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Palliativpflege und Sterbebegleitung

In Situationen der Palliativpflege kann Musik zur Schmerzlinderung beitragen. Indem sie die Sinne beschäftigt oder positive Gefühle auslöst, lenkt sie ganz einfach teilweise vom Schmerz ab.

Menschen in der letzten Lebensphase benötigen ein Gefühl der Geborgenheit. Oftmals ist es Musik mit biografischem Bezug, welche diesen Zweck erfüllt.

Sowohl für die Palliativpflege als auch für die Sterbebegleitung eignet sich Musik der Kategorien «Biografiearbeit/Erinnerungspflege », «Entspannung« und «Tod/Trauer». In diesen Situationen muss bei der Musikauswahl jedoch den individuellen Bedürfnissen und Neigungen der betreffenden Person eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Alle Tonträger zum Thema Palliativpflege und Sterbebegleitung finden Sie im Katalog.

Rezensionen

Bachs Matthäus-Passion zählt unbestreitbar zu den grössten Werken der europäischen Musikgeschichte. Angesichts ihrer zeitlosen Stellung, die sie heutzutage innehat, mag es verwundern, dass sie nach Bachs Tod hundert Jahre lang nicht aufgeführt und erst 1829 von Felix Mendelssohn wieder ausgegraben wurde. Das zentrale Thema, das Leiden und Sterben Jesu Christi, ist dem Evangelium nach Matthäus entnommen. Eine Besonderheit von Bachs Kompositionstechnik ist das mit vielfältigen musikalischen Mitteln umgesetzte Abbilden von Textinhalten. In diesem Werk ist es die Todesthematik und das Leiden, die auf vielseitige Weise, etwa durch harmonische Wahl, Melodiebewegungen oder rhythmischen Gestus, nachgezeichnet sind.

Trotz seiner heutigen Etablierung im Konzertsaal ist die Matthäus-Passion einem ganz bestimmten Tag im Kirchenjahr zugeordnet: dem Karfreitag. Bei den neben den Arien, Rezitativen und Chorussen eingebauten Kirchenliedern sang die Kirchgemeinde denn auch mit.

Manche Sterbenskranke mögen durch die Identifikation mit dem leidenden Jesus Trost erfahren.