Gemeinsam sind wir stärker

Seniorinnen und Senioren sind für die Gesellschaft unverzichtbar: Sie tragen in vieler Hinsicht zu einer funktionierenden Gesellschaft und zum eingespielten Miteinander von Jung und Alt bei.

Die Coronavirus-Pandemie stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. Die Gesellschaft ist mit einer Notlage konfrontiert, die Unsicherheit, Angst und Leid mit sich bringt. Die auf Bundesebene verordneten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus lösten in der Bevölkerung Diskussionen aus und stellen das gesellschaftliche Miteinander auf eine Bewährungsprobe. Sind die Massnahmen zum Schutz des Gesundheitssystems und der besonders gefährdeten Personen, darunter vorwiegend ältere Menschen, gerechtfertigt? Darf ich mich als Seniorin oder Senior noch draussen zeigen oder werde ich komisch angeschaut? Tragen die Jungen alleine den wirtschaftlichen Schaden?

All diese Fragen drängen in den Hintergrund, was unsere Gesellschaft ausmacht: Ein funktionierendes Miteinander aller Generationen. So sind in schwierigen Zeiten gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung und Solidarität wichtiger denn je. Das Miteinander von Jung und Alt setzt Pro Senectute in den Fokus ihrer aktuellen Kampagne.

Alain Huber, Direktor Pro Senectute Schweiz:

«Das Erfolgsmodell Schweiz fusst auf einem einvernehmlichen Miteinander der Generationen und garantiert so Stabilität und Wohlstand für alle – heute und auch in Zukunft.»

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Wie erleben Sie das Miteinander von Jung und Alt? Wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Zusammenhalt der Gesellschaft aus? Wie erleben Sie die Solidarität unter den Generationen?

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Jung und Alt als Kitt unserer Gesellschaft

Seniorinnen und Senioren sind nicht nur Empfänger von Leistungen, die von der jüngeren Generation finanziert werden. Sie leisten, wie jüngere Menschen, auch einen erheblichen Beitrag zugunsten des funktionierenden Zusammenlebens – in Familien, unter Freunden, in Nachbarschaften, Gemeinden oder Vereinen. Auf viele Engagements muss jetzt, während der Corona-Krise, verzichtet werden. Zudem sind ältere Menschen eine loyale und starke Konsumentengruppe, die beispielsweise den Tourismus oder die Gastronomie unterstützt. Lesen Sie hier wichtige Zahlen und Fakten zu den verschiedenen Generationen in der Schweiz:

  • In der Schweiz lebten Ende 2018 8’5445’27 Menschen.
  • Davon waren 1'577'301 Personen im Alter über 65 Jahren.
  • Der Anteil der Personen im Alter über 65 Jahren dürfte von 16,9 Prozent (2010) auf rund 28 Prozent im Jahr 2060 steigen.
  • ​​​​​​​5'092'465 Personen gingen Ende 2019 einer Arbeit nach.
  • Immer mehr Menschen möchten über das Pensionsalter hinaus arbeiten. So waren Ende 2019 174'381 Personen im Alter über 65 Jahren berufstätig.
  • Grosseltern übernehmen – in normalen Zeiten – Betreuungsaufgaben von bis zu 160 Millionen Stunden pro Jahr und unterstützen berufstätige Menschen in vieler Hinsicht.
  • Das entspricht täglich über 400'000 Arbeitsstunden.
  • 2016 haben rund 643'000 Personen im Alter über 65 Jahren Freiwilligenarbeit geleistet; dies entspricht einem Anteil von rund 42 Prozent bei dieser Bevölkerungsgruppe.
  • 2016 haben sich rund 2'474’000 Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren in der Freiwilligenarbeit engagiert; das entspricht einem Anteil von rund 44 Prozent bei dieser Bevölkerungsgruppe.
  • 134'000 Seniorinnen und Senioren betreuen Angehörige.
  • 409'000 Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren betreuen Angehörige.
  • Das Coronavirus erforderte einen weitgehenden Rückzug ins Private. Diese Isolation lastet schwer.
  • Studien zeigen auf, dass sich jüngere Menschen häufiger einsam fühlen als ältere.
  • Einsamkeit ist gemäss Befragungen aber nicht zwingend mit mangelnden sozialen Kontakten in Verbindung zu bringen.
Eveline Widmer-Schlumpf, Stiftungsratspräsidentin Pro Senectute Schweiz:

«Gerade in schwierigen Zeiten sind das gegenseitige Verständnis, Solidarität und ein funktionierendes Miteinander wichtiger denn je. Es braucht alle.»