mit Eigenheim durch alle Altersgruppen hindurch zufriedener als Leute in Miete. Was aber auffällt ist, dass sich die Zufriedenheit bei den Mietenden mit zunehmendem Alter markant positiv verändert: von über 60% im Alter von 35 bis 44 Jahren bis knapp 90% bei den Personen zwischen 65 und 75 Jahren. Der Grossteil der älteren Menschen bis 75 Jahre braucht gemäss eigener Einschätzung praktisch keine Unterstützung im Alltag (putzen, einkaufen, körperliche Hygiene etc.). Wer dennoch Hilfe benötigt, zieht in der Regel Familienangehörige bei.

Mit zunehmendem Alter steigt zudem die Akzeptanz von altersgerechten Wohnformen wie Alterswohnungen, Generationenwohnen oder Seniorenresidenzen. Das Bewerbungsverfahren für eine Alterswohnung und der Verkauf des Eigentums müssen aber unkompliziert sein. «Gesundheitliche Gründe und grössere Veränderungen im privaten Umfeld wie Scheidung, Todesfall, Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit sind für mehr als die Hälfte der Befragten zwingende Gründe für einen Wohnungswechsel im Alter. Finanzielle Gründe spielen in diesem Alter und bei den befragten Personen noch eine untergeordnete Rolle», erklärt Peter Burri Follath, Leiter Marketing und Kommunikation bei Pro Senectute Schweiz.

Wunsch nach umfassender Beratung ist gross

«Die Ergebnisse der Studie zeigen uns auch, dass die Finanzierbarkeit und Tragbarkeit von Wohneigentum im Alter grundsätzlich noch kein allgemeines Problem darstellt. Bei den Personen, welche Probleme mit der Finanzierung von Wohneigentum nach der Pensionierung haben, dürfte dies mehrheitlich bereits vor dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben ein Thema gewesen sein», erklärt Roland Altwegg, Leiter Produktmanagement bei Raiffeisen Schweiz. Dies zeigt, wie wichtig die Unterstützung bei Fragen zu Vorsorgelösungen und der Finanzierung von Wohneigentum im Alter ist.

Eine Vorsorgeberatung ist denn auch dringend notwendig. Denn mit der finanziellen Vorsorge für das Wohnen im Alter beschäftigt sich insgesamt nur gut ein Viertel der 35- bis 64-Jährigen intensiv. Je älter die Person ist, desto stärker beschäftigt sie sich mit der finanziellen Vorsorge für das Wohnen im Alter. Auch Wohneigentümer befassen sich häufiger und intensiver mit dem Thema als dies Mieter tun. Das Vermögen hat hingegen nur einen äusserst geringen negativen Effekt.

Der Wunsch nach einer umfassenden Beratung zur Planung der Pension ist gross, wie die Studie ebenfalls aufzeigt: Themen wie Renovationen/Sanierungen, Wohn- und Umgebungsgestaltung, passende Wohnformen im Alter, Klärung der Vorsorge- und Pensionierungssituation, Fragen zur Erbschaft/Testament und zur vorsorglichen Regelung von Ausnahmesituationen (Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Pflegesituation) sollten dabei angesprochen werden. Eine solche Beratung sollte rechtzeitig, spätestens mit 55 Jahren in Anspruch genommen werden, empfehlen die Verfasser der Studie.

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Bei der online-Befragung der Studie «Wohnen im Alter» von Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen machten 1004 Personen (im Alter von 35 bis 75 Jahren) in der Deutschschweiz, Westschweiz und im Tessin mit.

Heute werden in der ganzen Schweiz über 50‘000 selbstgestrickte Becherwärmer, sogenannte Cupholder, beim Kauf von einem „Coffee-to-go“ abgegeben. Mit dieser Aktion machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam.

Seit letztem September haben unzählige Freiwillige schweizweit über 50’000 kunterbunte Cupholder gestrickt. Heute, am 22. Januar 2020, werden sie in der ganzen Schweiz beim Kauf von einem «Coffee to go» überreicht, mit einer Infokarte mit einfachen Tipps für den Umgang mit Menschen mit Demenz. Die Kampagne findet bereits zum zweiten Mal statt. Im letzten Jahr haben Pro Senectute und Alzheimer Schweiz gemeinsam mit dem Schweizer Bäcker-Confiseurmeister-Verband auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam gemacht. In diesem Jahr war die Teilnahme auch für Cafés, Restaurants, Tankstellen und Kioske offen. Das Sphères an der Hardturmstrasse 66 in Zürich war die erste Verkaufsstelle, die sich angemeldet hat. Der Inhaber, Philipp Probst möchte mithelfen, das Bewusstsein für Demenz zu vergrössern: «Demenz sollte nicht tabuisiert werden und Betroffene sollen wissen, wo Sie Unterstützung erhalten und sich nicht abkapseln. Mit der Aktion im Sphères hoffe ich, beim einen oder andern einen Stein ins Rollen zu bringen und ein Bewusstsein für diese Krankheit zu schaffen».

In der Schweiz leben heute rund 155’000 Menschen mit Demenz. Sie gehören zu unserer Gesellschaft und wir können alle dazu beitragen, dass sie weiterhin Teil des öffentlichen Lebens bleiben. Und genau hier setzt die nationale «Mitmachaktion» an, welche von einer Kampagne im öffentlichen Nahverkehr begleitet wird. Pendlerinnen und Pendler werden mit Infokarten darauf sensibilisiert, worauf im Gespräch mit einer erkrankten Person im Alltag zu achten ist und wie man bei einer orientierungslosen Person richtig reagiert und Hilfe leisten kann. Die Verkaufsstellen rund um den öffentlichen Verkehr eignen sich besonders gut, um die Botschaft unter die Leute zu bringen. Kundschaft jeden Alters, aber vor allem auch viele junge ÖV-Nutzer beziehen hier ihren Kaffee und können so erreicht werden.

Folgende Verkaufsstellen unterstützen die Aktion:
www.memo-info.ch/vollpersönlich

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf unserer Webseite, auf Facebook @memoinfoch und auf Instagram mit dem Hashtag #vollpersönlich.

2019

Der Stiftungsrat von Pro Senectute Schweiz wählte an seiner Stiftungsratssitzung vom November, Alain Huber, ehemals Leiter Fachthemen und Secrétaire Romand und seit über zehn Jahren Mitglied der Geschäftsleitung, als neuen Direktor.

Die bisherige Direktorin von Pro Senectute Schweiz hatte sich aus persönlichen Gründen entschieden, Pro Senectute auf Ende der Probezeit zu verlassen. Der Stiftungsrat und die Mitarbeitenden von Pro Senectute Schweiz bedauern dies und danken Ursula Koch für ihr grosses Engagement. Frau Koch hat in dieser kurzen Zeit viele wichtige Massnahmen angestossen und zusammen mit der Geschäftsleitung und dem Stiftungsrat die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Pro Senectute Schweiz und der Gesamtorganisation stellen können.

Dank der langjährigen Erfahrung von Alain Huber und mit dem aktuellen Führungsteam kann ein nahtloser Übergang gewährleistet und die eingeschlagene Richtung fortgesetzt werden. Dem Führungsgremium um Alain Huber gehören Urs Bösch, Geschäftsleitungsmitglied (Finanzen und IT), Sonya Kuchen, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung (Fachbereiche) sowie Peter Burri Follath, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung (Marketing und Kommunikation) an. Mit den beiden Stabsstellen «Public Affairs» und «Organisationsentwicklung und Support» steht Alain Huber ein Team zur Verfügung, um die anstehenden Aufgaben erfolgreich anzupacken.

In den letzten Jahren sind immer mehr Menschen an den Folgen eines Sturzes gestorben. Die Anzahl tödlicher Unfälle ist in einem Zeitraum von 10 Jahren um über 40 Prozent gestiegen. Vor allem Seniorinnen und Senioren sind gefährdet. Das richtige Training kann das Risiko zu stürzen minimieren. Die BFU und ihre Partner verstärken deshalb die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» erneut. Künftig wird ein Qualitätslabel für Kurse eingeführt, die gezielte Übungen zur Sturzprävention beinhalten.

Tödliche Sturzunfälle im Haushalt und in der Freizeit haben in einem Zeitraum von 10 Jahren (2007- 2016) um über 40 Prozent zugenommen. 2007 starben 1211 Menschen an den Folgen eines Sturzes, 2016 waren es bereits 1715. Der Hauptgrund für die Zunahme ist die demografische Entwicklung, denn: Seniorinnen und Senioren sind besonders gefährdet zu stürzen. Ihr Anteil an den tödlichen Sturzunfällen macht im Durchschnitt 94 Prozent aus.

Jede zweite Person über 60 gibt an, zu trainieren
Sein Risiko zu stürzen verringert, wer regelmässig Gleichgewicht, Kraft und die Kognition trainiert. Das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Der BFU-Bevölkerungsbefragung 2018 zufolge, gibt bereits heute jede zweite Person ab 60 Jahren an, regelmässig zu trainieren. Davon sagt fast die Hälfte aller Männer ab 60 Jahren von sich, lieber zu Hause zu trainieren. Bei den trainierenden Seniorinnen sind hingegen Gruppenkurse (mit 33 Prozent) oder eine Kombination von Gruppe und Heimtraining (mit 41 Prozent) besonders beliebt.

«Regelmässiges und zielgerichtetes Training, angeleitet von einer Fachperson, ist immer wirksam – wenn es auf die einzelne Person zugeschnitten und richtig dosiert ist», sagt Barbara Pfenninger, Expertin für Sturzprävention bei der BFU. Für untrainierte Personen sei es nicht ratsam, zu Hause alleine mit dem Training anzufangen. Ideal sei, mit einem angeleiteten Kurs oder einer ärztlich verschriebenen Physiotherapie zu beginnen, so Pfenninger weiter. Empfehlenswert seien insgesamt drei Trainingseinheiten pro Woche zu je mindestens 30 Minuten, im Kurs oder zu Hause mit gezielten Gleichgewichts- und Kraftübungen.

Neues Qualitätslabel für Kurse
Weil die Bevölkerung immer älter wird, dürften die Sturzunfälle weiter an Bedeutung zunehmen. Die BFU, Pro Senectute Schweiz und Gesundheitsförderung Schweiz verstärken deshalb ihre Sturzprävention mit der Kampagne «sicher stehen - sicher gehen» erneut. Als Fachpartner wirken physioswiss, Rheumaliga Schweiz und der ErgotherapeutInnen Verband Schweiz EVS mit. Neu wird ein Qualitätslabel für Kurse und Angebote eingeführt, die gezielte Übungen zur Sturzprävention beinhalten. Bewertet wird dies nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien.

Auf sichergehen.ch finden sich über 1500 Kursangebote. Wer seine Postleitzahl eingibt, findet Kurse in seiner Nähe. Übungsprogramme für zu Hause in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen werden auf der neugestalteten Webseite ebenfalls vorgestellt

Pro Senectute Schweiz untersuchte zusammen mit gfs zürich, ob sich die Bevölkerung in der Schweiz aufgrund des Alters benachteiligt fühlt. In der repräsentativen Umfrage wurden die Themen Informationszugang, Gesundheitsversorgung, Stellensuche, Zugang zu Freizeitangeboten sowie Generationenzusammenhalt und Ansehen der älteren Menschen in der Öffentlichkeit erhoben.

830'000 Personen fühlten sich – gemäss Hochrechnungen – im letzten halben Jahr am ehesten bei der Stellensuche (14%) und rund 766'000 Personen in der Gesundheitsversorgung (11%) benachteiligt. Die grosse Mehrheit der Befragten sieht sich jedoch weder beim Freizeitangebot im Nachteil (92%) noch haben sie – trotz Digitalisierung – ein Problem zu den für sie notwendigen Informationen zu gelangen (91%).

Betrachtet man die Ergebnisse in Bezug auf Altersgruppen näher, zeigt sich ein differenzierteres Bild vor allem bei Personen ab 40 bis zur Pensionierung. Hier fühlt sich fast jede fünfte Person bei der Stellensuche aufgrund des Alters benachteiligt. Das sind 535’000 Personen. Für Pro Senectute Schweiz sind diese Zahlen alarmierend. Das Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess in den letzten zehn Berufsjahren erhöht das Risiko, im Pensionsalter von Altersarmut betroffen zu sein.

Bei der Gesundheitsversorgung, fühlen sich über 180'000 Personen im Pensionsalter - mehr als jeder Zehnte – benachteiligt. Als Beispiele werden die Kosten genannt. Die Befragten fühlen sich zudem bei Diagnosen, Behandlungen und Rehabilitation nicht ernst genommen oder sie haben das Gefühl, dass ihnen Behandlungen aufgrund des Alters vorenthalten werden.

Ansehen alter Menschen besser als man denkt
Das Ansehen älterer Menschen in der Öffentlichkeit scheint - gemäss Umfrage - intakt und mehrheitlich positiv zu sein. Die grosse Mehrheit fühlt sich im Alltag weder bevorteilt noch benachteiligt. Je älter die Befragten sind, desto eher äussern sie, in der Öffentlichkeit sogar sehr zuvorkommend behandelt zu werden.

Für Ursula Koch, seit 1. September 2019 die neue Direktorin von Pro Senectute Schweiz, haben die Umfrageergebnisse positive wie negative Aspekte: «Jedes Einzelschicksal ist eines zu viel. Wir sind täglich mit Menschen in Kontakt, die ihren letzten Lebensabschnitt – unsichtbar für die Öffentlichkeit – in unwürdigen Umständen verbringen. Dies müssen wir mit aller Kraft verhindern.» Dass ein grosser Teil der älteren Bevölkerung im Alltag keine Benachteiligung am eigenen Leibe erfahren hat, sieht Koch als Errungenschaft an. «Wir setzen uns als Altersorganisation dafür ein, das gute Ansehen der älteren Menschen in der Gesellschaft weiter zu stärken.»

Am heutigen Weltalzheimertag rufen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz bereits zum zweiten Mal alle Strickfans auf, die Kampagne #vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen, mit Nadeln und Wolle zu unterstützen. Im Vorjahr wurden rund 60'000 handgestrickte Cupholder in über 400 Bäckereien-Confiserien verteilt und sensibilisierten so die Bevölkerung zu Demenz und deren Folgen im Alltag. Zusammen mit über 60 Strickerinnen und Strickern fiel heute der Startschuss zur zweiten nationalen Strickaktion auf dem Strick-Schiff der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein.

Letztes Jahr strickten Jung und Alt in privaten Strickzirkeln, in Cafés oder Wollgeschäften und teilten ihre liebevoll dekorierten Kreationen in den sozialen Medien. Nicht nur die Strickerinnen und Stricker zogen mit, auch die Kundinnen und Kunden der Bäcker-Confiseure und die breite Öffentlichkeit reagierte positiv. Nun startet die Sensibilisierungsaktion in die zweite Runde. Das Ziel ist es, so viel wie möglich Cupholder zu stricken, um ein Zeichen zu setzen. Die Strickenden setzten heute mit ihrer Aktion auf dem Strick-Schiff ein erstes eindrückliches Zeichen.

So können auch Sie mitmachen
Als Strickbegeisterte können Sie ab sofort wieder kunterbunte Becherhalter stricken. Diese werden bis 6. Dezember gesammelt, etikettiert und am 22. Januar 2020 beim Kauf eines «Coffee-to-go» zusammen mit Tipps für den Umgang mit Betroffenen abgegeben. Die gestrickten Cupholder senden Sie bitte an: GEWA, Abteilung Logistik, memo-info, Alpenstrasse 58, 3052 Zollikofen.

Der Kreis der mitmachenden Geschäfte ist dieses Jahr noch grösser. Neben den Bäckereien-Confiserien werden auch Kioske, Cafés und Tankstellen die Cupholders abgeben. Jedes Geschäft, das «Coffee-to-go» verkauft, ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Registrieren Sie sich unter: memoinfo.ch/teilnehmen

Tipps für den richtigen Umgang mit Demenzkranken im Alltag
In der Schweiz leben rund 155'000 Menschen mit Demenz – im Alltag oftmals unsichtbar. Gemäss Prognosen wird sich die Zahl der Betroffenen bis 2040 verdoppeln. Mit der Kampagne #vollpersönlich machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam und geben Tipps für den Umgang mit Betroffenen. Zum Beispiel worauf im Gespräch mit einem an Demenz erkrankten Menschen zu achten ist oder wie man bei einer desorientierten Person richtig reagiert.

Weitere Informationen zur Kampagne sowie eine Strickanleitung finden Sie unter www.memoinfo.ch/vollpersoenlich. Für kommende Strickanlässe und Fotomaterial der heutigen Lancierung siehe auf Facebook @memoinfoch. Zusätzliche Bilder finden Sie auf Instagram unter #vollpersönlich.

Der Prix Chronos ist ein Lesewettbewerb der Generationen, bei dem Senioren zusammen mit Kindern zwischen 10 und 12 Jahren aus vier Kinderbüchern ihr Lieblingsbuch wählen. Jährlich machen über 4'000 Teilnehmende aus allen Landesteilen mit. Im Frühling 2020 wird das Siegerbuch an einer öffentlichen Preisverleihung gekürt.

Viele Lesegruppen machen bereits seit Jahren beim Prix Chronos mit. Die Senioren und Seniorinnen erhalten durch die gemeinsame Lektüre Zugang zur Erfahrungswelt von Kindern, für viele eine ungewohnte und zugleich spannende Erfahrung. Die Jugendlichen wiederum lernen Menschen aus der Grosselterngeneration kennen, die nicht mit ihnen verwandt sind. Pro Senectute und Pro Juventute fördern mit diesem Generationenwettbewerb und Buchpreis den Austausch zwischen den Generationen auf spielerische und lustvolle Weise.

Nominierte Bücher 2020

Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat aus den Neuerscheinungen des deutschsprachigen Buchmarkts vier Jugendbücher nominiert, welche die Beziehungen zwischen den Generationen thematisieren:

  • In «Grüsse vom Mars» wird die Lebenssicht eines leicht autistischen Jungen dargestellt, der wegen einer Auslandreise seiner Mutter mit den Geschwistern zu den Grosseltern zieht. Jede Veränderung ist eine grosse Herausforderung für Tom. Da hilft es nur, das Ganze als Vorbereitung auf die Mars-Mission zu sehen.
  • «Romys Salon»: Seit ihre Mutter so viel arbeitet, geht Romy nach der Schule zu ihrer Oma. Sie hilft ihr dann meist im Frisiersalon. Als die alte Dame dement wird, unterstützt sie Romy, wo sie kann, damit keiner etwas merkt. Bis zu dem Tag, an dem ihre Oma im Nachthemd im Salon steht.
  • In «Kidnapping Oma» entführen die Geschwister Leni und Jonas die Oma aus Schottland, die nie Zeit für sie hat. Dass Oma eine besondere Frau ist, können die beiden nicht ahnen und erleben die abenteuerlichste Zeit ihres Lebens.
  • «Ziegen bringen Glück»: die 11-Jährige Kid wohnt für einige Wochen in einem Hochhaus in Manhattan. Auf dem Dach des Hauses soll eine Ziege wohnen. Kid ist entschlossen, das Tier zu finden und lernt dadurch die ungewöhnlichen Bewohner des Hauses kennen.

Mitlesen können alle

Die nominierten Bücher sind auch als Hörbuch, in Grossdruck oder Braille sowie als E-Book bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte oder online unter www.buchknacker.ch im Sortiment. Die Bücherliste und die teilnehmenden Bibliotheken sind unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Anmeldung zum Lesewettbewerb ist ab sofort möglich.

Im Rahmen des Generationenprojekts Prix Chronos lesen Jugendliche zwischen zehn und zwölf Jahren gemeinsam mit Senioren vier Jugendbücher und wählen ihr Lieblingswerk. An der heutigen Preisverleihung in Winterthur wurde Matilda Woods mit der Geschichte «Tito Bonito und die Sache mit dem Glück» zur Siegerautorin gekürt. Bei der 15. Austragung des Prix Chronos in der Deutschschweiz machten über 1'700 Lesebegeisterte mit.

Die nominierten Jugendbücher haben eines gemeinsam: Ein respektvolles und offenes Generationenverhältnis. Jung und Alt lernen gegenseitig voneinander und vermitteln einander einen anderen Blick auf die Welt und das Leben. Pro Senectute und Pro Juventute leisten so als Organisatoren des Lesewettbewerbs einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen den Generationen.

Gewinnerbuch aus Übersee
Die Australierin Matilda Woods schrieb sich mit ihrer spannenden, bunt illustrierten Geschich-te ins Herz der Teilnehmenden. Die Gewinnerautorin hat eine Videobotschaft nach Winterthur geschickt und war sehr erfreut über die Auszeichnung vom anderen Ende der Welt.

Ihre Erzählung spielt im Küstendorf Allora, wo das Meer so wild ist, dass die Fische an Land geworfen werden. Der Sargmacher Alberto entdeckt eines Tages den Jungen Tito Bonito mit seinem Vogel Fia in der Werkstatt. Alberto lehrt Tito das Tischlerhandwerk und versteckt ihn vor seinem gewalttätigen Vater. Doch Allora ist klein, Tito wird entdeckt. Mann, Kind und Vogel fliehen übers Meer zur verzauberten Insel Isola, um dort das Glück zu finden.

Nominierte Bücher 2020
Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat aus den Neuerscheinungen des deutschen Buchmarkts erneut vier Bücher ausgewählt, welche differenzierte und empathische Beziehungen zwischen den Generationen schildern. Die Bücherliste ist unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Lesezeit beginnt mit dem heutigen Tag und endet En-de Februar 2020.

Mitlesen können alle
Für Jugendliche mit Dyslexie (Legasthenie) oder AD(H)S sowie für Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung steht die neue Buchselektion erneut als Hörbuch und E-Book in der Online-Bibliothek www.buchknacker.ch sowie bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte bereit.

Die Bilder der Preisverleihung finden Sie (ab ca. 16:30 Uhr) unter: www.prixchronos.ch.

Demnächst wird die zuständige Kommission des Ständerats über die Motion «Ergänzungsleistungen für Betreutes Wohnen» beraten. CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz befürworten die Motion ausdrücklich. Angesichts der wachsenden Bedeutung von «Betreutem Wohnen» braucht es klare Regelungen, die bedarfsgerechte Angebote und deren Finanzierung schweizweit sicherstellen. Mit der soeben erschienenen Studie «Betreutes Wohnen in der Schweiz» leisten die vier nationalen Dachorganisationen einen fundierten Beitrag zur politischen Debatte und zur praxisgerechten Umsetzung.

Neben der ambulanten Pflege und Unterstützung zu Hause und der stationären Pflege und Betreuung im Heim wird das «Betreute Wohnen» als dritte, integrierte Wohnform für Menschen im Alter oder mit Behinderung immer bedeutender. Der Begriff «Betreutes Wohnen» ist aber bis anhin ungenügend definiert. Fehlende gesetzliche Regelungen und grosse regionale Unterschiede im Angebotsumfang erschweren die Diskussion zur optimalen Ausgestaltung. Unklarheiten bestehen auch in Bezug auf die Finanzierung. Die Motion «Ergänzungsleistungen für Betreutes Wohnen»
(18.3716) will diesen Missstand beseitigen und die Finanzierung von Betreutem Wohnen auch über Ergänzungsleistungen regeln. Nachdem der Nationalrat die Motion in der Frühlingssession 2019 angenommen
hat, wird sie demnächst in der zuständigen Schwesterkommission des Ständerats (SGK-S) behandelt. CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz befürworten die Motion und eine entsprechende Gesetzesanpassung ausdrücklich.


Neue Studie zeigt ein Modell für bedarfsgerechte Angebotsstandards
Die Motion 18.3716 verlangt unter anderem, dass ein auf die Bedürfnisse ausgerichtetes Angebot gesetzlich festgelegt wird. Welche Standards dabei aus fachlicher Perspektive gelten sollten, zeigt die soeben erschienene Studie «Betreutes Wohnen in der Schweiz – Grundlagen eines Modells», welche Nursing Science & Care im Auftrag von CURAVIVA Schweiz, senesuisse, Pro Senectute Schweiz und Spitex Schweiz erarbeitet hat. Die Studie fasst wissenschaftliche Erkenntnisse, bestehende Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis zusammen und definiert die strukturellen, inhaltlichen und fachlichen Voraussetzungen von «Betreutem Wohnen». Damit leistet die Studie einen breit abgestützten Beitrag an die politische Diskussion und setzt Impulse für die anstehenden Weichenstellungen in Bezug auf die benötigten Leistungen und deren Finanzierung im «Betreuten Wohnen».


Ein klienten-zentriertes Modell mit 4 Unterstützungsstufen
Die Studie präsentiert ein Modell, das die Bedürfnisse der Menschen im Alter und mit Behinderung in den Vordergrund stellt. Gestützt auf die am häufigsten benötigte Unterstützung definiert sie entsprechende Leistungen. Bei der Entwicklung dieses für die Schweiz neuen Modells stand die Frage
im Zentrum, welche Menschen in welchen Situationen mit welchem Ziel durch «Betreutes Wohnen» weiterhin möglichst selbständig leben können. Durch die Beschreibung von unterschiedlichen Versorgungsgraden lässt sich «Betreutes Wohnen» in vier Stufen einteilen (A–D), wobei «Betreutes Wohnen» der Kategorie D das kleinste Leistungsangebot bietet und jenes der Kategorie A das umfangreichste. 

  • Auf der Stufe D werden lediglich die Wohninfrastruktur (Barrierefreiheit), benötigte Sicherheitsleistungen (Notrufsystem) sowie Unterstützung bei täglichen Aktivitäten angeboten (z.B. im Haushalt, beim Kochen, Einkaufen und bei administrativen Arbeiten).
  • Auf Stufe C erfolgt eine fachliche Abklärung betreffend Gesundheit und der Fähigkeit zur selbständigen Alltagsgestaltung. Dies dient dem Erhalt und der Förderung eigener Fähigkeiten, um ein möglichst langes selbständiges Wohnen zu ermöglichen. Eine Fachperson steht als Ansprechpartner/-in zu Bürozeiten zur Verfügung.
  • Auf Stufe B werden alle Aspekte pflegerisch-betreuerischer Aufgaben sichergestellt. Vorhandene Ressourcen der Person und ihrer Angehörigen sowie relevante Gesundheitsfaktoren und -risiken werden systematisch erfasst und benötigte Dienstleistungen organisiert. Dafür stehen Fachpersonen rund um die Uhr zur Verfügung.
  • Betreutes Wohnen auf der Stufe A ermöglicht das Verbleiben in der Wohnung bis zum Lebensende. Das Unterstützungsteam wird durch spezialisierte Fachpersonen für Physiotherapie, Sozialpädagogik, Demenz, psychische Krankheiten, Suchterkrankung und Palliativpflege ergänzt.

In allen Stufen gilt als Ziel, die Würde, die grösstmögliche Selbstständigkeit sowie die Lebensqualität des betreuten Menschen zu erhalten.

Der Stiftungsrat von Pro Senectute Schweiz wählte an seiner Stiftungsratssitzung vom 25. Februar Ursula Koch zur neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz. Sie wird die Stelle am 1. September 2019 antreten.

Ursula Koch ist aktuell Mitglied der Geschäftsleitung der Krebsliga Schweiz. Sie war zuvor beim Gesundheitsamt des Kantons Zug aktiv, wechselte dann zum Bundesamt für Gesundheit, wo sie in verschiedenen Führungspositionen tätig war, bevor sie zum aktuellen Arbeitgeber stiess. Die doktorierte Psychologin, spezialisiert auf Versorgungsforschung, bringt ausgewiesene Erfahrung im NGO- und Verbandsmanagement, in der psychosozialen Beratung als auch aus der Prävention mit. Ursula Koch ist 41  Jahre alt und tritt die Nachfolge von Werner Schärer an, welcher nach über zwölf Jahren als Direktor von Pro Senectute Schweiz im Sommer 2019 pensioniert wird.

Ab heute überreichen rund 400 Bäckereien und Confiserien in der ganzen Schweiz ihren Kunden beim Kauf eines «Coffee-to-go» selbstgestrickte Becherwärmer, sogenannte Cupholder. Mit der Kampagne #vollpersönlich machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz gemeinsam mit den gewerblichen Bäckereien und Confiserien auf Demenz und ihre Folgen im Alltag aufmerksam.

In der Schweiz leben heute rund 151'000 Menschen mit Demenz. Die Krankheit führt dazu, dass Betroffene sukzessive die räumliche und zeitliche Orientierung verlieren. Sie schränkt zudem das Gedächtnis und die Sprache ein. Personen, welche an Demenz leiden, leben im Anfangsstadium der Krankheit nach wie vor zuhause und sind somit ein Teil des öffentlichen Lebens. Und genau hier setzt die Kampagne an: Die mitmachenden Bäckereien und Confiserien informieren ihre Kundinnen und Kunden mit MEMO-BOX-Karten, worauf im Gespräch mit einer erkrankten Person zu achten ist und wie man bei einer orientierungslosen Person richtig reagiert.

Bäckereien-Confiserien sensibilisieren
Für Silvan Hotz, Präsident des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbands, ist die gemeinsame Kampagne mit Pro Senectute und Alzheimer Schweiz als «oberster Bäcker» wie auch als Betriebsinhaber spannend: «Bäckereien-Confiserien haben einerseits eine hohe Kundenfrequenz, andererseits stehen wir im persönlichen Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden. Wir nehmen mit der Aktion «#vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen» eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung der Bevölkerung ein. Es erfüllt mich mit Stolz, dass so viele Bäckereien-Confiserien
bei dieser für unser Gewerbe neuartigen Kampagne mitmachen.» 

So läuft’s
Seit September haben unzählige Freiwillige schweizweit über 61'000 kunterbunte Cupholder für die Sensibilisierungskampagne gestrickt. Ab 22. Januar überreichen rund 400 Bäckereien-Confiserien in der ganzen Schweiz ihren Kundinnen und Kunden den gekauften «Coffee-to-go» mit einem Cupholder und einer Infokarte aus der MEMO-BOX mit einfachen Tipps für den Umgang mit Betroffenen. Die Aktion dauert nur kurze Zeit, solange der Vorrat an Cupholder reicht.

Folgende Bäckereien-Confiserien unterstützen die Aktion: www.swissbaker.ch/vollpersoenlich
Weitere Informationen zur Kampagne sowie Fotomaterial finden Sie unter www.memo-info.ch sowie auf Facebook @memoinfoch und auf Instagram mit dem Hashtag #vollpersönlich.

2018

Seit September haben Freiwillige Tausende bunte Cupholders für die Kampagne «#vollpersönlich – Stricken gegen das Vergessen» gestrickt. Bis heute sind über 30‘000 Cupholder eingetroffen – und es wird weiter emsig gestrickt: Im Pro Senectute-Strickstübli an der Luzerner Messe ZUKUNFT ALTER waren es nochmals 1'098 Stück. Ab 22. Januar werden die Cupholder in Bäckereien-Confiserien beim Kauf eines «Coffee-to-go» abgegeben, mit dem Ziel für einen offenen Umgang mit Demenzkranken im Alltag zu sensibilisieren.

Seit September haben junge und alte Menschen, zahlreiche Prominente, Schulklassen, Bloggerinnen und Influencer Cupholder gestrickt. Im Schlusssprint griffen an der Messe ZUKUNFT ALTER in Luzern nochmals unzählige Freiwillige im Strickstübli von Pro Senectute zu den Nadeln. Der Leiter der Messe ZUKUNFT ALTER, Josef Odermatt, ist vom Engagement der Messebesuchenden überwältigt: «Ich hätte nie erwartet, dass sich so viele Messebesucher für diese sympathische und wichtige Sensibilisierungs-Aktion Zeit nehmen und mitstricken. Dies zeigt, dass Messen ein grosses – bis anhin nicht ausgeschöpftes – Potenzial für die Mobilisierung der Bevölkerung haben.»

In Bäckereien-Confiserien
Die bunten Cupholder werden ab 22. Januar für kurze Zeit in Bäckereien-Confiserien in der ganzen Schweiz an Kunden, die einen «Coffee-to-go» kaufen, gratis überreicht. Dank der in den Geschäften prominent platzierten MEMO-BOX, einem Dispenser mit Infokarten, wird die Kundschaft informiert und sensibilisiert und erhält wertvolle Tipps für den täglichen Umgang mit Demenz-betroffenen Menschen. 

Und dies ist nach wie vor notwendig, wie Ruedi Haegele von Pro Senectute Kanton Luzern ausführt: «Die Leute wissen, dass es Demenz gibt, haben aber oft Hemmungen auf Betroffene zuzugehen. Die Kampagne vermittelt hier praktisches Wissen für den alltäglichen Umgang mit Demenzkranken. Die Bäcker und Confiseure machen zudem gleich vor, wie es geht: Sie begegnen demenzkranken Kunden offen und respektvoll.»

Jetzt Cupholder einsenden
Die gestrickten Cupholder können bis 6. Dezember an Pro Senectute, Postfach, 5634 Merenschwand eingeschickt werden. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.memo-info.ch.

Was ist eigentlich Demenz?
In der Schweiz leben heute rund 148'000 Menschen mit Demenz. Demenz ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Krankheitsformen. Die Krankheit kann das Denken, das Gedächtnis, die Erinnerung und die Sprache einschränken. Betroffene verlieren sukzessive die Orientierung – räumlich, zeitlich und sozial.

Kontakt für Medien:
Pro Senectute Schweiz, Judith Bucher, 044 283 89 57,
Alzheimer Schweiz, Nani Moras, 058 058 80 41 oder 075 434 98 10,
Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband, Sarah Stettler, 031 388 14 14, 

Pro Senectute Schweiz hat zusammen mit dem Institut zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität der Fachhochschule Neuenburg (ILCE, HEG Arc) erstmalig eine repräsentative Studie zum Ausmass des Finanzmissbrauchs bei Menschen im Alter ab 55 Jahren durchgeführt. Die Schadenssumme sowie die Opferzahlen zeigen, dass Handlungsbedarf besteht.

Die erste repräsentative Studie für die Schweiz zeigt auf, in welchem Umfang Menschen ab 55 Jahren von finanziellem Missbrauch betroffen sind. In den letzten fünf Jahren war in dieser Altersgruppe jede vierte Person Opfer eines Finanzmissbrauchs, jede fünfte Person erlitt einen finanziellen Schaden. Die kumulierte Schadenssumme für die Altersgruppe 55+ liegt gemäss Hochrechnung der Studie bei über CHF 400 Mio. pro Jahr.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Männer (28,2%) sind häufiger Opfer von Finanzmissbrauch als Frauen (23,3%).
  • Die Westschweiz weist die höchsten Fallzahlen auf (36,5%), gefolgt von der Deutschschweiz (22,8%) und dem Tessin (11,7%).
  • Menschen zwischen 55 bis 64 sowie ab 85 Jahren werden häufiger Opfer von Betrugsmaschen als die Altersgruppen dazwischen.
  • 61% sprechen mit niemandem über einen erlittenen finanziellen Missbrauch.

Die Betrugsfälle mit finanziellen Folgen kommen in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen vor – vom klassischen Diebstahl im öffentlichen Raum oder beim Bankomaten über gefälschte Internet-Anzeigen bis zum Zustellen von nicht bestellten Waren.

Zahl der aufgrund von Finanzmissbrauch geschädigten Personen während den letzten fünf Jahren:

1. Diebstahl an einem öffentlichen Ort 155'066
2. Diebstahl beim Geldabheben an Bankomat   62'457
3. Unbekannter bittet unter Vorwand um Geld (Portemonnaie/Schlüssel verloren)   60'304
4. Gefälschte Anzeige im Internet   47'381
5. Erhalt von nicht bestellten Waren   38'767

Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz, meint zu den Studienresultaten: «Die Höhe und das Ausmass der Schadenssumme haben uns überrascht. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können wir künftig noch gezielter informieren, wie man sich wirksam gegen finanziellen Missbrauch schützen kann.»

Pro Senectute erachtet einen offenen Umgang mit dem Thema Finanzmissbrauch als wichtige Präventionsmassnahme. Je mehr Menschen über die gängigen Betrugsmaschen informiert sind, umso besser können Betrügereien verhindert werden. Auch die Opfer können das Erlebte besser verarbeiten, wenn sie sich jemandem anvertrauen, bzw. offen darüber sprechen können.

Pro Senectute und Alzheimer Schweiz lancieren heute zusammen mit den Schweizer Bäcker-Confiseuren die Kampagne #vollpersönlich – «Stricken gegen das Vergessen», um für Demenz und ihre Folgen im Alltag zu sensibilisieren. Ziel ist es, über 100’000 Cupholder zu stricken, die im Januar 2019 für kurze Zeit in Bäckereien-Confiserien erhältlich sein werden. Mit Prominenten, Schülerinnen und Schülern und rund 100 Strickbegeisterten fiel heute in Bern der Startschuss dieser nationalen Aktion.

Zum Auftakt der nationalen Mobilisierungsaktion #vollpersönlich «lismeten» heute im GenerationenHaus in Bern eine Handarbeitsklasse der Sekundarschule in Langnau i.E., Monique, Peter Reber, Knackeboul, Maja Brunner und viele Strickbegeisterte um die Wette. Gestrickt werden ab heute – in Bern und schweizweit – sogenannte Cupholder. Diese Becherhalter werden dann ab dem 22. Januar 2019 schweizweit in Bäckereien-Confiserien beim Kauf eines «Coffee-to-go» abgegeben. Damit machen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz auf demenzerkrankte Menschen im Alltag aufmerksam. Gestrickt werden kann bis im Dezember 2018. Ziel der Kampagne sind 100’000 gestrickte Cupholder.

Ein Zeichen setzen

Damit die Information mit möglichst vielen Cupholdern breit gestreut werden kann, rufen Pro Senectute und Alzheimer Schweiz alle Strickbegeisterten auf, mitzumachen und so ein Zeichen für Demenzbetroffene und die Folgen von Demenz im Alltag zu setzen.

In der Schweiz leben heute rund 148'000 Menschen mit Demenz, Tendenz steigend. Demenz ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Krankheitsformen. Je nach Demenzart und Krankheitsstadium können Hirnfunktionen wie das Denken, das Gedächtnis, die Erinnerung und die Sprache eingeschränkt sein. Betroffene verlieren durch die Krankheit sukzessive die Orientierung – räumlich, zeitlich und sozial. Gerade im Alltag sind diese Menschen auf Verständnis und positive Begegnungen angewiesen.

In Bäckereien-Confiserien

Viele Menschen wissen aber nicht genau, wie sie mit Betroffenen umgehen sollen. Die Kampagne #vollpersönlich versucht mittels Infokarten, einfachen Tipps und wichtigen Hinweisen, genau dieses Wissen über Demenz zu vermitteln. Diese Karten werden mit den Cupholdern in den Bäckereien-Confiserien abgegeben.

Eine Strickanleitung sowie weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.memo-info.ch.

Jährlich verletzen sich in der Schweiz 87 000 Seniorinnen und Senioren bei einem Sturz. In diesem Alter haben Sturzverletzungen oft schwerwiegende gesundheitliche und soziale Auswirkungen. Jährlich sterben über 1500 Betroffene an den Folgen eines Sturzes. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, Pro Senectute Schweiz, Gesundheitsförderung Schweiz und weitere Partner verstärken deshalb ihre Aktivität in der Sturzprävention. Im Zentrum steht das Vermitteln von Kraft- und Gleichgewichtsübungen.

Ein Sturz ist schnell passiert, sei es im Haushalt oder bei Freizeitaktivitäten. Täglich verletzen sich bei Stürzen in der Schweiz rund 240 Personen über 65 Jahre so stark, dass sie zum Arzt oder ins Spital müssen. Im höheren Alter kann ein solcher Unfall eine Negativspirale in Gang setzen: Das Ausheilen einer Verletzung dauert länger; während der Heilungszeit bilden sich die Muskeln zurück, was das Ri-siko für weitere Stürze steigert. Diese Entwicklung kann letztlich zu weniger Mobilität, weniger Selbstständigkeit und damit zu weniger Lebensqualität führen. Manchmal folgt ein frühzeitiger Heimeintritt.

Aufgrund der demografischen Entwicklung ist anzunehmen, dass Sturzunfälle an Bedeutung gewinnen werden. Die bfu, Pro Senectute Schweiz und Gesundheitsförderung Schweiz verstärken darum ihre Präventionsmassnahmen. Als Fachpartner wirken physioswiss und die Rheumaliga Schweiz mit. Gemeinsam wird die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» in die nächste Phase geführt, mit breiten-wirksamerer Kommunikation und vertiefter Ausbildung der beteiligten Kursleitenden.

In einer Gruppe oder zu Hause trainieren

Seniorinnen und Senioren können ihr Sturzrisiko senken, indem sie sich viel bewegen und so fit bleiben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass es sich lohnt, gezielt Kraft und Gleichgewicht zu trainieren – so kann man sich in vielen Fällen noch auffangen, wenn man stolpert und zu stürzen droht. Die Plattform www.sichergehen.ch wurde deshalb weiter ausgebaut: Auf ihr sind über 1500 Kurse in der ganzen Schweiz zu finden; neue Kurse werden laufend aufgeschaltet. Für das Training zu Hause hält die Website leicht verständliche Übungen in mehreren Schwierigkeitsstufen bereit – für Personen mit guter Fitness, aber auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Wer die Bewegung im jün-geren Alter vernachlässigt hat, kann ebenfalls jederzeit einsteigen.

«Wir empfehlen, dreimal pro Woche während mindestens 30 Minuten Kraft und Gleichgewicht zu trainieren», so bfu-Sturzexpertin Barbara Pfenninger. «Für viele ist es eine zusätzliche Motivation, wöchentlich in einer Gruppe unter Gleichgesinnten zu trainieren. So kann die körperliche Bewegung zur Sturzprävention auch das Sozialleben bewegen.»

Tiefere Gesundheitskosten, längere Selbstständigkeit

Sturzprävention ist auch ein volkswirtschaftliches Anliegen: Die gesamten volkswirtschaftlichen Kosten von Stürzen bei Seniorinnen und Senioren schätzt die bfu auf rund 16 Milliarden Franken pro Jahr. Allein die materiellen Kosten, etwa für Heilung und Pflege, summieren sich auf rund 1,7 Milliarden Fran-ken. Und auch der private Nutzen ist selbsterklärend: Wer nicht stürzt, hat eine grössere Chance, gesund alt zu werden und lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Um eine breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen, werden ab kommender Woche auch TV-Spots zu sehen sein.

Wettbewerbe beflügeln, denn jeder will gewinnen. Das gilt auch für den Prix Chronos, bei dem Kinder im Alter von 10 bis 12 zusammen mit Senioren aus vier Kinderbüchern das beste wählen. Eine einmalige Erfahrung, die Jahr für Jahr fast 4'000 Senioren und Jugendliche dazu motiviert, gemeinsam zu lesen, zu diskutieren und sich auf ein Siegerbuch zu einigen. Im Frühling 2019 wird der siegende Autor an einer öffentlichen Preisverleihung gekürt und das Gewinnerbuch prämiert.

Beim Prix Chronos geht es weder darum besonders gut oder viel lesen zu können, nein, dieser Lesewettbewerb will das Verständnis zwischen den Generationen fördern. Und was würde sich besser dafür eignen als Geschichten, die von Begegnungen und Freundschaften zwischen Jung und Alt handeln? Lesen, vorlesen, über das Gelesene nachdenken und diskutieren, all das hat beim Prix Chronos Platz. Die altersgemischten Lesegruppen haben die unterschiedlichsten Hintergründe. Mal sind es Schulklassen, die zusammen mit älteren Menschen aus der Gemeinde lesen, mal ein Altersheim mit einer Jungschargruppe oder eine altersgemischte Lesegruppe aus einer Bibliothek. Aber es nehmen auch Grosseltern mit ihren Enkelinnen und Enkeln teil. Sie alle lesen die vier vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) selektionierten Jugendbücher und geben ihrem Favoriten die Stimme.

Nominierte Bücher

In «Botzplitz! Ein Opa für alle Fälle – Das Geheimnis der Bärenhöhle» von Sabrina J. Kirschner werden die Campingferien von Linus, Finn, Charlotte und dem Baby Emil zum Abenteuer, als ein Bergsturz die Kinder von ihrem Opa Botzplitz trennt. In Petra Posterts Buch «Das Jahr als die Bienen kamen» erbt die zwölfjährige Josy die Bienenvölker ihres Grossvaters. Dank Alma, einer älteren Freundin, erlernt Josy die Geheimnisse der Imkerei und findet auch den Draht zu den kauzigen Herren im Imkerverein. In «Toni» von Ute Wegmann lebt das Mädchen Toni während ihrer Sommerferien bei der Grossmutter, einer Künstlerin in einem Bergdorf. Toni verbringt viel Zeit mit den Tieren des Nachbarbauern. Als dieser zwei Hühner und eine Ente schlachten will, entwirft sie einen Notfallplan. Die Australierin Matilda Woods beschreibt in «Tito Bonito und die Sache mit dem Glück» die Begegnung zwischen dem verwitweten Sargmacher Alberto und Tito mit seinem magischen Vogel Fia. Tito lernt von Alberto das Sargmachen. Doch niemand darf von Tito wissen, denn er wird verfolgt...

Mitlesen können alle

Die nominierten Bücher sind auch als Hörbuch, in Grossdruck oder Braille sowie als E-Book bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte im Sortiment. Die Bücherliste und die teilnehmenden Bibliotheken sind unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Anmeldung zum Lesewettbewerb ist ab sofort möglich.

Seit letztem Sommer haben über 1'500 Kinder und Senioren die vier nominierten Prix Chronos-Bücher gelesen und ihrer Lieblingsgeschichte die Stimme gegeben. Gewonnen hat das Kinderbuch «Der alte Mann und das Meerschweinchen» des deutschen Philosophen und Schriftstellers Jens Sparschuh.

Familie Polke verreist ans Meer und Angelina freut sich riesig. Dumm nur, dass das Meerschweinchen Ottilie nicht mitkommen kann, denn in der Ferienwohnung sind Haustiere strengstens verboten. Zum Glück erklärt Nachbar Möhring sich bereit, Ottilie vorübergehend bei sich aufzunehmen. Das kleine Haustier bringt das Leben des alten Mannes gehörig durcheinander. Mit der Unterstützung der unternehmungslustigen Frau Waller wächst Herr Möhring aber über sich hinaus und entdeckt nicht nur seine Zuneigung zu Meerschweinchen, nein, er entdeckt das Leben neu und begibt sich mitsamt Tier und Herzensdame auf eine Reise, die für alle eine Überraschung bereithält. Jens Sparschuhs Geschichte begeisterte die Lesenden mit ihrem Witz in Wort und Bild und der liebevollen Beschreibung der Beziehungen zwischen Alt und Jung, Mensch und Haustier.

Prix Chronos bringt die Generationen lesend zusammen

Pro Senectute und Pro Juventute organisieren den Prix Chronos seit über 10 Jahren. Der Lesewettbewerb fördert den Austausch zwischen den Generationen, indem Lesegruppen aus Bibliotheken, Schulen, Jugendgruppen, Altersheimen und Kirchgemeinden gemeinsam vier Bücher lesen. «Der Prix Chronos motiviert jedes Jahr über 3'000 Senioren und Jugendliche in der Deutsch- und Westschweiz, gemeinsam Bücher zu lesen und in Geschichten einzutauchen», sagt Renate Ammon, Projektleiterin Prix Chronos und Mitarbeiterin der Pro Senectute Bibliothek. «Unser Projekt bringt die beiden Generationen dazu, die Welt aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Mit diesen Begegnungen leisten wir einen kleinen, aber nachhaltigen Beitrag für ein besseres Verständnis zwischen Jung und Alt.»

Prix Chronos 2019

Und schon bald sind die Bücher des nächstjährigen Prix Chronos 2019 parat. Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) hat vier neue Generationengeschichten nominiert. Ab August sind diese in rund 30 Bibliotheken ausleihbar. Für Jugendliche mit Dyslexie (Legasthenie) oder AD(H)S sowie für Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung stehen sie erneut als Hörbuch und E-Book in der Online-Bibliothek www.buchknacker.ch sowie bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte bereit.

Am 14. März 2018 berät der Nationalrat die Reform der Ergänzungsleistungen. Pro Senectute ruft die Parlamentarierinnen und Parlamentarier dazu auf, die Mietzinsmaxima für Beziehende von Ergänzungsleistungen dringend anzupassen. Über 42’000 Haushalte können nicht länger warten.

Zu hohe Mieten sind ein Dauerbrenner in der Sozialberatung von Pro Senectute. Für eine alleinstehende Person mit Ergänzungsleistungen beträgt die maximal anrechenbare Pauschale für die Bruttomiete 1'100.- und für ein Ehepaar 1'250.- Franken. Diese seit 2001 unveränderten Pauschalen haben nur noch wenig mit der Realität auf dem Wohnungsmarkt zu tun.

Eveline Widmer-Schlumpf, Präsidentin von Pro Senectute Schweiz, appelliert an den Nationalrat: «Die Anpassung der Mietzinsmaxima ist längst überfällig. Ende 2016 lag die Miete bei über 42'000 Haushalten mit Ergänzungsleistungen über dem vorgegebenen Maximalbetrag. Wir sehen die Folgen täglich in unseren Beratungen: Die betroffenen Seniorinnen und Senioren müssen sich die Miete vom Lebensbedarf absparen, ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück, machen Schulden oder ziehen ins Heim. Dieser Missstand würde sich einfach beheben lassen.»

Pro Senectute fordert den Nationalrat auf, die Mietzinsmaxima jetzt endlich anzupassen und zwar auf dem Stand der aktuellen Mieten. Pro Senectute plädiert zusätzlich dafür, dass die Maxima künftig alle zwei Jahre durch den Bundesrat automatisch überprüft und analog zu anderen Bereichen, z.B. bei der AHV, bei Bedarf angepasst werden.

2017

Die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» motiviert ältere Menschen, Kraft und Gleichgewicht zu trainieren. Denn jährlich stürzen in der Schweiz über 86'000 Menschen im Alter 65plus, mit teils gravierenden Folgen. In Zusammenarbeit mit Procap Schweiz wurde neu ein Trainingsprogramm spezifisch für Menschen mit Bewegungs-einschränkungen entwickelt. Die Übungen eignen sich für Senioren mit Rollator oder Personen im Rollstuhl.

Wer Kraft und Gleichgewicht regelmässig trainiert, stürzt weniger häufig oder kann einen kleinen Stolperer auffangen. Ältere Menschen bleiben dank dem Training länger mobil und können ihre Selbständigkeit häufig bis ins hohe Alter bewahren. Die Kampagne «sicher stehen – sicher gehen» von der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, Pro Senectute Schweiz, Gesundheitsförderung Schweiz, Rheumaliga und physioswiss hat seit der Lancierung 2016 Tausende über die positive Wirkung von Bewegung und Gleichgewichtstraining informiert und auf Bewegungskurse in der Nähe hingewiesen.

Trainieren können alle

In Kooperation mit Procap Schweiz wurden neue Übungen entwickelt, die sich spezifisch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen eignen. Das Trainingsprogramm «light» bietet Kraft- und Gleichgewichtsübungen für Menschen mit Rollator und Gehstock oder Personen im Rollstuhl.

Susanne Lizano, Projektleiterin «Procap bewegt» hält hierzu fest: «Auch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen ist es möglich, Kraft und Gleichgewicht zu trainieren. Im Vordergrund stehen dabei die Gesundheit und der Erhalt der Selbstständigkeit.»

Barbara Pfenninger, Expertin Sturzprävention der bfu ergänzt: «Gerade auch nach einer Operation oder einer längeren Krankheit kann mit diesen Übungen das entstandene Kräftedefizit wieder aufgebaut werden». Die Übungen können im Sitzen sowie stehend mit oder ohne stabile Haltehilfe ausgeführt werden.

Seit 2013 können erwachsene Personen für den Fall einer Urteilsunfähigkeit rechtlich vorsorgen. Eine repräsentative Umfrage von gfs-zürich im Auftrag von Pro Senectute Schweiz zeigt: Die Bevölkerung nutzt diese Möglichkeit der Selbstbestimmung kaum. Nur jeder Fünfte hat eine Patientenverfügung ausgefüllt und gar nur jeder Zehnte hat einen Vorsorgeauftrag erstellt.

Pro Senectute interessierte, wie verbreitet diese wichtigen Vorsorgeinstrumente bei Erwachsenen in der Schweiz sind. Die repräsentative Umfrage von gfs-zürich im Auftrag von Pro Senectute zeigt: Nur 22% haben eine Patientenverfügung ausgefüllt und sogar nur 12% haben einen Vorsorgeauftrag erstellt. Bei älteren Menschen liegen die Anteile erwartungsgemäss höher. Bei Personen im Alter 65+ verfügt mit 47% fast die Hälfte über eine Patientenverfügung, beim Vorsorgeauftrag ist der Anteil mit 21% jedoch signifikant kleiner. Auffallend sind auch die Unterschiede zwischen den Sprachregionen. Beide Vorsorgeinstrumente sind im Tessin und in der Westschweiz deutlich weniger bekannt und werden von weniger Menschen genutzt.

«Viele Personen kennen die Selbstbestimmungsmöglichkeiten im neuen Erwachsenenschutzrecht nicht», sagt Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Mit einem Vorsorgeauftrag beispielsweise kann jede erwachsene Person selber entscheiden, wer im Falle ihrer unfall- oder krankheitsbedingten Urteilsunfähigkeit im Alltag für sie sorgt, ihre Finanzen regelt und sie in rechtlichen Angelegenheiten vertritt. Es braucht unbedingt mehr Aufklärung und Sensibilisierung; so können alle entlastet werden, Angehörige wie Behörden.»

Ob in der Badi, im Klassenzimmer oder mit dem Grosi auf dem Sofa: Beim Prix Chronos wird überall gelesen – aber nicht alleine. Am Lesewettbewerb lesen Senioren und Jugendliche vier Bücher zusammen und wählen dann ihr Lieblingsbuch. Wie schon bei der letzten Austragung ist die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte Partnerin des Buchpreises. Sie bietet das Buchset als Hörbuch, als Grossdruck, in Braille sowie als E-Book an.

Der jährliche Lesewettbewerb und Generationenbuchpreis für Jung und Alt von Pro Senectute und Pro Juventute ist gestartet. Senioren und Jugendliche lesen vier Bücher und küren ihr Lieblingsbuch. Gelesen werden die Bücher in Gruppen, die auf Initiative von Bibliotheken, Schulen oder Altersheimen gebildet werden. Selbstverständlich können auch Einzelpersonen mitmachen.

Die für den Prix Chronos 2018 nominierten Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein – trotzdem haben sie alle etwas gemeinsam: Sie handeln von Begegnungen zwischen Jung und Alt. Da wäre zum Beispiel das Buch «Hier kommt Oma» von Stefan Boonen: Eine Grossmutter, die mit ihrer Enkelschar in die Ferien fährt. Zähneputzen und saubere Unterhosen? Nicht nötig. Oder «Djadi, Flüchtlingsjunge» von Peter Härtling: Ein syrischer Flüchtlingsjunge, der eines Tages plötzlich in einer Alters-WG steht und jedes Mal unter dem Sofa verschwindet, sobald es an der Türe klingelt. Auch der klar strukturierte Tagesablauf eines alten Grafen in der Geschichte «Der Kaugummigraf» von Kristen Reinhardt verändert sich schlagartig, als plötzlich ein kleines schmutziges Mädchen in sein Leben tritt. Und im vierten Buch «Der alte Mann und das Meerschweinchen» von Jens Sparschuh, beschliesst ein Mädchen, ihr Meerschweinchen dem alten Nachbarn zu geben, weil Haustiere in der Ferienwohnung strengstens verboten sind.

Mitlesen ist einfach

Alle Leseratten haben bis im Frühjahr 2018 Zeit, die vier Bücher zu lesen und daraus ihr Lieblingsbuch auszuwählen. Dem Siegerautor des Lesewettbewerbs winkt eine Prämie. Zudem haben die Teilnehmer des Prix Chronos an einer Preisverleihung im Frühling die Chance, weitere Preise zu gewinnen oder den Siegerautor persönlich zu treffen.

Die Bücherliste und die teilnehmenden Bibliotheken sind unter www.prixchronos.chaufgeschaltet. Am einfachsten geht die Anmeldung per Online-Formular. Sie können diese aber auch ausdrucken und uns per E-Mail an prix.chronos@prosenectute.ch, per Fax oder per Post zukommen lassen.

Pro Senectute wird 100 und feiert. Zum Jubiläum spielt das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester auf ihrer Herbst Tournee Chaplins Filmmusik «Modern Times» live zur Filmaufführung. Unter der Leitung von Ludwig Wicki, dem international renommierten Dirigenten von Filmmusik, werden vier exklusive Konzerte in Zürich, Montreux, Lugano und Bern aufgeführt.

Sechzig junge Talente aus der ganzen Schweiz spielen auf der Jubiläumstournee von Pro Senectute Chaplins Komposition «Modern Times». Chaplins Werk entstand 1936 unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise. Der Film kritisiert die Folgen der Mechanisierung und Rationalisierung in der Arbeitswelt und ist somit vor dem Hintergrund der Digitalisierung topaktuell.

Für die Mitglieder des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters sind die Konzerte «definitiv eine neue Erfahrung», sagt Nicole Benz, Präsidentin der Musikkommission des Orchesters. «Sie sind für Orchester und Dirigent technisch nicht so anspruchsvoll wie beispielsweise eine Strauss-Sinfonie. Synchron mit dem Film zu spielen, wird uns aber sicherlich fordern. Chaplins Musik ist zudem facettenreich – von jazzigen Elementen bis hin zum Slapstick.» meint die 22-jährige Violinistin begeistert. Die Mitglieder des Jugend-Sinfonie-Orchesters kommen im Herbst aus der ganzen Schweiz zusammen, um die Filmmusik mit dem Gastdirigenten Ludwig Wicki einzustudieren. Wicki ist künstlerischer Leiter des 21st Century Symphony Orchestra und leitete in den vergangenen Jahren mehrere Weltpremieren von Filmmusik. Die Jubiläums-Konzerte finden in bekannten Konzerthäusern statt: Die Tonhalle Maag in Zürich (14.10.), das Auditorium Stravinski in Montreux (21.10), das LAC in Lugano (22.10.) sowie der Kursaal in Bern (12.11.).

Wenn Jung für Alt musiziert

Sechzig Musiker und Musikerinnen zwischen 15 und 25 Jahren spielen für eine 100-jährige Organisation einen Stummfilmklassiker im digitalen Zeitalter. Das sind einige Brückenschläge über mehrere Generationen. Eveline Widmer-Schlumpf, seit April die neue Präsidentin von Pro Senectute Schweiz, freut sich entsprechend über das Engagement des Orchesters: «Ich werde das Vergnügen haben, in Zürich beim Tourneeauftakt dabei zu sein. Die Begeisterung der jungen Musiker wirkt ansteckend. Für mich ist dieses Projekt eine Analogie für die Schweiz von heute. Es braucht Jung und Alt für ein funktionierendes Zusammenleben.» Lassen Sie sich diese unvergesslichen Konzerte nicht entgehen. 

Viele Senioren mit Hörproblemen warten jahrelang zu, bis sie ihre Hörminderung behandeln lassen. Pro Senectute lancierte deshalb vor einem Jahr die Kampagne «Das Leben wieder hören». Die Kampagne geht nun mit einem TV-Spot sowie Informations- und Kursangeboten ins zweite Jahr und ruft zum frühzeitigen Handeln auf.

Ein funktionierendes Gehör ist ein entscheidender Faktor für die Mobilität und die soziale Teilhabe im Alter. Gemäss einer Literaturstudie des Interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter (IKOA-FHS) der Fachhochschule St.Gallen im Auftrag von Pro Senectute behandelt jedoch fast die Hälfte der Senioren mit einer Hörminderung ihren Hörverlust nicht. Nur ein kleiner Anteil der Betroffenen trägt regelmässig ein Hörgerät. Pro Senectute sensibilisiert deshalb ältere Menschen mit der aktuellen Kampagne, Hörprobleme rasch anzugehen.

Zuwarten erschwert Hörgeräteanpassung

Die Übersicht des IKOA-FHS zeigt: Viele Betroffene warten zu lange ab, bis sie ihre Hörminderung behandeln lassen. Durchschnittlich vergehen vom ersten Verdacht bis zur Behandlung sieben bis zehn Jahre. Je länger aber Hörprobleme unbehandelt bleiben, umso schwieriger wird die erfolgreiche Auswahl bzw. Anpassung von Hörhilfen. Das Gehirn verlernt mit der Zeit die Bedeutung der akustischen Signale und kann die Geräusche nicht mehr zuordnen.

Gute Lebensqualität dank guten Ohren

Hörprobleme sind keine Bagatellen. Ältere Menschen mit Hörproblemen stürzen häufiger. Auch Verlustgefühle, Ängste sowie Depressionen können Folgen sein. Oft ziehen sich Hörgeschädigte auch aus dem sozialen Leben zurück, da die Kommunikation anstrengend ist. Die damit einhergehende Vereinsamung kann die Lebensqualität massiv beeinträchtigen und ist gerade für ältere Menschen gefährlich.

Partner der Kampagne sind Neuroth, die Fachhochschule St.Gallen sowie pro audito schweiz. Weitere Informationen: www.prosenectute.ch/hoeren

St. Gallen, 29. Juni 2017. Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen Schweiz bündeln ihre Kompetenzen in den Bereichen Vorsorge und Wohnen. Im Vordergrund der Kooperation stehen die gemeinsame Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich der finanziellen Planung ihrer Pensionierung und der Wissensaustausch zu neuen Bedürfnissen bei der Wohnsituation im Alter.

Die finanzielle Planung der Pensionierung, einschneidende Veränderungen in der Wohnsituation und die Nachlassplanung stellen Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige vor schwierige Entscheidungen. Um sie hierbei bestmöglich zu begleiten, vereinbaren Pro Senectute Schweiz und Raiffeisen Schweiz eine Kooperation.

Die Schwerpunkte der strategischen Partnerschaft liegen auf den Themen Vorsorge, Pensionsplanung, Erbschafts- und Nachlassplanung, digitaler Zahlungsverkehr sowie Wohnen im Alter. Erste gemeinsame Aktivitäten wie Kurse oder Schulungen für Kunden und Mitarbeitende sollen ab Herbst 2017 durchgeführt werden.

Bündelung der Kompetenzen in Vorsorge und Wohnen

Mit der Kooperation erweitern beide Partner ihre Kompetenz in der Beratung von Menschen über 55 Jahren. Die Zusammenarbeit auf nationaler Ebene wird durch regionale Projekte verschiedener Regionalverbände sowie Raiffeisenbanken und Pro Senectute Organisationen ergänzt. Für Pro Senectute Schweiz bedeutet die Kooperation einen Kompetenzgewinn im Bereich der finanziellen Vorsorge – jenem Bereich, der für etliche Abhängigkeiten im Alter verantwortlich ist und vielen Menschen ein selbstbestimmtes Älterwerden verunmöglicht. Raiffeisen Schweiz ermöglicht die Zusammenarbeit eine Positionierung und weitere Know-how-Steigerung in den Bereichen Nachlass- und Vorsorgeplanung.

«Der grosse Erfahrungsschatz von Pro Senectute hinsichtlich der Fragestellungen älterer Menschen hilft uns dabei, unsere Kunden noch umfassender beraten zu können», so Michael Auer, Leiter Departement Privat- und Anlagekunden von Raiffeisen Schweiz. Béatrice Fink, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz: «Dank der Kooperation mit Raiffeisen können wir künftig verstärkt auch jüngere Menschen dafür sensibilisieren, sich möglichst frühzeitig mit ihrer finanziellen Vorsorge zu beschäftigen.»

Pro Senectute hat heute die Beurteilung der Reform «Altersvorsorge 2020» abgeschlossen. Die grösste Altersorganisation der Schweiz kommt zum Schluss, dass die Vorlage in ihrer Gesamtheit positiv zu werten ist. Sie sieht in der Reform einen wichtigen Schritt zur Sicherung der heutigen und zukünftigen Renten.  

Die Präsidentenkonferenz von Pro Senectute hat heute die Beurteilung der Reform «Altersvorsorge 2020» abgeschlossen. Sie erachtet die Vorlage in ihrer Gesamtheit als positiv. Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz, zum Entscheid: «Die Reform ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um das schweizerische Rentensystem an die demografischen, anlageseitigen und gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. Die vertiefte Diskussion mit unseren 24 kantonalen und interkantonalen Organisationen hat gezeigt, dass die Vorlage auf breite Unterstützung stösst.»
 
Pro Senectute engagiert sich seit ihrer Gründung für ein finanziell abgesichertes, zeitgemässes Rentensystem und erachtet die Reform als dringend. Mit ihr wird der negative Trend im Finanzhaushalt der 1. und 2. Säule abgebremst. Die grösste Altersorganisation der Schweiz hätte eine zusätzliche finanzielle Stärkung begrüsst. Eine weitergehende finanzielle Stabilisierung ist auch in Zukunft unabdingbar.
 
Der Erhalt der Rentenhöhe ist ein prioritäres Anliegen der Stiftung. Werner Schärer präzisiert: «Wir begrüssen, dass das Leistungsniveau prinzipiell gesichert bleibt und sich insbesondere für Personen mit kleinen Einkommen und Teilzeitbeschäftigte die Möglichkeit des vorsorglichen Sparens verbessert. Dies hilft auch, Altersarmut vorzubeugen – von welcher heute noch jede achte Person im Pensionierungsalter betroffen ist.»
 
Als klaren Fortschritt beurteilt Pro Senectute die Flexibilisierung des Renteneintritts und die neue Möglichkeit der Teilpensionierung. Dadurch können Seniorinnen und Senioren den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand gemäss ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten individuell gestalten.

Über 1’200 Jugendliche und Senioren haben im letzten Halbjahr gemeinsam vier Bücher gelesen und ihr Lieblingsbuch gewählt. Leseratten aus der ganzen Deutschschweiz fieberten heute in Zürich der Verkündigung des Siegerbuches entgegen. Gewonnen hat die preisgekrönte deutsche Kinderbuchautorin Antje Damm.

«Was denkst du, hat PeterSilie gewonnen oder doch die Geschichte von Kaspar, der mit seinem Opa den Monsterhecht fängt?» Wild durcheinander wuselnd diskutierten Jugendliche aus Brig bis Zürich und Bern bis Wetzikon vor dem Volkshaus, wer wohl den diesjährigen Prix Chronos gewonnen habe. Auch die Seniorinnen und Senioren, die schmunzelnd ob all der Aufregung auf den Einlass warteten, zeigten sich gespannt auf das Ergebnis.

Eine Stunde später ist alles klar. Antje Damms Abenteuergeschichte PeterSilie hat gewonnen. Nicks Oma hatte als Kind zwei Gänse, Peter und Silie. Nach einem Schlaganfall liegt Oma teilnahmslos im Spital. Nick weiss genau, was Oma aufmuntern würde: zwei Gänse müsse her. Dafür braucht er aber die Hilfe von Paul. Der ältere Nachbar besorgt mit Nicks Hilfe in einer nicht ganz koscheren Aktion zwei Gänse aus einer Gänsefarm. Die Autorin schildert den Alltag von Nicks Drei-Generationen-Familie mit liebevollen Details. Ihr Buch ist gleichzeitig eine feinfühlige Auseinandersetzung mit der Frage nach einem würdigen Leben für Mensch und Tier.

Prix Chronos fördert das Verständnis zwischen den Generationen seit über 10 Jahren

Der Prix Chronos fördert den Austausch zwischen den Generationen über gemeinsame Lektüre. Pro Senectute und Pro Juventute laden Bibliotheken, Schulen, Jugendgruppen, Altersheimen und Kirchgemeinden zur Teilnahme ein und bringen so die unterschiedlichsten Menschen aus zwei Generationen zusammen. «Die Generationen haben heute ausserhalb der Familie kaum Berührungspunkte», erläutert Isabelle Hunziker, Mitarbeiterin der Pro Senectute Bibliothek und Projektleiterin des Prix Chronos. «Darum ist dieser Preis, der in der Deutsch- und Westschweiz über 3'000 Jugendliche und Senioren über das gemeinsame Lesen in Kontakt bringt, so wichtig. Wir leisten damit einen kleinen, aber nachhaltigen Beitrag für ein gutes Verständnis zwischen Jung und Alt.»

Neben Damms PeterSilie standen drei weitere Bücher zur Auswahl. Die Buchauswahl traf das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). Die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte hatte als neuer Partner des Prix Chronos alle Werke in geeigneter Form für Menschen mit Legasthenie oder einer Seheinschränkung angeboten.

Prix Chronos 2018

Der Prix Chronos 2018 steht schon in den Startlöchern. Auf der Website finden Sie die neue Bücherliste. Ab August sind die nominierten Bücher in rund 30 Bibliotheken ausleihbar. Für Jugendliche mit Dyslexie (Legasthenie) stehen sie erneut als Hörbuch und E-Book in der Online-Bibliothek www.buchknacker.ch bereit. Leserinnen und Leser mit einer Seheinschränkung erhalten die Bücher zusätzlich in Grossdruck und Braille bei der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte.

Die Bilder der Preisverleihung (ab ca. 16:30 Uhr) sowie weitere Informationen zum Prix Chronos finden Sie unter: www.prixchronos.ch.

Bilder: Sonja Ruckstuhl; © Pro Senectute

Zum Auftakt der Jubiläumsaktivitäten zum 100-jährigen Bestehen von Pro Senectute, übergab Toni Frisch heute das Stiftungspräsidium an Eveline Widmer-Schlumpf. Bundesrat Alain Berset hob in seiner Festrede in Bern die Bedeutung von Pro Senectute als wichtigste Institution für ältere Menschen und deren Angehörige hervor.

Die neue Stiftungsratspräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf führt Pro Senectute ins nächste Jahrhundert: «Unsere Angebote sollen auch die nächsten 100 Jahre ältere Menschen unterstützen und dazu beitragen, dass sie so lange wie möglich selbstbestimmt leben können. Dabei wird es wichtig sein, dass wir auch in Zukunft den demografischen Trends und der technologischen Entwicklung Rechnung tragen.» Bundesrat Alain Berset forderte in seiner Rede einen anderen Umgang mit dem Alter: «Eine alternde Gesellschaft braucht ein reifes Bild vom Alter.» Der Einsatz von Pro Senectute für die Solidarität zwischen den Generationen sei dafür besonders wertvoll: «Die Alterung bietet uns die Chance, uns stärker für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land zu engagieren».

Pro Senectute trägt seit 100 Jahren viel zur Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen bei. 1917 stand die Linderung der materiellen Not bedürftiger Greise im Vordergrund. Heute ist Pro Senectute der bedeutendste Dienstleister für Seniorinnen und Senioren in den Bereichen Beratung, Freizeit und Alltagshilfen. 700‘000 Menschen im Pensionsalter sowie deren Angehörige oder Bezugspersonen nutzen die Angebote, z.B. die kostenlose Sozialberatung. Pro Senectute ist in über 130 Beratungsstellen bei den Menschen vor Ort aktiv, beschäftigt über 1‘600 Mitarbeitende und arbeitet mit rund 18‘000 Freiwilligen zusammen.

An der heutigen Jubiläumsfeier wurde zudem das reich illustrierte Buch «Eine Jahrhundertgeschichte. Pro Senectute und die Schweiz 1917 – 2017» vorgestellt. Darin wird die Geschichte der sozialen Dienstleistungsorganisation mit der Schweizer Sozialgeschichte verknüpft und unterhaltsam aufbereitet.

Auch die Post ehrt Pro Senectute in diesem Jahr: Sie lanciert eine Sonderbriefmarke «100 Jahre Pro Senectute». Thomas Baur, Konzernleitungsmitglied der Post, Eveline Widmer-Schlumpf und Direktor Werner Schärer präsentierten die Briefmarke an der heutigen Feier dem versammelten Publikum. Die Briefmarke ist ab dem 11. Mai 2017 erhältlich.

Die Altersvorsorge 2020 darf nicht scheitern. Pro Senectute ruft die Eidgenössischen Räte dazu auf, parteipolitische und ideologische Haltungen jetzt in den Hintergrund zu stellen und gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden. Die Bevölkerung in der Schweiz muss auch künftig auf verlässliche Sozialwerke zählen können.

Verlässliche Sozialwerke sind die Voraussetzung für Wohlstand und sozialen Frieden aller Generationen in der Schweiz, heute wie in Zukunft. Die aktuelle Vorlage «Altersvorsorge 2020» ist nach wiederholten gescheiterten Versuchen die letzte Chance, die längst fällige Reform der Altersvorsorge aus einer Position der Stärke zu realisieren. Bei einer weiteren Verzögerung müssten zukünftig schmerzhaftere Kompromisse in Kauf genommen werden. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.

Pro Senectute unterstützt jeden Vorschlag, der zum Gelingen der Reform als Gesamtpaket beiträgt. Dies kann auch eine moderate Erhöhung der AHV-Rente beinhalten. Wichtiger als den Kampf um einzelne Positionen erachtet Pro Senectute allerdings den Einsatz für das Gesamtwerk. Das obligatorische 2-Säulen-Prinzip garantiert der Bevölkerung in der Schweiz seit Jahrzehnten eine sichere finanzielle Basis im Alter. Diese Errungenschaft, um welche die Schweiz weltweit beneidet wird, darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Es ist an der Zeit, dass die Politik Verantwortung für alle Generationen übernimmt und das Gesamtpaket über parteipolitische und ideologische Haltungen stellt.

Die Entstehungsgeschichte von Pro Senectute ist mit der Schaffung der AHV eng verbunden. Pro Senectute kämpft seit hundert Jahren gegen Armut im Alter. Mit der Einführung der AHV und der obligatorischen beruflichen Vorsorge wurden zentrale Anliegen der Pro Senectute Gründer erfüllt. Dieses Vermächtnis gilt es auch für die nächsten 100 Jahre zu sichern.

Jährlich verletzen sich in der Schweiz rund 280 000 Personen bei Stürzen, fast 1400 sterben an den Folgen. Besonders betroffen sind Senioren: Ihr Anteil an diesen tödlichen Unfällen macht 96 % aus. Mit einfachen Übungen aus dem Programm «sicher stehen – sicher gehen» können Senioren ihr persönliches Sturzrisiko deutlich verringern. Das ist speziell jetzt wichtig, wenn Strassen und Wege oft rutschiger als sonst sind.

Jedes Jahr müssen rund 280 000 Personen nach Stürzen ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen. Stürze sind in der Schweiz der häufigste Unfallhergang und betreffen alle Altersklassen. Fatale Folgen haben sie aber vor allem für Senioren ab 65 Jahren. Mit zunehmendem Alter nehmen Muskelkraft und Gleichgewichtsfähigkeit ab. Zudem sind ältere Menschen verletzlicher. Das führt zu mehr Stürzen mit tödlichem Ausgang. Von den knapp 1400 Personen, die jährlich an den Folgen eines Sturzes sterben, sind 96 % Senioren.

Stürze können nicht nur durch das Entfernen von Stolperstellen und baulichen Mängeln vermieden werden (Bereiche, in denen die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung viel unternimmt), sondern auch durch gezielte körperliche Aktivität. Ein guter Vorsatz zum neuen Jahr! Die bfu und Pro Senectute haben mit drei weiteren Partnern Trainingsübungen entwickelt. Diese verbessern Kraft und Gleichgewicht, wodurch das Risiko eines Sturzes vermindert wird resp. dessen Folgen abgefedert werden können. Nun wurden die Übungen mit Trainingseinheiten auf einer instabilen Unterlage wie der bfu-Balance Disc (eine mit Luft gefüllte Gummischeibe) ergänzt. Dank der dadurch verbesserten Stabilität kann ein Stolpern oder Ausrutschen eher aufgefangen werden. Das ist besonders jetzt in den Wintermonaten wichtig, wenn viele Wege rutschiger als sonst sind.

Drei Mal Training pro Woche vermindert das Sturzrisiko

Die bfu untersuchte erstmals die Wirksamkeit eines Trainingsprogramms zur Sturzprävention. Dabei wurden die Effekte eines kombinierten Kraft- und Gleichgewichtstrainings bei älteren Menschen in angeleiteten (also mit einer Trainerin oder einem Trainer) und nicht angeleiteten Gruppen geprüft. Es zeigte sich, dass ein dreimaliges Training pro Woche, bei dem mindestens zwei Übungseinheiten mit einer ausgebildeten Leiterperson stattfinden, den grössten Effekt hat. Weiter ergab die Untersuchung, dass die Übungen für die Testpersonen sicher sind und nicht zu trainingsbedingten Verletzungen führen.

«sicher stehen – sicher gehen»

Weitere Informationen und Bilder zum Übungsprogramm «sicher stehen – sicher gehen» sowie über 500 Sport- und Bewegungsangebote finden Sie auf www.sichergehen.ch. Auf www.bfu.ch finden Sie die bfu-Broschüre «Ihre Übungen für jeden Tag» sowie den bfu-Report «Wirksamkeit eines Trainingsprogramms zur Sturzprävention». Zudem können Interessierte gratis eine beschränkte Anzahl an Übungsbooklets im bfu-Online-Shop bestellen.

2016

Die Präsidentenkonferenz von Pro Senectute wählte heute in Bellinzona Eveline Widmer-Schlumpf zur neuen Stiftungsratspräsidentin von Pro Senectute Schweiz. Sie wird ihr Amt am 1. April 2017 antreten.

Eveline Widmer-Schlumpf übernimmt das Stiftungsratspräsidium von Toni Frisch, der das Amt seit 2011 innehatte. Toni Frisch sagt zur Wahl der ehemaligen Bundesrätin: «Ich bin glücklich, dass wir mit Eveline Widmer-Schlumpf eine so qualifizierte und kompetente Persönlichkeit für Pro Senectute gewinnen konnten.»

Die Stabsübergabe erfolgt anlässlich des Starts der Jubiläumsfeierlichkeiten von Pro Senectute Schweiz zum 100-jährigen Bestehen am 1. April 2017 in Bern.

Eveline Widmer-Schlumpf

Bei 40'000 Rentner-Haushalten mit Ergänzungsleistungen funktioniert die Existenzsicherung nicht mehr. Grund ist nicht etwa die Wohnungsspekulation, sondern die Plafonierung der Mietbeiträge bei den Ergänzungsleistungen. Betroffene sparen sich diese Kosten vom Essen und von den Kleidern ab, sie verzichten auf soziale Aktivitäten oder verschulden sich.

Ergänzungsleistungen (EL) sind ein integraler Bestandteil der ersten Säule der Schweizer Altersvorsorge. Dank EL sollten Senioren, die eine zu tiefe Rente haben, ein Leben in Würde und ohne finanzielle Sorgen führen können. Was in der Theorie korrekt bedacht ist, funktioniert in der Praxis jedoch nur bedingt. Im 2015 bezogen 197'417 Pensionierte Ergänzungsleistungen zu ihrer Altersversicherung. Hiervon lebten 122'906 Personen zuhause. Über 40'000 dieser Haushalte konnten ihre Miete nicht mit dem von den Ergänzungsleistungen vorgegebenen Maximalbetrag bezahlen. Für eine alleinstehende Person mit EL beträgt die maximal anrechenbare Pauschale für die Bruttomiete 1'100.- und für eine Ehepaar 1'250.- Franken.

Ein Blick auf die Wohnkosten in der Schweiz zeigt, dass die Mieten in allen Kantonen ausser Jura und Neuchatel deutlich über den Mietzinsmaxima der EL liegen. Spitzenreiter sind Zug, Schwyz, Zürich, Nidwalden und Genf. Eine Erfahrung, die auch in den Sozialberatungen von Pro Senectute gemacht wird: Ein Drittel der jährlich rund 42'000 Beratungen dreht sich um Fragen zu Finanzen oder Wohnen.

Arm wegen Miete? Lösung wäre vorhanden.

«Altersarmut ist nach wie vor ein Problem.» kommentiert Werner Schärer, Direktor Pro Senectute Schweiz, die aktuellen Zahlen. «Armut im Alter wird in der Schweiz vor allem rund ums Wohnen akut. Uns sind Beispiele bekannt, wo noch rüstige Pensionierte ins Altersheim eintreten, weil sie ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.»

Eine Lösung wäre vorhanden: Der Bundesrat hat bereits 2014 einen Vorschlag für die Anpassung der Mietzinsmaxima bei den Ergänzungsleistungen vorgelegt. Diese wurden seit 2001 nicht mehr angehoben, obwohl die Mieten seither um durchschnittlich 20 Prozent gestiegen sind. Die Vorlage ist aber aktuell in Bern blockiert.

Pro Senectute nimmt den internationalen Tag des Alters vom 1. Oktober zum Anlass, auf die prekäre finanzielle Lage vieler Seniorinnen und Senioren hinzuweisen. Unter www.prosenectute.ch finden Sie Grafiken sowie Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Ergänzungsleistungen und der Mietzinse in der Schweiz.

Kontakt für Medien

Pro Senectute Schweiz
Judith Bucher, Medienverantwortliche
Telefon: 044 283 89 57
E-Mail:

Eveline Widmer-Schlumpf wird an der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen vom 27. Oktober zur Wahl als Präsidentin von Pro Senectute Schweiz vorgeschlagen. Der Stiftungsrat von Pro Senectute Schweiz hat die ehemalige Bundesrätin einstimmig nominiert.

Der heutige Präsident des Stiftungsrates von Pro Senectute Schweiz, Toni Frisch, wird sein Amt wie geplant am 1. April 2017 abgeben. Die für dessen Nachfolge eingesetzte Findungskommission evaluierte verschiedene Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft für das anspruchsvolle Amt. „Wir sind hoch erfreut, Eveline Widmer-Schlumpf für unsere Organisation und unsere Themen gewonnen zu haben“, so Marie-Thérèse Weber-Gobet, Vorsitzende der Findungskommission und Vizepräsidentin des Stiftungsrates von Pro Senectute Schweiz.

Die Wahl durch die Präsidentinnen und Präsidenten der 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen ist an ihrer Konferenz  vom 27. Oktober 2016 in Bellinzona traktandiert. Eveline Widmer-Schlumpf wird nach der offiziellen Wahl ihr Amt anlässlich der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen von Pro Senectute, am 1. April 2017, antreten.

In der Schweiz leben rund 450‘000 Personen im Alter 65+ mit einer Hörminderung. Fast die Hälfte von ihnen behandelt ihr Hörproblem nicht. Noch gravierender ist aber: Nur 15 Prozent der Betroffenen tragen tatsächlich ein Hörgerät. Somit versorgen gemäss Schätzungen von Pro Senectute rund 380‘000 betroffene Senioren ihren Hörverlust nicht oder nur mangelhaft. Pro Senectute wird deshalb aktiv.

Ältere Menschen wollen heute so lange wie möglich selbständig zuhause leben. Das Gehör ist hierfür ein wichtiger Faktor. Betrachtet man die Versorgung mit Hörhilfen in der Schweiz, zeigt sich jedoch: 46 Prozent der über 65-Jährigen unternehmen bei einem Hörverlust nichts. Pro Senectute schätzt, dass nur jeder sechste betroffene Pensionierte mit einem Hörgerät ausgestattet ist. Rund 380‘000 Betroffene versorgen ihren Hörverlust somit nicht oder nur mangelhaft. Im Schnitt vergehen nach dem ersten Verdacht sieben bis zehn Jahre, bis ein Hörtest gemacht wird. Damit geht wertvolle Zeit verloren.  Denn je länger die Hörminderung unbehandelt bleibt, desto schwieriger wird es, Hörhilfen erfolgreich anzupassen. Das Gehirn verlernt mit der Zeit die Bedeutung der akustischen Signale und kann Geräusche nicht mehr zuordnen.

Pro Senectute lanciert deshalb die Kampagne «Das Leben wieder hören». «Viele Senioren halten Schwerhörigkeit für eine normale Begleiterscheinung des Alters. Sie unternehmen nichts oder tragen ihr Hörgerät nur sporadisch oder gar nicht» sagt Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Hier setzen wir mit unserer nationalen Sensibilisierungskampagne an. Gut zu hören, verbessert die Lebensqualität. Wir motivieren Seniorinnen und Senioren, möglichst frühzeitig einen Hörtest zu machen.»

Hörminderungen sind keine Bagatelle

Das Interdisziplinäre Kompetenzzentrum Alter (IKOA-FHS) der Fachhochschule St.Gallen hat im Auftrag von Pro Senectute aktuelle Studien zum Thema Schwerhörigkeit im Alter gesichtet. Die Übersicht des IKOA zeigt: Hörminderungen im Alter können auf der körperlichen Ebene zu Dauerstress und entsprechenden Symptomen wie Bluthochdruck führen. Ältere Menschen mit Hörminderung stürzen zudem häufiger. Auf der psychischen Ebene können Hörminderungen Verlustgefühle, Ängste sowie Depressionen auslösen. Oft ziehen sich Hörgeschädigte zurück, da die Kommunikation mit den Mitmenschen durch häufiges Nachfragen oder Missverständnisse anstrengend ist.

Pro Senectute macht mit Informationsmaterial und via Online-Ratgeber unter www.prosenectute.ch/hören auf das Thema «Hören im Alter» aufmerksam. Interessierte erhalten praktische Tipps, was bei einer Hörminderung zu tun ist, oder sie können sich in einer Pro Senectute Beratungsstelle informieren lassen.

Lesen, das tun wir täglich – gemeinsam lesen allenfalls mit den eigenen Kindern oder Enkeln. Der Prix Chronos vereint beide Varianten auf lustvolle Art: Jung und Alt lesen in Gruppen vier Bücher zum Thema Generationenbeziehungen und prämieren das beste Buch. Der Prix Chronos trägt so zu einem verbesserten Verständnis zwischen den Generationen bei. Neu macht dieses Jahr die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte mit. Sie bietet das Buchset als Hörbuch, als Grossdruck, in Braille sowie als E-Book an.

Der Prix Chronos ist ein Lesewettbewerb und Generationenbuchpreis für Jung und Alt von Pro Senectute und Pro Juventute. Jugendliche und Senioren lesen vier Bücher und wählen ihr Lieblingsbuch. Speziell ist das Setting des Wettbewerbs: Alle vier nominierten Bücher handeln von Begegnungen zwischen jungen und alten Menschen: Kindliche Freude und Phantasie, aber auch Demenz oder der Tod einer geliebten Person sind Themen, die in den Büchern und den Diskussionen zwischen den Teilnehmenden angesprochen werden. Gelesen wird zudem nicht alleine, sondern in altersgemischten Gruppen. Selbstverständlich können auch Einzelpersonen mitmachen, alle Lesebegeisterten sind herzlich willkommen. Vergangenes Jahr lasen schweizweit über 3‘000 Personen mit. Die Lesegruppen formieren sich auf Initiative von Bibliotheken, Schulen oder Altersheimen. Als Preis winkt dem Autor oder der Autorin eine Prämie für das Siegerbuch. Die jungen und älteren Leseratten werden an die Preisverleihung im Frühling 2017 eingeladen; ein festlicher Anlass mit zusätzlichen Preisen und der Chance, den Siegerautor persönlich zu treffen.

Mitmachen ist einfach

Die Lesenden haben für die Lektüre und die Auswahl ihres Favoriten Zeit bis Februar 2017. Die Bücherliste und die Adressen der teilnehmenden Bibliotheken sind ab sofort unter www.prixchronos.ch aufgeschaltet. Die Bücher sind in Bibliotheken und im Buchhandel erhältlich. Anmeldeformulare können von der Website heruntergeladen oder per Mail an oder Tel. 044 283 89 81 bestellt werden.

Rund 500 Personen diskutierten zusammen mit Fachleuten aus Pflege, Politik und Wirtschaft die Frage «Wie gelingt zuhause Altern?». Bundesrat Alain Berset brachte sich an der Fachtagung «care@home» von Pro Senectute Schweiz mit einem Plädoyer für die Altersreform 2020 persönlich ein. Die Tagung machte deutlich: die Grundsatzdebatte zur Ausgestaltung und Finanzierung der Sorgearbeit muss nun geführt werden.

Pro Senectute lancierte die Diskussion bereits letzten Herbst mit zwei Studien. Diese zeigten, dass die überwiegende Mehrheit der Pensionierten im Alter daheim wohnt. Lücken bei den Unterstützungsangeboten zuhause und die private Finanzierung dieser Hilfe stellen Betroffene wie Angehörige zunehmend vor grosse Probleme.

Die Fakten in Kürze: Heute leben 90 Prozent der über 65-Jährigen im Alter daheim, bei den über 85-Jährigen sind es noch immer 57 Prozent, mit zunehmender Tendenz. Die Kosten für die Betreuung zuhause werden bis 2030 um geschätzte 45 Prozent zunehmen (heute: 7,2 Mia., 2030: 10,5 Mia. CHF) gegenüber einer Zunahme der Kosten für die stationäre Pflege um geschätzte 28 Prozent (heute: 3,4 Mia., 2030: 4,4 Mia. CHF).

Welche Angebote benötigen Senioren, um auch im fragilen Alter autonom zuhause zu leben? Wer erbringt diese Dienstleistungen und wer finanziert sie? Diese Fragen wurden an der Fachtagung von Akteuren aus Pflege, Forschung, Politik und Wissenschaft sowie Betroffenen diskutiert. Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz, zieht nach der Tagung folgende Schlüsse:

«Künftige Lösungen müssen die Betreuung und Pflege von älteren Menschen ganzheitlich betrachten, unabhängig davon, ob diese zuhause oder im stationären Bereich erbracht wird. Für die Betreuung und Pflege zuhause ist die gesetzliche Basis ungenügend, das Angebot lückenhaft und die Finanzierung problematisch. Pro Senectute Schweiz begrüsst daher unter anderem die Schaffung eines Bundesrahmengesetzes, welches die Ansprüche auf Hilfe und Pflege zuhause regelt. Das Gesetz muss definieren, wer diese Leistungen erbringt und wie deren Finanzierung ausgestaltet ist.»

Bundesrat Alain Berset unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit des Themas: «Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen. Mit der Reform der Altersvorsorge 2020 wollen wir das Rentensystem zukunftsfähig machen. Im Rahmen der Strategie Gesundheit 2020 hat der Bund einen Aktionsplan zur Unterstützung von betreuenden und pflegenden Angehörigen verabschiedet. Erste Massnahmen werden wir im Herbst präsentieren.»

Unter www.prosenectute.ch/careathome finden Sie weitere Informationen zur Fachtagung (Präsentationen, Workshops, Bilder) sowie zu den erwähnten Studien.

Schuhe im Kühlschrank oder Wienerli im Zahnglas: Das Verlegen von Gegenständen kann ein Anzeichen für eine beginnende Demenz sein. Die Sensibilisierungskampagne von Alzheimervereinigung und Pro Senectute fordert zum Hinschauen auf – denn mit einer frühen Diagnose und der richtigen Unterstützung ist ein gutes Leben mit Demenz möglich. www.memo-info.ch gibt umfassend Auskunft.

Ab dem 16. Mai 2016 ist die Sensibilisierungskampagne «Demenz kann jeden treffen.» der Schweizerischen Alzheimervereinigung und von Pro Senectute Schweiz bereits zum dritten Mal im öffentlichen Raum präsent. Die beiden Organisationen setzen mit der Kampagne einen Auftrag im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie 2014–2017 um.

Gut leben mit Demenz

Demenz ist heute nicht heilbar, aber behandelbar. Aus Angst vor der Gewissheit oder weil sie die Anzeichen nicht ernst nehmen, zögern viele Betroffene einen Arztbesuch hinaus. Damit verlieren sie wichtige Zeit für eine Behandlung, aber auch für einen bewussten Umgang mit der Krankheit. Neben therapeutischen Massnahmen ist es für den Erhalt der Lebensqualität wichtig, dass sich Betroffene und ihre Angehörigen über Demenz informieren, sich mit den Einschränkungen befassen und Unterstützung organisieren.

Die neuen Kampagnensujets zeigen irritierende Alltagssituationen, in denen eine gewohnte Ordnung durch einen am falschen Ort deponierten Gegenstand gestört wird – zum Beispiel einen Stapel Teller im Kleiderschrank. Solche oder ähnliche Situationen erleben Menschen mit einer beginnenden Demenz und deren Angehörige regelmässig. Die Kampagne fordert dazu auf, diese Anzeichen ernst zu nehmen und sich auf www.memo-info.ch zu informieren. «Hinschauen lohnt sich» lautet die dazugehörige Botschaft.

Herausforderung für die Gesellschaft

Demenz ist aber nicht nur für die Erkrankten und ihre Angehörigen eine Herausforderung, sondern für die ganze Gesellschaft. Mit der zunehmenden Alterung nimmt auch die Zahl der Menschen mit Demenz zu, von heute 119'000 auf voraussichtlich 300'000 im Jahr 2050. Darauf muss sich unser Gesundheitssystem, aber auch die ganze Gesellschaft vorbereiten.

Studien zeigen, dass die Bevölkerung zu wenig über Demenz weiss und sich im Umgang mit der Krankheit und mit Betroffenen unsicher fühlt. Hier setzt die Kampagne an: Sie thematisiert Demenz öffentlich, vermittelt die wichtigsten Informationen und zeigt mit Beispielen auf, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen mit der richtigen Unterstützung gut mit der Krankheit leben können. Die dazugehörige Informationsplattform www.memo-info.ch erklärt die Vorteile einer frühen Diagnose, listet mögliche Anzeichen auf oder bietet mit Adressen und Telefonnummern von Beratungsstellen Orientierungshilfe. Damit trägt die Kampagne dazu bei, Ängste abzubauen und ermutigt die Betroffenen und ihre Angehörigen, mit ihrer Umwelt in Kontakt zu bleiben.

Über tausend Jugendliche und Senioren haben seit den letzten Sommerferien gemeinsam vier Bücher gelesen und ihr Lieblingsbuch gewählt. Heute wurde in Luzern der Schleier gelüftet. 500 Lesebegeisterte kamen und fieberten zusammen mit dem Moderator und Entertainer Knackeboul der Verkündung des Siegers entgegen.

«Wer hat wohl gewonnen?» fragten sich die Teilnehmenden, die heute Nachmittag zu Hunderten ins Verkehrshaus strömten. Schüler, Lehrkräfte und Senioren redeten aufgeregt und fröhlich durcheinander und warteten gespannt auf das Finale, die Verkündung des diesjährigen Siegerbuches des Prix Chronos, ein Gemeinschaftsprojekt von Pro Senectute und Pro Juventute und Partnern aus dem Buchhandel.

Sieger ist der bekannte Schweizer Autor Lukas Hartmann mit «Mein Dschinn» (Diogenes-Verlag). Hartmann erzählt die Geschichte von Lars, der auf der Suche nach seiner Mutter aus dem Kinderheim ausbüxt. Der alte Sonderling Kol liest Lars am Strassenrand beim Autostoppen auf. Mit Hilfe von Kols Zauberkünsten findet Lars seine Mutter nach vielen Abenteuern in einem Ashram in Indien. Auf seiner Reise wird der Junge mit zeitgenössischen Themen wie dem Leben in einem Roma-Camp oder dem Schicksal von nach Italien ausgewiesenen Flüchtlingen konfrontiert.

Prix Chronos: Buchpreis und Generationenwettbewerb

Das Ziel des Prix Chronos ist der Austausch zwischen den Lebenswelten von Alt und Jung, der spielerische Wettbewerb und die Leseförderung. Neben Hartmanns Dschinn standen drei weitere Bücher zur Auswahl. Allesamt Neuerscheinungen, welche das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) ausgewählt und für den Prix Chronos nominiert hat. Die Bücher thematisieren das Zusammenleben von alten und jungen Menschen. Ein spannender Stoff für die altersgemischten Lesegruppen, die sich in Bibliotheken, Schulen, Altersheimen oder Lesezirkeln treffen und über das Gelesene diskutieren. Die Jugendlichen tauchen in die Biografien und in die Lebenserfahrung der Senioren ein. Und diese profitieren wiederum vom Austausch mit den Teenagern, da sie einen Einblick in die häufig unbekannten Ansichten der kommenden Generation erhalten.

Prix Chronos 2017

Der Prix Chronos 2017 steht schon in den Startlöchern. Auf der Website finden Sie die Bücherliste für das kommende Jahr. Leseinteressierte können die nominierten Bücher ab August in rund 30 Bibliotheken ausleihen.

Pro Senectute und bfu engagieren sich gemeinsam gegen Sturzunfälle. Denn Stürze im Alter müssen nicht sein.

Pro Senectute und die Beratungsstelle für Unfallverhütung – bfu lancieren die Kampagne «Sicher stehen – sicher gehen.». Das Ziel: Menschen ab der Lebensmitte zu mehr Bewegung animieren. Ob beim Zähneputzen auf einem Bein, mit effizienten Übungen für mehr Kraft und Gleichgewicht oder in einem der über 500 Kurse auf www.sichergehen.ch.

Geschäftsleitungen Partner und Demoteam

Lancierung der Kampagne «sicher stehen - sicher gehen»

Geschäftsleitungen Partner und Demoteam

Pro Senectute & SPO Patientenschutz  - künftig gemeinsames Vorsorgedossier

Die Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz und Pro Senectute vertreiben in Zukunft gemeinsam den DOCUPASS, ein Dossier mit Vorlagen für Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag und Testament sowie Checklisten und Buchtipps. Die bisherige Patientenverfügung der SPO bleibt nach wie vor gültig.

2015

«Altersvorsorge 2020»: Reform hat gemäss Umfrage gute Chancen

Pro Senectute liess bereits zum zweiten Mal die Akzeptanz des Reformpakets zur Altersvorsorge 2020 untersuchen. Auch 2015 steht eine Mehrheit von 57 Prozent der Stimmberechtigten hinter der Reform. Ausschlaggebend für die Zustimmung ist die Paketlösung. Diese wird als ausgewogener Kompromiss wahrgenommen. Auffallend ist die wachsende Unterstützung der Reform in der politischen Mitte, aber auch die zunehmende Verunsicherung bei Jüngeren.

Neue Studie zeigt: Aufklärung zu Demenz tut Not

Die Alzheimervereinigung und Pro Senectute starten die zweite Welle der nationalen Informations- und Sensibilisierungs-Kampagne «Demenz kann jeden treffen». Eine Studie von gfs-zürich zeigt, wie wichtig die Aufklärungsarbeit ist: So fühlen sich lediglich 35 Prozent der Bevölkerung über 40 Jahre gut oder sehr gut über Demenz informiert. Auch besteht nach wie vor grosse Unsicherheit und zum Teil Angst im Umgang mit der Krankheit und den direkt Betroffenen.
Berührungsängste entstehen aus Unwissen. Pro Senectute und die Alzheimervereinigung haben deshalb Videoporträts von Betroffenen realisiert.

Zuhause alt werden - Betreuungsangebote und Finanzierungsmodelle müssen angepasst werden

Pro Senectute zeigt mit zwei Untersuchungen: 90 Prozent der heute 1,4 Mio. Menschen über 65 leben im Alter zuhause. Bis 2030 wächst die Zahl der Pensionierten auf geschätzte 2,2 Mio. Menschen. Zuhause leben, auch wenn die Gesundheit wacklig wird, dies ist nur dank Angehörigen und Angeboten im Bereich „Hilfen zuhause“ möglich.

Dies hat Folgen auf Kostenseite: Die Ausgaben für Gesundheitskosten der zuhause lebenden älteren Menschen, welche Unterstützung nötig haben, werden von heute 7,2 Mia. auf 10,5 Mia. (2030) zunehmen. Bei der stationären Pflege wird ein Anstieg von 3,4 Mia. auf 4,4. Mia. (2030) prognostiziert.

Pro Senectute sieht Handlungsbedarf: Der Wunsch zuhause alt zu werden, macht zusätzliche Angebote und finanzielle Mittel für die Alltagsunterstützung nötig sowie grundsätzliche Überlegungen zu künftigen Finanzierungsmodellen.

Mietzinszuschüsse endlich anpassen, 40‘000 Senioren bereits heute betroffen

Pro Senectute appelliert an den Nationalrat, die Vorlage zur Neuberechnung der Mietzinsmaxima nicht an den Bundesrat zurückzuweisen. Die Anhebung der Mietpauschalen von heute CHF 1‘100.- ist für 29 Prozent der Senioren, welche Ergänzungsleistungen (EL) beziehen, eine existentielle Frage. Die Mietzinszuschüsse decken bereits heute die Mietkosten von über 40‘000 Personen mit EL nicht mehr ab. Diese müssen sich die Miete vom Lebensunterhalt absparen oder sie machen Schulden.

Die Mietzinszuschüsse bei den Ergänzungsleistungen wurden seit 2001 nicht angepasst. Die durchschnittlichen Mieten sind in diesem Zeitraum jedoch um 20 Prozent gestiegen, in Ballungszentren sind die Anstiege noch höher. Die Mehrheit der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) hat im Juni entschieden, die Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen. Mit der Begründung, die Anpassung der Mietzinsmaxima solle im Rahmen der Gesamtrevision des Bundesgesetzes zu den Ergänzungsleistungen behandelt werden.

Gemäss Nachfrage von Pro Senectute Schweiz beim Bundesamt für Sozialversicherungen können bereits heute über 40‘000 Pensionierte ihre Miete nicht mehr mit den heute geltenden Pauschalen bezahlen. Aus der Sozialberatung wissen wir: Die Betroffenen sparen sich die Mietkosten vom täglichen Lebensunterhalt ab oder verschulden sich.

Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz stellt klar: «Der Nationalrat hat es am Dienstag in der Hand, hier eine längst nötige Anpassung zu machen. Die im letzten Dezember ans Parlament überwiesene Botschaft des Bundesrates ist eine gute Vorlage, die schnelle Lösungen erlaubt.»

Prix Chronos 2016 startet – jung und alt lesen bis die Buchstaben vor den Augen tanzen

Der Prix Chronos ist ein Lesewettbewerb und Generationenbuchpreis für Jung und Alt von Pro Senectute und Pro Juventute. Jugendliche und Senioren lesen vier Bücher und wählen ihr Lieblingsbuch. Speziell ist das Setting des Wettbewerbs: Alle Bücher beschreiben Begegnungen zwischen den Generationen. Gelesen wird zudem nicht alleine, sondern in altersgemischten Gruppen. Als Preis winkt eine Prämie für das Siegerbuch, 200 Leseratten können ein Ticket für die Preisverleihung im Frühling 2016 gewinnen.

 Die Tage sind warm und die Badi lockt. Was gibt es Schöneres, als nach dem Bad mit einem Buch vor der Nase in der Sonne zu trocknen? Prix Chronos Fans lesen überall, aber nie alleine! Wie soll das denn funktionieren? Ob in der Badi, im Altersheim, mit dem Grosi auf dem Sofa oder im Klassenzimmer … beim Prix Chronos lesen Jung und Alt gemeinsam und beschliessen zusammen, welches der vier nominierten Bücher ihnen am besten gefällt.

Die nominierten Bücher handeln von Begegnungen zwischen jungen und alten Leuten: Kindliche Freude und Phantasie, aber auch Demenz oder der Tod einer geliebten Person sind die Themen, die in den Büchern und den Diskussionen zwischen den Teilnehmenden angesprochen werden. Schweizweit lesen Hunderte mit. Die Lesegruppen formieren sich auf Initiative von Bibliotheken, Schulen und Altersheimen.

Mitmachen ist ganz einfach!

Die Bücherliste und Adressen der mitmachenden Bibliotheken sind unter www.prix-chronos.ch aufgeschaltet. Orell Füssli Thalia führt die Bücher in sämtlichen Filialen mit einem Rabatt von 30 Prozent. Anmeldeformulare erhalten Sie ebenfalls auf der Prix Chronos Website oder per E-Mail an oder Tel. 044 283 89 81. Einsendeschluss für die Wahlzettel ist Ende Februar 2016, die Preisverleihung findet Ende April 2016 statt.

Hitzetod vorbeugen

Die Schweiz erlebt aktuell und in den nächsten Tagen eine Hitzewelle. Bei Temperaturen über 30 sind gerade Senioren, chronisch Kranke und Kleinkinder besonders gefährdet. Bei Senioren nehmen die Todesfälle in solchen Perioden drastisch zu. Pro Senectute empfiehlt darum eindringlich: Befolgen Sie unbedingt die folgenden Regeln.

- Hitze aussperren

- Körper kühl halten (ab und zu Duschen, Fussbäder etc.)

- Wenig Aktivitäten draussen

- Viel Wasser trinken (min. 1,5l)

- Leicht essen

Seit dem Hitzesommer 2003 ist bekannt, dass die Todesfälle bei Senioren ab 30º Celsius stark zunehmen. Dies sind bis zu 10 % mehr Todesfälle als sonst üblich (gemittelt 7%). Vorbeugende Massnahmen haben deshalb gerade bei Hitze grosse Wirkung.

Ältere und pflegebedürftige Menschen sind oft aus eigenem Antrieb nicht in der Lage oder sie spüren die Notwendigkeit nicht, sich gegen hohe Temperaturen zu schützen. Sie haben eine schlechtere Wärmeregulation, sie schwitzen weniger und besitzen ein vermindertes Durstgefühl. Dies macht sie anfällig für grosse Hitze. Sie sind deshalb auf die Aufmerksamkeit von Angehörigen, Nachbarn sowie Betreuungspersonen angewiesen.

«Demenz kann jeden treffen.»

Die Alzheimervereinigung und Pro Senectute lancieren die erste nationale Sensibilisierungskampagne zu Demenz. Bis 2050 verdreifachen sich die Demenzfälle voraussichtlich auf 300'000. Studien zeigen eindrücklich, dass die Schweizer Bevölkerung noch zu wenig über die Krankheit und den Umgang mit ihr weiss. Die Kampagne vermittelt mehr Wissen über Demenz, baut Tabus und Stigmatisierung ab und will die Früherkennung verbessern. Betroffene und Angehörige stehen im Mittelpunkt.

Bund und Kantone haben in der Gesundheitspolitik einen Schwerpunkt gesetzt und vor dem Hintergrund steigender Zahlen mit der Nationalen Demenzstrategie 2014–2017 den Handlungsbedarf skizziert. Gemäss Demenzbarometer  weiss die Schweizer Bevölkerung wenig über Demenz, was zu Tabuisierung und Stigmatisierung von Menschen mit Demenz und Angehörigen führt sowie die Chancen für Prävention und Früherkennung schmälert.

Steigende Demenzzahlen, eine gesellschaftliche Herausforderung 

Demenz ist bereits heute eine grosse Herausforderung für unsere Gesellschaft: Aktuell leben in der Schweiz rund 116'000 Menschen mit Demenz. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft wird diese Zahl deutlich zunehmen und bis 2050 auf voraussichtlich über 300’000 Personen anwachsen. Bereits heute sind zudem 640’000 Menschen täglich mit Demenz konfrontiert – als Angehörige oder in ihrem Beruf. Auch diese Zahl wird entsprechend ansteigen. 

Menschen mit Demenz brauchen individuelle Unterstützung und Betreuung, die viel Wissen und Zeit erfordert. Nicht zu vergessen sind die betroffenen Familien: Sie brauchen Entlastung im täglichen Leben. Auf diese Herausforderung muss sich unser Gesundheitssystem, aber auch die Bevölkerung als Ganzes vorbereiten.

Alzheimervereinigung und Pro Senectute setzen Zeichen

Mit der Informations- und Sensibilisierungskampagne «Demenz kann jeden treffen.» setzen die Partnerorganisationen Alzheimervereinigung und Pro Senectute einen Auftrag im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie 2014–2017 um und legen damit den Boden für weitere Projekte. Dabei wird die gesellschaftliche Relevanz der Demenz ins Bewusstsein gerückt: Die Kampagne macht deutlich, dass Demenz nicht nur die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, sondern die gesamte Bevölkerung betrifft. Das zentrale Element für die visuelle Umsetzung der Kampagne sind Haftnotizen, sogenannte Post-its, die als bekanntes Symbol für das Erinnern stehen. Mit vertrauten alltäglichen Problemen rund um die Vergesslichkeit – wie den Pin-Code oder einen Namen vergessen – wird ein Anknüpfungspunkt für die breite Bevölkerung geschaffen.

Weitere Informationen und das gesamte Bildmaterial der Kampagne finden Sie unter www.memo-info.ch.

Digitale Senioren - heterogenes Kundensegment mit viel brach liegendem Potenzial

Anfangs Mai veröffentlichte Pro Senectute mit Unterstützung von Swisscable und der Universität Zürich die Studie «Digitale Senioren» mit repräsentativen Daten zur Nutzung des Internets und mobiler Geräte durch die Generation 65+. Heute präsentierte Pro Senectute eine Zusatzanalyse: Sieben Clusters von On- und Offlinern mit Informationen zu Technikaffinität, Gerätenutzung und Informationsverhalten. Fazit: Senioren, ein heterogenes Kundensegment mit viel brach liegendem Potenzial.

Pro Senectute, Swisscable und die Werbewoche präsentierten heute exklusiv die Resultate einer Zusatzanalyse auf Basis der Studie «Digitale Senioren»: sieben Cluster mit typischen Attributen von On- und Offlinern der Generation 65+. Die Typisierungen berücksichtigen Bildungsniveau, Einkommen und Technikaffinität, beschreiben das Nutzungsverhalten des Internets und der verschiedenen elektronischen Geräte sowie das Informationsverhalten und den Einfluss der digitalen Welt auf die Lebenssituation von Senioren. Eine für die Schweiz erstmalige Analyse in dieser wissenschaftlichen Tiefe und für diese wachsende und wichtige Zielgruppe. Es handelt sich aktuell um rund 1,4 Millionen Personen in der Schweiz (Stand Ende 2014).

Digitalisierung schafft neue Anspruchsmöglichkeiten

Die Bedürfnisse der Senioren in den einzelnen On- aber auch Offliner-Kategorien sind sehr heterogen. Um diese abzudecken, bedarf es eines segmentspezifischen Marketings. Zwei Beispiele von sieben: Der kürzlich pensionierte Akademiker «E. Techie» ist nicht nur fasziniert von der Technik, er löst Probleme auch gleich selbst. Das Smartphone immer in der Tasche, surft er täglich im Internet. Bei Anschaffungen zählt die Qualität, wozu er im Internet vorab recherchiert. Das pensionierte Ehepaar «K.&T. Typisch» surft zwar täglich, nutzt das Mobiltelefon aber nur sporadisch und besitzt weder Smartphone noch Tablet. Als Vertreter des Mittelstandes leistet es sich im Alltag gerne ab und zu einen kleinen Luxus.

Die Cluster decken rund 82 Prozent der total 1,4 Mio. Pensionierten ab. Diese sind auf Breitbandinternet angewiesen, um von den verschiedenen digitalen Medien profitieren zu können. Mit ihrer flächendeckenden digitalen Grundversorgung tragen die bei Swisscable vereinigten Kabel-netzunternehmen massgeblich dazu bei, dass ältere Menschen Internet dort nutzen können, wo sie leben.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.prosenectute.ch sowie www.swisscable.ch

«Offline-Senioren» verlieren Anschluss an Gesellschaft

Pro Senectute liess die Nutzung des Internets und von mobilen Endgeräten in der Generation 65+ durch das Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich untersuchen. Die Studie zeigt: Der Anteil der Online-Senioren hat seit 2010 um die Hälfte zugenommen, ein Drittel verfügt über Tablets oder Smartphones. Onliner fühlen sich dank dem Internet sozial integrierter als Offliner und glauben, dass sie mit Hilfe des Internets länger selbständig bleiben können. Offline- und technikferne Senioren werden andererseits zunehmend von Informationen und Dienstleistungen abgeschnitten.

Die von Swisscable mitfinanzierte Studie – in dieser Form einmalig in der Schweiz – zeigt, dass rund 47% mehr Senioren online sind als noch vor fünf Jahren. Die Steigerung ist an sich beachtlich, auf die gesamte Bevölkerung ab 65 Jahren umgerechnet, nutzen jedoch erst 56% der Senioren das Internet. Ein noch tiefer Wert, verglichen mit der gesamtschweizerischen Internetnutzung, welche 2014 gemäss Bundesamt für Statistik bei rund 88% lag. Mehr als die Hälfte der Offline-Senioren überbrücken heute ihre Informationslücke, indem sie den Partner, Kinder, Enkelkinder oder Freunde um Hilfe zur Informationsfindung auf dem Internet fragen. Beatrice Fink, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz, gibt zu bedenken: «Dies ist zwar gemäss unserer Studie ein pragmatischer Umweg, könnte aber auch ein Grund dafür sein, dass nur 15 % der Offline-Senioren die konkrete Absicht haben, das Internet künftig selber zu nutzen.»

Digitale Vernetzung im Alter erhöht Wohlbefinden

«Wir stellen fest, dass das Internet das Sicherheitsgefühl bei den Online-Senioren erhöht. Sie können heute, auch dank den einfach bedienbaren Endgeräten wie Tablets und Smartphones, rascher und zielgerichteter Hilfe holen» präzisiert Beatrice Fink von Pro Senectute Schweiz. E-Mails und Internet-Telefonie tragen dazu bei, dass soziale Kontakte auch über grosse Distanzen aufrechterhalten werden können. «Wir sehen die Gefahr, dass für Senioren ohne Internet-Zugang der Zugriff auf Information durch Ämter oder im Präventionsbereich zunehmend schwieriger wird. Hier wird Pro Senectute ihr Augenmerk weiter darauf richten und Kursangebote, die den Umgang mit der Materie erleichtern, ausbauen.»

Weitere Informationen zur Studie «Digitale Senioren» finden Sie unter: www.pro-senectute.ch.

Die Studie wurde von Swisscable mitfinanziert. Die bei Swisscable vereinigten Kabelnetzunternehmen garantieren eine landesweite Grundversorgung mit Breitbandinternet. Damit tragen sie massgeblich dazu bei, dass ältere Menschen Internetdienste dort nutzen können, wo sie leben.

Prix Chronos in Winterthur verliehen

Gewinner des Generationenpreises sind die Autoren Marjolijn Hof und Hervé Jaouen.

Pro Senectute hat heute im Technorama in Winterthur den Prix Chronos – ein Lesewettbewerb und Generationenbuchpreis für Jung und Alt - an Marjolijn Hof und Hervé Jaouen verliehen. Der Entertainer und Rapper Knackeboul moderierte den Event und unterhielt Kids und Oldies bestens mit seiner interaktiven Show.

Lesen gehört für viele Jugendliche zwischen 10 und 12 nicht gerade zu den coolsten Beschäftigungen. In diesem Alter gar einen Lesezirkel mit alten Menschen zu bilden, das tun wohl nur wenige, sollte man denken. Weit gefehlt: Über 3‘000 Jugendliche und Senioren aus der ganzen Schweiz wollen und tun dies mit Elan und die Zahl der Teilnehmenden wächst stetig. Sie haben seit letztem August fünf Bücher zum Thema Altern gelesen und nach gemeinsamen Diskussionen ihr Lieblingsbuch ausgewählt. Pro Senectute und Pro Juventute organisieren den Prix Chronos bereits zum 11. Mal, seit vorigem Jahr ist auch Partner Orell Füssli Thalia AG mit dabei.

Alt und Jung tauschen sich über die Lektüre aus

Der Prix Chronos stimuliert nicht nur das Lesen, sondern auch den Austausch zwischen den Generationen. In Schulen, Bibliotheken und Altersheimen diskutieren Jung und Alt über die Bücher und vertiefen dadurch das Verständnis für die jeweils andere Generation. Zum Schluss wählen alle ihr Lieblingsbuch, welches an der Preisverleihung bekannt gegeben wird. Dank dem Prix Chronos entstehen somit ausserhalb der Familie Beziehungen zwischen der Grosseltern- und Enkelgeneration.

Die Siegerbücher in Kürze

Die Niederländerin Marjolijn Hof gewann mit «Mein Opa und ich und ein Schwein namens Oma» die Herzen der jugendlichen Leser. Opa muss manchmal Omeletten backen bis zum Umfallen. Um das Essen nicht zu verschwenden, kauft Opa ein Schwein. Fortan erleben Grossvater, Enkelin und das Schwein namens Oma Abenteuer in der typisch niederländischen Landschaft der Wassergräben und Weiden.

Hervé Jaouen hat mit seinem Buch «Pardon Monsieur ist dieser Hund blind?» die Senioren begeistert. Omama lebt alleine, bis zum Tag, an dem sie als Folge ihrer Demenz die Küche anzündet. Nach dem Brand zieht sie zu ihrer Tochter und mischt das Familienleben auf. Während alle versuchen, den chaotischen Alltag zu meistern, rekonstruiert die Enkelin Véro aus dem Inhalt eines alten Reisekoffers das Leben ihrer Grossmutter.

Lustiges Alter - Das Alter in der Karikatur

Besuchen Sie die Karikaturen-Ausstellung in der Pro Senectute Bibliothek.

Wenn Karikaturisten dem Alter mit spitzer Feder zu Leibe rücken, darf man gespannt sein. Der satirische Blick hinter die Fassade der politisch korrekten Altersbilder spiegelt versteckte Ängste und thematisiert Tabus. Die Pro Senectute Bibliothek zeigt zum ersten Mal in der Schweiz rund 60 Karikaturen aus dem deutschen Sprachraum.

Wie ist es wirklich um unsere Gefühle gegenüber dem eigenen Alter bestellt? Welche Einstellungen treten zutage, wenn die rationale Kontrolle durch die Satire ausgeblendet wird? Karikaturen verführen die Betrachtenden, einen Blick hinter die Fassade der politisch korrekten Altersbilder zu wagen und offenbaren Erkenntnisse über das eigene Selbstbild, aber auch über Ängste hinsichtlich des Alterns.

Pro Senectute zeigt in ihrer Fachbibliothek 60 Karikaturen aus dem deutschen Sprachraum – von Gerhard Haderer über Marie Marcks zu Pfuschi und Silvan Wegmann. Die Ausstellung ist das Resultat eines Forschungsprojekts über Altersbilder in der Karikatur der Universität Heidelberg. Die Projektleiterin Franziska Polanski eröffnet die Vernissage. Der Eintritt ist frei.

  • Ausstellung: Lustiges Alter – Das Alter in der Karikatur
  • Ort: Pro Senectute Bibliothek, Bederstrasse 33, Zürich
  • Vernissage: 24. Februar 2015, 18:00 Uhr, anschliessend Apéro
  • Dauer Ausstellung: 24. Februar 2015 - 31. Mai 2015
  • Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09:00 bis 16:00 Uhr, Di und Do 09:00 bis 19:00 Uhr
  • Eintritt: kostenlos
     

Weitere Informationen sowie zwei Karikaturen von Gerhard Haderer finden Sie unter: www.pro-senectute.ch (Bilder für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe).

2014

Altersreform 2020: Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten für die Paketlösung – Stimmvolk differenzierter als Politik

Das aktuelle Reformpaket der Altersreform 2020 stösst auf Wohlwollen. 62 Prozent sind mit dem Reformpaket grundsätzlich einverstanden, während lediglich eine Minderheit von 28 Prozent in die Opposition geht. Dies sind die überraschenden Resultate einer repräsentativen Umfrage von Pro Senectute Schweiz.

Das Forschungsinstitut GFS Bern hat im Oktober im Auftrag von Pro Senectute Schweiz 2‘700 stimmberechtigte Personen zur Altersreform 2020 befragt. Die Resultate sprechen eine deutliche Sprache: Zwei Drittel unterstützen die Rentenreform des Bundesrats.

Ausschlaggebend für die breite Zustimmung der Schweizer Stimmberechtigten ist der Gedanke einer Paketlösung. Dieser Vorschlag geniesst hohes Vertrauen, da er als ausgewogen wahrgenommen wird. Zudem werden dadurch die Reformkosten auf viele Schultern verteilt, ohne dass die Renten gesenkt werden müssen. Der Rückhalt für die Altersreform 2020 zieht sich durch alle Schichten und Parteizugehörigkeiten. Die mehrheitliche Zustimmung im linksgrünen Lager war zu erwarten. Die Vorlage geniesst auch im bürgerlichen Lager und sogar bei SVP-Sympathisanten hohes Vertrauen.

Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz, zeigt sich erfreut: «Das Stimmvolk urteilt differenzierter als manche Parteipolitiker. Die Paketlösung ist zumutbar und wird vom Volk verstanden. Dies sollte jenen Politikern zu denken geben, welche die Vorlage zerstückeln wollen. Die Rentenreform 2020 verdient die volle Unterstützung aller verantwortungsvollen Kräfte in diesem Land», meint Schärer weiter.

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und das Pensionsalter 65 für Frauen erhalten die höchste Zustimmung (53 resp. 62 Prozent). Beide Elemente sind unverzichtbar, wenn es nicht zu einer Kürzung der Rentenleistungen kommen soll. Gegen eine Rentenkürzung sprechen sich 78 Prozent der Befragten aus.

Über 700 Personen an Podium zur Hochaltrigkeit im Grossmünster

Über 700 Interessierte nahmen an der Podiumsdiskussion zum Thema «Älter werden: Lust oder Last?» teil. Um das Grossmünster selber verfolgten mehrere tausend Zuschauer die Beleuchtung des Zürcher Wahrzeichens mit Bildern zum hohen Alter. Der Anlass war Schlusspunkt der vor einem Jahr gestarteten Sensibilisierungskampagne «Alles hat seine Zeit» zum Thema Hochaltrigkeit.

Während einem Jahr haben Pro Senectute, die Reformierten Kirchen der Schweiz und Justitia et Pax mit der Kampagne «Alles hat seine Zeit» die Stellung von sehr alten Menschen in unserer Gesellschaft thematisiert. Die Initianten forderten mehr Wertschätzung und keine simple Reduktion des Alters auf pure Kostenfaktoren. «Diese Botschaft ist in der Öffentlichkeit angekommen», sagt Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Trotz bescheidenem Budget können wir nach einem Jahr ein positives Fazit ziehen: Das Thema Hochaltrigkeit ist salonfähig und die Lebensumstände von sehr alten Menschen – die ja oft zurückgezogen leben – sind sichtbarer geworden.»

Älter werden: Lust oder Last?

Die Podiumsgäste Adolf Muschg, Barbara Schmid-Federer, Peter Gross, Marion Schafroth und Monika Stocker gaben der Thematik des Älter werdens ein vielfältiges und persönliches Gesicht. Sie diskutierten die verschiedensten Aspekte des Alters mit viel Witz und Ironie, aber auch mit philosophischem Tiefgang. Die Positionen zum Bilanzsuizid blieben erwartungsgemäss konträr, einig waren sich jedoch alle: Älter werden ist allemal eine Herausforderung, ob man es als Abenteuer, als Raum für die Selbstfindung oder als krankheitsgeprägte Phase durchlebt.

Weitere Infos unter www.alles-hat-seine-zeit.ch.

Umstieg auf digitales Fernsehen: Informationskampagne von Pro Senectute Schweiz und Swisscable

Digitales Fernsehen ist die Zukunft. Die meisten Kabelnetze werden in den nächsten 12 Monaten komplett auf digitales Fernsehen umstellen. Um ältere Menschen bei dieser Umstellung zu unterstützen, lancieren Pro Senectute Schweiz und Swisscable eine spezifische Informationskampagne. Aushängeschild ist Gilbert Gress.

Heute schauen bereits mehr als 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung Digital-TV. Diejenigen, die noch Analog-TV schauen, werden sich mit einem Umstieg befassen müssen, denn die meisten Kabelnetze werden Analog-TV in den nächsten 12 Monaten einstellen. Dies wird nach individuellem Fahrplan und mit umfangreichen Begleitinformationen des jeweiligen Kabelnetzunternehmens geschehen. Zum Beispiel wird upc cablecom in der Zentralschweiz das analoge Fernsehen am 18. und 24. November 2014 stufenweise einstellen.

Spezifische Unterstützung beim Umstieg für Senioren

Ein Grossteil der älteren Bevölkerung nutzt bereits Digital-TV. Dennoch ist davon auszugehen, dass es sich bei den verbleibenden Nutzern von Analog-TV vorwiegend um ältere Menschen handelt. Um diese Personen zu unterstützen, haben Pro Senectute Schweiz und Swisscable eine zielgruppenspezifische Informationskampagne konzipiert. Mit Broschüren, Anzeigen und Artikeln in ausgewählten Publikationen sowie einem Kurzfilm, in dem Gilbert Gress den Umstieg auf Digital-TV demonstriert und erklärt, sollen die Senioren auf die Umstellung vorbereitet werden. Die begleitenden Informationsbroschüren werden in den Geschäfts- und Beratungsstellen von Pro Senectute aufliegen und durch einzelne Verbandsmitglieder von Swisscable verbreitet. Bei Fragen zur Umstellung können sich Kundinnen und Kunden unter der Telefonnummer 031 328 27 28 direkt an Swisscable wenden.


Umwandler oder neues TV-Gerät

Die Umstellung auf Digital-TV ist in der Regel kostenlos und einfach. Denn Digital-TV ist auf jedem Kabelnetz verfügbar. Wer ein TV-Gerät mit eingebautem DVB-C-Empfänger* hat, muss lediglich sicherstellen, dass das Gerät an eine Kabeldose angeschlossen ist, und dann einen Sendersuchlauf starten. Wer ein TV-Gerät ohne DVB-C-Empfänger hat, steht vor der Wahl, entweder beim lokalen Kabelnetz einen Umwandler (Set-Top-Box) zu beziehen oder ein neues TV-Gerät mit integriertem DVB-C-Empfänger zu kaufen. *TV-Geräte, die nach 2010 gekauft worden sind, verfügen in der Regel über einen DVB-C-Empfänger.

Pro Senectute setzt sich seit bald 100 Jahren für ältere Menschen ein. Pro Senectute ist die grösste Fach- und Dienstleistungsorganisation der Schweiz und berät Seniorinnen und Senioren kostenlos in über 130 Beratungsstellen schweizweit.

Swisscable ist der Wirtschaftsverband der Schweizer Kommunikationsnetze. Ihm sind 220 privatwirtschaftlich und öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen angeschlossen, die rund 2.7 Millionen Haushalte mit Radio, TV, HDTV, Internet, Telefonie und weiteren Angeboten versorgen.

Tour de Suisse der Kampagne «Alles hat seine Zeit» endet in Zürich

Mit der Kampagne «Alles hat seine Zeit» thematisierten Pro Senectute, die reformierten Kirchen der Schweiz und Justitia et Pax während einem Jahr die Lebensumstände, aber auch das Verhältnis unserer Gesellschaft zu sehr alte Menschen. Am 20. November schliesst sich der Bogen mit einem Podium zu «Lust und Last des hohen Alters» und einer winterlichen Beleuchtung des Grossmünsters durch Gerry Hofstetter.

Mehr Wertschätzung für das hohe Alter und ein offener Blick auf den Erfahrungsschatz der älteren Generation – dies sind die zentralen Forderungen der Kampagne «Alles hat seine Zeit». Pro Senectute, die reformierten Kirchen der Schweiz und Justitia et Pax haben die Diskussion um den Stellenwert des hohen Alters in alle Landesteile getragen. Mit Porträts von hochaltrigen Männern und Frauen, mit zahlreichen Veranstaltungen und einer Serie von Kirchenbeleuchtungen.

Am 20. November 2014 diskutiert eine illustre Runde im Grossmünster Zürich über die «Lust und Last des Älter Werdens». Der Schriftsteller Adolf Muschg, die CVP-Nationalrätin Barbara Schmid- Federer, der Soziologe Peter Gross, Exit-Vorstandsmitglied Marion Schafroth und alt Stadträtin und Exponentin der «GrossmütterRevolution» Monika Stocker tauschen sich unter der Moderation von Hannes Britschgi über das lange Leben sowie über Leben und Sterben aus.

Die Beleuchtung des Grossmünsters beginnt um 17:30 Uhr. Die Podiumsdiskussion startet um 18:00 Uhr und wird musikalisch begleitet von Enid Becirovic, Gesang und Andreas Wildi, Orgel. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion offerieren die Organisatoren einen vorweihnächtlichen Apéro. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.alles-hat-seine-zeit.ch

Pro Senectute Schweiz schlägt Alarm – jährlich rund 5‘000 neue Arme im AHV-Alter

Die Zahl der älteren Menschen, welche Ergänzungsleistungen benötigt, nimmt seit 2008 stetig zu, jene der Millionäre ebenfalls. Pro Senectute Schweiz belegt, dass die Einkommens- und Vermögensunterschiede im Alter gross sind und die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgeht.

Die Zahl der Millionäre betrug 2013 gemäss Hochrechnungen von Pro Senectute für alle Altersklassen 264‘000 Personen, 55'720 Millionäre mehr als 2008. Pro Senectute schätzt, dass etwas mehr als die Hälfte (53%) dieser Millionäre im AHV-Alter ist. Bei den Ergänzungsleistungen waren es 185‘000 Personen, die finanziell nicht über die Runden kamen. Das ist eine Zunahme von 26'801 EL-Beziehenden im AHV Alter seit 2008. Der Trend ist ungebrochen und die Schere zwischen arm und reich öffnet sich weiter.

Die Renten reichen in vielen Fällen nicht!

«Das vorherrschende Bild der reichen Rentner ist einseitig und entspricht nicht unserer Erfahrung aus der Sozialberatung. In keiner Altersgruppe sind die Unterschiede bei Einkommen und Vermögen so gross wie bei den Senioren. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Pro Jahr gibt es in der Schweiz 5‘000 neue EL-Beziehende, sprich Pensionierte, deren Rente und Bezüge aus AHV und Pensionskasse nicht ausreichen, um den Lebensabend in angemessener Weise zu verbringen.» sagt Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Schätzungsweise jeder achte ältere Mensch ist armutsbetroffen. Über 75% der Armutsbetroffenen leben zuhause und benötigen zur Existenzsicherung Ergänzungsleistungen. Weil Betroffene sich aus Scham oft zurückziehen, bleibt Armut im Alter unsichtbar. Hierzu wollen wir sensibilisieren.»

Pro Senectute schaut hin und hilft: mit einem niederschwelligen und kostenlosen Beratungsangebot an 130 Standorten in der Schweiz sowie in Härtefällen mit finanzieller Hilfe, welche auch durch Spenden finanziert wird. Über 40‘000 Menschen suchen jährlich Rat und Unterstützung in den Beratungsstellen von Pro Senectute.

Prix Chronos 2015 – Mitlesen, diskutieren und gewinnen!

Wenn Junge und Alte das Gleiche lesen, darüber sprechen und zusammen feiern, das ist der Prix Chronos. Auch dieses Jahr wieder motivieren Pro Senectute und Pro Juventute – neu mit der Unterstützung der Orell Füssli Thalia AG – Kinder und Senioren landauf und landab zum Lesen und Diskutieren. Im Frühling 2015 winkt 200 glücklichen Wettbewerbsteilnehmern eine tolle Preisübergabe mit einem Konzert des Rappers Knackeboul.

Zum 11. Mal führt Pro Senectute in Zusammenarbeit mit Pro Juventute den Prix Chronos in der Deutschschweiz durch. Als zusätzlicher Partner tritt dieses Jahr zudem die Orell Füssli Thalia AG, das grösste Buchhandelsunternehmen der Schweiz, auf. Der Prix Chronos ist ein nationales Leseprojekt bei welchem Kinder und ältere Personen Bücher lesen und bewerten. Alle Bücher handeln von der Beziehung zwischen Jung und Alt. Um das Verständnis zwischen den Generationen nicht nur in Büchern, sondern auch persönlich zu erleben, werden die Geschichten in Diskussionsrun-den zwischen Jung und Alt besprochen. Die Lesegruppen sind bunt gemischt: Grosseltern-Enkel-Paare, Schulklassen, Altersheime und auch Pfarreigruppen machen mit. Insgesamt nehmen in der französisch- und in der deutschsprachigen Schweiz jedes Jahr mehr als 3‘000 Jugendliche zwischen 10 und 12 sowie rund 500 Seniorinnen und Senioren teil. Diese bestimmen das Siegerbuch, welches in der Deutschschweiz anlässlich eines exklusiven Konzerts mit dem Rapper Knackeboul ausgezeichnet wird.

Mitmachen ist ganz einfach!

Kurzbeschriebe der Bücher sowie eine Liste der mitmachenden Bibliotheken sind unter www.prix-chronos.ch aufgeschaltet. Die Bücher sind zudem in allen Orell Füssli Thalia Filialen erhältlich. Schulklassen erhalten hier beim Kauf einen Rabatt. Anmeldeformulare gibt es ebenfalls auf der Prix Chronos Website oder per E-Mail: prix.chronos@pro-senectute.ch oder Tel. 044 283 89 81.
Einsendeschluss für die Wahlzettel ist Ende Februar 2015, die Preisverleihung findet Ende April 2015 statt.

Altersreform 2020: Grösste Fach- und Dienstleistungsorganisation für ältere Menschen begrüsst die Richtungsentscheide des Bundesrates

Pro Senectute Schweiz ist erfreut über die Richtungsentscheide des Bundesrates. Als grösste Fachorganisation der Schweiz im Dienste der älteren Menschen begrüsst Pro Senectute das Festhalten an einer Gesamtreform. Nur eine solche ist zielführend und sichert langfristig den Erhalt des heutigen Rentenniveaus.

Der Gesamtbundesrat hat heute die Vorlage von Bundesrat Alain Berset in ihren Grundzügen bestätigt. Damit bleibt das Reformpaket «Altersvorsorge 2020» auf Kurs. Pro Senectute begrüsst diesen Entscheid. Der Bundesrat hat mit seinen Entscheiden Weitsicht bewiesen und einer ausgewogenen Vorlage den Rücken gestärkt. Er hat erkannt, dass ein Konsens nur dann möglich ist, wenn sich Einzelinteressen hinten anstellen. Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz betont: «Der aktuelle Vorschlag beinhaltet einen starken Solidaritätsgedanken, der auch den Generationenfrieden stärkt.» Die verschiedenen Angriffe von links und rechts könnten die Vorlage als Ganzes gefährden.

Für Pro Senectute ist klar, dass die Vorlage grosse Vorteile besitzt. Dazu gehören der Erhalt des Leistungsniveaus ohne Spielräume nach unten, eine langfristige und ausreichende Finanzierung der 1. und 2. Säule sowie eine angepasste Flexibilisierung unter veränderten Rahmenbedingungen. Pro Senectute ist offen für eine Harmonisierung des Referenzalters für Frauen und Männer bei 65 Jahren. Weitergehende Forderungen werden als unrealistisch zurückgewiesen. Bei der Finanzierung wird die Idee einer Zusatzfinanzierung über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer unterstützt.

Pro Senectute hat sich schon 1917 bei ihrer Gründung für eine gesetzliche Altersvorsorge stark gemacht und 1947 für die Einführung der AHV eingesetzt. Mit der Altersreform 2020 steht knapp 70 Jahre später wieder ein alterspolitisches Jahrhundertprojekt an. Es ist ein Zeichen historischer Verantwortung, sich erneut politisch zu engagieren und dafür einzusetzen, dass die Weichen auch dieses Mal richtig gestellt werden. Pro Senectute ist vom Reformpaket überzeugt und hat diesbezüglich erste eindeutige Signale Ihrer Basis bekommen, die «Altersvorsorge 2020» zu unterstützen. Um diese Position zu überprüfen, soll die Basis von Pro Senectute über das Reformpaket befragt werden.

Stiftungsversammlung Pro Senectute – Altersorganisation ist fit für weitere 100 Jahre

Die Stiftungsversammlung von Pro Senectute Schweiz tagte heute in Stans. 28 Delegierte genehmigten Leistungsbericht wie Jahresrechnung der bald 100-jährigen Altersorganisation und verabschiedeten eine Anpassung der Stiftungsurkunde. Pro Senectute Nidwalden als Gastgeberkanton präsentierte erfolgreiche Innovationen wie die SeniorInnen-Drehscheibe oder das Generationenprojekt UrSpur.

Die Stiftungsversammlung von Pro Senectute Schweiz war dieses Jahr zu Gast bei Pro Senectute Nidwalden. Landamman Yvonne von Deschwanden begrüsste die Anwesenden. Toni Frisch, Präsident des Stiftungsrates, und Hans Widmer, Vizepräsident der Stiftungsversammlung, führten durch die statutarischen Geschäfte. Die Delegierten genehmigten die Jahresrechnung und den Leistungsbericht und wählten die Mitglieder diverser Gremien.

Anpassung Stiftungsurkunde

Die Delegierten stimmten mit der Aufhebung der Stiftungsversammlung einer organisatorischen Verschlankung zu. Die Strukturen werden vereinfacht, eine wichtige Voraussetzung für die komplexen Aufgaben, die die Altersorganisation angesichts der demographischen Alterung der Bevölkerung auch künftig erfolgreich bewältigen will.

Der Leistungsbericht 2013/2014 sowie die Jahresrechnung 2013 sind unter www.pro-senectute.ch abrufbar. Den Leistungsbericht können Sie auch als Papierversion bei Pro Senectute Schweiz bestellen: Tel. 044 283 89 89, E-Mail

Möchten Sie 100 werden?

Über 500 Fachpersonen aus Gerontologie, Politik, Wirtschaftskreisen und Medien diskutierten an der nationalen Tagung «Über 80 – Unterschätzt» unter welchen Voraussetzungen ein so hohes Alter erstrebenswert ist. Das Fazit: Die Alterungsdiskussion wird zu eng und mit einseitigem Fokus auf die Pflege- und Rentenkosten geführt. Was ältere Menschen selbst denken, bleibt häufig auf der Strecke - was den Wert des hohen Alters ausmacht, ebenso.

Jugendliche mit Geburtsjahr 2000 haben eine Lebenserwartung von rund 100 Jahren. Im Jahr 2060 werden in der Schweiz weit über 1 Million Menschen im Alter 80plus leben. Die Schweiz kommt nicht darum herum, sich mit dem hohen Alter zu beschäftigen. Pro Senectute als grösste Altersorganisation der Schweiz lancierte heute die Debatte zu den Rahmenbedingungen, die ein hohes Alter erleichtern und wünschenswert machen. Bilanz des Anlasses: Der Blickwinkel auf die Kosten greift zu kurz. Ein hohes Lebensalter ist nicht durchwegs mit Pflegebedürftigkeit gleichzusetzen. Obwohl das Risiko mit steigendem Alter wächst, benötigt z.B. lediglich ein Drittel der 85-Jährigen Pflege. Mit dem Reformpaket «Altersvorsorge 2020» liegt zudem ein ausgewogener Lösungsansatz vor, der eine wichtige und tragfähige Grundlage für die Finanzierung der Sozialwerke legen könnte.

Alt werden wollen alle, alt sein möchte hingegen niemand!

Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz: «Wenn die Gesellschaft über das hohe Alter spricht, ist dies eine eher abstrakte Grösse. Jeder von uns hat konkrete Erfahrungen gemacht, die den Wert des hohen Alters aufzeigen. Ich denke z.B. an meine Gotte, eine Frau, die bis ins hohe Alter regelmässig alleine wandern ging. Sie schöpfte daraus innere Ruhe und Zufriedenheit.»

«Wenn wir von alten Menschen sprechen», so Schärer weiter, «dann geht es immer auch um unsere Zukunft. Die heutigen Entscheide stellen die Weichen für unser eigenes Alter. Ich bin froh zu wissen, dass es Hilfen gibt, die ein selbständiges Alter in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Für meine Kinder wünsche ich mir, dass auch Ihnen dereinst die nötige Beratung, Hilfe und Unterstützung jederzeit zur Verfügung steht. Dafür setze ich mich schon heute ein.»

Zehn Jahre – zwei Generationen – fünf Bücher: Prix Chronos heute in Solothurn verliehen

Pro Senectute hat heute in Solothurn den Generationenbuchpreis Prix Chronos an Peter Dickinson (Juniorenpreis) und Jacqueline Kelly (Seniorenpreis) verliehen. Special guest Knackeboul rappte anlässlich des 10-jährigen Jubiläums, tatkräftig unterstützt vom Publikum und dem Solothurner Ehrengast, Nationalrätin Bea Heim.

Allen Unkenrufen zum Trotz: «Lesen ist nach wie vor in!». Pro Senectute und Pro Juventute haben nun bereits im 10. Jahr zur Lektüre aufgerufen und landauf landab junge und alte Leseratten zur Teilnahme am Generationenbuchpreis Prix Chronos motiviert. Beim Prix Chronos lesen die Teilnehmenden fünf Bücher, die vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) zum Thema Beziehungen zwischen den Generationen ausgewählt werden.

Alt und Jung treffen sich bei der Lektüre – und an der Preisverleihung

Speziell an diesem Lesepreis ist das Setting: Jung und Alt lesen die Bücher in altersgemischten Lesegruppen und diskutieren deren Inhalte gemeinsam. Am Schluss wählen sie ihr Lieblingsbuch. Dank dem Prix Chronos entstehen ausserhalb des familiären Rahmens Beziehungen zwischen der Grosseltern- und Enkelgeneration. Eine bereichernde Erfahrung, die von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmende in der Deutsch- und Westschweiz begeistert.

Junge liebten «Abschied von Opa»– Senioren Calpurnias Coming of Age-Geschichte

In Peter Dickinsons «Abschied von Opa» verliert Gavin mit dem Schlaganfall seines Grossvaters den wichtigsten Menschen in seinem Leben. Gavin glaubt trotzdem fest daran, dass er Opa ins Leben zurückholen kann. Er setzt sich gegen den Widerstand von Spitalpersonal und Familie durch und dringt mit viel Geduld und Phantasie allmählich zu dem gelähmten alten Mann durch. Zugleich lernt Gavin seine Grenzen kennen und versteht, was die Endlichkeit des Lebens bedeutet.

«Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen» von Jacqueline Kelly beschreibt die Abenteuer von Calpurnia, die viel lieber die Natur erforscht, als Kochen, Stricken oder Klavierspielen zu lernen. Sie wird von ihrem Grossvater liebevoll gefördert und lebt den gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts zum Trotz ihren Forscherdrang aus.

Informationen zur Preisverleihung sowie Fotos der Veranstaltung finden Sie (ab ca. 16.30 Uhr) unter: www.pro-senectute.ch

Wenn «let it be» aus dem Altersheim klingt

Wer während dem Beatles-Hype jung war ist heute alt. Diesem Anliegen trägt das neue Liederbuch «Alperose» Rechnung. Zwar hält Singen jung, die Songs aber, auch die der Beatles, kommen in die Jahre und werden dank dem Liederbuch, das Pro Senectute zusammen mit dem Weltbild Verlag herausgibt, vermehrt auch in Altersheimen gesungen.

«Let it be»,«I have a dream», «Waterloo», aber auch Schweizer Klassiker wie «Es wott es Fraueli z’Märit gah» sind nur eine kleine Auswahl an Liedern im neu aufgelegten Klassiker von Pro Senectute Schweiz.

«Alperose» beinhaltet weiter die schönsten und bekanntesten Lieder in Mundart, deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache. Es fanden auch Lieder von Bligg, Plüsch und weiteren aktuellen Künstlern Aufnahme in das Liederbuch. Bei den 200 Liedern mit Noten oder Akkorden ist für jeden Geschmack und jedes Alter etwas dabei. «Lieder sind ein wichtiges Lebenselixier für Jung und Alt», lobt Peter Reber, einer der beiden Paten des Buches. Die Gestaltung des Liederbuchs – Spiralbindung, Grossdruck von Noten und Schrift – entspricht den Anforderungen von älteren und jungen Menschen und kann sowohl im Altersheim, zu Hause oder im Schulunterricht zum Einsatz kommen.

Alpenrose basiert auf dem 20-jährigen Singbuchklassiker «Freut euch des Lebens» von Pro Senectute Schweiz, welcher 30 000 mal verkauft wurde. Bei der Erstellung des neuen Singbuches arbeiteten Studierende der Zürcher Hochschule der Künste, Chöre, der Verlag und Pro Senectute Hand in Hand. Die Paten des Buches sind die bekannte Sängerin und Schauspielerin Maja Brunner und der Liedermacher und Sänger Peter Reber.

«Alperose» kann zum Preis von CHF 24.90 (zuzüglich Porto/Verpackung) bei Pro Senectute Schweiz (, www.prosenectute.ch/shop) bestellt oder der im Buchhandel gekauft werden.

Lancierung der nationalen Kampagne «Alles hat seine Zeit»

Keine Tabuisierung und eine Wertschätzung des hohen Alters – das fordern Pro Senectute, die Reformierten Kirchen der Schweiz und Justitia et Pax mit der gestern lancierten nationalen Kampagne «Alles hat seine Zeit». Die Initianten plädieren dafür, die Diskussion um das hohe Alter umfassender zu führen und hochaltrige Menschen nicht unter bloss ökonomischen Aspekten zu betrachten, denn sie sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Gerry Hofstetter verleiht dem Anliegen ein Gesicht und illuminiert im Laufe des Jahres 2014 Kirchen in den vier Sprachregionen. Zum Auftakt erstrahlte gestern Abend die Stiftskirche in Neuenburg.

Erstmals führen Pro Senectute, die reformierten Kirchen der Schweiz und Justitia et Pax eine gemeinsame Kampagne zum Thema Hochaltrigkeit durch. Die Initianten rufen damit in Erinnerung, dass das hohe Alter alle betrifft und die Diskussion rund um das hohe Alter mit zu einseitigem Blick auf die Kosten geführt wird. Dank der hohen Lebenserwartung – ein Erfolgsmodell unserer Leistungsgesellschaft – werden in der Schweiz im Jahr 2060 über eine Million Menschen im Alter 80plus leben. Unsere Gesellschaft kommt daher nicht umhin, sich mit den Herausforderungen des hohen Alters auseinanderzusetzen.

Hochaltrige Menschen sind ein wertvoller Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie verfügen über breite Lebenserfahrung und ein Wissen, z.B. zu geschichtlichen Ereignissen, Naturkunde oder Gesundheit, welches ein Fundament unseres Zusammenlebens darstellt, das weit über die Familien und Generationen hinauswirkt. Die Fokussierung auf Pflegekosten und Rentenreform lässt vergessen, dass alle Generationen zu unserer Gesellschaft gehören, und bedroht die gesellschaftliche Solidarität.

Lichtkünstler Gerry Hofstetter lässt vier Kirchen erstrahlen

Gerry Hofstetter gibt der Kampagne «Alles hat seine Zeit» mit der Illumination von vier Kirchen in allen Landesteilen ein Gesicht. Er beleuchtet die Gebäude mit Allegorien zu den vier Jahreszeiten und Lebensetappen Geburt, Jugend, Erwachsensein und Alter. Parallel zu den Illuminationen finden thematische Anlässe statt, um das Anliegen der Kampagne publik zu machen.

Altersvorsorge 2020: ein verantwortungsvolles Gesamtpaket

Pro Senectute engagierte sich bereits 1917 für eine gesetzlich geregelte Altersvorsorge und war 1947 aktiv dabei, als die AHV ins Leben gerufen wurde. Heute unterstützt die grösste Fachorganisation der Schweiz im Dienste der älteren Menschen den Vorschlag des Bundesrates für eine umfassende Reform der Altersvorsorge. Die geplante Revision der AHV und der BVG ist zielführend und sozial ausgewogen. Die Vorlage soll als Gesamtpaket behandelt und verabschiedet werden.

Die vorgeschlagene Reform sorgt richtigerweise für den Erhalt des Leistungsniveaus ohne Spielräume nach unten, für eine langfristige und ausreichende Finanzierung der 1. und 2. Säule und für eine den veränderten Rahmenbedingungen angepasste Flexibilisierung. Pro Senectute ist offen für eine Harmonisierung des Referenzalters für Frauen und Männer bei 65 Jahren, sofern die Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weiter verbessert werden. Eine generelle Erhöhung des Rentenalters wird abgelehnt. Positiv beurteilt wird die geplante Flexibilisierung des Renteneintrittsalters, insbesondere die Einführung von Teilrenten.

Bei der beruflichen Vorsorge muss der Umwandlungssatz an die längere Lebenserwartung und die schlechteren Anlagemöglichkeiten angepasst werden. Pro Senectute mahnt aber zu umsichtigem Handeln und fordert Kompensationsmassnahmen als Ausgleich für allfällige Rentenkürzungen. Es ist weiter unbestritten, dass die AHV angesichts der demografischen Entwicklung mittelfristig eine Zusatzfinanzierung brauchen wird. Der Vorschlag des Bundesrates, dafür die Mehrwertsteuer zu erhöhen, erachtet Pro Senectute als fairen und Generationen übergreifenden Vorschlag. Bedauert wird dagegen, dass eine Einschränkung des Kapitalbezuges aus der beruflichen Vorsorge im Reformpaket des Bundesrates weiterhin fehlt. Hier gilt es die Vorlage zu optimieren. Pro Senectute appelliert an die politischen und wirtschaftlichen Akteure, sich hinter die Interessen der Versicherten zu stellen. Die Altersvorsorge 2020 verdient die volle Unterstützung aller verantwortungsvollen Kräfte in diesem Land. Pro Senectute wird sich deshalb für das Gelingen dieses wichtigen Reformpaketes einsetzen.

Die eigene Patientenverfügung elektronisch stets verfügbar

Mit DOCUPASS bietet Pro Senectute ein umfassendes Vorsorgedossier an. Interessierte können darin ihre persönlichen Wünsche und Forderungen im Zusammenhang mit Krankheit, Pflege, Sterben und Tod festhalten. Neu können alle Daten zusätzlich in Evita, dem elektronischen Gesundheitsdossier von Swisscom, hinterlegt werden. Die Vorsorgedokumente sind so jederzeit verfügbar.

Mit dem DOCUPASS von Pro Senectute können persönliche Anliegen, Bedürfnisse, Forderungen und Wünsche für den Ernstfall umfassend festgehalten werden. In Situationen, in denen der Patient nicht mehr ansprechbar oder urteilsunfähig ist, kommt die Patientenverfügung zur Anwendung. Wer selber bestimmen will und den Angehörigen schwierige Entscheidungen abnehmen möchte, ist gut beraten, sich frühzeitig mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Der DOCUPASS wurde bereits über 55'000 Mal verkauft.

Seit der Einführung des neuen Erwachsenenschutzgesetzes sind Ärzte und medizinisches Personal verpflichtet abzuklären, ob eine Verfügung der Patientin oder des Patienten vorhanden ist. Durch die Zusammenarbeit von Pro Senectute und Swisscom können die Vorsorgedokumente nun elektronisch hinterlegt werden und sind so jederzeit und überall verfügbar. Im Ernstfall können Angehörige oder medizinisches Fachpersonal auf die digital hinterlegten Dokumente zugreifen. Der Vorsorgeausweis mit Login-Daten passt dank Kreditkartenformat in jedes Portemonnaie und sollte immer auf sich getragen werden. Der DOCUPASS kostet einmalig CHF 19, die Hinterlegung im elektronischen Gesundheitsdossier Evita CHF 29 pro Jahr. Die Mindestvertragsdauer für die Online-Hinterlegung beträgt zwei Jahre. www.docupass.ch

Evita – das elektronische Gesundheitsdossier von Swisscom

Evita-Nutzer hinterlegen ihre persönlichen medizinischen Daten und Dokumente sicher in ihrem persönlichen Gesundheitsdossier. Somit sind ihre Gesundheitsinformationen jederzeit zeit- und ortsunabhängig elektronisch verfügbar. Jährlich werden in der Schweiz immer noch rund 250 Millionen papierne Gesundheitsdokumente über Fax oder Brief ausgetauscht, was zu hohen Kosten führt. Hier schliesst Evita eine Lücke, indem es Patienten und Leistungserbringern wie Ärzten und Spitälern Zugang zu den digitalisierten Gesundheitsdaten des Patienten ermöglicht. www.evita.ch

2013

Schweiz ist Vize-Europameister im Stricken

185‘112 Mützchen haben Schweizer Strickfans seit September produziert. Damit haben sie im europaweiten Vergleich am Meisten Mützchen pro Kopf gestrickt, knapp vor unseren Nachbarn aus Österreich. Der Wettbewerb ist Teil der Benefizaktion «Das Grosse Stricken» von Pro Senectute und innocent.

Im September 2013 fiel der Startschuss zur Benefizaktion «Das Grosse Stricken», welche bis Anfangs Dezember 2013 dauerte. Unzählige Strickliebhaberinnen und -liebhaber griffen aus Solidarität mit armutsbetroffenen Senioren zu den Nadeln und fabrizierten die Mini-Mützchen. Ab Ende Januar 2014 sitzt auf jedem in der Schweiz verkauften Fruchtsaft-Fläschchen von innocent ein farbenfrohes Mützchen. Pro verkauftem Smoothie fliessen 30 Rappen in den Einzelhilfefonds von Pro Senectute.

185‘112 Mützchen, das sind über 50‘000 Mützchen mehr als noch 2012 gestrickt wurden. «Wir sind stolz auf das grosse Engagement» sagt Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Mit dem Erlös können wir Senioren unterstützen, die unerwartet in eine finanzielle Notlage geraten sind. Spendenaktionen wie diese sind für uns als Non-Profit-Organisation eine wichtige Zusatzeinnahme.» Weitere Informationen zur Benefizaktion «Das Grosse Stricken» sowie kostenloses Bildmaterial finden Sie unter: www.pro-senectute.ch

Bilder für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe

Kontakt für die Medien:

Pro Senectute Schweiz
Judith Bucher, Medienverantwortliche
Peter Burri Follath, Leiter Marketing und Kommunikation
Telefon: 044 283 89 57 / 078 624 28 04
E-Mail: medien@pro-senectute.ch

«Alles hat seine Zeit» - Kirchen und Pro Senectute lancieren Kampagne zum hohen Alter in unserer Gesellschaft

Unter dem Motto «Alles hat seine Zeit» starten Kirchen und Pro Senectute am morgigen Tag des Alters eine Sensibilisierungskampagne zur Bedeutung des hohen Alters. Mit Porträts von Menschen, die zwischen 85 und 100 Jahre alt sind, zeigen die Initianten, wie Hochaltrige in der Schweiz leben. Die Kampagne soll die Bevölkerung für das hohe Alter als Lebensphase mit einem eigenen Wert, jenseits von körperlichem Abbau und bedrohlichen Kostenszenarien, sensibilisieren.

In der öffentlichen Wahrnehmung prägen die «aktiven Alten» das Bild der nachberuflichen Lebenszeit. Ob reiselustige Pensionierte, engagierte Freiwillige oder enkelhütende Grosseltern, die Aktivität steht im Mittelpunkt. Menschen im sogenannten fragilen Alter sind in unserer Gesellschaft jedoch weitgehend unsichtbar oder werden häufig mit negativ besetzten Themen wie dem körperlichen Verfall, dem Kostenanstieg im Gesundheitswesen oder der schwieriger werdenden Finanzierung der Altersvorsorge in Verbindung gebracht.

Das hohe Alter hat seinen eigenen Wert

Die Kampagne von Justitia et Pax, Reformierte Kirchen der Schweiz und Pro Senectute will zum Thema «Hochaltrigkeit» andere Akzente setzen, indem sie Menschen ab 85 zu Wort kommen lässt: Wie erleben Hochaltrige ihren Alltag? Was für Schwierigkeiten müssen sie oder ihre pflegenden Angehörigen im Alltag bewältigen? Wo stossen sie z.B. im öffentlichen Raum auf Hürden und welche Art von Unterstützung benötigen sie? Welche Erfahrungen können Menschen im hohen Alter Jüngeren mitgeben?

Es ist das Ziel der Kampagne, die Bevölkerung zu sensibilisieren, dass Gebrechlichkeit ebenso zum Leben gehört wie Kindheit, Jugend und die beruflich aktive Zeit. Das hohe Alter ist eine Lebensphase mit eigenen Bedürfnissen und Herausforderungen, aber auch einem ganz spezifischen eigenen Wert. Es ist an der Zeit, hinzuhören und sehr alte Menschen als das wahrzunehmen, was sie sind: ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft.

Launch Webportal www.alles-hat-seine-zeit.ch

Zum Kampagnenstart am 1. Oktober, dem Internationalen Tag des Alters, wird die Website www.alles-hat-seine-zeit.ch aufgeschaltet. Interessierte finden dort 

Informationen zum Thema und zur Kampagne, Unterlagen zur Planung von Veranstaltungen, inklusive Vorschläge für Referentinnen und Referenten sowie Bildmaterial.

Träger und unterstützende Organisationen

Die Kampagne wird getragen durch:

  • Justitia et Pax, die Stabskommission der Schweizer Bischofskonferenz zu gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Fragen
  • Reformierte Kirchen der Schweiz, ein Zusammenschluss der reformierten Kantonalkirchen sowie der evangelisch methodistischen Kirche der Schweiz
  • Pro Senectute, die grösste Fach- und Dienstleistungsorganisation der Schweiz im Dienste der älteren Menschen.

Folgende Organisationen unterstützen die Kampagne ideell und/oder finanziell:

  • Arbeitskreis Religionsgerontologie der Universität Zürich
  • CURAVIVA Schweiz (Verband Heime und Institutionen Schweiz)
  • Deutschschweizerische Kirchenkonferenz
  • Evangelische Frauen Schweiz (EFS)
  • GrossmütterRevolution
  • HEKS Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz
  • ICT-Accessibility Lab, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
  • Migros-Kulturprozent
  • rkz Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz
  • Runder Tisch Alter der reformierten Kirchen der Schweiz
  • Schweizerische Gesellschaft für Gerontologie (SGG SSG)
  • Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK)
  • Schweizerischer Katholischer Volksverein
  • SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund
  • Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter (UBA)
  • Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.alles-hat-seine-zeit.ch

Herbstsammlung Pro Senectute – Armut ist unsichtbar

Vom 30. September bis 26. Oktober 2013 führt Pro Senectute ihre Herbstsammlung durch. Die Altersorganisation ruft die Bevölkerung in der Schweiz dazu auf, armutsbetroffene Seniorinnen und Senioren zu unterstützen. In der Schweiz kämpft schätzungsweise jeder achte ältere Mensch trotz AHV und beruflicher Vorsorge mit finanziellen Problemen.

Armut ist unsichtbar. Pro Senectute gibt ihr in der Herbstsammlung 2013 ein Gesicht. Anhand der reellen, jedoch anonymisierten Geschichte eines Ehepaars zeigt Pro Senectute auf, wie wenig es braucht, um aus einem gesicherten Dasein in finanzielle Not zu geraten: Ein Mann erleidet kurz vor der Pensionierung einen schweren Herzinfarkt. Seine Frau fällt in eine Depression und wird später pflegebedürftig. Die Ersparnisse des Paares gehen zur Neige und nach der Pensionierung wird selbst die Anschaffung einer Brille oder einer Spezialmatratze für die bettlägerige Gattin zum Problem.

Sozialberatung – mehr als 130 Beratungsstellen bieten Unterstützung
In solchen Momenten hilft die Sozialberatung von Pro Senectute. Die landesweit präsenten Sozialberatungsstellen sind eine wichtige und diskrete Anlaufstelle bei persönlichen oder finanziellen Problemen älterer Menschen. Pro Senectute unterstützt Ratsuchende und bei Bedarf auch deren Angehörige mit Lösungsvorschlägen. Dazu gehören zum Beispiel Abklärungen mit Sozialversicherungen und Krankenkassen oder die konkrete finanzielle Unterstützung für die Anschaffung von Hilfsmitteln, die für die Bewältigung des Alltags notwendig sind, wie eben eine Brille oder eine Matratze.

Pro Senectute hat im vergangenen Jahr fast 40‘000 ältere Menschen beraten und bei finanziellen Notlagen schnell und unbürokratisch Gelder gesprochen. Neben der Sozialberatung leistet Pro Senectute mit ihrem Dienstleistungsangebot wie den Hilfen zu Hause oder Sport- und Bildungskursen einen wichtigen Beitrag, dass ältere Menschen sozial eingebunden bleiben und so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen können. Dieses umfassende Engagement ist nicht zuletzt dank Spenden realisierbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Weitere Informationen zur Herbstsammlung finden Sie unter: www.pro-senectute.ch

Prix Chronos 2014 – Generationenbuchpreis in den Startlöchern

Bereits zum zehnten Mal startet der Prix Chronos in der Deutschschweiz - im Jubiläumsjahr neu in Kooperation mit Pro Juventute. Fünf Bücher zum Thema Generationenbeziehungen warten auf neugierige Bücherwürmer und Leseratten. Alt und Jung lesen dieselben Jugendromane und wählen ihr Lieblingsbuch, welches im Frühling 2014 öffentlich prämiert wird.

Lesen fasziniert sowohl alte wie junge Menschen. Diesen Umstand machte sich der Prix Chronos zunutze. Pro Senectute und Pro Juventute laden zur gemeinsamen Lektüre von fünf Büchern, die vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) für den Prix Chronos nominiert wurden. Zielpublikum sind Kinder zwischen 10 und 12 Jahren sowie Seniorinnen und Senioren. Gelesen wird in Schulen, Altersheimen, Bibliotheken, Kirchgemeinden, Lesezirkeln, allein zu Hause und bei den Grosseltern. An vielen Orten treffen sich altersgemischte Lesegruppen zur Diskussion und wählen ihr Lieblingsbuch. Dank dem Prix Chronos entstehen ausserhalb des familiären Rahmens Beziehungen zwischen der Grosseltern- und Enkelgeneration. Eine Erfahrung, die bereichert und von Jahr zu Jahr eine steigende Anzahl Teilnehmende begeistert.

Fünf Jugendromane über Trauer, Abenteuer und allerbeste Freunde

Guus Kuijers «Erzähl mir von Oma» ist inzwischen schon ein Klassiker – eine Geschichte über Verlust und Trauer – bereits 1978 publiziert und nun neu illustriert und herausgegeben. «Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen» von Jacqueline Kelly beschreibt die Abenteuer von Calpurnia, die viel lieber die Natur erforscht, als Kochen, Stricken oder Klavierspielen zu lernen, wie es sich für ein Mädchen zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehört. «Der Lebhag», die Kurzerzählung des Schweizer Autors Meinrad Inglin, erlebt eine Neuauflage als SJW-Heft. Die Geschichte schildert den Konflikt zwischen den Generationen um eine Hecke, ein kleines Paradies für Tiere, Pflanzen und Kinder. In Peter Dickinsons «Abschied von Opa» verliert Gavin mit dem Schlaganfall seines Grossvaters den wichtigsten Menschen in seinem Leben. Gavin glaubt trotzdem fest daran, dass er Opa ins Leben zurückholen kann. Die Titelhelden aus Michael Rohers «Oma, Huhn und Kümmelfritz» sind allerbeste Freunde und ein Team voller Schalk und blöder Ideen. Dank Oma gehen Kümmelfritz‘ und Huhns Abenteuer jedoch glimpflich aus.

Mitmachen ist einfach

Mitlesen kann jeder und jede. Der Wettbewerb startet ab jetzt und dauert bis 23. Februar 2014. Formulare für die Teilnahmeformulare sind online unter www.prix-chronos.ch aufgeschaltet oder können per Telefon (044 283 89 81) oder Mail bestellt werden (prix.chronos@pro-senectute.ch). Zahlreiche Bibliotheken bieten die nominierten Bücher zur Ausleihe an. Die Liste der mitmachenden Bibliotheken ist ebenfalls online verfügbar und wird laufend aktualisiert.

Patientenverfügungen & Co. – DOCUPASS setzt mit 50‘000 verkauften Exemplaren Massstäbe

Wer eine Patientenverfügung verfassten möchte, sieht sich mit einer Angebotsvielfalt konfrontiert, die für Laien kaum durchschaubar ist. Umso erfreulicher, dass sich Fachwelt und Privatpersonen sechs Monate nach Inkrafttreten des neuen Erwachsenenschutzrechtes einig sind: Das DOCUPASS-Vorsorgedossier von Pro Senectute ist das überzeugendste Angebot auf dem Schweizer Markt.

50'000 verkaufte DOCUPASS-Vorsorgedossiers
Die markanten Verkaufszahlen ein Jahr nach der Einführung bescheinigen dem DOCUPASS durchwegs Bestnoten. Das von Fachexperten unter Einbezug der Kompetenzen von Pro Senectute entwickelte Gesamtpaket beinhaltet nicht nur eine Patientenverfügung, sondern darüber hinaus alle Informationen und Formulare für Vorsorgeauftrag, Anordnungen im Todesfall und Testament. Ebenfalls im Angebot enthalten ist ein Vorsorgeausweis mit den Kontaktdaten für den Ernstfall. Dennoch kostet der DOCUPASS lediglich CHF 19.– und kann online unter: www.pro-senectute.ch/docupassd oder via Tel. 044 283 89 89 bestellt werden.


Ärzte und Spitäler neu zur Nachfrage verpflichtet
In Zukunft wird der Bedarf für persönliche Vorsorgedokumente weiter steigen. Seit Kurzem sind Medizinalpersonen vor jedem Eingriff verpflichtet, nach einer Patientenverfügung zu fragen. Da eine solche sich auch mit der besten Hilfestellung nicht leichtfertig verfassen lässt, ist man gut beraten, sich frühzeitig darum zu kümmern. Wer sich für den DOCUPASS entscheidet, ist im Hinblick auf die Zukunft gut beraten: Pro Senectute befindet sich in der Testphase für eine Online-Hinterlegung des Dossiers, welche per Ende Jahr angeboten wird.

Stiftungsversammlung Pro Senectute im Zeichen der Alterspolitik

Die Stiftungsversammlung von Pro Senectute tagte heute in Freiburg. Im Zentrum des Anlasses stand neben statutarischen Geschäften die aktuelle Reform der Sozialwerke. Vertreter von Bund, Arbeitgeber und Arbeitnehmerorganisationen reflektierten die aktuelle Stossrichtung der Reform «Altersvorsorge 2020».

Mit Jörg Brechbühl, Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen, Prof. Dr. Roland A. Müller, designierter Direktor des Arbeitgeberverbandes, und Dr. Doris Bianchi, Geschäftsführende Sekretärin des Gewerkschaftsbundes, sprach eine Runde von ausgewiesenen Experten zur Reform der Sozialwerke und deren Auswirkungen für heutige sowie künftige Rentnergenerationen, aber auch für eine Altersorganisation wie Pro Senectute. Die Referate und die anschliessende Diskussionsrunde zeigten auf: Die Reform der Sozialwerke ist nur dann mehrheitsfähig, wenn eine Gesamtschau der 1. und 2. Säule vorgenommen wird und die kleinen und mittleren Einkommen keine Einbussen erleiden. Die Existenzsicherung ist bereits heute für viele Senioren nicht gegeben. Die Sozialberatung von Pro Senectute wird von einer stetig steigenden Anzahl von älteren Menschen aufgesucht, die finanziell nicht über die Runden kommen, sei dies wegen gestiegenen Mietzinsen oder zunehmender Pflegebedürftigkeit.

Statutarische Geschäfte

Die Stiftungsversammlung von Pro Senectute war dieses Jahr zu Gast bei Pro Senectute Kanton Fribourg, welche 2013 ihr 90-jähriges Bestehen feiert. Pierre-Alain Clément, Ammann der Stadt Freiburg, begrüsste die Anwesenden. Anne-Claude Demierre, Regierungsrätin und Präsidentin des Staatsrats Kanton Freiburg, stellte das neue kantonale Alterskonzept «Senior+» vor. Marianne Dürst, Regierungsrätin Kanton Glarus, führte durch die statutarischen Geschäfte. Die Delegierten genehmigten die Jahresrechnung und den Leistungsbericht und wählten die Mitglieder diverser Gremien.

Ausgeglichene Jahresrechnung 2012

Die Jahresrechnung von Pro Senectute zeigt ein ausgeglichenes Bild. 2012 wurden in der Schweiz über 232 Millionen Franken (2011: 223 Mio.) in Angebote zugunsten von älteren Menschen investiert. Der Dienstleistungsertrag konnte gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent gesteigert werden und betrug rund 120 Millionen Franken (2011:114 Mio.). Das zeigt, dass die Angebote von Pro Senectute für die älteren Menschen in der Schweiz relevant und bedürfnisgerecht sind. Die Einnahmen aus Spenden oder Legaten betrugen 26 Millionen. Dank diesem sehr erfreulichen Beitrag einer Vielzahl von Spenderinnen und Erblassern konnte Pro Senectute ihr Angebot gegenüber dem Vorjahr ausbauen. Der Aufwand für die Administration - inklusive Mittelbeschaffung und berechnet gemäss ZEWO-Standards – blieb unverändert auf knappen 14 Prozent.

Diese Medienmitteilung, der Leistungsbericht 2012/2013 sowie die Jahresrechnung 2012 sind unter www.pro-senectute.ch abrufbar. Den Leistungsbericht können Sie auch als Papierversion bei Pro Senectute Schweiz bestellen: Tel. 044 283 89 89, E-Mail info@pro-senectute.ch. 

Medienmitteilung zur Veröffentlichung des Positionspapiers zu «Fragen der Beihilfe zum Suizid im Alter»

Pro Senectute Schweiz hat ein Positionspapier erarbeitet, welches die Haltung der Organisation zum «guten» und «würdigen» Sterben erörtert. Die Altersorganisation definiert damit ihr Haltung zum Alterssuizid.

Pro Senectute setzt sich für das «gute Altern» ein. Dazu gehört auch die Frage, welche Rahmenbedingungen ein «gutes Sterben» ermöglichen. Im heute publizierten Positionspapier anerkennt Pro Senectute das Recht von Suizidwilligen, ihr Leben – auch unter der Beihilfe anderer Personen – beenden zu wollen.


Pro Senectute setzt sich zudem dafür ein, dass die Suizidprävention bei älteren Menschen verstärkt und das Leiden von Sterbenden gelindert wird. Dabei geht es beispielsweise um das rechtzeitige Erkennen von Depressionen oder um die Bereitstellung von angemessenen Ressourcen für Palliative Care.


Die Debatten um Suizid und die organisierte Beihilfe zum Suizid sind Ausdruck eines sozialen Wandels. Das Nützlichkeitsdenken macht auch vor Sterben und Tod nicht Halt. Für Pro Senectute muss beides Platz haben: ein gutes Sterben zur rechten – vielleicht selbst bestimmten – Zeit und die würdige Behandlung eines Lebens, das sich Zeit nimmt zu erlöschen.


Das Positionspapier zu «Fragen der Beihilfe zum Suizid im Alter» finden Sie unter: www.pro-senectute.ch

Preisverleihung Prix Chronos 2013 mit zwei Siegerbüchern!

Pro Senectute verlieh heute im Bierhübeli Bern den Generationenbuchpreis Prix Chronos an Brigitte Werner (Seniorenpreis) und Ulrike Rylance (Juniorenpreis). Rund 200 Senioren und Jugendliche feierten den Abschluss des gemeinsamen Leseerlebnisses und nutzten die Preisverleihung, um ihre Lieblingsautorin persönlich zu treffen und ein Autogramm zu ergattern.

Der Prix Chronos ist ein Generationenprojekt und Jugendbuchpreis von Pro Senectute. Seit Herbst 2012 haben über 800 Senioren und Jugendliche in gemischten Lesegruppen, als Schulklasse, im Altersheim oder als Einzelpersonen fünf Bücher zum Thema Generationenbeziehungen gelesen. Die Bücher – allesamt Neuerscheinungen – wurden vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) ausgewählt. Die Pro Senectute Bibliothek sowie 52 weitere Bibliotheken der Deutschschweiz stellten die Jugendbücher kostenlos zur Verfügung.

Alt und Jung treffen sich bei der Lektüre – und an der Preisverleihung

Das aus Frankreich stammende Konzept des Prix Chronos zielt darauf ab, junge und alte Menschen über das gemeinsame Lesen von Büchern zusammen zu bringen. Senioren und Jugendliche diskutieren über die Bücher und vergrössern so das gegenseitige Verständnis für die verschiedenen Lebensrealitäten. Dieses Jahr konnten sich Alt und Jung nicht einigen und haben zwei verschiedene Siegerbücher gewählt.

An der Preisverleihung im Bierhübeli war dieser Meinungsunterschied nicht mehr spürbar. Alte und junge Lesefans genossen den durch Matthias Nold moderierten Anlass. Brigitte Werner las aus ihrem Buch und signierte ihr Werk. Der Berner Liedermacher Martin Hauzenberger begleitete die Preisverleihung musikalisch und trug das eigens komponierte Prix Chronos Lied vor.

Senioren wählten feinfühliges Porträt – Jugendliche bevorzugten temporeiches Fantasybuch

Brigitte Werner hat mit ihrem Buch «Ich, Jonas, genannt Pille, und die Sache mit der Liebe» ein feinfühliges Porträt der Beziehung zwischen Pille und seinem Opa geschrieben. In Pilles Leben steht Einiges auf dem Kopf: Papa ist weggegangen und seine Mutter sagt ihm nicht warum. Opa muss ins Altersheim und als wäre dies nicht genug, verliebt sich Pille zum ersten Mal. Brigitte Werner packt in ihren Dialogen zwischen Pille und Opa schwierige Themen wie Liebe, Trennung und Tod auf optimistische Weise an. Kind und Grossvater geben und nehmen voneinander. Die Geschichte vermittelt Humor, Lebensfreude und -weisheit – vermutlich mit ein Grund, warum die Senioren diesem Buch den ersten Preis verliehen haben.

Ulrike Rylance beschreibt mit «Frieda aus der Flasche», wie sich Franzis Sommerferien von der absoluten Katastrophe hin zu einer herrlich turbulenten Zeit wandeln. Das Ferienhaus am Meer ist eine Bruchbude, die Eltern brechen eine Fehde mit den reichen Nachbarn vom Zaun und Franzis ältere Schwester ist nicht zum Aushalten. Da findet Franzi den Flaschengeist Frieda und befreit sie aus ihrem Gefängnis. Fortan gibt der 200-jährige Flaschengeist, der Franzis Urgrossmutter sein könnte, den Takt an. Frieda sprüht vor Ideen und Lebenslust und Franzi hat alle Hände voll zu tun, um die aufgeregten Gemüter in dem deutschen Badeort zu beruhigen. Selbstredend trägt Frieda dazu bei, dass sich die beiden Familien wieder vertragen und das Geheimnis um einen vergrabenen Schatz gelüftet wird. Die phantasievolle und temporeiche Geschichte rund um Frieda und Franzi hat die Jugendlichen so begeistert, dass sie ihr den ersten Preis gaben.

Mehr Informationen zur Preisverleihung, den Gewinnerbüchern und den beteiligten Bibliotheken sowie Fotos der Veranstaltung finden Sie (ab ca. 16.30 Uhr) unter: www.pro-senectute.ch

1. Gerontologie-Symposium Schweiz «Leben im Alter» – interdisziplinärer Bildungsanlass sowie Verleihung Pro Senectute Preis fanden grossen Anklang bei Fachpublikum

Vom 10. bis 12. April fand das 1. Gerontologie-Symposium Schweiz «Leben im Alter» in Bern statt. Pro Senectute Schweiz und das Institut Alter der Berner Fachhochschule organisieren diese deutsch-französische Bildungsveranstaltung alle zwei Jahre. Das Symposium thematisiert innovative, zukunftsweisende Ansätze in der Gerontologie und macht angewandtes Wissen zum Thema «Alter» einem breiten Fachpublikum zugänglich. Im Rahmen des durch rund 120 Personen besuchten Symposiums verlieh Pro Senectute den Pro Senectute Preis für hervorragende Abschlussarbeiten im Bereich der angewandten Gerontologie an vier Arbeiten aus Bern und Genf.

«Alt werden» – wie fühlt sich dies an, was verändert dies im Menschen? Die Vorstellungen über diesen Lebensabschnitt sind einerseits geprägt von persönlichen Erfahrungen, andererseits oft auch Gegenstand von klischeebehafteten Bildern. Das Gerontologie-Symposium Schweiz setzt hier einen Kontrapunkt. Die Organisatoren des aus der langjährig durchgeführten Sommerakademie hervorgegangenen Gerontologie-Symposiums Schweiz greifen aktuelle wie künftige Brennpunkte der Altersforschung auf. Das Symposium verfolgt dabei einen interdisziplinären und interaktiven Ansatz. Das Alter wird aus  sozialwissenschaftlicher, ökonomischer und philosophischer Sicht analysiert. Referate wechseln mit interaktiven Gestaltungselementen ab, in denen Teilnehmende ihre Fragestellungen in die Diskussion eingeben können.

Rund 120 Fachpersonen aus diversen Bereichen der Altersarbeit nahmen am diesjährigen Symposium teil und benutzten die Gelegenheit zur Diskussion mit namhaften Gerontologinnen und Gerontologen aus dem In- und Ausland, darunter Andreas Kruse (Direktor Institut für Gerontologie, Heidelberg, Vorsitzender der Altenberichtskommission der deutschen Regierung), Jocelyne Huguet Manoukian (Ethnologin, Psychologin und Psychoanalytikerin aus Lyon), Renée Houde (Universität Québec, Departement öffentliche Kommunikation und Soziales), Stefanie Becker (Leiterin Institut Alter, Berner Fachhochschule), Willy Oggier (Gesundheitsökonom) sowie Ludwig Hasler (Journalist, Philosoph).

Pro Senectute Preis

Mit dem Pro Senectute Preis werden hervorragende und innovative Abschlussarbeiten (Master, Bachelor und Dissertationen) zu Fragestellungen der angewandten Gerontologie gewürdigt. Er wird zweijährlich anlässlich des Gerontologie-Symposiums Schweiz verliehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger präsentierten ihre Arbeit in Bern und hatten somit die  Möglichkeit, ihre Forschung einem grösseren Fachpublikum vorzustellen. Der Pro Senectute Preis ist mit insgesamt CHF 15‘000 dotiert (1. Preis: CHF 8‘000, 2. Preis: CHF 5‘000, 3. Preis: CHF 2‘000). Der zweite Preis wurde freundlicherweise durch die  VELUX STIFTUNG in Zürich gestiftet.

  • Der erste Preis ging an Viviana Abati und Hildegard Hungerbühler für die am Institut Alter der Berner Fachhochschule eingereichte Masterarbeit «Migralto – Ein partizipatives Modell für die aktive Bürgerschaft der älteren Migrationsbevölkerung in Schweizer Gemeinden».
  • Ulrike Armbruster Elatifi ist mit ihrer Masterarbeit «L’intergénération dans l’espace public urbain – L’émergence d’un modèle d’enseignement» die Gewinnerin des zweiten Preises. Auch diese Arbeit wurde als Abschlussarbeit am Institut Alter der Berner Fachhochschule vorgelegt.
  •  Den dritten Preis ging ex aequo an: Dr. Céline Bürki für ihre Dissertation «Cognitive training in younger and older adults: effects on brain and behavior» und Aline Duvoisin für ihre Masterarbeit «Pro Senectute: visibilité et utilisation d’une association bientôt centenaire – Position et enjeux au 21e siècle». Beide Arbeiten wurden an der Universität Genf eingereicht.

Die Referate des Symposiums (ab Montag, 15.04.2013), Abstracts der Gewinnerarbeiten des Pro Senectute Preises sowie Bilder der Preisverleihung (ab ca. 15 Uhr) finden Sie unter: www.pro-senectute.ch

Welttag der Sozialarbeit – Erneuter Anstieg der Beratungen bei Pro Senectute

Am 19. März ist der Internationale Tag der Sozialen Arbeit. Pro Senectute nimmt dies zum Anlass, auf ihr Kerngeschäft die Sozialberatung für ältere Menschen und deren Angehörige hinzu-weisen. Im vergangenen Jahr liessen sich fast 40‘000 ältere Menschen bei Pro Senectute beraten: zum Beispiel zu Finanzfragen, bezüglich ihrer Wohn- und Lebenssituation oder zu gesundheitlichen Aspekten.

Pro Senectute ist landesweit mit mehr als 130 Beratungsstellen für ältere Menschen und deren Angehörige präsent. Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Beratungen erneut zugenommen. Dieser Trend hält seit Jahren an. 2012 haben sich 39‘617 Frauen und Männer im Pensionsalter zu Finanzfragen, zur Lebensgestaltung, zu Gesundheitsthemen sowie zu Wohn- und juristischen Fragen bei Pro Senectute beraten lassen (Aufzählung mit absteigender Priorität). Die Ratsuchenden sind zu zwei Dritteln weiblich, zwischen 70 und 90 Jahre alt und leben alleine. Fast die Hälfte (45%) benötigt eine zusätzliche Unterstützung zur Altersrente in Form von Ergänzungsleistungen (siehe Tabelle).

Pro Senectute Sozialberatung als Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Angehörige

Die Sozialarbeitenden von Pro Senectute haben viel Erfahrung und Fachwissen zu den komplexen Fragestellungen, die das Älterwerden begleiten können. Was tun, wenn die Rente nicht reicht oder der Verbleib in den eigenen vier Wänden nur mit einer Wohnungsanpassung oder einer administrativen Hilfe möglich ist? Die Sozialberatung ist bei solchen Fragen eine kostenlose und diskrete Anlaufstelle. Sie unterstützt Seniorinnen und Senioren bei der Problemlösung und kann auch finanzielle Unterstützung leisten.

Selbstbestimmtes Altern - dank Unterstützung länger im eigenen Zuhause leben

Die Mehrzahl der älteren Menschen möchte so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Pro Senectute ist eine der Organisationen, die das selbstbestimmte Altern zuhause unterstützen. Sei dies mit Serviceleistungen wie ein Mahlzeiten- oder Treuhanddienst oder mit regel-mässigen Besuchen zuhause, um soziale Kontakte zu erhalten. Zur Selbstbestimmung gehört auch die Regelung der persönlichen Vorsorge im Falle einer Urteilsunfähigkeit. Pro Senectute hat mit dem DOCUPASS ein modulares Vorsorgedossier entwickelt mit dem Betroffene ihren Willen kundtun können. Eine erste Beratung ist für Menschen ab 60 Jahren im Preis des DOCUPASS inbegriffen.

Weitere Informationen sowie ein kostenloses Bild der Sozialberatung finden Sie unter: www.pro-senectute.ch. Hinweise zum DOCUPASS finden Sie unter: www.pro-senectute.ch/docupass.

Ankündigung des sechsten Filmfestivals „visages“

Vom 22. Februar bis 3. März 2013 findet in Martigny die 6. Auflage des Festivals „visages“ statt. Die Stadt Martigny, der Kanton Wallis sowie die kulturellen Akteure der Region erwarten Sie mit einem sechstägigen Programm.

Bei der Auflage 2013 des Festivals „visages" werden an die 50 Filme aus rund 20 Ländern präsentiert (Kurz- und Lang-, Animations-, experimentelle, Dokumentarfilme), die an zwei Vorführungsorten gezeigt werden: dem Cinéma Casino von Martigny und dem Manoir de la Ville de Martigny.

Parallel hierzu zeigt das Manoir de la Ville de Martigny eine Ausstellung zum Thema „Eine Poetik der Zeit“. Die Ausstellung, bei der fotografische Arbeiten und Videoinstallationen bildender Künstlerinnen und Künstler gezeigt werden, ist vom 22. Februar bis zum 30. März geöffnet.

Neben den Filmvorführungen und der Ausstellung werden ca. 20 Regisseure und Akteure wie Emmanuelle Antille für den Film Avanti und Luciano Barisone, der Direktor des Festivals „Visions du Réel“, erwartet. Hier die wichtigsten Daten:

Veranstaltungen

22. Februar – offizielle Eröffnung

18.00 Uhr – Manoir de la Ville de Martigny
Vernissage der Ausstellung „Eine Poetik der Zeit“

20.00 Uhr – Cinéma Casino in Martigny
Eröffnung des Festivals: offizieller Teil und Vorführung des Films „Le nez dans le ruisseau“ von Christophe Chevalier im Beisein des Regisseurs, der Produzentin Dominique Rappaz und den Akteuren.

23. und 24. Februar 2013

Manoir, Grand Salon
Wochenende mit Dokumentarfilmen junger schweizerischer, französischer und belgischer Regisseure, ausgewählt von den bei mehreren Festivals für ihre Filme preisgekrönten Cineasten Tristan Aymon und David Maye.

24. Februar 2013

20.45 Uhr – Cinéma Casino
Carte blanche für das Festival „Visions du Réel“ im Beisein von Luciano Barisone.

26. Februar 2013

14.00 Uhr – Café des Cinéma Casino
„Café Mortel“ mit Bernard Crettaz zum Thema „Ich erreiche meine Grenzen“, eine Annäherung an die Verletzlichkeit im Alter. In Kooperation mit Pro Senectute Wallis, anschliessend, um 16 Uhr, Vorführung des Dokumentarfilms „Présence silencieuse“ von Laurence Kirsch.

28. Februar 2013

19.00 Uhr – Manoir, Grand Salon
Soirée Parcours: Vorführung von neun kurzen Animations- und experimentellen Filmen.

3. März 2013

16.00 Uhr – Manoir, Grand Salon
Terrain Vague – Dokumentarfilm von Philippe Grand, in Anwesenheit des Regisseurs.

18.00 Uhr – Caves du Manoir
Apéro-Konzert zum Abschluss des Festivals „visages“ mit Yannick Barman, Trompete, und Maxime Gianinetti, Visual Projection. Konzert, Electro-Jazz.

Täglich
Ab 17 Uhr, Begegnung mit Regisseuren und Restauration im Festival-Café des Manoir, Vorführungen von 18 bis 20 Uhr im Manoir, Kino-Abende im Casino um 20.30 Uhr.

Für das Filmfestival „visages“ werden in erster Linie Werke ausgewählt, die eine poetische Perspektive einnehmen und Nähe vermitteln. Die ausgewählten Filme räumen Lebensgeschichten einen besonderen Platz ein: Weg, Bericht, Überlieferung, Erinnerung, Vergessen… – und es lädt dazu ein, über den Tellerrand hinauszuschauen. Im Mittelpunkt steht die Existenz, die Zugehörigkeit zur Menschheit. Die Filme richten ihr Augenmerk vor
allem auf einen symbolischen Blick, auf das Abenteuer des Lebens. Das Festival „visages“ lädt ein, unsere Sensibilität zu erspüren. Dafür werden verschiedene Aspekte in Szene gesetzt: Ein Blick auf die ländliche Welt, Lob des Wenigen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Begegnung, dem sozialen Zusammenhalt, dem Miteinander.

Das Filmfestival „visages“ wird von Pro Senectute Schweiz, vom Verein Terrain Vague, der Stadt Martigny, dem Manoir de la Ville de Martigny und den Kinos Martigny organisiert.

Weitere Informationen sowie Downloads von lizenzfreien Fotos erhalten Sie auf unserer Website www.festivalvisages.ch oder bei dem für die Romandie zuständigen Sekretariat von Pro Senectute Schweiz.

Tausende Mützchen für den guten Zweck 130‘463 innocent Smoothies mit Mützchen ab Mitte Januar im Kühlregal

Über 130‘000 handgestrickte Mützchen. Das ist das Endergebnis des „Grossen Strickens“, einer Benefizaktion der etwas anderen Art, die der Smoothie-Hersteller innocent schon zum vierten Mal in der Schweiz  veranstaltet hat. Im neuen Jahr hilft jedes einzelne Mützchen mit, älteren Menschen einen warmen Winter zu schenken.

Sie sind gestreift, gepunktet, mit Rastazöpfen versehen, tragen Baströckchen oder glitzern in Lametta-Silber. Die Rede ist von den vielen tausend Mützchen, die die Schweizerinnen und Schweizer in den letzten Wochen von Hand gestrickt haben. Dazu aufgerufen hatte innocent, die beliebteste Smoothie-Marke der Schweiz. Und zwar für den guten Zweck. Denn ab Mitte Januar 2013 steht jedes Smoothie-Fläschchen von innocent mit Mütze in den Schweizer Kühlregalen – und bringt der Pro Senectute 50 Rappen, sobald es verkauft wird.

Wärme zum Anfassen

Mit diesen Spenden hilft die Pro Senectute Seniorinnen und Senioren in finanzieller Notlage in der Schweiz dabei, warm und gesund durch den Winter zu kommen. Und das ganz direkt und unbürokratisch. So kümmert sich die Pro Senectute etwa um die Finanzierung von Heizkosten, organisiert medizinische Hilfe und unterstützt die Seniorinnen und Senioren in Not gleichzeitig auch mit sozialer Wärme, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit ermöglichen die Mützchen schon früher, lange bevor sie die Reise ins Kühlregal antreten. Dazu Christine Ringsgwandl, Marketing-Verantwortliche von innocent: „Wir haben viele Briefe erhalten, in denen Menschen unsere Aktion loben – oft auch deshalb, weil das Stricken für Jung und Alt ein Grund war, zusammenzukommen und Zeit miteinander zu verbringen. Und das freut uns sehr.“

Mützchen brechen alle Rekorde

Im August rief innocent zur vierten Auflage des „Grossen Strickens“ auf und appellierte an den schweizerischen Strickeifer. Mit Erfolg, wie sich zeigte: Nachdem alle Pakete geöffnet und alle Mützchen ausgezählt waren, stand der Zähler bei sensationellen 130‘463 Mützchen. Damit haben die Strickerinnen und Stricker den letztjährigen Rekord von 80‘675 wollenen Meisterwerken klar geknackt. Dass sich dieses tolle Ergebnis bereits in den Wochen vor dem Einsendeschluss abzeichnete, konnten Freunde und Fans fast live mitverfolgen: Auf Facebook und auf www.dasgrossestricken.ch informierte das tagesaktuelle Mützometer über den Zwischenstand im eigenen Land. Und hier finden Interessierte zudem die gewählten Mützchen der Woche, die schönsten Bildergalerien und viel Strickinspiration für das nächste Jahr.

Auch 2013 wird gestrickt

Denn eine überwältigende Zahl an handgestrickten Mützchen, hunderte Facebook-Anfragen und noch mehr Seniorinnen und Senioren, die dank viel sozialen Engagements warm und gesund durch den Winter kommen werden, sind ein klares Zeichen: „Das Grosse Stricken“ wird auch 2013 wieder in der Schweiz durchgeführt.

Über innocent:

1999 von drei Freunden in London gegründet, beschäftigt die ehemals kleine Firma heute 250 Mitarbeiter in dreizehn Ländern und ist mit einem  Jahresumsatz von über 170 Mio. Franken europaweit Marktführer bei  Smoothies. innocent Smoothies bestehen aus nichts als klein gemixtem Obst und puren Säften. Sie sind frei von Fruchtsaftkonzentraten, Konservierungsstoffen, Stabilisatoren, Zuckerzusätzen, Geschmacksverstärkern und jeglichen E-Nummern. 250 ml jedes innocent Smoothies enthalten zwei der im Rahmen der Kampagne „5-am-Tag“ empfohlenen fünf Portionen Obst. Es ist erklärtes Ziel von innocent, die Dinge etwas besser zu hinterlassen, als sie vorgefunden wurden. Deshalb bezieht innocent sein Obst von Farmen, die auf ihre Arbeiter und die Umwelt achten, und füllt die fertigen Smoothies in umweltfreundliche Packungen aus recycelten und recycelbaren Materialien. Jahr für Jahr reduziert das Unternehmen seinen CO2-Fussabdruck und spendet 10 % seines Gewinns an gemeinnützige Organisationen.

Weitere Informationen sind unter www.innocentsmoothies.ch oder www.innocentdrinks.co.uk zu finden.
Zudem kann unter www.facebook.com/ObstZumTrinken jeder ein Freund der kleinen und feinen Smoothies werden. Drucktaugliche Produkt-Shots aller unserer Smoothies können auf www.innocentsmoothies.ch im Fotobereich des Menüs „Presse“ heruntergeladen werden.

Wer ist Pro Senectute?

Pro Senectute ist die grösste Fach- und Dienstleistungsorganisation der Schweiz im Dienst der älteren Menschen. Die Stiftung wurde 1917 gegründet und ist heute mit 22 kantonalen und 2 interkantonalen Pro Senectute-Organisationen sowie national mit mehr als 130 Beratungsstellen präsent. Sie setzt sich mit einer Vielzahl von Service- und Dienstleistungen für die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität bis ins hohe Alter ein. Pro Senectute Schweiz ist von der Stiftung ZEWO, der Schweizerischen Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen, anerkannt und berechtigt, das Gütesiegel zu führen. Mehr Informationen zu Pro Senectute unter www.pro-senectute.ch.

Bilder:
http://www.innocentsmoothies.ch/presse/fotos_dasgrossestricken.php