Pro Senectute Bibliothek

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Der Newsletter der Pro Senectute Bibliothek erscheint viermal im Jahr und informiert Sie über Angebote und Dienstleistungen der Bibliothek, Neuerscheinungen zu den Themen Alter, Altern und Generationenbeziehungen, Bibliotheksveranstaltungen und allgemein Wissenswertes rund ums Alter. Melden Sie sich für den Newsletter an.

Newsletter März 2017

Neue Filmdatenbank

Trailer, Inhaltsbeschreibungen und praktische Suchkategorien – dies sind die Features unserer Filmdatenbank, die nun in aufgefrischtem Design vorliegt. Neu können Sie die ausgewählten Filme in einen Bestellkorb legen und bequem und direkt über die Webseite bestellen.

Der Filmbestand der Bibliothek umfasst über 1000 Spiel-, Dokumentar- und Lehrfilme, allesamt zum Thema Alter. Darunter Spielfilmklassiker wie «Herbstzeitlosen», «Amour» und «The Best Exotic Marigold Hotel» oder Dokumentarfilm-Highlights wie «Il bacio di Tosca», «Buena Vista Social Club» und «Antonia lässt los». Zur Filmdatenbank

Bibliotheksveranstaltung: Eine Jahrhundertgeschichte

Zum hundertjährigen Jubiläum von Pro Senectute erscheint ein Werk, das die Geschichte der Stiftung und der schweizerischen sozialen Institutionen aufzeigt. Es führt uns vom Landesstreik über die AHV bis in die heutige Zeit, wo Langlebigkeit und die Sicherung der Altersvorsorge im Vordergrund stehen und Pro Senectute sich für ein aktives, erfülltes Alter engagiert.

Reich bebildert zeigt das Buch auf, wie dramatisch sich das Altern in den letzten 100 Jahren gewandelt hat und welch grosse Rolle die Entwicklung tragfähiger sozialer Netze dabei spielte.

Am 11. April führt der Autor Kurt Seifert in Wort und Bild durch die verschiedenen Epochen der letzten hundert Jahre Schweizer Sozialgeschichte.

Weitere Informationen und Anmeldung

Ausstellung «Makrokunst» eröffnet

Erste Schneeglöckchen wurden hier und dort schon entdeckt. Wir wagen es und nehmen den Frühling mit bunten Blumenbildern vorweg. Die Pflegefachfrau und Fotokünstlerin Dominique Antenen hat die Bibliotheksräume mit ihren beeindruckenden Makrofotos geschmückt: Nahaufnahmen von Blütenblättern, Stängeln, Knospen... Wir laden Sie herzlich zu einem Besuch ein!

Dominique Antenen beschreibt sich und ihre Arbeit:
«Mit meiner Familie lebe ich in Uetikon am See. Ich arbeite als Pflegefachfrau in einer psychiatrischen Klinik. Schon seit meiner Jugend fotografiere ich gern. Auf der Suche nach kurzen Auszeiten entdeckte ich mein altes Hobby auf eine andere Art wieder. Die "Makrofotografie." Seither finde ich immer mehr Gefallen, mit vertieftem Blick durch die Natur zu schweifen, innezuhalten und nach verborgenen Sujets zu suchen. Ich suche die Natur aus einem anderen Blickwinkel zu zeigen, so entstehen neue, spannende Bilder.»

Webseite von Dominique Antenen

Einladung zur Preisverleihung!

Rund 1200 Kinder, Seniorinnen und Senioren haben die vier nominierten Kinderbücher gelesen und ihrem Lieblingsbuch eine Stimme gegeben. Am 4. April wird im Volkshaus Zürich der Prix Chronos verliehen.

Die Preisverleihung wird von der Literaturkritikerin Christine Lötscher moderiert. Als Spezialgast begrüssen wir den Bühnen-Poeten Simon Libsig.

Seien Sie dabei, wenn das Siegerbuch gekürt wird. Melden Sie sich und Ihre Begleitung – Enkel, Freunde, Nachbarn! – noch heute an.

Weitere Informationen

«Aufgeweckte Foto-Geschichten» für Menschen mit Demenz

Das Vergessen geht für einen Nachmittag vergessen - mit einem neuen Angebot in der Fotostiftung Schweiz.

Das Projekt animiert Menschen mit Demenz anhand mehrdeutiger Bilder zum kreativen Geschichtenerfinden. In Gang gebracht wird der Prozess durch offene, impulsgebende Fragen der Moderatorin. Das Besondere daran ist einerseits das Gruppensetting – Durchführungsort ist das Museum – und andererseits die Möglichkeit, in den Teilnehmenden einen kreativen Prozess herbeizuführen, ohne dass man deren Biografie zu kennen braucht. Dieser Vorgang lässt sich offensichtlich weder durch zunehmende Gedächtniseinbussen noch durch Schwierigkeiten bei der Wortfindung aufhalten. Ganz im Gegenteil, die Ressourcen der Teilnehmenden werden dabei bewusst aktiviert.

«Aufgeweckte Kunst-Geschichten» im Netz:

Fotostiftung Schweiz
Zentrum für Gerontologie
gerontologieblog.ch

«Ambient Assisted Living» weist den Weg in die Zukunft

Ein Aufsatz für Smartphones, der den Atem analysiert und 17 verschiedene Krankheiten erkennt? Telepräsenzroboter, mit denen auch immobile Menschen am Leben ausserhalb ihres Zimmers teilhaben können? Eine «intelligente Wand», die Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen im Alltag unterstützt? Was nach Science Fiction tönt, wird wohl bald Realität – oder ist bereits Alltag.

Telepräsenz-Roboter, also bewegliche Maschinen auf Rädern, bei denen anstelle eines «Gesichts» Bildschirm und Kamera angebracht wurden, sind bereits heute kommerziell verfügbar. Mit diesen mechanischen Stellvertretern können ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen am Leben ausserhalb ihrer Zimmer teilhaben und aus der Ferne sehen und gesehen werden.

Das «TERESA»-Projekt will die Fähigkeiten von Telepräsenz-Robotern um ein wichtiges Element erweitern: «intelligente» Roboter, die von Menschen gesteuert werden und – halbautomatisch – auf soziale Situationen der Aussenwelt richtig reagieren können. Dies kann zum Beispiel heissen, dass der Roboter immer auf Augenhöhe zum Gegenüber bleibt, dessen Gefühlsregungen erkennt und die eigene «Körpersprache» entsprechend anpasst.

Mehr zu TERESA auf der Webseite der Europäischen Kommission
Kurzfilm zu TERESA

Der Alltag stellt chronischkranken Menschen und Personen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen vor grosse Herausforderungen. Das Projekt «eWALL» will für diese Menschen zumindest zu Hause für mehr Sicherheit sorgen. eWALL fusst auf einer intelligenten Sensorik und verbindet Häuser mit Spitälern und Verwandten zu sogenannten «Home Caring Environments». Die Bewohnerinnen und Bewohner können auch selber auf die Funktionen von eWALL mittels verschiedener Apps zugreifen ohne sich – so Projekt-Koordinator Sofoklis Kyriazakos – überwacht zu fühlen. eWALL kombiniert verschiedene aktuelle Internet-Schlagworte wie die «Cloud», das «Internet of Things» und «Big Data» zu einem hoffentlich zukunftsträchtigen Ganzen.

Weitere Details zu eWALL auf der Webseite der Europäischen Kommission
Webseite des Projekts

Ein von der EU finanziell unterstütztes Projekt will ein «Sniffphone» entwickeln. Nein, das ist kein Telefon, das Gerüche überträgt, sondern ein Smartphone-Aufsatz, dessen Sensoren Anzeichen von 17 verschiedenen Krankheiten erkennen können. Die Anwenderinnen und Anwender blasen in den Aufsatz, das Smartphone analysiert die anschliessend empfangenen Daten – und liefert schliesslich verlässliche Warnungen zurück, wenn Symptome festgestellt wurden. Bis 2018 soll die benötigte Technologie soweit miniaturisiert worden sein, dass das Sniffphone in Serie produziert werden kann.

Weitere Informationen auf der Webseite der Europäischen Kommission

Veranstaltungen

Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe des Zentrums für Gerontologie der Uni Zürich befasst sich von März bis Mai mit dem Thema «Gesundes Altern mit hoher Lebensqualität – trotz Vulnerabilität».  Die im März stattfindende BrainFair Zürich 2017: «Faszination Gehirn» umfasst Vorträge, Ausstellungen, Diskussionforen und einen Tag der offenen Tür. Die 20. Thuner Alterstagung widmet sich am Freitag, 7. April dem Thema «Macht und Ohnmacht in der Langzeitpflege». Details zu diesen und drei weitere Veranstaltungen finden Sie im Folgenden:

Ab dem 1. März findet im Abstand von zwei Wochen eine öffentliche Vorlesungsreihe zum Thema «Gesundes Altern mit hoher Lebensqualität – trotz Vulnerabilität» statt. Die Vorträge finden von 18.15 – 19.45 an der Universität Zürich statt. Das Programm der Reihe finden Sie hier.

Das Zentrum für Neurowissenschaften Zürich, ein gemeinsames Kompetenzzentrum der ETHZ und der Universität Zürich, organisiert in Zusammenarbeit mit Life Science Zurich die BrainFair Zürich. Während einer Woche ermöglichen Vorträge, Diskussionsforen, Ausstellungen, Filmvorführungen und Tage der offenen Tür den Dialog mit Forschenden. Zum Programm

Am 7. April bietet die 20. Thuner Alterstagung in Thun Referate und Diskussionsrunden zum Thema Macht und Ohnmacht in der Langzeitpflege. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende und Kader aus dem Pflegebereich, der offenen Altersarbeit und an Angehörige, Freiwillige sowie weitere Interessierte. Mehr Informationen und Anmeldung

Vom 20.-22. April 2017 findet in Zürich die 4. Internationale Konferenz «Aging & Cognition» statt. Die Tagung wird durch den Universitären Forschungsschwerpunkt «Dynamik gesunden Alterns» der Universität Zürich ausgerichtet. Detailinformationen und Anmeldung

Im Rahmen des nationalen Programms MenCare Schweiz findet am 3. Mai eine Careum-Abendveranstaltung in Aarau statt. Die Referierenden geben Inputs aus Sicht von Männern in der Sorgearbeit, aus der Arbeitgeber- und Forschungsperspektive sowie aus der Optik von Behörden und Organisationen. Programm und Anmeldung

Das Careum-Pflegesymposium am 13. Juni in Aarau bietet intensive und kritische Beschäftigung mit Stress, Zeitdruck und Hektik im Pflegealltag. So eröffnen sich Ansätze für einen neuen, befriedigenden Umgang mit Zeit und Ressourcen für jeden einzelnen Mitarbeitenden, für Teams und für die Institution. Programm und Anmeldung

Neu: E-Books von Verena Kast

Verena Kast ist eine der renommiertesten Psychotherapeutinnen im deutschen Sprachraum. Sie ist Dozentin am C.G.-Jung-Institut in Zürich, Professorin an der Universität Zürich, Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie und Psychotherapeutin in eigener Praxis. Einige ihrer zahlreichen Bücher können Sie nun als E-Books in der Pro Senectute Bibliothek ausleihen.

Keine Frage: Alle Menschen altern. Durch manche schwierige Veränderungen, die damit verbunden sind, gibt es viele neue Herausforderungen zu meistern. Wir müssen flexibel auf Situationen reagieren lernen, die wir nicht oder nur wenig beeinflussen können. Verena Kast, selbst Anfang siebzig, zeigt: Gerade im Alter gilt es, die Überraschungen, die das Leben so mit sich bringt – darunter auch freudige, anzunehmen und kreativ mit ihnen umzugehen. Wie dies gehen könnte, beschreibt die renommierte Jung'sche Analytikerin im neusten Buch «Altern – immer für eine Überraschung gut».

Trauer ist ein natürlicher Weg der Psyche, den tödlichen Verlust einer Beziehung zu verarbeiten und zu überwinden. In «Trauern – Phasen und Chancen des psychischen Prozesses» hilft Verena Kast Trauernden, sich im Chaos der Gefühle zurechtzufinden und zeigt ihnen eine Perspektive, wie sie den Verlust des geliebten Menschen schliesslich überwinden können.

Zurückblicken und nach vorne schauen: Wir alle wollen unserem Leben Sinn und Bedeutung geben. Verena Kast zeigt in «Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben – Die Kraft des Lebensrückblicks», dass Sinn und Bedeutung in jedem Leben liegen. Auch in Umwegen oder Abwegen, und auch in Entscheidungen, die Probleme brachten und schmerzvoll waren. Wir können erkennen: Eigentlich sind wir doch ganz gut damit umgegangen. Wir haben das Beste daraus gemacht. Menschen, die sich auf einen Lebensrückblick einlassen, sind aufgeschlossener und dem Leben gegenüber positiver eingestellt. Ein spannendes Thema der psychologischen Forschung. Verena Kast macht es auf faszinierende Weise fruchtbar für alle Leserinnen und Leser, indem sie in zahlreichen Beispielen zeigt: Wir profitieren davon, wenn es uns gelingt, das gelebte Leben als das wirklich eigene Leben anzunehmen. Mit ausführlichem Hinweis zur Lebensrückblickstherapie.

In «Zäsuren und Krisen im Lebenslauf» analysiert und interpretiert Verena Kast den Umgang mit Angst und Krisen in der heutigen Gesellschaft sowie den Wandel von Lebensmustern aus der sozialpsychologischen Perspektive. Krisen sind emotionale Gleichgewichtsstörungen, die jedenfalls als schöpferischer Prozess verstanden werden können. Menschen sollen grundsätzlich krisengewohnter, krisenbewusster und krisenfreundlicher werden, die Autorin stellt auch Techniken bereit, die helfen sollen, mit diesen Lebenssituationen fertig zu werden.

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